Geld: Rückkehr auf die Insel

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Könnt ihr euch noch an mein Geschenk an euch erinnern?

Es war ein Modell, mit dem ihr euch selber alle wichtigen Fragen zum Geld selber beantworten könnt.

Zur Wiederholung:

Eine abgeschlossene, autarke Insel mit 10 Millionen Einwohnern, die alle berufstätig sind (zur Vereinfachung).

Da die Arbeiter spezialisiert sind, sich also selber nicht mehr mit ihrer Arbeit versorgen können, musste ein Waren-/Dienstleistungs-Austauschsystem erschaffen werden.

Der König lässt 10 Milliarden Taler drucken, so daß jeder Einwohner 1.000 Taler Startkapital bekommt.

Nach diesem einmaligen Geldschöpfungsvorgang werden alle Prägemaschinen vernichtet.

Um eine gewisse Vergleichbarkeit mit der realen Situation zu bekommen, nehmen wir an, daß der Taler ungefähr soviel wert ist wie der Euro und daß jeder Bürger etwa 1.000 Taler pro Monat für seine Lebenshaltung aufwenden muss.

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Der Spaß beginnt!

Die erste Frage lautet: „Wenn die Einwohner ihre je 1.000 Taler Startkapital nach einem Monat ausgegeben haben, ist der Staat ja pleite und muss wieder Geld drucken, oder?“

Nein.

Denn was macht ein Einwohner, wenn er „Geld ausgibt“?

Er erhält eine Ware, und gibt dem Verkäufer z.B. 100 Taler.

Das heißt, daß das Geld beim Ausgeben nicht verschwindet, sondern lediglich seinen Besitzer wechselt.

Bei jedem Austausch von Waren hat der Käufer Kosten in Höhe von X.

Aber der Verkäufer hat Umsatz in exakt derselben Höhe gemacht!

Es gibt keinen Umsatz, ohne daß jemand anders Kosten in gleicher Höhe hat.

Es gibt keine Kosten, ohne daß jemand anders Umsatz in gleicher Höhe gemacht hat.

Bei Geld handelt es sich meistens um ein Nullsummen-Spiel.

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Um es auf den Punkt zu bringen:

Seitdem der König die 10 Milliarden Taler prägen ließ, gibt es auf der Insel 10 Milliarden Taler.

Zu jedem Zeitpunkt.

Kein Kauf, kein Verkauf, absolut nichts (außer der physischen Vernichtung) kann etwas an der Geldmenge ändern.

Auch wenn jemand „Geld verprasst“, auch wenn jemand „Geld spart“, das ändert nichts daran, daß sich 10 Milliarden Taler auf der Insel befinden.

Das einzige, was sich ändert, ist die Verteilung dieser 10 Milliarden Taler innerhalb der Bevölkerung, nicht aber die Gesamtsumme!

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Darum schrieb Silvio Gesell:

(Übermäßiger) Reichtum und Armut sind gleichermaßen verkehrte Zustände.

Sie gehören nicht in einen geordneten Staat.

Sie sind mit dem Bürger- und Völkerfrieden unvereinbar.

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Wenn man das verstanden hat, ist es unglaublich trivial, beinahe schon lächerlich einfach.

Geld kann auf dieser Insel nicht verschwinden, weil niemand Geld vernichtet.

Geld kann auf dieser Insel aber auch nicht entstehen, weil es keine Prägemaschinen mehr gibt.

Ob die Bewohner 40 Stunden die Woche arbeiten, 35 oder 20: davon gibt es nicht einen Taler mehr oder weniger auf der Insel.

Es gibt immer 10 Milliarden Taler auf der Insel.

Die Frage ist nur, was sich die Leute für ihre Taler kaufen können; dafür ist es natürlich wichtig, wie hoch die Produktivität ist!

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Wenn man als nächstes die einfache Frage stellt: „Was ist denn ein Taler auf dieser Insel wert?“

so lautet die Antwort: „Das ist natürlich abhängig davon, was man sich davon kaufen kann.“

Und wovon hängt ab, was/wieviel man sich für seine Taler kaufen kann?

Einzig von der Produktivität der Leute.

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Das heißt, daß der Wert einer Währung ausschließlich (!!) von den Leuten definiert wird, die die Sachen herstellen, die sich die Leute kaufen wollen.

Irgendwelche ominösen „Banken“ haben damit nichts zu tun.

Es spielt auch keine Rolle, ob das Geld auf der Insel aus Aluminium, Papier, Sternenstaub oder Gold mit Diamanteninlays besteht.

Wie mein imaginäres Beispiel zeigt, gibt es noch nicht einmal die Notwendigkeit für eine dauernd existierende Bank, sondern es reicht, wenn diese einmal Geld druckt und anschließend vernichtet wird.

Sie hat ihren Zweck erfüllt; da Geld auf unserer Insel nicht verschwindet, braucht es auch von keiner Bank „nachgedruckt“ zu werden!

Und auch die oft gehörte Aussage, daß JEDEM Guthaben Schulden in gleicher Höhe gegenüberstehen, ist offensichtlich falsch.

Als der König in unserem Beispiel die 10 Milliarden Taler drucken ließ, sind nirgendwo Schulden in gleicher Höhe entstanden.

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Jetzt verkomplizieren wir unser Modell ein wenig, um es näher an die Wirklichkeit anzupassen.

Die Inselbewohner erkennen, daß bestimmte Sachen wie Polizei, Lehrer, Infrastruktur, Bildung etc. existieren müssen, damit der Staat funktionieren kann.

Das muss aber bezahlt werden!

Nehmen wir also an, daß der Staat eine allgemeine Einkommenssteuer von 10% einführt, die bei jedem Verkauf anfällt.

Nehmen wir des weiteren an, daß in einem Monat die gesamte Geldmenge (10 Milliarden Taler) einmal umverteilt wird.

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Nun drei simple Fragen zur Selbstkontrolle:

a) Wie hoch ist das jährliche Brutto-Inlandsprodukt auf der Insel?

b) Die Hälfte der Einkommenssteuer wird für die Infrastruktur des Staates aufgewendet.

Welchen Wert hat die Infrastruktur der Insel nach 5 Jahren, welchen Wert hat sie nach 10 Jahren?

c) Der Staat gibt also 10% des monatlichen Brutto-Inlands-Produktes aus. Wann ist dieser Staat pleite und muss von Schäuble gerettet werden?

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Diese Aufgaben sind, wenn ihr die Modell-Insel verstanden habt, wirklich „pipi-kaka-einfach“.

Fakt ist aber, daß scheinbar außer mir niemand auf der Welt ein Interesse daran hat, diese Kenntnisse zu vermitteln!

Denn wenn ihr diese 3 Fragen richtig beantwortet habt, dann lest ihr die täglichen Meldungen in den Zeitungen mit ganz anderen Augen.

Erschreckend ist also, daß so gut wie niemand diese 3 Fragen richtig beantworten kann!

Auflösung dieser 3 Fragen wahrscheinlich schon im Kommentarbereich, ansonsten in einem der nächsten Artikel.

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LG, killerbee

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PS

Für die besonders Gewitzten eine Zusatzaufgabe.

Im Königreich Indien herrscht Armut.

Dann wird irgendwo im Dschungel ein versunkener Tempel entdeckt, man öffnet ihn und findet dort riesige Schatzkammern mit tonnenweise Gold und Juwelen!

Wertvolles Gold und wertvolle Diamanten!

Frage:

Welche Auswirkungen hat dies auf die Zustände im Königreich Indien?

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31 Antworten zu Geld: Rückkehr auf die Insel

  1. smnt schreibt:

    a) 120 Milliarden Taler
    b) Wert der infrastruktur nach 5 Jahren 2,5 Milliarden Taler
    Wert der infrastruktur nach 10 Jahren 5 Milliarden Taler
    c) Schäuble hat noch nie jemanden gerettet !
    Sofern der Staat die weiteren Aufgaben wie Lehrer etc.
    mit 500 Millionen jährlich bewerkstelligen kann,
    geht er auch nicht pleite.

  2. John Silver schreibt:

    Gar keine

    Primär Gold und Diamanten kann man nicht fressen

    Sekundär Die machgeile Elite wird das Ganze gegen irgendeine elektronische Zeichen, die nun als irgendwas wertvolles von „Allen akzeptiert“ austauschen und Rolls Royce kaufen

    In der Wahrheit

    Nur das

    Ein Volk ist nur so nachhaltig reich, bis man genügend kluge und fleißige Leute hat, die Wahren produzieren die anderen Menschaffen gerne kaufen und Geld dafür bezahlen In welcher Form auch immer

    Punkt

    Was hat das ganze mit Gold, Diamanten, Muscheln oder anderem Müll zu tun

  3. ki11erbee schreibt:

    @smnt

    a) stimmt

  4. Natalie schreibt:

    a) Das Brutto-Inlandsprodukt beträgt 10 Milliarden Taler.
    b) Der Wert der Infrastruktur würde nach 5 Jahren 2,5 Milliarden Taler betragen und nach 10 Jahren 5 Milliarden Taler (ein Teil des Geldes dient aber natürlich dem Werterhalt wie Reparaturarbeiten, Wartungen, Reinigungen etc.).
    c) Der Staat geht nicht Pleite, da das ausgegebene Geld immer wieder in den Kreislauf kommt. Also von Bauarbeitern, Lehrern, Polizisten usw. die es für ihre Arbeit vom Staat erhalten ausgegeben wird, andere es von ihnen erhalten und der Staat es letztendlich wieder einnimmt und auch wieder in den Kreislauf zurück ausgibt.

    Zusatzaufgabe
    Der Fund des Goldes und der wertvollen Diamanten wird dem Königreich überhaupt nichts nützen, da dadurch nicht mehr Güter produziert werden oder mehr Nahrungsmittel wachsen. Solange die Menge an Wahren und Dienstleistungen die selbe ist, wird sich auch am Wohlstand der Buerger nichts ändern (ausser natürlich die Geldmenge wird künstlich vernknapt, so dass sich die Buerger trotz hoher Produktivität die Produkte nicht leisten können und ein gieriger König alles an sich nimmt).

  5. ki11erbee schreibt:

    @Natalie

    c) stimmt

  6. smnt schreibt:

    Mist…
    b) 30 / 60 Milliarden Wert d. Infrastruktur (500 Mil. x“12″x5/10)
    c) ist auf jeden Fall zur Hälfte richtig,
    denn jemanden zu retten erfordert
    einen besonderen persönlichen Einsatz.
    Wie der Staat pleite geht, vielleicht durch Filz in der Verwaltung,
    so das die Kosten derselben die 500 Millionen pro Monat
    überschreiten ?

  7. ki11erbee schreibt:

    @smnt

    b) ist nun korrekt.

    Schäuble „rettet“ sehr wohl etwas, nämlich die Boni und Renditen der Milliardäre 😉

    Und mein Modellstaat kann nie pleite gehen, weil das Geld nirgendwohin fließen kann.

  8. Ein Soizburger schreibt:

    a) BiP= 120 Milliarden Taler.
    b) nach 5 Jahren: 6 Milliarden Taler mal 5= 30 Milliarden Taler. nach 10 Jahren 60 Milliarden Taler.
    c) nie, da der Staat nicht mehr ausgibt wie er einnimmt.

  9. ki11erbee schreibt:

    @Soizburger

    Deine Antwort zu c) ist sehr präzise; an Schulden habe ich gar nicht gedacht.

    Auf meiner Modell-Insel gibt es aber sowieso keinen mehr, der Geld schöpfen kann, so daß es auch keine Kredite oder dergleichen gibt 😉

  10. Otto J. schreibt:

    a) 10 Milliarden Taler

    b) nach 5 Jahren beträgt der Wert 500.000 Taler, nach 10 Jahren ebenfalls 500.000 Taler

    c) Nie !!!

    mfg, otto just

  11. Otto J. schreibt:

    Sorry, my bad, b) soll natürlich 500.000.000. (Fünfhundert Millionen) heißen

    mfg, otto just

  12. Otto J. schreibt:

    PS

    Für die besonders Gewitzten eine Zusatzaufgabe.

    Im Königreich Indien herrscht Armut.

    Dann wird irgendwo im Dschungel ein versunkener Tempel entdeckt, man öffnet ihn und findet dort riesige Schatzkammern mit tonnenweise Gold und Juwelen!

    Wertvolles Gold und wertvolle Diamanten!

    Frage:

    Welche Auswirkungen hat dies auf die Zustände im Königreich Indien?

    Kommt drauf an: Wenn die Armut wütet, weil es in Indien keine Produkte zu kaufen gibt, wird sich trotz des finanziellen Gold und Diamanten-Segens NICHTS an der Situation der Inder ändern.

    Gibt es jedoch ausreichend Produkte, und hat die Armut der Inder nur an der Geldknappheit gelegen, steigt für alle Inder gleichermaßen der Lebensstandard. Stimmt’s, KB ?

    mfg, otto just

  13. ki11erbee schreibt:

    @Otto J

    Du bist auf dem richtigen Weg.

    Denn die entscheidende Frage lautet nun: Wenn Fall 2 richtig ist, die Armut also nur durch Geldknappheit begründet gewesen ist und nun durch Erhöhung der Geldmenge behoben werden kann,

    welche Rolle spielt der Schatz?

    Ganz prägnant: Hätte das Königreich Indien nicht einfach die Geldmenge erhöhen und denselben Effekt erzielen können, ohne einen Schatz zu finden?

  14. Otto J. schreibt:

    Ganz prägnant: Hätte das Königreich Indien nicht einfach die Geldmenge erhöhen und denselben Effekt erzielen können, ohne einen Schatz zu finden?

    Klar, hätte das Königreich Indien einfach die Geldmenge erhöhen können um den selben Effekt zu erzielen – ohne dem Schatz

    Vielleicht wäre die Geldknappheit auch ohne Erhöhung der Geldmenge lösbar. Die Geldknappheit, sollte das das Problem sein, könnte nämlich auch daraus resultieren, dass einige Wenige begannen, das Geld, welches sie einnahmen, in großen Mengen zu horten, anstatt, wie vereinbart, das Geld durch Konsum, wieder in den Kreislauf zurückzugeben.

    Daher wäre der König gut beraten, vor allen anderen Schritten, zuerst seine Untertanen aufzufordern, das gehortete Geld, bis auf ein paar angemessene Rücklagen, wieder in den Geldkreislauf zurückzuführen.

    mfg, otto just

  15. ki11erbee schreibt:

    @Otto J.

    Aha, wir haben also eine wichtige Größe neben der Geldmenge kennengelernt, die bei der Betrachtung zu berücksichtigen ist:

    Die Umlaufgeschwindigkeit!

  16. Kirstin schreibt:

    a) 10 Milliarden Taler x 12= 120 Milliarden Taler
    b) 10 Milliarden Taler X 10 %= 1 Milliarde Taler ÷ 2= 500 Millionen
    Da die Geldmenge gleich bleibt ( kb Artikel Geldsystem vs. Blutkreislauf) ist jedes Jahr der gleiche Aufwand (500 Mio.) der Wert für die Infrastruktur. Man kann das nicht auf 5 bzw. 10 Jahre aufrechnen. ( Ausser man würde die Infrastruktur über Abschreibung/Wertverlust in einer bestimmten Zeit auf Null rechnen.)
    c) Der Staat geht nicht pleite. Da die gesamte Geldmenge in dem Beispiel jeden Monat im Umlauf ist. ( Ausser wir haben Import/Export von Waren und Dienstleistungen.)

    Wertvolles Gold und Diamanten haben keinen Einfluss. Nur, wenn Arbeiter (wieder) Waren herstellen und dieses Gold und Diamanten mit als „Zahlungsmittel“ integriert werden. Dann erst erhöht sich die Geldmenge.

  17. ki11erbee schreibt:

    @Kirstin

    b) stimmt nicht. Wenn der Staat jeden Monat 500 Millionen Taler für die Infrastruktur ausgibt (z.B. für Autobahnen), dann hat das Autobahnnetz nach einem Jahr den Wert von 6 Milliarden, nach 5 Jahren von 30 Milliarden, nach 10 Jahren von 60 Milliarden.

    Und das ist eben der Clou: obwohl der ganze Staat überhaupt nur 10 Milliarden Taler hat, hat er eine Infrastruktur im Wert des Vielfachen geschaffen, ohne daß auch nur ein Taler verschwunden ist!

  18. gaudenz schreibt:

    Ich habe heute über deine Insel nachgedacht bevor dieser Artikel eingestellt wurde.

    Es beschäftigt mich schon lange die Frage wieso es eigentlich die EU bzw die Euro Staaten zu lassen das in der Schweiz ca. das zwei bis dreimal so hohe Lohn Niveau herrscht bzw was der gegenseitige nutzen seine soll.

    Ich kenne die Schweiz habe als Jugendlicher selbst dort gearbeitet alle oder fast alle unqualifizierten Arbeiten werden dort von Ausländern verrichtet die natürlich so wenig wie irgendwie möglich Geld im Land ausgeben sondern es natürlich umtauschen und in der jeweiligen Heimat ausgeben.

    Die Schweiz freut sich so auf ein Sklavenmeer von Arbeiter und offensichtlich läuft das für die Wirtschaft gut. Die Schweizer stellt man damit zufrieden daß man ihn glauben lässt das er viel besser ist als jeder Ausländer und im Urlaub kann er mit seinen Frank schön auf dicke Hose machen der starken Währung sei dank.

    Dabei musste es doch auch für die EU Bonzen ein Problem sein daß alle sehen ein Land ohne Rohstoffe umringt von EU geht es gut von wegen exit Ängste schüren passt auf ohne eu und Euro steht der Weltuntergang bevor.

    Wiso kann der chf so stark gehalten werden ohne keine offensichtlichen unterschiedliche zu den Nachbar Staaten ( BRD Österreich und den anderen „Inseln“ ) ?
    Hunderttausende Lohnsklaven schicken das Geld zufrieden in ihrer Heimat ohne irgendwelche Auswirkungen für Ch…

  19. Radio-Harry schreibt:

    @gaudenz,
    ich glaube das liegt daran, daß das schweizer Geld in der Schweiz bleibt. Die Banken tauschen es doch vor dem wegschicken in die (wertlosere) Währung der ausl. Arbeiter um. Dieses ausl. Geld hat die Schweiz in ihren Tresoren liegen, weil es dafür sonst nichts von Bedeutung im Ausland kaufen will/kann. Es stammt vielleicht aus Geschäften, die sie irgendwann gemacht haben. Es bleibt also das schweizer Geld und die geschaffene Leistung/Werte/Güter in der Schweiz. Ist doch alles wie es Besser nicht geht (für den Staat).

  20. Pawel Pipowitsch schreibt:

    Meine Antwort für die Zusatzaufgabe lautet: Der Reichtum des Einen, ist die Armut der Anderen. Der Großteil der Inder wird durch das Finden des Schatzes noch ärmer.

  21. Martin schreibt:

    Gesetz missachtet – Gerichtsvollzieher im Jobcenter

    Das Jobcenter Rhein-Berg in Bergisch Gladbach handelt klar gesetzwidrig und wimmelt sogar andere Beamte des Landes ab. Darunter zu leiden hat natürlich keiner der Verantwortlichen, sondern ein Hartz 4-Empfänger.

    https://hartz4widerspruch.de/pfaendung-im-jobcenter/

  22. RondoG schreibt:

    Du schriebst: „Und auch die oft gehörte Aussage, daß JEDEM Guthaben Schulden in gleicher Höhe gegenüberstehen, ist offensichtlich falsch.

    Als der König in unserem Beispiel die 10 Milliarden Taler drucken ließ, sind nirgendwo Schulden in gleicher Höhe entstanden.“

    So sollte es in einem perfekten und gesunden, natürlichen Staat sein.
    Das sollte das Vorbild sein, damit es „gerecht“ ist.

    Geht man vom jetzigen kaufmännischen Bankenwesen aus, was aber auch Verrechnungstechnisch zu sehen ist, so wird in Haben und Soll geteilt.
    Einmal hat der Kunde Guthaben, zum anderen hat die Bank Verbindlichkeiten dem Kunden gegenüber. Das ist Buchführungstechnisch bedingt.
    Anders sieht es da mit Zinsen aus. Der Staat beleiht sich ja von der Zentralbank, da er selbst kein Geld in Umlauf bringt. Und genau da ist der Haken momentan. Daher kommt die Aussage mit den Schulden und Guthaben als Gegenüberstellung. Das ist aber reine Bilanz und es sind natürlich keine echten Schulden entstanden, also kein Kredit. Es wird nur vermerkt wohin das Geld gegangen ist.

    Nimmt man es genau, dann ist die Prägung von Talern auch mit einem Aufwand verbunden, die man sich etwas kosten lässt. (Beispiel mit dem König). Schulden sollten, wenn es ein ordentlicher Staat ist, nirgends entstanden sein, weil der Staat das Metall selbst zur Verfügung stellt. Noch weniger Aufwand wäre Papiergeld, was günstiger ist, bzw. virtuelles Geld.
    Aber selbst dies ist noch mit Energie verbunden. Cryptowährungen. Aber natürlich nicht mit abgehobenen Forderungen von Zinsen! Der Staat sollte für die Bereitstellung aufkommen, z.B. durch Steuereinnahmen die Kosten für die Herstellung decken.

    Und zu der letzten Frage:
    Wenn ein Goldschatz gefunden würde, dann ist dies ohne Einfluss auf die Geldmenge. Es sei denn, der Schatz würde ins Ausland verkauft und Devisen fließen zurück.

    Fragen a, b, c wurden von den anderen schon gut beantwortet.

    Die Geldmenge muß konstant sein. Das Geld muß wie in einem Blutkreislauf fließen. Geld zu horten, darf nicht eine kleine Reserve für schlechte Zeiten übersteigen. Probleme wie Deflation und Inflation wären dann in diesem Ausmaß auch nicht mehr möglich.

    In der heutigen kaputten Welt werden aber Dinge gemacht, die fern jeglicher Logik und fern jeglicher Moral sind. Das ist ja der Grund weshalb es immer Mißstände gibt.

    56 Mrd. Zinsen bezahlt die BRD jährlich! Das muß man sich mal durch den Kopf gehen lassen. Das sind Leistungen für quasi nichts. Das müsste ja nicht sein, wenn es ein gesundes Geldsystem wäre.
    So wie in deinem Insel-Modell dargestellt, wäre es ein perfektes Geldsystem.

    Ich hab auch noch die Zusammenfassung des Killerbee-Geldsystems als PDF, Teil 1,2 & 3 als ein Dokument, welches ich schon oft verteilt habe.

    LG

  23. Tom schreibt:

    *gelöscht, sachlich falsch*

  24. ich würde ... wählen schreibt:

    @RondoG
    Hi, kannst du dieses PDF zum runterladen einstellen?
    Als Gesamtüberblick kann das bestimmt vielen helfen.
    thx

  25. Leser schreibt:

    @KB,

    Es ist wie im Vollkreis der Taschenlampe.
    Du leuchtest auf einige Dinge. Überhaupt mal Nachdenken!
    Andere Blogger haben andere Themen. Auch sie halten die Taschenlampe genau auf ihr Thema.

    Allen Bloggern ist jedoch gemein, daß ihnen aufgefallen ist, daß hier ein Part in der öffentlichen Meinung versteckt wird.

    Umfassende Bildung!

    L G

  26. Martin schreibt:

    Hartz-IV-Empfänger härter bestraft als Straftäter

    Sozialverbände, Richter, Anwälte und Gewerkschafter halten Hartz-IV-Sanktionen für verfassungswidrig. Der Staat verteidigt dagegen auch harte Strafen vehement. Sie seien nötig, um ein bestimmtes Verhalten zu erzwingen.

    https://deutsch.rt.com/inland/53518-neues-aus-unterklassen-wie-verfassungskonform/

  27. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  28. Tom schreibt:

    Interessant, daß mein Kommentar sachlich falsch sein soll.
    Mich würde Deine Sicht betreffen des herrschenden Geldsystem interessieren.
    Deine Darlegungen betreffend des Geldes sind zwar alle korrekt, beschreiben jedoch einen Sollzustand, bzw. die theoretische Funktion des Geldes und seines Kreislaufes (Körper – Blut Analogie).
    Mein Wissenenstand ist, daß z.B. im Euroraum die EZB Kredite (Zentralbankgeld) an die Geschäftsbanken vergibt, welche wiederum Kredite an dritte (Staat, Personen) vergeben.
    Durch diesen Vorgang wird neues (Schuld) Geld geschöpft, welches bei Rückzahlung des Kredites wieder vernichtet wird. Der Zins und Zinseszins ist hierbei die Hauptproblematik, da dieser noch nicht im Sytem vorhanden ist und nur über weiter Kreditvergabe zu bedienen ist.
    Bestimmt ist Dir dieses System ebenso bekannt.

  29. ki11erbee schreibt:

    @Tom

    Alles korrekt.

    Aber Fakt ist, daß nicht JEDEM Guthaben Schulden in gleicher Höhe gegenüberstehen, weil Geld auch anders geschaffen wurde.

    Als die Umwandlung von D-Mark in Euro erfolgte, geschah dies ja auch schuldenlos.

    Es gab und gibt neben der Standard-Geldschöpfung durch Schulden in gleicher Höhe also durchaus noch andere Mechanismen.

  30. Tom schreibt:

    @KillerBee
    danke für die Antwort. Das stimmt natürlich.
    Bei der Währungsumstellung werden aber auch die Schulden mit umgewandelt.
    Betreffend DDR Mark Umwandlung auf D-Mark habe ich Mal gehört, daß die (Staats) Schulden mit Faktor 1:1 umgewandelt wurden, was einer spontanen Verfünffachung der Schulden (auf das BRD Konto) entsprach. Keine Ahnung ob das stimmt, wundern würde es mich aber nicht.

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