Auflösung der letzten Aufgabe

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ratter

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Wie gesagt, die letzte Aufgabe war eine extrem harte Nuss und ich brauchte Wochen, bis ich sie wirklich verstand.

Geht also die nun folgende Auflösung in Ruhe durch, ihr werdet sie sicher verstehen.

Wenn nicht sofort, dann doch nach einiger Zeit.

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Zuerst möchte ich den systematischen Unterschied zwischen A1 und A2 erläutern.

A2 ist praktisch der Normalzustand:

Der Hotelier geht beim Metzger für 100 Euro einkaufen und bezahlt die Waren.

Der Metzger geht beim Bauern für 100 Euro einkaufen und bezahlt die Waren.

Etc.

Alles ganz normal: man erhält Waren/Dienstleistungen und bezahlt mit Geld dafür.

In diesem Fall allerdings haben wir uns mal einen Schein ausgeguckt und dessen Weg wirklich von Person zu Person nachverfolgt.

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In A1 hingegen ist ein Sonderfall dargestellt; hier wurden zwar dieselben Waren und Dienstleistungen ausgetauscht wie in A2, allerdings nicht sofort bezahlt, sondern „angeschrieben“.

Dann kommt der reiche Tourist hinzu, legt die 100 Euro auf den Tresen und der Geldschein vollführt exakt denselben Weg wie in A2.

Was ist also der systematische Unterschied zwischen A1 und A2?

Die ausgetauschten Waren und Dienstleistungen sind es nicht; die sind identisch.

Der Weg des Geldes ist es auch nicht, der ist auch identisch.

Der Unterschied zwischen A1 und A2 besteht darin, daß in A2 die Dienstleistungen sofort mit einem Austausch von Geld verbunden sind,

während in A1 die Dienstleistungen im Voraus erbracht werden und das Geld dann erst später von Person zu Person wandert.

Man kann also sagen, daß in A1 der Warenaustausch und der Geldaustausch lediglich zeitlich entkoppelt wurden!

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Nachdem man verstanden hat, daß der einzige Unterschied zwischen A1 und A2 darin besteht, daß bei A1 der Geldfluß dem Warenfluss nachgeschaltet ist, während er normalerweise synchron verläuft, lassen sich die beiden Übungsaufgaben leicht beantworten.

Die erste Frage lautete: Wo ist die Desinformation bei A1?

Die Antwort lautet, daß die gesamte mitgelieferte Erläuterung von A1 Desinformation ist.

Dort steht ja:

„Niemand arbeitete, niemand produzierte, niemand verdiente etwas, aber alle Beteiligten, Hotelier, Metzger, Bauer, Genossenschaftsmann, Kneipenwirt und Hure sind schuldenfrei.“

Völlig falsch!

Natürlich wurde gearbeitet, natürlich wurde produziert!

Der Hotelier hat doch beim Metzger Waren eingekauft, diese mussten produziert und erarbeitet werden!

Der Metzger hat beim Bauern Waren eingekauft, der Bauer hat diese Waren doch auch produzieren müssen!

Selbst die Hure hat gearbeitet und dem Wirt gegenüber Leistungen erbracht.

Das einzige, was bei A1 fehlte, war ein geeignetes Mittel, um den Austausch der Leistungen auch „formal“ zu vollziehen und dieses Mittel, nämlich den 100 Euro-Schein, lieferte der Tourist.

Da Geld beim Ausgeben nicht verschwindet, ist es völlig irrelevant, daß der Tourist das Geld am Ende wieder mitnimmt, denn im Grunde waren die Beteiligten die ganze Zeit über „schuldenfrei“:

sie hatten sich nämlich durch das Erbringen von Waren/Dienstleistungen in Höhe von 100 Euro schon gegenseitig bezahlt!

(Der Clou bei dieser Anekdote besteht natürlich auch darin, daß die ganzen Beteiligten einen Kreis bilden, so daß sich die Forderungen untereinander aufheben)

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Kommen wir nun zur zweiten Frage: Welches wichtige Prinzip des Geldes wird hier ersichtlich?

Die Antwort lautet, daß Geld nicht verschwindet und mehrfach verwendet werden kann.

In diesem Beispiel haben wir es lediglich mit einem 100 Euro-Schein zu tun, der jedoch in der Geschichte fünf Mal den Besitzer wechselt.

Bedeutet also im Klartext, daß Waren/Dienstleistungen im Wert von 500 Euro ausgetauscht werden können, obwohl sich nur ein 100 Euro Schein im System befindet!

Man erkennt also, daß man bei Geld, um dessen wirtschaftlichen Einfluss zu bemessen, die Umlaufgeschwindigkeit berücksichtigen muss.

Wenn man das Geld armen Leuten gibt, die z.B. ihr Auto reparieren müssen oder mal wieder Essen gehen wollen, dann fließt Geld schnell und kommt der Wirtschaft, also uns allen, zu Gute.

Wenn man das Geld irgendeinem Millionär gibt, packt er es auf sein Konto und hofft auf Zinsen.

Das Geld des Millionärs ist praktisch tot, nutzlos.

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freigeld

(Wie man anhand dieser Erklärung sieht, hatte Silvio Gesell das Geldsystem wirklich verstanden)

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Silvio Gesell hatte darum das „Schwundgeld“ erfunden, das seinen Wert verlor, wenn es nicht ausgegeben wurde, um die Akkumulation von Kapital zu verhindern.

Ist mMn überhaupt nicht notwendig.

Es würde schon reichen, durch eine moderate Vermögenssteuer von sagen wir 5% dafür zu sorgen, daß „totes Geld“ wieder in „fließendes Geld“ umgewandelt wird, indem man es bei den Bedürftigsten zuerst wieder in den Kreislauf gibt.

Zusätzlich könnte man so etwas wie ein „Höchstgehalt“ definieren, daß z.B. kein Mensch in Deutschland mehr als 5.000 Euro im Monat verdienen darf; netto.

Alles darüber wird abgeschöpft.

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Daß Geld mehrfach verwendet werden kann, hat positive und negative Auswirkungen.

Die positive besteht darin, daß die ganzen Berechnungen, wie viel uns „die Ausländer“ in den nächsten 20 Jahren kosten werden, alle Unsinn sind, weil sie nicht berücksichtigen, daß das von den Ausländern ausgegebene Geld natürlich wieder zum Staat zurückfließt und so erneut ausgegeben werden kann.

Dasselbe bei den Rentnern, Arbeitslosen und sonstigen Empfängern von Transferleistungen;

wenn es nicht so wäre, sondern Geld beim Ausgeben tatsächlich verschwinden würde, dann wären wir schon lange pleite…

Die negative Auswirkung dieser Eigenschaft besteht darin, daß sich aber auch Geldentzug bedeutend stärker auswirkt, als wir uns das gemeinhin vorstellen.

Nehmen wir mal an, die Regierung nimmt 1 Milliarde Steuergeld und überweist sie an eine spanische Bank zur „Eurorettung“, so daß diese Milliarde für uns verloren ist.

Wie groß ist der wirtschaftliche Schaden dieser Aktion?

Man ist geneigt zu sagen: „Naja, eine Milliarde!“

aber das ist falsch, weil es eben vernachlässigt, daß Geld in einem Kreislaufsystem eingebunden ist.

Nehmen wir also an, die Bundesregierung hätte die Milliarde stattdessen so aufgeteilt, daß 10 Millionen bedürftige Bundesbürger 100 Euro in Form einer Sonderzahlung erhalten hätten.

Die geben das Geld sofort aus, so daß dadurch die Wirtschaft allein im ersten Monat dieser Aktion 1 Milliarde mehr Binnen-Nachfrage hätte.

Diejenigen, die das Geld erhalten haben, geben es natürlich auch wieder aus.

Nehmen wir moderat an, daß jeder dieser 100 Euro Scheine alle 2 Monate seinen Besitzer wechselt.

Bedeutet also im Klartext, daß eine Milliarde Euro, die die Regierung an bedürftige Deutsche verteilt, in einem Jahr zu einer zusätzlichen Binnennachfrage von 6 Milliarden Euro führen würde.

Bzw. umgekehrt, daß der Entzug von einer Milliarde Euro aus dem System die Binnen-Nachfrage pro Jahr um 6 Milliarden Euro reduziert, mit den einhergehenden Folgen (weniger Nachfrage=>weniger benötigte Arbeiter=> mehr Arbeitslose => weniger Nachfrage …)

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Anders gesagt:

Nichts ist schlimmer für eine Volkswirtschaft, als die Akkumulation von „totem“, d.h. „ruhendem“ Geld zuzulassen, weil dieses für die Menschen nicht mehr zur Verfügung steht oder Geld aus dem Kreislauf zu entziehen und ins Ausland zu leiten.

Das führt zu Armut, Arbeitslosigkeit, Stillstand.

Dabei ist zu berücksichtigen, daß schon das Abziehen von relativ kleinen Beträgen (z.b. 1 Milliarde) sich durch den Kreislaufcharakter des Geldes verheerend auswirken kann.

Meint ihr, es ist Zufall, daß das Steigen der Arbeitslosigkeit genau damit zusammenfällt, daß der Staat auf einmal zu „Sparen“ begann und zig Milliarden für irgendwelche ominösen „Eurorettungen“ ausgab?

Nein, es ist kein Zufall, sondern natürlich eine Kausalität!

Je mehr der Staat „spart“, also dem Volk Geld entzieht, desto größer wird die Arbeitslosigkeit und die Armut!

Wenn es anders wäre, dann müsste doch die „Agenda 2010“ zu einem wahren Wohlstands- und Anstellungsboost geführt haben, denn überlegt mal, was der Staat da alles gespart hat!

Und was glaubt ihr, wird passieren, wenn man HartzIV noch weiter kürzt und die Leute noch mehr sanktioniert?

Glaubt ihr, dann geht es euch besser?

Nein, dann geht es euch natürlich noch schlechter, weil der Konsum durch die Verringerung der Geldmenge noch weiter zusammenbricht!

Unser aller Arbeitsplatz hängt natürlich davon ab, wieviel Geld im Kreislauf ist und je mehr Geld man den Leuten entzieht, desto wackeliger wird unsere Anstellung!

Wenn wir darum schlau sind, dann fordern wir natürlich, sämtliche Sanktionen für Hartzer zu streichen und ihnen MEHR Geld zu geben, weil es auch ihre Nachfrage ist, die uns am Leben erhält!

Das Geld andererseits, das bei den Bonzen landet, sichert unseren Arbeitsplatz nicht, oder glaubt ihr, ein Milliardär, der zehn Millionen zusätzlich bekommt, kauft deshalb auch nur ein Brötchen mehr ein?

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Wisst ihr, ihr Deutschen seid ein eigenartiges Volk.

Einerseits hochintelligent, aber andererseits glaubt ihr, daß es mehr Geld für euch gibt, wenn die Leute weniger Geld haben!

Wenn man also den Hartzer sanktioniert, die staatlichen Leistungen für alles und jeden einschränkt, erwartet ihr, reicher zu werden!

Wovon denn?

Wie kann denn das Geld, das die Oma nicht mehr hat, bei euch landen?

Das ist wirklich pure Idiotie.

Die einzigen, die reicher werden, sind die Bonzen, die sich dieses Geld dann einverleiben, indem sie irgendwelche „Integrations-GmbHs“ gründen oder Sprachschulen für „Flüchtlinge“.

Aber alle anderen, die wirklich etwas produzieren, sind natürlich die Leidtragenden, wenn sich keiner mehr das kaufen kann, was ihr herstellt!

Nicht euer „Boss“, der „Arbeitgeber“, sichert euren Arbeitsplatz,

sondern die Leute, die eure Leistungen kaufen wollen!

Wenn die aber kein Geld mehr haben, dann kann euer Boss auch nichts machen, sondern wird euch stattdessen als erstes rauswerfen, um Personalkosten zu sparen.

Oder glaubt ihr, der Boss wird sein Privatvermögen antasten, um euren Lohn zu bezahlen?

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rofl

 

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LG, killerbee

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23 Antworten zu Auflösung der letzten Aufgabe

  1. Exdaene schreibt:

    Dankeschön! Genial erarbeitet und verständlich dargestellt. Wird gleich multipliziert dargestellt. Freue mich auf die Diskussionen mit meinen kaufmännischen Kollegen. Bin gespannt, welcher es rafft. Nochmals Dank an KB, ganze Arbeit 👍

  2. tomcatk schreibt:

    OT aber m. E. zu wichtig:

  3. Thorsten schreibt:

    zu A1) https://killerbeesagt.wordpress.com/2017/02/19/die-zwei-groessten-irrtuemer-zum-geld/#comment-102421

    „In einem gesunden Kreislauf versorgt das Blut (Geld) alle Organe (Beteiligten) im Körper. Es muss nur fließen.
    […]
    Natürlich wurde gearbeitet, produziert, verdient, etc. Aber das spielt [in diesem Beispiel] keine Rolle, denn es war VORHER und hier eigentlich irrelevant.

    Hier spielt es eine Rolle, wann Schuld/Forderung beglichen oder eingelöst werden: Erst in dem Moment wo Blut (Geld) fließt.
    Es fehlte lediglich das Tauschmittel (hier haben sich die Leute auf Euros geeinigt).

    Alle Schulden und Forderungen wurden völlig ohne Arbeit, Produktion, Verdienst, etc beglichen und eingelöst.

    Eigentlich hätte es die 100 Euro gar nicht bedurft, wenn sich der erste in der Kette mit dem nächsten/letzten der Kette einig gewesen wäre 🙂
    […]“

  4. Alfred Z. schreibt:

    “It is well enough that people of the nation do not understand our banking and monetary system, for if they did, I believe there would be a revolution before tomorrow morning.” – Henry Ford –

  5. hajduk81 schreibt:

    Genial 💡
    Eigentlich sooo simpel und doch so kompliziert. Danke dafür.

  6. das vierte schweinchen schreibt:

    Und demnächst etwas zu Sachwerten, also Immos, Land, Rohstoffe und so. Und zu geistigem Eigentum. Das geht auch alles seine Wege.
    Elend der Almende war mal vor Jahren ein Thema. In so Kreisen.

  7. DerDaumen schreibt:

    Naja, wenigstens gabs für das logische Denken mal ein Diplom für mich.

    Traurig ist es nur, dass selbst wenn ich deine Auflösung ,Wort für Wort, zitieren würde, würde sich im Denken der meisten „Schafe“, bis dato, nichts ändern.

    Du magst zwar „den Deutschen“ gern in den Fokus nehmen, aber meiner Erkenntnis nach liegt der Hund nicht nur HIER begraben.

    Denn, den „reichen Touristen“ gibt es nicht nur bei uns, ebenso wenig wie Neid und Gier.

    Deine Lösungsansätze finde ich ebenso nur logisch und vorallem fair…
    und das liegt nicht daran, dass es mich nicht betrifft.

    Aber die vll. gut gedachte „Vermögenssteuer“ bzw. „Einkommensregulierung“ würde mMn nur zu weiterer „Ausfuhr/Abtötung“ von Geld bzw. Abwanderung von Qualifizierten , in eben nicht betroffene Regionen führen, was ja teilweise schon der Fall ist (Schwarzgeldkonten;Ab/Auswanderung)

    Soll bedeuten „Vermögenssteuer“ und „Einkommensregulierung“ macht ideologisch nur weltweit Sinn, in dieser Welt voller Gier und Neid.

    Was wiederum nur sagt, „deine Lösung“ ist nur eine Teil-Lösung innerhalb des/eines Systems… und keine Erlösung.

    Ich wünsche mir die Erlösung aller Wesen…. a la Schuldenschnitt für alle und von mir aus eine Weltwährung ohne Schuldzins.

    Aber im System, gegen das System zu kämpfen ist ein Kampf gegen Windmühlen und führt zu nichts.

    Wer ernsthaft glaubt in diesem System eine echte Lösung zu finden, ist nicht zwingend dumm, aber hat die Ursache nicht verstanden.

    DerDaumen

  8. Leser schreibt:

    Das wirklich schöne an Deinen letzten zwei Artikeln, ist der Umstand jetzt Finanznachrichten mit anderem Wissen zu lesen.

    Es kriecht ja gerade wieder die „Griechenland-Rettung“ in die Medien.

    Stichwort „Hilfskredite“ , was für ein Gruselwort!

    Wenige erinnern sich noch an den Schuldenstand in GR im Jahre 2007.
    Wenn man dann die „Rettung“ verfolgt hat und somit die aufgelaufenen Summen heute sieht, ergibt sich ein Bild.

    BTW: GR hat nur 10 Mio Einwohner! Das geht ohne Taschenrechner im Kopf.

    Frechheit, was man den Menschen dort anbietet.

    L G

  9. Mitleser schreibt:

    Zwei ganz starke Artikel!
    Alle Achtung!

    Leicht verständlich geschrieben und mit einer verblüffenden Logik erklärt, dass sogar Laien wie ich die Quintessenz nachvollziehen können.

    Ich denke, dass solch gut aufgearbeiteten Informationen, noch dazu realitätsnah und amüsant verpackt, eigentlich in jede 8 Klasse sämtlicher Schulformen gehören müsste, doch ganz offensichtlich will man das nicht.

    Wie gesagt:
    Zwei ganz starke Artikel!
    Danke dafür.

  10. Leser schreibt:

    @Mitleser,

    Mein Wunsch wäre eine Proffesur an einer UNI für KB. Auf Lebenszeit und unkündbar! Wie Dr. Kevin McDonald an der UCLA zu seinem Thema.
    Die Jugendlichen kommen heute aus einer „Schule“ und sind nicht lebensfähig.
    Das ist ein Generationen-Verbrechen.

    L G

  11. ki11erbee schreibt:

    @Leser

    Was ist letztlich ein Professor?

    Jemand, der Wissen vermittelt.

    Ob ich das an der Uni mache oder in einem blog, ist doch irrelevant. Und letztlich hat ein guter blog sogar eine bedeutend größere Reichweite als eine Uni.

    Das wichtige ist für mich nicht, daß ich an einer Uni bin, sondern daß mein Wissen von anderen wahrgenommen und verstanden wird bzw. als Denkanstoß für deren eigene Überlegungen dienen kann.

  12. Pawel Pipowitsch schreibt:

    Ich bin jedenfalls sehr froh darüber, auf deinen blog gestoßen zu sein. Vielen Dank für deine Arbeit Kb. 😉

  13. Einer aus Innsmouth schreibt:

    OT:

    Mal wieder ein schönes Interview mit Herrn Assad (von letzter Woche):

    Dieser Mann wird für mich immer mehr zum Phänomen. Hier sitzt er zwei arroganten, lügnerischen, streckenweise auch richtig dreisten Pseudo-Journalisten gegenüber (man betrachte nur die Gesichter!), die ihn die ganze Zeit über mit falsch gestellten Fragen und kaum verhohlenen Beschimpfungen traktieren.

    Und er, der diese „Fragen“ zum x-ten Mal beantwortet bzw. richtigstellt, bleibt ruhig, überlegt, nüchtern, höflich, sachlich. Assad muß über eine geradezu unmenschliche Selbstdisziplin verfügen. Interessant ist, daß er zwar diplomatisch formuliert, aber die Verbrechen der „westlichen“ Staaten doch in aller Offenheit anspricht. Schon um dieser Wahrhaftigkeit willen wird er sein Lebtag auf der Abschußliste bleiben.

  14. Leser schreibt:

    @Einer,

    Der ist Dr. Med. Augenarzt und Wissenschaftler. Das ist eine Fingerübung für diesen Mann.

    Stell Dir vor, Du musst in einem Kindergarten einen Vortrag halten.
    Würdest Du dort nervös werden?

    Dem passiert nichts! Der hat erwachsene Freunde in der Welt.

    L G

  15. Einer aus Innsmouth schreibt:

    Noch mal OT:

    Das hier ist auch besonders schön:

    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2017/02/mittlerweile-schwere-ausschreitungen-in.html

    Nur einen Tag nach dem shitstorm wegen Trumps Schweden-Äußerung brennt die Innenstadt von Stockholm. Das erinnert an die schweren, epochalen Kälteeinbrüche, die es regelmäßig an den Tagungsorten der Konferenzen zum „Klimawandel“ zu geben pflegt. So langsam fange ich auch an, an Karma zu glauben… 🙂

  16. Luisa schreibt:

    Ist das ein Testlauf?
    Spanien :LKW mit Gasflaschen wurde aufgehalten.
    Texas:Krankenhaus evakuiert
    Schweden:“Gasattacke “ im Zug
    Menden:Schule evakuiert
    Paris:Einkaufszentrum evakuiert
    Das war nur heute und gestern.
    Davor- Hamburg:mit dem Gas/Flughafen
    Siegburg: Europaplatz evakuiert.
    Köln:Hauptbahnhof evakuiert usw.

  17. RondoG schreibt:

    Sehr gut alles erklärt. Ich stand wohl die Tage echt auf’m Schlauch.

    Und vielleicht wäre mal eine Gegenüberstellung von Istwert / Sollwert zum Thema Geldsystem angebracht.
    Mir kommt da das Beispiel in den Kopf mit den schon verkauften Säcken Mehl.
    Auf dem Feld ist noch keine Saat ausgebracht, aber das Mehl ist schon verkauft. Dann kommt eine Dürreperiode und alles ist futsch! Spekulationen und zu unrealistische, zu zukünftige Vorplanungen sind nicht ideal.
    Es sollte nur das in Gegenwert gesetzt werden, was tatsächlich da ist.
    Auch eine Unterscheidung von Werten muß gegeben sein, das gab es bisher noch nicht. Jedenfalls weiß ich nichts davon.

    Das krasse Beispiel sind hier Rohstoffe!
    Man muß kaum etwas tun für deren Tausch in Geld. Das Rohöl sprudelt massig aus der Quelle, braucht nur wenig raffiniert werden und ist danach sehr viel Geld wert. Oder Holz / Bäume die lange wachsen und dazu aber kaum Pflege benötigen (Wenig bis kaum Arbeitsaufwand).

    Hingegen ein Mensch der einen Teppich knüpft oder ein Schwerstarbeiter auf dem Bau oder in der Landwirtschaft ohne Traktoren. Oder jemand der geistig / medizinisch tätig ist. Auch so ein krasser Gegensatz. Die „Wertigkeit“ die definiert wird ist auch eben ein großes Thema und meiner Meinung nach total verschoben und ungerecht.

    Und mit dem „Maximallohn“ hast du schon ein Thema erwähnt, was ich sehr oft schon angesprochen habe und mich damit oft mit anderen gestritten hatte.
    Bedarfsdeckungsprinzip z.B.
    Copyrightbestimmungen / Urheberrecht seien mal genannt.
    Ein Fotograf macht beispielsweise ein Foto und bietet es zu einem bestimmten Preis an. Er muß ja von seinen Bildern leben, klar. Aber nach 50 Jahren verlangt er noch immer Nutzungsgebühren! Das meine ich!
    Normalerweise arbeitet man und verdient einen Gegenwert, dieser Gegenwert aber kann ja nicht unendlich sein! Irgendwann hat er den Gegenwert / Leistungsaufwand durch den Verkauf von z.B. 100 Bildern (digitales Nutzungsrecht) eingefahren, danach sollte es kostenlos sein! Außer natürlich wenn es sich um eine Printversion handelt, da diese ja zusätzlich Druckkosten, usw. verursacht, logisch. Diese Kosten sind aber selbstverständlich. Das Bild an sich sollte nach Erreichung der Kostendeckung gratis sein.
    Anderes Beispiel mit einem Maler, der die Wände streicht. Würde man das jetzt mit dem Fotografen vergleichen, dann müsste der Maler zu dem Auftraggeber hingehen, jeden Monat quasi einen Lohn verlangen, so mit der Begründung „Ja, sie sehen ihre Wände ja noch immer gerne an und erfreuen sich der schön gestalteten Wände, dann müssen Sie auch weiterhin bis in alle Ewigkeit eine Nutzungsgebühr an mich bezahlen!“. Und so ist es ja eben nicht!
    Der Handwerker arbeitet etwas und wenn es fertig ist, dann ist es abgegolten.
    Man kann nicht für eine Sache, für die schon bezahlt wurde immer wieder Geld / Gegenwert verlangen! Deswegen sollte Arbeit immer als „Projekt“ gehandhabt werden. Einmal beendet ist es beendet! Wenn der Kostenaufwand einmal gedeckt wurde, dann ist es fertig, abgeschlossen, frei. Dann kann dafür nicht noch einmal Geld verlangt werden. Es gibt natürlich kompliziertere Projekte….. ist auch manchmal etwas schwierig.

    Ähnlich auch: „Ein Buch schreiben“.
    Der Autor recherchiert, schreibt, korrigiert, usw.
    Wenn dann das Buch fertiggestellt ist beginnt er mit dem Verkauf.
    Ist dann die Bedarfsdeckung erreicht, also die Kosten für die Zeit des Schreibens, Verpflegung, Miete, Nahrung, Wärme, usw. gedeckt, dann sollten nur noch Druckkosten erhoben werden für die Printversion. Das Buch digital, oder an sich, der Text sollte dann frei sein.

    Vielleicht fallen einigen noch bessere Beispiele ein…..
    Ist auch ein sehr großes Thema.

    LG

  18. Luisa schreibt:

    Medien: Vorhin,Livechat mit J.Reichelt /B@ld.Vorwurf Lügenpresse. Er hat Fragen beantwortet.Vor kurzem noch,war es undenkbar, das öffentliche Medien,dermaßen an Macht verlieren.

    Schadenfreude 🙂
    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article162296018/Einbruch-in-Hamburgs-sicherste-Wohnung-sorgt-fuer-Spott.html#Comments
    P.S.Ich habe doch mal von Bekannten geschrieben, die ein paar Autominuten entfernt wohnen.Es ging um Einbrecher/Statement:Hier sind wir sicher.Nun ja,vorgestern ging es in den Baumarkt.Teurere Gegenstände, wurden umdeponiert.Die Bereicherung, ist im Ort angekommen. Allerdings, empfinde ich hier Mitleid. Sind nette Leute.Sie gehen auch bald wählen. Keine Blockpartei.

  19. Inländerin schreibt:

    @ Luisa

    Ich vermute mal, daß nicht etwa bei ihm eingebrochen wurde, sondern der hat bei sich einbrechen lassen, um seinen längst geplanten Elite-Rundum-Personenschutz auch rechtfertigen zu können.

  20. angler schreibt:

    Ich will auch mal mitmachen.
    A1: Um einen geschlossenen Kreislauf zu erlangen, ist der Tourist das Nichts, also die Bank.
    Das Nichts schöpft dem Hotelier 100€, der gibt diese dem Metzger, der dem Bauern, der dem Genossenschaftler, der dem Wirt, der der Hure, die dem Hotelier, der dem Nichts.
    In der Bankbilanz sind die 100€ also das was sie vorher waren. Nichts.
    So bauen/“finanzieren“ Banken übrigens ihre Paläste. Die zeitliche Verzögerung entsteht einfach durch „Kauf auf Rechnung“.
    In der nächsten Runde werden für das Nichts Zinsen erhoben.

    A2: Das Nichts ist nebenberuflich Zuhälter. Zuhälter können ihre Ware wie aus dem Nichts in den Kofferraum laden und vermarkten.
    Die Hure hat in diesem Fall also für alle Kreislaufteilnehmer bezahlt und obendrein umsonst gedienstleistert. Fast wie im richtigen Leben.
    Der Zuhälter hat kostenlos gewohnt und die Bilanz stimmt.

    A2 wäre rund, wenn der Tourist das Zimmer für sich und die Hure im voraus bezahlt hätte. Dann bräuchte es den Wind nicht.
    __________

    Vielleicht werden wir es noch erleben, dass jemand die Idee hat, eine unendliche Resource in den Kofferraum von Militärschiffen zu verladen, um somit auch noch die Transportlogistik für seine Ware den Empfängern aufzulasten.

  21. Oma Horst schreibt:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/simbabwe-wechselt-mugabe-nicht-die-richtung-droht-der-kollaps/19442268-2.html

    Aus dem Artikel zitiert:

    „Doch nun geht dem Land offenbar endgültig die Luft aus: Wegen seiner direkten Bindung an den US-Dollar kann Simbabwe weder das nun benötigte Geld aufnehmen noch drucken. Übernimmt nämlich ein Land die Währung eines anderen, muss es diese durch seine Exporte, Investitionen oder die monetären Rückführungen von im Ausland lebender Bürger auch verdienen. Dies ist in Simbabwe schon seit längerem nicht mehr der Fall. Mittlerweile zirkulieren deshalb nur noch so wenige US- Dollar im Land, dass Simbabwes Banken das Abheben von Geld auf 50 US-Dollar am Tag begrenzt haben.“

    „Der Mangel an Bargeld hat bereits ein gewaltiges Loch in das Finanzsystem gerissen, das nun seinerseits die übrige Wirtschaft zu zerstören droht. Viele der wenigen verbliebenen Unternehmen sind inzwischen nicht mehr in der Lage, ihre Arbeiter oder ausländischen Lieferanten zu bezahlen. Viele sind bereits bankrott gegangen. „Die Wirtschaft befindet sich in einer Art Todesspirale“ diagnostiziert der US-Wirtschaftsprofessor Steve Hanke.“

    Anmerkung: hört sich für mich nach tollen Schnäppchen für Investoren an (billiges Land, billige Unternehmen, noch billigere Arbeiter…). Jetzt ist der Zeitpunkt für euch zu handeln, sagt der Artikel. Nach Umweltauflagen, Gesetzen oder gar Menschenrechten fragt unter solchen Umständen sowieso niemand.

  22. DNA schreibt:

    @Oma Horst

    Ein praktisches Beispiel für das Geldsystem und ein Warnzeichen an Deutschland, das ohne Not (!!!) seine Banknoten in fremde Hände gewechselt hat und nun abhängig ist. Die EZB könnte Deutschland den Geldhahn zudrehen. Aus die Maus.

  23. ki11erbee schreibt:

    @DNA

    Deutschland braucht kein Geld von der EZB, weil Geld bekanntermaßen beim Ausgeben nicht verschwindet.

    Deutschland hat als Export-Nation genug Geld; die Armut in Deutschland resultiert daher, daß dieses Geld einfach ungleichmäßig verteilt ist und die Faschisten von der CDU/CSU dafür sorgen, daß diese Ungleichverteilung noch weiter voranschreitet.

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