Geld: die Meisterprüfung

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diplom

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Ob ihr das Geldsystem wirklich verstanden habt, wird sich an dieser extrem harten Nuss zeigen, die ihr vermutlich alle schon einmal gehört habt.

Ich selber habe zugegeben mehrere Wochen gebraucht, bis ich wirklich den „Knackpunkt“ verstanden hatte, aber ich bin auch nicht besonders schlau.

Es geht dabei um folgende Anekdote, die ich A1 nenne:

Ein reicher Tourist fährt durch die Stadt und hält bei einem kleinen Hotel. Er sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen. Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel.

Als der Besucher die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine Schulden.
Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Straße runter und bezahlt den Bauern.
Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung beim Genossenschaftslager.
Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zur Kneipe und bezahlt seinen letzten Deckel.
Der Wirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.
Die Hure rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehende Zimmerrechnung mit den 100 Euro.
Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen. In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt und er verlässt die Stadt.

Niemand arbeitete, niemand produzierte, niemand verdiente etwas, aber alle Beteiligten, Hotelier, Metzger, Bauer, Genossenschaftsmann, Kneipenwirt und Hure sind schuldenfrei.

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Übungsaufgaben:

Wo ist die Desinformation bei A1?

Welches wichtige Prinzip des Geldes wird hier ersichtlich?

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Um euch auf die Sprünge zu helfen, habe ich selber eine Anekdote erfunden, die ich A2 nenne:

 

Ein reicher Tourist geht in ein Hotel und zahlt mit einem 100 Euro Schein seinen Aufenthalt im Voraus.

Der Hotelier nimmt die 100 Euro und geht damit beim Metzger einkaufen.

Der Metzger nimmt die 100 Euro und geht damit beim Bauern einkaufen.

Der Bauer bezahlt mit den 100 Euro die Rechnung beim Genossenschaftslager.

Der Mann dort schmeißt mit den 100 Euro eine Party in der Dorfkneipe.

Der Besitzer der Dorfkneipe gibt seine 100 Euro bei einer Hure aus.

Die Hure verliert just in dem Moment, als der reiche Tourist abreisen will, den 100 Euro Schein aus ihrer Handtasche und der Wind weht ihm das Geld vor die Füße.

Der reiche Tourist steckt den Schein ein und fährt wieder nach Hause.

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Denkanstoß:

Was ist der Unterschied zwischen A1 und A2?

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fragezeichen1

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LG, killerbee

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PS

Wie gesagt, eine sehr harte Nuß, mit massiver Desinformation im ersten Teil- unsere Feinde sind nicht blöde!

Aber wenn ihr die geknackt habt, dann habt ihr euch euer Diplom in meinem blog redlich verdient.

PPS:

Auflösung des Artikels habe ich schon fertig geschrieben, wird morgen (21.Februar) um 19.00 Uhr veröffentlicht.

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37 Antworten zu Geld: die Meisterprüfung

  1. Peter Schulze schreibt:

    Auf die Gefahr das ich etwas übersehen habe:

    Der Wirt hat im Fall A1 seine Forderung gegenüber der Hure erhalten. Im Fall A2 bleibt die 100 Euro Forderung gegenüber der Hure betsehen.

    Im Fall A1 hat der Wirt seine Forderung zurück bekommen, das wars.

    Bin gespannt was die anderen meinen.

  2. ki11erbee schreibt:

    @Peter

    Ach, das sind Details, darum ging es mir gar nicht. Im zweiten Fall gehen wir einfach mal davon aus, daß der Wirt keine Schulden bei der Hure hatte.

    Versuche, das Prinzip zu verstehen, das große Ganze und lass dich von den Details nicht ablenken.

  3. Tyr schreibt:

    Für mich ist in erster Linie der Tourist der Knackpunkt. Da in der Stadt die Geldmenge zu gering ist, um die vorhandenen(!) Waren und Dienstleistungen auszutauschen.

    Dadurch, daß der Tourist die Geldmenge mit seinen 100 € erhöht, kann der Austausch von Waren und Dienstleistungen (wenn auch nur für einen kurzen Moment) wieder stattfinden.

    Das ist aber noch nicht die Antwort auf Deine Frage…

  4. ki11erbee schreibt:

    @Tyr

    Du bist auf einem guten Weg.

    Was ist der systematische Unterschied zwischen A1 und A2?

  5. KDH schreibt:

    Geld ist ein Tauschmittel, ein Wertaufbewahrungsmittel. Es kann nicht durch materielle oder immaterielle Dinge erschaffen oder vervielfältigt werden. Es befindet sich (im Idealfall) immer im Kreislauf.

    Im Fall A1 wurde sehr wohl gearbeitet und Leistungen erbracht. Nur weil sie nicht sofort entgolten wurden, haben sie doch ihren Wert behalten. Die Leistungen konnten nicht z.B. als Warentausgeschäft unmittelbar getauscht werden, es brauchte das „Vehikel“ Geld.

    Trotzdem muß man sagen: in beiden Fällen A und A2 verklagt Schäuble alle Beteiligten bis aufs letzte Hemd! 😀

  6. krank schreibt:

    Im Fall A1 funktioniert das System so wie man es sich glaube ich wuenscht.

    Im Fall A2 gibt es einen Verlierer, die Hure, die Pech hatte mit dem Wind und einen Gewinner, der Reiche Tourist, der hatte Glueck, dass ihm der Schein vor die Fuesse wehte. Wenn er gesehen haette, dass die Hure den Schein verloren hatte, haette er diesen an die Hure zurueck geben koennen.
    Das ist aber nicht sein Naturell, sonst waere er nicht reich.
    Das heisst, es ist nur eine Frage des Gluecks ob es dir, zumindest finanziell gut geht oder nicht. Du kannst machen was du willst, es liegt nicht in deiner Hand. Das System ist so konstruiert, dass es immer Verlierer geben muss, sonst gibt es keine Reichen. Abgesehen davon scheisst der teufel immer auf den groessten Haufen.
    Die Geldmenge erhoeht sich nicht. Wie bei der Bank. Es muss immer einen Verlierer geben, an dem sich die Bank bereichern kann, sonst geht sie selber Pleite. Es gibt also immer mindestens einen Kreditnehmer von dem man im voraus weiss, dass.er es nicht schaffen wird.

  7. Pawel Pipowitsch schreibt:

    Die Desinformation in A1 besteht meines Erachtens in der Behauptung, dass niemand etwas produziert hat, niemand gearbeitet hat oder keiner eine Dienstleistung erbracht hat. Jeder in der Kette hat etwas geleistet. Nur waren sie alle nicht clever genug, um sich ihre Arbeit auch ohne Geld gegenseitig zu entlohnen. Das hätte ganz einfach funktioniert mit Ware gegen Dienstleistung -, oder Arbeit gegen Produkt – Tausch. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

    Geld ist nur ein Tauschmittel. Genauso gut könnte eine Flasche Wasser oder eine Stunde Arbeit ein Tauschmittel sein.

  8. Tyr schreibt:

    Beim Austausch von Waren und Dienstleistungen haben sich die Beteiligten bei A1 angeblich verschuldet?!

  9. Kirstin schreibt:

    A 1
    Alle haben Schulden und begleichen diese durch den Geldkreislauf. Die 100 Euro kommen zwar wieder am Ausgang, sprich beim Eigentümer des Hotel an, aber der reiche Tourist übernachtet nicht. Somit hat der Hotelier keinen Umsatz gemacht. Und kann dadurch nicht beim Metzger einkaufen, der kann wiederum nicht beim Bauern einkaufen usw. Alle stehen untereinander in einer Abhängigkeit und wollen Umsatz machen, sprich leben.

    A 2
    Der reiche Tourist übernachtet im Hotel. Er bezahlt dafür und der Hotelier hat 100 Euro Umsatz gemacht. Somit beginnt der Geldkreislauf bis zur Hure. Diese verliert aber die 100 Euro. Somit ist hier der Kreislauf unterbrochen. Sie hat keine 100 Euro mehr und kann somit nicht mehr am Kreislauf teilnehmen.
    Der reiche Tourist nimmt den 100 Euro-Schein, gibt ihn der Hure nicht zurück. Er nimmt den Geldschein zusätzlich an sich, ohne sich an den Geldkreislauf zu beteiligen. Somit sind 100 Euro dem Geldkreislauf entzogen.

  10. ki11erbee schreibt:

    @Kirstin und alle anderen

    Ihr geht zu sehr ins Detail. Versucht doch einfach mal, den systematischen Unterschied zwischen A1 und A2 zu begreifen und vergesst dabei die Hure und meinetwegen auch den 100 Euro Schein, der am Ende wieder beim Touristen landet. Sollte eigentlich nur ein Gag sein.

    Der wesentliche Unterschied zwischen A1 und A2 ist etwas anderes und zwar geht es um den Zeitpunkt der Bezahlung im Bezug zum Erhalt der Leistungen.

  11. Obacht schreibt:

    Passt nicht zum Thema aber ich finde das sollte man gesehen haben. Damit jeder versteht warum die europäischen Völker untergehen werden! Es gibt keine Solidarität mehr. Keinen Zusammenhalt. Nur noch Egoisten. Jeder interessiert sich nur noch für sich selbst.

    https://twitter.com/i/web/status/833413245356560384

    Eine Gruppe Reporter der Sendung „60 Minutes“ will über Migration in Schweden berichten und wird dabei von einer Horde Migranten attackiert.

    Während ihre Kamerakollegen schon reihenweise Schläge kassieren versucht die dumm dämliche Moderatorin den Angreifern devot zu erklären, daß es nicht notwendig sei Gewalt anzuwenden, man würde auch ohne Schläge die Örtlichkeit sofort verlassen.

    Nun das beste:
    Ein älterer, behinderter Mann will helfen, fasst sich ein Herz und rammt einen der Angreifer mit seinem motorisierten Rullator. !!!! Während links und rechts reihenweise Passanten an dem Tumult vorbeigehen ist es ausgerechnet ein BEHINDERTER ALTER OPA IM RULLATOR der als einziger zur Hilfe kommt. !!!!

    Und was macht die Reporter Gruppe? Sie ergreift feige die Flucht und lässt den alten Opa, der sich im Rullator natürlich nicht wehren kann und nach seinem mutigen Eingreifen jetzt seinerseits Schläge einstecken muss einfach im Stich!!!!

    Keiner der Passanten hilft!!! Keiner Greift ein!! Alle Gucken weg und laufen weiter als ob nichts passieren würde!!!

    Es gibt keinen Zusammenhalt! Keinen Mut! Keine Solidarität! So ein Volk hat es nicht anders verdient. Es muss verschwinden.

  12. lotterbube schreibt:

    So, normalerweise bin ich ja ein stiller Mitleser. Bei dem Thema will ich es aber dann auch mal versuchen.

    Im Beispiel A1 wurden alle Leistungen auf „Pump“ erbracht, da das Tauschmittel Geld nicht vorhanden war. Das das Geld wieder beim Touristen landet, liegt daran, dass alle Beteiligten bei der nächsten Person in der Kette Schulden haben. Wenn man das Geld wegdenkt, könnte man sagen, dass jeder einfach dem anderen die Schulden erlassen hat.
    In dem Fall hätte jeder etwas „umsonst“ bekommen und hätte etwas ohne Entlohnung weggegeben. Das Geld diente nur als Tauschmittel, und das System würde auch Ohne Geld funktionieren, da es keine Äusseren Einflüsse gibt (der Tourist kauft nichts und nimmt das Geld wieder mit )

    Der Unterschied zwischen dem Beispiel A1 und A2 liegt darin, dass in A2 der Kreislauf unterbrochen wird. Zum einen zahlt der Tourist für eine Leistung, und bringt somit Geld in den Kreislauf, zum anderen verliert die Hure das Geld, sodass es dem Kreislauf entzogen wird. Nun hat die Hure ein Problem, da niemand mehr Schulden bei ihr hat, sie aber auch kein Tauschmittel, Geld , besitzt.

    Lg: Lotterbube

  13. natureparkuk schreibt:

    Zu A1: „Niemand arbeitete, niemand produzierte, niemand verdiente etwas, aber alle Beteiligten, Hotelier, Metzger, Bauer, Genossenschaftsmann, Kneipenwirt und Hure sind schuldenfrei.“ Desinformation! Alle haben gearbeitet/Leistungen erbracht. Nur hat ein Werteaustausch für die erbrachten Leistungen noch nicht stattgefunden, also basierte der Austausch auf gutem Willen. Geht es so weiter wird eben keiner mehr Gefälligkeiten ohne direkten Wertausgleich leisten und das System bricht zusammen. Also: Geld muss fließen!
    Zu A2: Hier fliest das Geld von Anfang an, also kein guter Wille von Nöten. Die 100 Euro haben in diesem Beispiel auch die Wirtschaft stimuliert.

    Fazit: Die Geldmenge muss der Wertesumme an Waren und Dienstleistungen entsprechen und mit diesen in zeitlich relevanter folge fließen. Ohne diesen Fluss zerfällt das System da der gute Wille am Ende verbraucht ist. Pumpe ich mehr Geld ins System als durch Waren und Dienstleistungen gedeckt ist, stimuliere ich anfänglich vielleicht sogar die Konjunktur (A2), muss aber vorsichtig sein, denn wenn Wirtschaftswachstum nicht mit Geldmengen Wachstum mithält bekomme ich Inflation. Entziehe ich dem Kreislauf zirkulierende Geldmenge so kommt es zur Deflation. Geht die Deflation zu weit komme ich zum Anfang von Szenario A1, und wenn der gute Wille am Ende ist bricht das System zusammen.

  14. KDH schreibt:

    Im Fall A1 wurde der Waren- und Leistungstausch nachträglich reguliert, der Kreislauf des Scheins hatte auf den Leistungstausch keinen Einfluß, die Gesellschaft funktioniert.

    Im Fall A2 wurde ein Leistungstausch durch Erhöhung der Geldmenge erst ermöglicht. Allerdings wurde am Ende die Geldmenge wieder verringert, was einen erneuten Leistungstausch unmöglich macht, die Gesellschaft steht still.

  15. Inländerin schreibt:

    A1: Der Tourist hat gar nichts „bezahlt“, er hat nur seinen Geldschein hingelegt und nichts dafür bekommen.
    Die Lehre aus A1: Geld verschwindet nicht, sondern macht nur einen Kreislauf durch.

    A2: Der Tourist hat für etwas bezahlt: seinen Aufenthalt im Voraus. Daß er es dann nicht wahrgenommen hat, ist ja dann seine Sache.

  16. Obacht schreibt:

    In A1 ist jeder verschuldet. Die zusätzlichen 100 € werden als Kaution hinterlegt. Die Leistung des Hotels wird am Ende gar nicht in Anspruch genommen. Der Gastwirt ist dem reichen Geschäftsmann gegenüber quasi auch verschuldet, zumindest solange bis dieser seine Dienstleistung in Anspruch nehmen sollte. Die 100€ sind quasi „aus dem nichts“ enstanden, als Kredit.

    In A2 kommen die zusätzlichen 100 € nicht als Kredit in den Umlauf.

  17. vde schreibt:

    a1-werden schulden, für frühere leisungen bedient, a2- wird ware/leistung gegen geld/tauschmittel sofort erfüllt.

  18. vde schreibt:

    -leistungen-

  19. peter schreibt:

    Geld ist Anweisung auf geleistete Arbeit.

  20. Eusebius schreibt:

    Die Dorfleute hätten gut und gerne ohne den Tourist auskommen können, da der nur temporär da ist. Alles was sie brauchten, war ein Tauschmittel.

  21. Luisa schreibt:

    Das Geld,kommt in A1,dennoch vom Hotelier. Wäre der Gast nicht dort gewesen, hätte der Hotelier den Geldschein,für den Metzger,aus seiner Kasse direkt genommen.Der Hotelier,hat also -100 in der Kasse.

    In A2 ,hat der Hotelier noch immer -100,da die Hure ihre Schulden nicht begleichen konnte.Er konnte aber,diesmal das Geld vom Touristen,für den Metzger nehmen.
    Das Geld ,kommt vom Hotelier. Das ist die Desinformation in A1?

  22. Gstauder Waugerl schreibt:

    Muss es jetzt auch mal versuchen:
    A1: Es wurden nur offene Löcher gestopft, Wirtschaft wird nicht mehr angetrieben, da Geld nicht mehr zur Verfügung steht.

    A2: Wirtschaft wird belebt durch kurzfristige Finanzspritze. Allerdings kann die Hure den Kreislauf nicht mehr schließen und auch was konsumieren, da Geld bereits wieder weg ist und nicht mehr im Ort zur Verfügung steht.

  23. Obacht schreibt:

    Der Tourist ist die Zentralbank.

    In A1 leiht der Tourist 100€ als Kaution.
    Vergrößerung der Geldmenge im Dorf durch (zinslosen) Kredit.

    In A2 bezahlt der Tourist mit den 100€.
    Vergrößerung der Geldmenge im Dorf durch Geldschöpfung und gleichzeitige Fiskalpolitik.

    In beiden Anekdoten erhöht sich am Anfang die Geldmenge im Dorf.
    In beiden Anekdoten verringert sich am Ende wieder die Geldmenge im Dorf.
    In A1 durch Rückzahlung des Kredits.
    In A2 durch „Zufall“ bzw. den Tourist, der es hortet ohne es auszugeben.

    Im Dorf gibt es offensichtlich eine Menge Waren und Dienstleistungen die gehandelt werden können – es fehlt einzig und allein am Tauschmittel, dem Geld.
    In beiden Anekdoten ist das einzige was sich ändert die Geldmenge.
    Sobald sie sich erhöht und nur dann wenn sie erhöht ist findet ein Austausch an Waren und Dienstleistungen statt.

    In A1 haben die Menschen sich untereinander bereits allerhand Waren und Dienstleistungen gegeben, jedoch konnte niemand das Tauschmittel Geld als Gegenleistung aufbringen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Geldmenge sich erhöht hat.

    Ist zu wenig Geld im Umlauf stirbt der Kreislauf ab.
    Um eine funktionierende Wirtschaft aufrecht zu erhalten muß ausreichend Geld vorhanden sein und es muss fließen können.

  24. Obacht schreibt:

    Ich glaube der entscheidende Unterschied zwischen A1 und A2 ist folgender:

    In A1 steht dem Geld von Anfang an eine Schuld gegenüber.
    In A2 steht dem Geld keine Schuld gegenüber.

    In A1 hat der Tourist einen Anspruch darauf, die 100€ wieder zu erhalten.
    In A2 hat der Tourist diesen Anspruch nicht. (Er hat am Ende zwar Glück aber er hatte nie einen Anspruch auf die 100€)

    Geld muß nicht als Schuld entstehen. Es macht für den Wirtschaftskreislauf gar keinen Unterschied.

    Ich bin sehr gespannt auf die Auflösung.
    Danke für diesen Blog.

  25. Nemo schreibt:

    KB…danke für Deinen unermüdlichen Einsatz. Hier Fall A1: Gutes menschenfreundliche Geldsystem OHNE Zins und Zinseszins. Aber zuerst der Konsum in Form von Kredit dann die Entlohnung. Nicht gesund. Fall A2: wie Fall A1 nur anders herum. Gesundes System, da das Geld ohne Kredit direkt gegen die erbrachte Leistung getauscht wird. Gruß Nemo

  26. ki11erbee schreibt:

    @ all

    Habe die Auflösung schon fertig geschrieben, konnte natürlich nicht auf jede einzelne Antwort/Kommentar eingehen.

    Wird morgen um 19.00 Uhr veröffentlicht.

    Manches, was hier geschrieben wurde, geht sogar weiter als meine Auflösung.

    Wichtig ist aber, sich nicht in Details zu verlieren, sondern das Prinzip/System zu durchschauen.

  27. vde schreibt:

    OT- gerade gefunden- prof. mausfeld-Die Angst der Machteliten vor dem Volk

  28. RondoG schreibt:

    Sehe das auch so wie Obacht.

    „In A1 steht dem Geld von Anfang an eine Schuld gegenüber.
    In A2 steht dem Geld keine Schuld gegenüber.

    In A1 hat der Tourist einen Anspruch darauf, die 100€ wieder zu erhalten.
    In A2 hat der Tourist diesen Anspruch nicht. (Er hat am Ende zwar Glück aber er hatte nie einen Anspruch auf die 100€“

    In A1 und A2 kommt das Geld vom „Gast“, von extern!
    Kommt aus touristischen Einnahmen! Es gibt schon im ersten Beispiel Zahlungsverpflichtungen. Aber durch den Gast werden diese wie ein Dominoeffekt abgegolten. Im Beispiel 2 kommt es zu einem Verlust. Trotzdem ist das Geld nicht weg! Es hat seinen Sinn.

    Was allerdings nie angesprochen wird, ist die Tatsache, daß momentan in der heutigen Zeit das Geld einfach unabhängig des tatsächlich vorhandenen Gegenwertes erschaffen wird!
    Das ist was viele so aufregt!
    Die Banken schaffen aus dem Nichts Geld, was Tributpflichtig wird!
    Geld kann nur soviel erschaffen werden, wie es Gegenwerte gibt!
    Teilweise geht man ja in Vorleistung zu abschätzbaren, hypothetischen Werten. Zum Beispiel in die arabische Wüste und beurteilt die Ölfördermenge, die aber noch gar nicht gefördert wurde, sondern sich noch unter dem Boden befindet. Dazu wird ein Gegenwert erschaffen in Form von Geld.
    Warum immer Geld? Das müsste verboten werden, diese Spekulationen von noch nicht erschaffenen, freigelegten Werten.

    Auch wird eine bestimmte Menge Geld erschaffen und darauf wird nun eine Leistung verlangt! Es müsste doch genau umgekehrt sein!
    Erst muß die Gegenleistung gemacht worden sein, um dann den Gegenwert in Form von Geld zu erschaffen! Das ist der freche Trick! Es wird nämlich nicht genau die exakt gleiche Menge des Gegenwertes geschöpft, sondern unterschiedlich viel.
    Dadurch kommt es zu Schwankungen, zu Rezession, zu Inflation, zu Tributpflichtigkeit. Also Sklaverei im Endeffekt.

    Wenn die Menge im Umlauf so gut wie immer gleich bleibt, dann ist es ein geschlossenes System, ein stabiles System, aber wenn ständig durch irgendwelche Kanäle Geld hinzu- oder abgepumpt wird, dann wird es instabil.

    Gelder / Schulden welche sich im Kreislauf bereits befinden sind quasi egal. Geld setzt ja selbst nichts in Gang, sondern dient als Tauschmittel. Es wird eine Zahl festgelegt und am Ende will man diesen Wert dann einfach im Form des selben Betrages in Geld haben. Der Tausch hat aber schon vorher stattgefunden. Es wird nur noch auf das Tauschmittel „GELD“ gewartet, daß dieser Prozess abgeschlossen werden kann.

    Ist ein sehr komplexes Thema. Die Bilanz ziehen. Es muß auf jeder Seite des Kontos, Haben / Soll immer dasselbe herauskommen. Ist schon paar Jahre her mit höherer Handelsschule…… bin nicht mehr so im Thema drin.

    LG

  29. Einer aus Innsmouth schreibt:

    OT

    Gibt es irgendwo schon nähere Informationen zur mutmaßlichen Ermordung Witali Tschurkins heute morgen?

    Erster Verdacht: westliche Dienste handeln auf eigene Faust, um die Spannungen mit Rußland weiter anzuheizen.

  30. High194 schreibt:

    Ich habe alles durchgelesen, was hier im Komentarstrang zum Thema steht und die kürzeste und erstmal passende Antwort hat für mich „Nemo“ gegeben ! Die Antwort, auf die es mM nach ankommt, hat RondoG gegeben und dieser stimme ich zu !

    LG und danke für die immerwährende Arbeit, sich mit dem Notwendigen auseinanderzusetzen Killerbee !

  31. DerDaumen schreibt:

    Manchmal ist Runterbrechen wirklich schwerer als alle Details zu ergründen.
    So auch hier, wie ich finde.

    Für mich….

    A1 =

    Der reiche Tourist (Staat/Bonze/Bank) könnte und kann jeder Zeit Geld in den Kreislauf einbringen, um die Verschuldung im „Dorf“ einzudämmen/zu beseitigen, ohne dabei auch nur einen Cent zu verlieren oder zu missen, würde er sich denn dafür entscheiden.Und das ohne eine Leistung zu fordern/beanspruchen (Zinsen).

    Stichwort: Geldverknappung… sprich Schuldsystem

    Das Geld ist da, nur du darfst es nicht haben.

    A2=

    Ich vermute, du wolltest darauf hinaus, dass hierbei das Geld in den Kreislauf gegeben wurde und wenn „der reiche Tourist“ Glück hat, bekommt er sogar alles doppelt zurück, sprich Leistung und Aufwand. Verlieren wird er aber so oder so nicht/s.

    Bin gespannt auf deine Auflösung!

    DerDaumen

  32. Razinatte schreibt:

    Desinformation A1: Niemand hat gearbeitet/produziert.
    Prinzip des Geldes: Kreislauf, Speichermedium für geleistete Arbeit/Produkte.
    Unterschied A1/A2: In A1 hat der Hotelier den Geldkreislauf durch geliehenes Geld angestoßen – er hat selbst keine Leistung erbracht, weil der Tourist letztlich nicht übernachtet hat. In A2 hat auch der Hotelier eine Leistung erbracht.

    Beide Geschichten sind übrigens ein schönes Beispiel dafür, dass es falsch ist, Kosten oder Umsätze auf Jahreszahlen hoch zu rechnen und daraus eine vermeintlich nötige Geldmenge ermitteln zu wollen, denn: Obwohl im Dorf 400 oder 500 Euro Umsatz gemacht wurden (Metzger, Bauer, Wirt, Hure und Hotelier je 100 Euro), wurde das alles mit einem einzigen 100-Euro-Schein bezahlt.

  33. Leser schreibt:

    @KB,

    ich beteilige mich mal nicht an Deinem Rätsel.

    Ansatt dessen empfehe ich einen Artikel….

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/zahlungskrise-in-der-mongolei-14887162.html

    Zugegeben, ich lese solche Artikel heute anders als noch vor einigen Jahren.

    L G

  34. Wayne Podolski schreibt:

    Bei A2 werden fuer den Hotelier Steuern faellig, bei A1 nicht.

  35. smnt schreibt:

    Ein Ring sie zu knechten !
    War Tolkien Antisemit, und wie konnte er Schäuble vorhersehen ?

  36. Castor schreibt:

    Nun , in A1 hat der Hotelier das Geld gestohlen um offene Rechnungen zu begleichen . Er hat ja nicht damit rechnen können das die Hure auch Ihrerseits ihre rechnungen begleicht .

    in A2 hat zumindest das geld eine Dienstleistung erbracht und stellt eigentlich den normalen Geldkreislauf ohne Schulden und Zinsen dar .

  37. vde schreibt:

    OT- ohne worte?!>

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