Mitleid mit Oskar Gröning?


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Oskar Gröning, der „Buchhalter von Auschwitz“, ist 96-jährig in einem Krankenhaus gestorben.

Im Spiegel steht, daß ein Gericht im Dezember 2017 entschieden hatte, er müsse seine Haftstrafe antreten; ein Gnadengesuch wurde abgelehnt.

Ob und wie lange er nun wirklich im Gefängnis war, weiß ich nicht.

Einen Aspekt im Spiegel-Artikel finde ich jedoch sehr interessant:

Gröning begann, über seine Vergangenheit zu sprechen, um Holocaust-Leugner zu widerlegen.

Seine Aufzeichnungen, mit denen er mitteilen wollte, was er getan hatte und was nicht, sollten anderen die Augen öffnen.

Später waren sie rechtlich von Bedeutung.

Die Ermittler schlossen daraus, dass Gröning vom Massenmord in Auschwitz gewusst und trotzdem mitgemacht hatte.

Er habe mit seinem Dienst in der Verwaltung und auf der Rampe, hieß es im Urteil gegen ihn, den reibungslosen Ablauf der Tötungsmaschinerie gewährleistet. […]

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(Startet an der richtigen Stelle. Habe leider auf youtube kein besseres Interview gefunden als das hier)

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Sieht für mich so aus, als habe er sich mit seiner „übereifrigen Geständigkeit“ letztlich selber ins Knie geschossen.

Anstatt einfach die Fresse zu halten, hat er wohl versucht, sich beim BRD-Regime „lieb Kind“ zu machen und sich auf seine alten Tage noch als Held im Kampf gegen „Holocaustleugner“ zu profilieren?

Und am Ende sind genau diese Einlassungen, mit denen er sich beim Regime Gnade „erkaufen“ wollte, sein Verderben geworden.

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Gut, einen 96-jährigen Mann hinter Gitter stecken zu wollen, das ist natürlich moralisch unter aller Sau; so oder so.

Aber interessant ist es irgendwie trotzdem; ich komme nicht umhin, mal wieder eines meiner Lieblingsbilder anzubringen:

(Alter schützt vor Karma nicht: si tacuisses…)

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LG, killerbee

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15 Antworten zu Mitleid mit Oskar Gröning?

  1. HOPE schreibt:

    ich frage mich manchmal, wieviele von dieser generation, aber auch die jüngeren, die damals noch kinder od. jugendliche waren… – die wahrheit kennen! es müssten doch eigentlich recht viele sein.

  2. Jörg Karkosch schreibt:

    Ja, ich habe Mitleid mit Oskar Gröning, denn er ist primär zunächst mal selbst Opfer – in mehrfacher Hinsicht. Das möchte ich nachstehend erklären – in leicht nachvollziehbarer Weise, wie ich finde.
    Mir geht es nicht darum, die „Opfer-Täter-Rollenverteilung“, die Gegenstand des Gerichtsverfahrens war, umzukehren, sondern darum einen sachgerechten Blick auf den Vorgang zu werfen, wie das eigentlich Aufgabe des Gerichtes gewesen wäre.
    Total-Versagen – wenn ich das vorwegnehmen darf.

    Fast wie bestellt zu diesem Thema lief heute zum wiederholten Male eine bestimmte „Doku'“ auf ZDFinfo. Dort wurde wieder gelogen, daß sich die Balken biegen. Es ist einer dieser ins Dümmliche driftenden Propaganda-Schinken, denen sehr wenige wirklich gute, halbwegs ehrliche Filme gegenüberstehen.

    Darin sagte ein als Kriminalist untertitelter Mensch, daß im Krieg und den entsprechenden Situationen auch vollkommen „normale“ Menschen (keine Psychopathen oder schlicht Straftäter) zu „Monstern“ (meine abkürzende Wortwahl) werden.
    Nun, Oskar Gröning war 1942-44 im KL Ausschwitz tätig. Da war Krieg. Er hat sich das nicht ausgesucht.

    Er ist deshalb zum 1. Mal Opfer. Hier von Machtpolitik auf globaler Ebene.

    Klar, hätte er sich auch an irgendeiner Front als Spät-Teenie erschießen lassen können und eben nicht im „Hinterland“, auf dem sicheren Posten in Auschwitz überlebt.
    Was man in Auschwitz erlebt hat, muß für jeden normal empathischen Menschen traumatisierend gewesen sein – sowohl für die Inhaftierten, wie für das Wach- oder Verwaltungspersonal.
    Auch wenn man das erst hinterher merkt – so, wie der Oskar.

    Hier wurde er zum 2. Mal Opfer – in diesem Fall einfach der konkreten Umstände.

    Mit Sicherheit hatte er keine hinreichende Bildung, um die Vorgänge um ihn herum und global verstehen zu können. Da geht es ihm nicht anders, als dem „gemeinen Bundesbürger“.
    Hatte er wenigstens einen normal funktionierenden, moralischen Kompass in seiner Kindheit mitbekommen? Ja, natürlich; davon dürfen wir ausgehen. Dieser Kompass ist immer auch vom Bezugssystem abhängig und nicht nur von „universeller Menschlichkeit“.
    Wertesysteme und Moral sowie „Geht / geht nicht“ ändern sich. Man denke an die Sharia oder an Kannibalen.
    Er hat im Rahmen des Mischmasches aus Einflüssen irgendein Konglomerat aus Werten gehabt. Auch das Denken in Böse & Gut, Angreifer & Verteidiger ist wichtig dabei. Sein Bezugssystem muß zwangsläufig Deutschland geheißen haben …. mit dessen spezifischen Blickwinkeln.
    Heute hat sich dahingehend viel verändert. Aber damals war dieses Konglomerat anders zusammengesetzt und er hatte weder einen Grund noch eine Chance daraus auszubrechen und sich als junger Mensch in die moralische Vogelperspektive eines universellen Humanismus zu erheben.
    Er wurde unter dem Blickwinkel von HEUTE bewertet und abgeurteilt.

    Hier wurde er das 3. Mal Opfer – diesmal von einer nicht sachgerecht vorgehenden Justiz, deren Handeln die Einhaltung elementarer Regeln hinsichtlich Herangehensweise, Gerechtigkeit und Sachkenntnis vermissen läßt.
    Jeder schein-minderjährige „Kulturbereicherer“ erfährt 100x mehr „Verständnis“ und Rücksichtnahme auf was auch immer … Kultur, Alter, Bildungsgrad…
    Oskar Gröning hat versucht, das Geschehene aufzuarbeiten, um es überhaupt vielleicht verarbeiten zu können. Und? Hat man ihm das angerechnet? Hat man erkannt, daß man ihn eigentlich nach Jugendstrafrecht hätte bewerten müssen? Als noch nicht Erwachsener mit wenig Bildung, in Kriegszeiten unter Befehlsgewalt von Anderen, Mächtigeren, Älteren? Kriegszeiten, deren erstes Opfer die Wahrheit ist (sprich: Propgagand von hinten bis vorne).

    Oskar wird das 4. Mal Opfer: Hier der Propaganda.

    Dieses Urteil ist an Dümmlichkeit und Ungerechtigkeit nicht zu überbieten. Es ist Ausdruck einer ideologisierten, von ritueller Selbstkasteiung im Sinne des sog. Schuldkults durchtränkten, politischen Justiz. Dieses Urteil ist eine Schande für die deutsche Justiz.

    Opfer dieser Kasteiung ist hier der Oskar Zum 5. Male Opfer.

    Deshalb tut mir dieser Mensch einfach nur leid.
    Der, der frei von Schuld ist, werfe den ersten Stein!

    Hätte er dennoch verurteilt werden sollen?
    Ich denke: nein. Dabei mache ich es mir jetzt mal leicht, um einfach zum Schluß zu kommen. Die Justiz hätte diesen Vorgang schlicht nicht bearbeiten sollen. Geht das? Na, klar!
    Bei Leuten wie Merkel, Bush, Blair, Goldkettchen Gerd Schröder, Joschka Fischer, Rudolf Scharping oder Netanjahu usw. usw. „verzichtet der Generalbundesanwalt auf eine Anklage“.
    So einfach geht das.
    Das wäre in Stück weit salomonisch gewesen.
    Ich weil das hier nicht weiter abwägen. Es gäbe viel Argumente.

    Ich verstehe aber auch die „Gegenseite“. Wenn mich jemand so furchtbarer Behandlung wie in einem KZ ausgesetzt hätte und ich hätte überlebt, hätte ich Rache geschworen …. bis die Verantwortlichen Gleiches mit Gleichem vergolten erleben. Das halte ich für nachvollziehbar.

    Oskar steht hier gerade für die Schweinerei auf globaler, auf der Meta-Ebene. Es wird behauptet, er wäre für sein Tun alleinig verantwortlich. Das ist kolossaler Unsinn. Fachleute, wie dieser Kriminalist, Psychologen, Historiker usw. usw. wissen das.

  3. Ugly schreibt:

    @Jörg Karkosch.

    Meinen vollsten Respekt für Ihren starken Kommentar.

  4. ki11erbee schreibt:

    @Jörg Karkosch

    Vielen Dank für den Kommentar, sehr differenziert.

    Es stimmt: Herr Gröning ist in vielfacher Hinsicht Opfer.

    Aber Tatsache ist auch, daß der Fall Gröning schon 1985 abgeschlossen war und daß erst sein Bestreben, sich nun als Kämpfer gegen „Holocaust-Leugner“ zu betätigen, die Ermittler dazu brachte, ihn erneut anzuklagen.

    Lies mal bitte den Wikipedia-Artikel zu Herrn Gröning; insbesondere seine Aussagen vor Gericht:

    Den Holocaust bestätigte er als Augenzeuge: „Ich habe alles gesehen. Die Vergasungen, die Verbrennungen, die Selektionen. In Auschwitz sind 1,5 Millionen Juden ermordet worden. Ich war dabei.“

    Während er also in vielerlei Hinsicht unverschuldet Opfer wurde, so hat er sich die Tatsache, daß er so spät noch Opfer der BRD-Justiz wurde, selber zuzuschreiben.

    Und da kann man auch nicht mehr die Jugend vorschieben, da war er schon lange erwachsen!

    Kurz: er hätte es einfach gut sein lassen sollen, statt übereifrig die Sichtweise des BRD-Regimes zu verteidigen.

    Im Endeffekt ist er ein Opfer seiner eigenen Ehrlosigkeit geworden.

  5. Jörg Karkosch schreibt:

    Ups, ja, das hatte ich nicht so recht … im Hirn. Mich hat dieser Vorgang sofort derart angewidert, daß ich in die Details nicht eingestiegen bin.
    Hat ihn diese Sache so gequält, daß er diese (nennen wir es) „Konfrontation“ im Sinne einer „offiziellen“ Aufarbeitung gesucht, weil er das gebraucht hat? Brauchte er Absolution wegen seiner Qualen?
    Ein Mitglied einer Religionsgemeinschaft hätte das „einfacher“ geregelt, oder Killerbee? 🙂 Das wäre moralisch schneller und unkomplizierter okay gewesen. Ich sage das, weil ich Deinen Unmut über die entsprechende „moralische Flexibilität“ schon mehrfach herausgehört habe. Naja. Schwamm drüber.

  6. Kritiker schreibt:

    An der Behandlung der Alten sieht wann wie es hier ist
    Als vor nicht allzu langem der Revisionust Nolte, der auch im 2.WK war,kam in den Medien grossteils dass er „umstritten“ war

  7. Jörg Karkosch schreibt:

    @Ugly ..danke für die Blumen. Mein Thema ist eigentlich Frieden, denn ohne Krieg sind die meisten Schweinereien auf diesem Planeten kaum machbar.
    Weil es ohne Wahrheit und darauf aufbauender Gerechtigkeit keinen Frieden geben kann, bin ich im engeren Sinne vor allem an Propaganda dran.
    Und diese juristische Show, diese Shoa-Schuldkult-Veranstaltung fällt für mich unter Propaganda. Schau-Prozesse sind nun mal eine gute alte Tradition der besten Gesellschaftssysteme, an die wir uns gerade noch erinnern können.
    Aufbauend auf eine sauber arbeitende (Meinungs-) Inquisition konnten in den letzten paar hundert Jahren abweichlerische MitbürgerINNEN ihren/seinen Scheiterhaufen finden. Das vermisse ich. Immer Sonntags eine schöne Hexenverbrennung vor dem Bundesjustizministerium (oder alternativ dem Wahrheitsministerium). Wir seh’n uns 🙂 coming soon to your country, too.

  8. Guilherme schreibt:

    Tja dumm gelaufen: Da belastet der gute Gröning 1991 als Zeuge einen Kameraden, äußert sich ganz im Sinne der BRD-Geschichtsschreibung und wird zum Dank selbst verurteilt.

    Natürlich konnte er bei seiner Aussage

    „Ich habe alles gesehen. Die Vergasungen, die Verbrennungen, die Selektionen. In Auschwitz sind 1,5 Millionen Juden ermordet worden. Ich war dabei.“

    nicht ahnen, dass der politisch unverdächtige Spiegel-Journalist Fritjof Meyer 11 Jahre später in seinem Aufsatz „Die Zahl der Opfer von Auschwitz“ die Gesamtzahl aller Vergasten auf 356.000 reduzierte.

    Mit Zeugenaussagen ist das halt immer so eine Sache. Ohne ein echtes Kreuzverhör beziehungsweise eine Bestätigung durch forensische Untersuchungen lässt sich der Wahrheitsgehalt nur schwer überprüfen.

    Dazu eine Aussage des Kommunisten Paul Rassinier:

    „Jedes Mal seit 15 Jahren, wenn man mir in irgendeiner beliebigen, nicht von den Sowjets besetzten Ecke Europas einen Zeugen benannte, der behauptete, selbst den Vergasungen beigewohnt zu haben, fuhr ich gleich hin, um sein Zeugnis entgegenzunehmen.

    Und jedes Mal begab sich das Gleiche: Meine Akte in der Hand, legte ich dem Zeugen derart viele, genau präzisierte Fragen vor, dass er offensichtlich nur bis zu den Augen hinauf lügen konnte, um schließlich zu erklären, dass er es zwar nicht selbst gesehen habe, dass aber ein guter – leider verstorbener – Freund, dessen Aussage nicht in Zweifel gezogen werden könne, ihm die Sache erzählt habe. Ich habe auf diese Weise Tausende von Kilometern quer durch Europa zurückgelegt.“

  9. Jörg Karkosch schreibt:

    och, nö-nö?! So einer ist der Oskar?! Dann tut es mir leid, mir überhaupt die Mühe gemacht zu haben… aber eine Propaganda-Show war es trotzdem.#
    Hat er sowas ohne präzises Wissen oder wider besseren Wissen von sich gegeben? Boah. Ekelerregend. Man kann doch mit dem Leben von lebenden Leuten und dem Andenken an gequälte oder getötete Erdenbürger nicht so umgehen… so selbstgerecht herumfuhrwerken.

  10. Jörg Karkosch schreibt:

    Darf ich noch was loswerden zu diesem Themenkomplex?
    Der Staatsanwalt hal also das Gnadengesuch abgelehnt. Das ist so erbärmlich wie der ganze Vorgang an sich es ist (unter mehreren Aspekten, wie wir wissen).
    Na gut… Oskar wäre sowieso nicht hafttauglich gewesen….
    Was soll’s also?

    Nee, so einfach ist es nicht.
    Eigentlich hätte eine jüdische Institution (der Staat Israel, der jüdische Weltkongreß, der Zentralrat der dt. Juden…) das bzw. ein Gnadengesuch für Oskar stellen müssen.
    …dem wäre übrigens garantiert und sofort entsprochen worden. Ein Politik-Darsteller hätte sich persönlich und öffentlichkeitswirksam der Sache angenommen.

    Warum Antragstellung durch …?
    Wenn er der letzte noch lebende Auschwitz-Angestellte war, dann wäre das DER symbolische Akt gewesen, den diese Welt gebraucht hätte, um Frieden und Wohlwollen statt Krieg, Hetze, Antisemitismus, Schuldkult und Shoa-Business … und andere Verwerflichkeiten weiter ertragen zu müssen.
    Aber man wollte es nicht. Man ist nicht früher auf einander zugegangen; nur immer noch mehr Schuldkult zur steten Befeuerung des Shoa-Business.
    Shoa-Business ist für mich der Inbegriff von moralischer Niedrigkeit und von (im juristischen Sinne) niederen Motiven. Es geht nur um den persönlichen Vorteil (Knete & Macht).

    Jeder verkauft sich oder seine Story maximal? …ich nicht.
    Muß man das? … nein, muß man nicht.
    Geht es um die immer wieder propagierte „Aufarbeitung“ zum Zwecke einer besseren Gesellschaft in der Zukunft? Erkennbar auf gar keinen Fall.
    Dafür gibt es mehrere Beweise für die mehreren Aspekte der jeweiligen Sache. Mich interessiert hier nur der Part, daß man der Welt hätte ein positives Signal und mehr Frieden schenken können.
    Das hat man nicht getan.
    War es wegen der niederen Motive (zum Zwecke diverser Nützlichkeiten)?
    War es deshalb, weil das behauptete „Weltverbesserungsmotiv“ überhaupt gar keine Rolle spielt und nur vorgeschoben ist um Macht ausüben zu können?

    Wenn „die Juden“ ihren Durchschnitts-IQ von 115 (Deutsche 100) benutzt hätten bzw. über ihre niederen Motive (im o.g. Sinne) gestellt hätten, dann hätten sie diese EINMALIGE Gelegenheit genutzt, sich ehrlich zu machen.
    Wie schon der Volkslehrer sagte: „Der Holocaust ist eine Geschichte voller Lügen.“
    Das ist ohne Frage korrekt.
    Hier hätte man die eigenen Lügen einfach hinter sich lassen können. Man hätte sich symbolisch am Holocaust-Denkmal in Berlin die Hand reichen können und hätte ein Versöhnungsfest abgehalten mit einem einmaligen, Deutschland-weiten Feiertag, Freibier und Bockwurst mit Kraut für die Krautz und alle Gäste, die hätten kommen wollen.
    Niemand hätte mehr über die (unmoralischen) Lügen in der Holocaust-Erzählung gesprochen und die Aufarbeitung dieser Schandtat nach der Schandtat gefordert.

    „Die Juden“ („Judäa“) waren damals eine selbst, mehrfach und explizit erklärte Feindnation für DE und zwar DIE Feindnation (siehe öffentliche Erklärungen allein von Chaim Weizman, damals Vorsitzender des Jüdischen Weltkongresses, dann 1. Präsident Israels). …ja, ohne Staatsgebiet, aber das war ja per Belford schon verabredet. Sagen wir halt „Kriegspartei“.

    Hätte man sich bei dieser Gelegenheit nicht mal ehrlich machen können? Nö. Man wollte es nicht.
    Diese Leute mit ihren Bestrebungen sind für mich moralische Parias bis sie sich ehrlich machen und damit zumindest andeuten, daß sie gewillt sind, nach der von ihnen selbst verkündeten „Moralität“ (i.S. von „Aufarbeitung für eine bessere Welt von morgen“) zu handeln.
    Ich rede mit Allen. Kein Problem. Aber auf diese Leute und ihre Institutionen habe ich echt nur noch sehr wenig Lust.

    *Rest gelöscht, sachlich falsch, negative Konditionierung*

  11. Jörg Karkosch schreibt:

    alles Klar; es ist Dein Blog.
    Sachlich falsch war das aber nicht.
    Und negativ …klar, ich bin stinksauer und habe allen Grund dazu. Das darf ich sagen und ich werde es so oft sagen, wie ich nur kann. Wenn Du das nicht haben willst,… okay, warum solltest Du Dir wegen Anderen Probleme einhandeln.

  12. Uropa Werner schreibt:

    „Im Endeffekt ist Oskar Gröning ein Opfer seiner Ehrlosigkeit geworden“. Diese Feststellung ist sicherlich nicht Falsch. Ganz zart und leise möchte ich hier einen Widerspruch bringen. Ich selber bin über 70 Jahre und habe noch wesentlich ältere Freunde. Alle erzählen gerne von alten Erlebnissen, auffällig ist, die „Geschichten aus alten Zeiten“ verändern sich in Richtung innerer Zufriedenheit, bis manchmal Märchen. Es ist keine Form von Demenz, sondern eine menschliche Überlebensstategie. Krasse Fälle dieser Überlebensstategie landen in geschlossenen Einrichtungen. Weniger bekannt ist dabei das Wilkomirski-Syndrom, genannt nach der Erzählung „Fragmentos“ von Binjamin Wilkomirski. Oskar Grönig war u.U. so ein krasser Fall. Dieses Wilkomirski-Syndrom hier zu beschreiben, fehlt mir der Intellekt (Mut), aber im Internet findet man viele Informationen. Achtung, nur für Menschen mit starken Nerven.

  13. Cassandra schreibt:

    Ich muss in dem Fall immer an die alten US-Serien denken: Sie haben das Recht zu Schweigen, alles was Sie jetzt sagen kann gegen Sie verwendet werden, aber er hat geredet dazu der Schwabe: Wenn de dei Gosch g’halde heddsch, no hedd koi Sau gmergt, daß’d bled bisch

  14. Jim Jekyll schreibt:

    Rassinier beschreibt in seinen Werken ausgiebig als „Insider“ (d.h. Opfer und – authentischer – Zeuge) das System von (realem) Terror, Verbrechen und vor allem die Hierarchie, beherrscht von Kriminellen und Funktionshäftlingen, in NS-Konzentrationslagern:
    http://www.freepdf.info/index.php?post%2FRassinier-Paul-Die-luge-des-Odysseus
    http://www.freepdf.info/index.php?post/Rassinier-Paul-Was-nun-Odysseus
    http://www.freepdf.info/index.php?post/Rassinier-Paul-Was-ist-Wahrheit
    http://www.freepdf.info/index.php?post/Rassinier-Paul-Die-Jahrhundert-provokation
    Zum Auschwitz-Prozess wäre anzumerken: Man beachte, dass es sich um das erste Massenverbrechen handelt, welches fast ausschließlich durch Zeugenaussagen aufgeklärt worden ist, fast alle Zeugen (unter den ehemaligen Häftlingen) waren dem oben genannten Teil der Lagerhierarchie zugehörig. Der größte Teil der Akten befasst sich mit Morden durch das sogenannte „Abspritzen“ in den Krankenbarracken.
    Dieses Gerichtsverfahren fand gegen Ende des Algerienkrieges statt, die Kolonialmacht Frankreich hatte zu diesem Zeitpunkt millionenfach „Aufständische“ in Konzentrationslagern untergebracht und dabei hunderttausende ermordet.

  15. Carlo schreibt:

    Naja…irgendwann müssen wir alle sterben.
    Ich denke, durch diese Tat wird er mehr davor Angst haben müssen was NACH dem Tod erfolgt.
    Sich zu verkaufen und sein Gesicht nicht zu wahren, ist in meinen Augen mit das schlimmste Verbrechen überhaupt…

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