Statistische Aussagen und der Einzelfall

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Es gibt einen bestimmten, oft angewandten Trick, mit dem wahre statistische Aussagen für das Publikum scheinbar entkräftet werden.

Nehmen wir eine Gruppe von 5.000 Frauen im Alter von 30 Jahren und eine Gruppe von 5.000 Männern im selben Alter.

Nun messen wir in beiden Gruppen die Körpergröße, wobei sich für beide die typische Glockenkurve ergeben wird:

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Schließlich kommt man beispielsweise zum Ergebnis, daß die meisten Frauen im Bereich einer Körpergröße von 165 ± 10 cm liegen,

während die meisten Männer im Bereich von 175 ± 10 cm liegen.

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Diese Aussage ist zweifellos und 100% wahr.

Nun gibt es irgendwelche Schlaumeier, denen diese Aussage aber aus irgendwelchen Gründen nicht gefällt.

Und diese gehen immer nach demselben Schema vor, um sie zu „entkräften“.

Ihr kennt dieses Schema bestimmt.

Sie gehen jetzt her, nehmen die größte Frau der Gruppe, die meinetwegen 1,85 ist und stellen sie neben den kleinsten Mann, der nur 1,62 groß ist.

Dann sagen sie:

„Seht her, die Statistik stimmt nicht, weil die Frau doch viel größer als der Mann ist!“

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Hat er Recht?

Nein, er hat nicht Recht.

Die eine Frau mag größer als dieser eine Mann sein, aber die Statistik bezog sich ja auf die Gruppe und nicht auf einzelne Personen.

Die Aussage der Statistik ist immer noch absolut wahr und wird auch nicht dadurch falsch, daß man nun irgendwelche Extreme nimmt, die genau das Gegenteil darstellen.

Eine gruppenbezogene statistische Wahrheit macht keine Aussage zum konkreten Einzelfall.

Oder anders:

„Männer sind im Durchschnitt größer als Frauen“ heißt nicht:

„Es gibt keine großen Frauen“.

Es heißt auch nicht:

„Es gibt keine kleinen Männer“

Es heißt auch nicht:

„Jeder Mann ist größer als jede Frau“

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Gerade im Bezug auf Kriminalität, Bildung etc. im Vergleich Ausländer/Deutsche wird grundsätzlich von den Medien auf diesen Trick mit den Einzelfällen zurückgegriffen, um die Wahrheit zu verdrehen.

Wenn z.B. bei den sogenannten „Flüchtlingen“ von 100 Männern 40 kriminell sind,

von deutschen Männern in derselben Altersgruppe aber nur 10,

dann sind männliche Flüchtlinge um den Faktor 4, also bedeutend krimineller als die deutsche Vergleichsgruppe.

Was werden aber die Medien machen?

Genau:

Sie führen in einer Talkshow einen Flüchtling vor, der einen IQ von 150 hat, fließend arabisch, englisch, deutsch und französisch spricht, Mathematik und Physik studiert und in seinem ganzen Leben noch keinem Menschen irgendwie Schaden zugefügt hat,

und auf der anderen Seite dann einen deutschen Neonazi-Idioten, der von der Sonderschule geflogen ist, nur Hilfsarbeitertätigkeiten verrichtet, Alkoholiker ist und bereits wegen Vandalismus, Diebstahl, Raub, Körperverletzung etc. mehrfach vorbestraft ist.

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Dem Zuschauer soll durch diese Auswahl suggeriert werden, daß Flüchtlinge hochgebildete, friedliche Leute sind, während Deutsche asoziale, doofe, kriminelle Proleten seien.

Aber das ist natürlich falsch.

Nochmal:

Eine statistische Aussage bezieht sich auf eine GRUPPE!

Und sie wird nicht dadurch falsch, daß ich jetzt irgendwelche Einzelfälle gegenüberstelle.

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Die 40% kriminellen „Flüchtlinge“ werden nicht dadurch weniger, daß ich jetzt den einen „Super-Flüchtling“ in der Talkshow vorzeige,

und die 10% kriminellen Deutschen werden nicht dadurch mehr, daß ich jetzt den einen „Assi-Deutschen“ vorzeige.

Nach wie vor sind in meinem fiktiven Beispiel Flüchtlinge um den Faktor 4 krimineller als die deutsche Vergleichsgruppe.

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Oder anders:

Die Aussage „“Flüchtlinge“ sind bedeutend krimineller als die entsprechende deutsche Vergleichsgruppe“

bedeutet nicht: „Es gibt keine anständigen „Flüchtlinge““

Es bedeutet auch nicht: „Es gibt keine kriminellen Deutsche“

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Dieser Artikel ist deshalb wichtig, weil es zum Standardrepertoire der Medien gehört, durch Selektion und Einzelfälle gruppenbezogene, korrekte Aussagen zu verfälschen.

Unvergessen z.B. damals bei Sarrazin, als er Statistiken vorstellte, daß Ausländer aus islamischen Ländern im Durchschnitt geringere Bildungsabschlüsse aufwiesen als Deutsche.

Was machten die Medien natürlich?

Zeigten eine promovierte islamische Mathematikerin, die dann den Zuschauern suggerieren sollte, die Aussagen von Sarrazin seien alle Käse.

In Wirklichkeit haben die Medien natürlich gar nichts widerlegt, denn die Aussage von Sarrazin war ja nicht:

„Es gibt keine gebildeten Moslems“ und sie war auch nicht „Es gibt keine ungebildeten Deutschen“

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Ich habe diesen Artikel auch darum geschrieben, weil ich oft bestimmte Aussagen zu gewissen Gruppen mache, was dann den typischen Widerspruch auslöst.

Wenn ich z.B. schreibe, daß ich Katholiken für „verlogen, heuchlerisch und kriminell“ halte, so ist das natürlich ungenau.

Richtiger wäre, wenn ich sage, daß meine Erfahrungen mir zeigten, daß bei Katholiken diese Eigenschaften häufiger anzutreffen sind als in nicht-katholischen Vergleichsgruppen.

Das heißt jetzt aber nicht, daß nun ausgerechnet der eine Katholik ein krimineller, verlogener Heuchler ist.

Vielleicht ist er ja gerade jemand, auf den das nicht zutrifft!

Meine Aussage „Es  hat seinen Grund, warum die Mafia katholisch ist“

besagt nicht: „Alle Katholiken sind in der Mafia“

Und auch nicht: „Mafiöse Strukturen sind auf Katholiken beschränkt“

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Meine Bitte darum:

Hört auf, irgendwelche Statistiken mit „Einzelfällen“ kontern zu wollen bzw. lasst euch nicht von solchen Leuten täuschen, die zu diesem Trick greifen.

Sie widerlegen damit nämlich überhaupt nichts, sondern zeigen nur, daß sie entweder noch nicht einmal den Sinn einer Statistik begriffen haben, oder daß sie Lügner sind.

Man zieht sich außerdem auch nur den Schuh an, der einem passt.

Wenn ich also z.B. schreibe, daß es sich bei der Mehrheit der Deutschen um politische Schwachköpfe handelt, dann ist das sicherlich richtig.

Das schließt aber doch nicht aus, daß ihr zur Minderheit gehört!

Daß die Mehrheit der Deutschen politisch schwachsinnig ist, kann ich übrigens beweisen:

Addiert einfach alle Nichtwähler, CDU/CSU/SPD/Linke/Grüne-Wähler und setzt sie zur Gesamtzahl der wahlberechtigten Bevölkerung ins Verhältnis.

Kommt ihr auf mindestens 3/4.

Und das ist die Mehrheit.

 

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wahlheimat

(Holger Stahlknecht (CDU), Innenminister von Sachsen-Anhalt, beim Aufkleben von Plakaten)

Dagegen zu sein, daß eine aggressive Siedlungspolitik zu Lasten des deutschen Volkes betrieben wird, aber zugleich solche Parteien zu wählen, die offen ankündigen, sie durchführen zu wollen, kann nur als politischer Schwachsinn bezeichnet werden.

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LG, killerbee

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11 Antworten zu Statistische Aussagen und der Einzelfall

  1. Leser schreibt:

    Wünschenswert wäre eine „Reibungslose“ Kommunikation.
    Alles Faktenbasiert und emotionslos.
    Da sehe ich die größte Aufgabe in der Zukunft.
    Besonders die Inhalte von einer Person zu trennen.

    L G

  2. ki11erbee schreibt:

    @Leser

    Wir sind doch mittlerweile offiziell im „postfaktischen“ Deutschland, wo Emotionen über „richtig“ und „falsch“ entscheiden, während die Gesetze oder Fakten nicht einmal mehr das Papier wert sind, auf dem sie stehen!

  3. Leser schreibt:

    @KB,
    Aber wir müssen das nicht Wort-, und Kommentarlos hinnehmen!
    Ich führe gerade einen Diskurs über Rechtschreibung mit meinem Kind.

    Überall gibt es Regeln um in einer Massengesellschaft auch eine kleine Ordnung zum Schutz aller Teilnehmer zu gewährleisten.

    Hier ist mein „Lieblingsparagraph“ Der könnte von Kant persönlich sein:

    https://dejure.org/gesetze/StVO/1.html

    Genau dort will ich hin!

    L G

  4. ki11erbee schreibt:

    @Leser

    Nicht Gesetze definieren einen Staat, sondern die Leute, die in ihm leben.

    Was nützen Gesetze, wenn sich keiner an sie hält?
    Was nützen Gesetze, wenn kein Polizist ihre Einhaltung überwacht und kein Richter nach ihnen urteilt?

    Deutschland ist nicht in der jetzigen Verfassung, weil es etwa schlechte Gesetze hätte.

    Es ist in der jetzigen Verfassung, weil sich keiner an die Gesetze hält und die Justiz/Polizei ihren Aufgaben nicht nachkommt!

    Seit Merkel ist es doch scheißegal, was auf Papier steht, seit Merkel ist alles nur noch Ermessenssache (Willkür).

    Unvergessen: Das „Ruhenlassen“ von Gesetzen.

    Darauf muss man erstmal kommen!

    Gesetze sind doch kein Pudding; aber seit Merkel anscheinend schon.

  5. Leser schreibt:

    @KB,

    Eine ganz einfache Antwort auf all Deine berechtigten Argumente:

    ICH!

    Nur für mich, wohlgemerkt. Ich versuche durch mein Verhalten andere zu überzeugen sich bitte an die Regeln zu halten.
    Nicht etwa weil ich Regel-, oder gar Gesetzgeil bin. Ich habe das verinnerlicht.

    Ich habe extrem lange für Kant gebraucht. Foucault hat mir sehr geholfen.
    Das schwierige ist jedoch es selbst zu begreifen und es nicht einfach als gegeben zu übernehmen.

    Auch diese Leute können sich ja geirrt haben.

    Ich bin gut damit gefahren. Habe mir auch ein paar Beulen geholt und auch Personen in meinem Umfeld verloren.

    Wenn nur ein einziger mit einer schlüssigen Logik um die Ecke gekommen wäre und meine Gedanken widerlegt hätte, ich wäre umgekehrt.

    L G

  6. KDH schreibt:

    Kann man dann statistische Aussagen noch als Irgendwas ansehen? So ziemlich jede Aussage läßt sich statistisch mit Fakten beweisen oder auch widerlegen, man stellt nur die passende Bezugsgruppe dar. Also baut sich jeder seine Statistik, wie es halt gerade für die eigene Argumentation paßt.

  7. KDH schreibt:

    Ok, die plitische Schwachsinnigkeit der Deutschen mal ausgenommen! Das Wahlverhalten von 3/4 läßt keine andere Interpretation zu.

  8. DerDaumen schreibt:

    OT:

    Wird da etwa schon etwas „NEUES“ vorbereitet, um die Wahl ,wenn sie denn stattfindet, „positiv“ zu beeinflussen?

    Ein Schelm wer…..

    http://www.insuedthueringen.de/region/thueringen/thuefwthuedeu/Forscher-Gefahr-erneuter-rechtsextremer-Terrorzelle;art83467,5423061

  9. Oma Horst schreibt:

    @KB -vielleicht ändert dieses Video ja deine Einstellung zur bundesdeutschen Polizei, wahrscheinlich aber eher nicht… 😉

    http://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Nur-jeder-Fuenfte-besteht-den-Einstellungstest-article19744464.html

    „Sportprüfung, Intelligenz- und Konzentrationstest und dann die persönlichen Auswahlgespräche – wer zur Polizei möchte, muss ein knallhartes Auswahlverfahren durchlaufen. Nicht einmal jeder Fünfte wird am Ende zur Ausbildung angenommen.“

    65% der Bewerber fallen beim Persönlichkeitstest durch!
    – Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Übrigens: der Vorzeigebewerber der es geschafft hat, Kevin aus Kassel… nun ja schaut selbst.

  10. natureparkuk schreibt:

    @ Leser

    Vielleicht braucht es dann ja nur ein, oder maximal zwei „Gesetze“:
    1. Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.
    2. Deine Freiheit hört auf, wo sie ohne Einverständnis die Freiheit eines anderen einschränkt.

    Etwas zur Statistik: Nach fünf Jahren Arbeit in einem Universitäts Forschungslabor legte ich den ersten Entwurf meiner Doktorarbeit dem leitenden Professor zur Korrektur vor. „Gute Arbeit, aber leider nicht das gewünschte Ergebnis. Könnte man nicht einige Subjekte aus der Analyse streichen um zu sehen, ob sich das Ergebnis ändert?“
    Ich habe die Arbeit dann dem Dekan der medizinischen Fakultät vorgelegt mit dem Kommentar: „Die Pharmasponsoren der Arbeitsgruppe hätten wohl schon ein Interesse zu erfahren wie an diesem Institut Forschung betrieben wird.“
    Zwei Stunden später erhielt ich einen Anruf vom Dekan; Ich sollte meine Arbeit einreichen und würde den Doktortitel mit „Cum laude“ erhalten.

    Seitdem hab ich eine eher kritische Einstellung gegenüber Forschungsergebnissen und Statistiken…

  11. Soulburb schreibt:

    Heißt das dann auch, nicht alle Bayern sind Arschlöcher?
    Den Kommentar kannste jetzt mal durchlassen.
    Ich mach auch Fehler.
    Augenzwinckersmiley…

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