Der anmaßende Untertan

.

DIGITAL CAMERA

(Wahlplakat der „christlich“-faschistischen CDU zur Landtagswahl)

.

Es ziemt dem Untertanen, seinem Könige und Landesherrn schuldigen Gehorsam zu leisten und sich bei Befolgung der an ihn ergehenden Befehle mit der Verantwortlichkeit zu beruhigen, welche die von Gott eingesetzte Obrigkeit dafür übernimmt;

aber es ziemt ihm nicht, die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Übermute ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen.

Gustav von Rochow, 1838

.

Was jeder normale Mensch als Satire begreifen würde, ist für den Deutschen bitterer Ernst und auch Gustav von Rochow hat nicht gespaßt.

Selten ist die Essenz des perfekten Deutschen (aus Sicht der Obrigkeit) in präzisere Worte gekleidet worden als in dem Zitat:

-Der Untertan hat gehorsam zu sein; das ist seine Bringschuld.

-Die Obrigkeit ist nicht von irgendwem, sondern von Gott (!!) eingesetzt.

-Die Gegenleistung der Obrigkeit für den Gehorsam der Untertanen ist, daß die Untertanen die als lästig empfundene Verantwortung für ihr Leben loswerden.

-Es ist strengstens untersagt, von seinem Verstande oder gar seinem Gewissen Gebrauch zu machen und die Befehle der Obrigkeit in Frage zu stellen,

weil die Einsicht der Untertanen eh ziemlich beschränkt ist.

.

Das Wahlplakat der CDU zeigt, daß die Faschisten immer noch nach genau demselben Strickmuster arbeiten und sprechen damit insbesonders diejenigen unmündigen Deutschen an, die bereit sind, sich auf diesen miesen Kuhhandel einzulassen:

„Ich folge dir, ohne Fragen zu stellen,

dafür befreist du mich von der Verantwortung für mein Leben.“

.

In dem Plakat hat Herr Haseloff sozusagen den Deal in 3 Sätzen abgehandelt:

Ihr gebt das Land in unsere Hand.

Ihr gebt euch selber (die Menschen) in unsere Hand.

Und zum Dank dafür übernehme ich die Verantwortung!

.

Es ziemt dem Untertanen, seinem Könige und Landesherrn schuldigen Gehorsam zu leisten und sich bei Befolgung der an ihn ergehenden Befehle mit der Verantwortlichkeit zu beruhigen, welche die von Gott eingesetzte Obrigkeit dafür übernimmt;

aber es ziemt ihm nicht, die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Übermute ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen.

.

.

Die größte Gefahr für einen Staat geht also von der Gruppe der Unmündigen aus,

die niemals in ihrem Leben gelernt haben, Verantwortung für ihre Entscheidungen/Taten zu übernehmen,

sondern sich stattdessen von einem Rockzipfel zum nächsten zu hangeln, an den sie sich klammern können.

Denn diesen gegenüber spielen sich besonders böse Menschen gerne als Vormünder auf, wodurch eine fatale win-win-Situation entsteht:

Die bösen Menschen, die sich selber niemals die Hände schmutzig machen oder gar in den Krieg ziehen,

bekommen die notwendigen Komplizen, die ihre Pläne erst in die Realität umsetzen.

Die unmündigen Menschen, die keine Verantwortung für ihre Taten übernehmen wollen,

können sie bei der „von Gott eingesetzten Obrigkeit“ ablegen und ihre Hände in Unschuld waschen, obwohl sie Massenmörder, Vergewaltiger und Folterknechte sind.

Denn sie haben ja „bloß Befehle befolgt“, die Verantwortung trägt jemand anderes!

.

Befreiung1

(Alle unschuldig! Haben nur Befehle befolgt! Ich verspreche euch, jeder der dort abgebildeten US-Soldaten brennt in der Hölle…)

.

Der Grund also, warum Deutschland das kriminellste und korrupteste Dreckloch der Welt ist, liegt logischerweise bei denjenigen Deutschen, die genau zu dieser Gruppe zu rechnen sind.

Die bereit sind, jedes Verbrechen auszuführen, solange nur die Obrigkeit ihre Handlungen durch Übernahme der Verantwortung deckt.

Und DAS ist der Unterschied zwischen einem anständigen Menschen und einem Verbrecher:

Ein anständiger Mensch begeht auch dann kein Verbrechen, wenn ihm jemand verspricht, „die Verantwortung“ dafür zu übernehmen.

Die Deutschen sind also mehrheitlich kein anständiges Volk.

Sie waren immer schon Verbrecher, die einzig zu feige gewesen waren, die Verbrechen auf eigene Verantwortung zu begehen.

Sobald aber jemand kommt und sich anbietet, diese zu übernehmen, fallen bei den Deutschen alle Hemmungen:

Sie hetzen zum Krieg, sie Rauben, Morden, Plündern.

Sie werfen sogar die eigenen Alten, Kranken und Bedürftigen aus ihren Häusern, um mehr Profit zu machen, sobald jemand „die Verantwortung“ dafür übernimmt.

.

pforzheim-rentnerin

.

Nochmal:

Ein anständiger Mensch führt auch dann keine Verbrechen aus, wenn jemand anders ihm anbietet, die Verantwortung zu übernehmen. 

.

Aus diesem Gesichtspunkt betrachtet wird klar, was Merkels Position ist und warum sie so gefährlich ist.

Merkel ist sicherlich nicht gefährlich, weil sie mit ihren Händen etwas tut.

Merkel ist darum so gefährlich, weil sie bereit ist, für alles die Verantwortung zu übernehmen.

Sie zwingt keinen dazu, sein böse Seite auszuleben.

Sie macht nur klar: „Wenn du böse Sachen tust, werde ich dich nicht bestrafen!“

.

Merkel ist sozusagen die „Entdeckerin“ des deutschen Volkes; „Entdecken“ dabei im Sinne von „Entlarven“.

Merkel zeigt der Welt, was wirklich in den Deutschen steckt, wie weit sie zu gehen bereit sind, wenn jemand anders ihnen die Verantwortung abnimmt.

Und siehe da:

die Welt erkennt nun, daß die Deutschen mehrheitlich der größte Abschaum sind.

Wo jeder andere Mensch Skrupel hat, einen Befehl auszuführen, der Deutsche hat keine.

Es ist deswegen nachgerade eine Frechheit, wenn Deutsche sich gegenüber anderen Völkern irgendwie als „höherwertig“ aufspielen, denn das sind sie nicht.

Ganz im Gegenteil.

Keine islamische Regierung würde es schaffen, die eigene Bevölkerung dazu zu bringen, die eigenen Alten aus ihren Häusern zu werfen, um dafür kriminelle Ausländer anzusiedeln.

Keine islamische Regierung würde es schaffen, die eigenen Busfahrer oder Piloten dazu zu bringen, kriminelle Ausländer in Scharen ins Land zu holen.

Warum also das ständige Rumhacken auf den „schlimmen Moslems“?

„Christen“ sind meiner Meinung nach viel schlimmer, die machen sogar das, wovor ein Moslem zurückschreckt!

Solange nur jemand anders „die Verantwortung“ für die eigenen Taten übernimmt.

.

Blick auf das Mahnmal in der Burgruine.

(Zeigt mir ein islamisches Land, das so mit denjenigen umgeht, die ihr Leben für den Schutz des eigenen Volkes gegeben haben!)

.

Merkel darf darum nicht weg.

Merkel muss weiter bleiben, sie muss die Deutschen immer weiter entlarven, bis auch der letzte auf dieser Welt verstanden hat, was der schlimmste Mensch ist:

derjenige, der „bloß Befehle befolgt“.

Das jetzige Deutschland ist die Hölle, die sich die Deutschen selber erschaffen haben.

Die Gerechtigkeit liegt darin, daß sie es darum natürlich auch in der Hand haben, sich ein anderes Land zu erschaffen.

Alles, was die Deutschen dazu brauchen, ist ein wenig Mut.

Den Mut, den bösen Menschen zu sagen:

„Mach deinen Dreck doch alleine!“

.

Darum:

Nicht Merkel muss weg.

Merkel muss bleiben.

Die Deutschen müssen den Mut finden, Merkels Befehle nicht länger zu befolgen.

Es gibt keinen anderen Weg.

Weder Wilders, noch LePen, noch Trump oder Putin werden den kleinen Finger für die Deutschen rühren.

Das haben die Deutschen auch gar nicht verdient.

Nur einmal sollen sie die Suppe auslöffeln, die sie sich durch ihren idiotischen Gehorsam Verbrechern gegenüber selber eingebrockt haben.

Wenn sie es nicht schaffen, ihre eigene Suppe auszulöffeln, sondern daran verrecken, dann war das eben das Schicksal der Deutschen.

.

shrug

.

LG, killerbee

.

PS

Es ziemt dem mündigen Menschen, Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen und an alle Befehle und Anordnungen einer anmaßenden Obrigkeit den Maßstab seines Verstandes und vor allem seines Gewissens anzulegen,

und alles zu verweigern, was einem unschuldigen Menschen Schaden oder Leid zufügt.

killerbee

.

.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

52 Antworten zu Der anmaßende Untertan

  1. peter schreibt:

    „Ich bekenne mich tief überzeugt, daß das deutsche Volk die politische Demokratie niemals wird lieben können, aus dem einfachen Grunde, weil es die Politik selbst nicht lieben kann, und daß der vielverschrieene „Obrigkeitsstaat“ die dem deutschen Volk angemessene, zukömmliche und von ihm im Grunde gewollte Staatsform ist.“

    Thomas Mann

  2. blackhawkone schreibt:

    Hat dies auf ERWACHE! rebloggt.

  3. peter schreibt:

    „Euer Gehorsam ist grenzenlos, und er wird, daß ich es euch nur sage, von Tag zu Tag unverzeihlicher.“

    Thomas Mann

  4. ki11erbee schreibt:

    @peter

    Gehorsam wird dann zum Problem, wenn er einem Verbrecher gegenüber gilt.

    Denn ein Befehl macht das Verbrechen nicht kleiner.

  5. Leser schreibt:

    @KB,

    Deine „Merksätze“ sind wie immer sehr einleuchtend.

    In einem freien Land würdest Du sicher eine Professur an einer Uni haben.
    Da gibt es an der UCLA einige wesentlich härteren Gangart.
    Du weisst sicher wen ich meine.

    L G

  6. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  7. ErzählFilm schreibt:

    treffend. hoffnungslos. nach der nächsten selbstvernichtung geht es für die übriggebliebenen, falls es nochmal welche gibt, weiter. übrigbleiben die wohl, die jetzt längst schon weg sind und vielleicht danach wiederkommen aus ihrer emigration. war mal gut hier. jetzt geht es uns zu gut. zu gut ist möglicherweise schlechter als schlecht.

  8. EndeGelände schreibt:

    „Ach würde Dornröschen doch begreifen, dass die alte Frau mit ihrem Geschenk-leckeren- Gesund-Apfel keine guten Absichten hat…wo alte Frauen mit Apfelgeschenken doch schon seit Jahrzehnten immer nur gut waren … !!“
    Und der Thomas Mann hatte natürlich damals schon recht – und wir haben es alle in der Oberstufe eifrig diskutiert, besprochen und begriffen. Damals. – Und es wiederholt sich dennoch (leider nicht für alle offensichtlich und von mir längst vergessen) wieder und wieder, seit Jahr und Tag …

    Seit einem viertel Jahr ungefähr, „gewöhnt“ mich mein Mann an die Artikel hier, indem er mich damit – meist ungefragt- durch spontanes lautes Vorlesen, konfrontiert.
    Ja ja, ich meine wirklich „gewöhnen“ und „konfrontiert“, denn die radikale Wortwahl, bzw. Ausdrücke wie faschistisch, rassistisch, skrupellos, verbrecherisch im Zusammenhang und zur Beschreibung unserer „eigentlich doch netten“ Regierungsmitarbeiter / Politiker, ist für mich als ehem. mittelständ. Unternehmerin, die in der regionalen Sozial-/ und Handwerkspolitik gerne und aktiv mitgearbeitet hat, kaum zu ertragen….
    Diese Begriffe sind für mich so dermaßen negativ belastete „Schimpfworte“,
    dass die in einer „sachlichen Auseinandersetzung, bzw. Kritik an unseren Regierungsparteien“, doch wohl „tabu zu sein haben“. Immerhin befinden wir uns ja in der „demokratisch sozialen“ Bundesrepublik Deutschland“.

    Nein, – jetzt nicht sofort losschimpfen und auf mir rumhacken !!
    Ich traue mich nämlich jetzt einfach mal und versuche AN MEINEM Beispiel deutlich zu machen, wieviel Kraftanstrengung es für Menschen wie mich bedeutet, solche Texte bis zum Ende zu lesen. Immerhin liegt meine (Pseudo-)Punkzeit mit anschließender Rockerzeit fast 30 Jahre zurück. Danach wurde/war ich immerhin „gepflegter und stets natülich sinnvoll und vielbeschäftigter“ Mittelstand.
    Und diese Texte hier, klangen so sehr nach linken, oder rechten, (egal) „Extremisten-Parolen“, dass es in meinem gepuderten und gepflegten Bürger-Ohr wie Donnerhall krachte und ächzte. Quasi hörsturz-mäßig.
    Mein Gehirn konnte kaum folgen, weil der Widerwille nach den ersten Kraftausdrücken so groß war.
    Ich wollte, dass mein Mann nicht weiterliest, denn auch das Kind sollte solche „Unflätigkeiten“ bloß nicht hören.
    Es schmerzt mich immer noch, wie vernichtend die – stets fundierten und durch sachliche Präzision bestechenden Artikel- auf dem für mich bisher „wunderbar freien Deutschland“ (im Vergleich zum Rest der Welt), bzw. seinen offensichtlich blinden, tauben und stummen Bürgern (und mir) herumhacken. Wie alle Verfasser/Kommentatoren die Messser wetzen um …. ja um was eigentlich? Sich einig zu sein im Blog ?
    Eigentlich doch, um uns/Andere aufzuwecken !
    Der Artikel über die „Verräter“ neulich, hat mich mit dieser tiefen und verzweifelten Wahrheit zu unserer naiven Gutgläubig- und Ahnungslosig-keit total erschüttert und zum Weinen gebracht.
    Der obenstehende tut sein Übriges in Folge. – Verzweifelung und Tatendrang.
    Diese kritische, alles infrage stellende, stets mißtrauische Sicht auf alle Geschehnisse und Berichte, habe ich/wir Deutschen doch eigentlich nie lernen müssen. Wir hatten doch die tolle Pressefreiheit, die wilden Queerdenker, die modernen Autoren. Ich war doch z. B. auch „Wessi“, durfte also die Nächstenliebe und meine Gutmenschheit im Vertrauen auf staatlich gewährleistete Sicherheit unbeschwert ausleben.
    War der Meinung, dass ich – wenn ich denn was hätte sagen wollen, dies stets auch hätte tun dürfen. Wollte halt nur nicht, denn ich war ja viel zu beschäftigt mit Karriere und anderen wichtigeren Dingen meiner EIGENEN Welt.

    Jetzt weine ich um mich und unsere Mitbürger.
    Um diejenigen, die im stressigen und oft unmenschlichen Arbeitsleben, in ihren Selbstständigkeiten, oder Alleinerziehungs-dasein durch Ansprüche, Auflagen, Gesetze, Normen, Darlehnverträgen, fam. Pflegefälle, kurz durch alle möglichen Bringschulden so belastet und vor allem BESCHÄFTIGT werden, dass sie froh sind, wenn sie abends den Fernseher anmachen und „abschalten“, oder in die Fitnessbude/ Kneipe gehen können.
    Aufpassen, misstrauen, etc. mussten sie ja den ganzen Tag im Berufsleben schon. „Die Politiker können dann ja wohl auch mal gegenseitig auf sich aufpassen. Dafür werden die ja auch gut bezahlt ! Deshalb wird da auch so viel gestritten. Gott sei dank hab ich jetzt Ruhe.“

    Beschäftigungsprogramme der EU, der Regional- oder Regierungspolitik, der HWK, IKK, Kranken- o. Renten-kassen,Innungen,Gewerkschaften, Versicherungen, Kita- oder Schulbeiräten, etc. geben einem das gute Gefühl aktiv und relativ selbstbestimmt dabei zu sein:
    Schicke MATRIX halt.
    Und dann kommt killerbee. .. Punkt… Schluck. – Grins. –
    Das ist gefühlt quasi so, wie eine spontane Wurzelbehandlung mit Darmspiegelung beim ahnungslosen, morgendlichen Aufwachen !

    So. Genug geheult. Also vielleicht könnt Ihr für meine Ansicht/ Stand ja ein bißchen Verständnis aufbringen und lasst Iein bißchen Gnade walten mit mir, bzw. den anderen deutschen Mitbürgern.
    Das „sich eigenverantwortlich in/zur Wahrheit radikalisieren“ geht nun mal nicht Knall auf Fall.
    Bitte glaubt dies einer trainierten und zwanghaften „Relativiererin“:
    Es kostet mich immer noch ein bißchen Überwindung, gewisse brutal vernichtende Wortkonstrukte zu lesen – – und weiterzulesen.
    Es gab viele, oft laute, Diskussionen deshalb zuhause. Wenn ich mir vorstelle, dass einer von uns auch noch echten Stress auf/ wegen der Arbeit, oder sogar wg. Arbeitslosigkeit, gehabt hätte, weiß ich nicht, wie sich solche Streitereien über die perfiden „Wahrheiten“ zu unserem Volk/Land/Regierung sich auf unsere Familie / Ehe ausgewirkt hätten…
    – So ein Erwachen des Geistes, so ein Erkennen von echt fiesen und fast unglaublichen Wahrheiten, führt doch natürlich auch schnell mal zu Emotionen, mit denen andere dann zunächst sicher genauso überfordert sind wie ich es war/bin.

    Fakt ist:
    Wir sehnen uns alle nach Frieden, Ruhe und Sicherheit. Am besten sofort.

    Hat denn nicht einer von Euch nun auch mal ´ne praktische Idee, wie man die Anderen dort abholen könnte, wo sie sich gerade befinden ? Wie wir die Bevölkerung aufwecken können, ohne sie zu verschrecken und zu vertreiben ? Ich kann doch wohl schlecht einfach mit einem Schild auf den Marktplatz gehen, darauf die Politiker gemeinhin als Faschisten, Verbrecher und Rassisten beschimpfen und dabei Ausdrucke mit Texten aus diesem Blog verteilen ?
    Spätestens nach 10 Minuten wäre die Polizei da, entweder
    a) um mich vor Steinen zu beschützen, oder
    b) um die Verrückte einzuliefern, die keine Demonstrationsgenehmigung hat.
    (Deshalb klappt ja auch der Trick mit „Verschwörungstheoretikern“.
    Das ist quasi der „Rettungsring für´s Gewissen“, den die Regierung und
    die konformen Medien uns Gutmenschen und Komfort-Zone-Bewohnern
    zuwirft: Abstempeln als „SO EINEN“ Ist doch ´ne echte Feierabend-
    Alternative zu kompliziertem Ehekrach oder politischer Diskussion in der
    Kneipe.)

    Was kann ich, als eigentlich Unpolitische, also aktiv tun, damit sich was ändert ? Damit unsere Dornröschens aufwachen ?
    Mühsame Einzelgesprächsführung zwecks „Erweckung“ beim privaten Kaffeetrinken ?
    Irgendwas muss doch jetzt passieren. Wir können doch nicht einfach alle den Kopf in den Sand stecken und einig darüber sein, dass es sowieso bald zu spät ist !

    Das reicht unserer Killerbiene ja auch nicht wirklich…Oder warum kitzelt sie uns mit ihren Herausforderungen wie „Merkel muß unbedingt bleiben !!“
    (Wiederwahl oder was ? – Kitzel zurück.- Grins)

    Lieber Gruß
    EndeGelände (Blog-Erstling)

  9. Leser schreibt:

    @EndeGelände

    💭👍

    Vermutlich ist es beim Denken der Gedanken wie beim Sport.
    Wenn unbekannte Regionen genutzt werden, führt das zunächst zu einem Muskelkater. Es gibt sich jedoch nach weiteren Übungen.

    Geschätzter Zeitraum ca. 6 Monate. Je nachdem wie oft Du trainieren magst.

    Beim Klavierunterricht hat man sogar festgestellt, daß eine sonst komplett ungenutze Region im Gehirn aktiv wird.

    L G

  10. Leser schreibt:

    Ich hatte heute Morgen einen sehr komischen Gedanken.
    Leider kommt man ja nicht mit einem Beipackzettel auf die Welt. So eine BDA meine ich.
    Was wäre wenn…es in einem fortgeschrittenen Alter eine Form der zweiten Pubertät gibt?
    Also etwas, was erst passieren kann wenn man eine gewisse Reife im Alter und auch die Fähigkeit diese Themen überhaupt erkennen zu können?

    Jeder der hier liest, benötigte viele erlernte Fähigkeiten um erst einmal hierher zu kommen.
    Sich mit solchen komplexen Themen überhaupt freiwillig und in der Freizeit auseinander zusetzen, ist eine Leistung.

    L G

  11. peter schreibt:

    EndeGelände

    „Mühsame Einzelgesprächsführung zwecks „Erweckung“ beim privaten Kaffeetrinken ? Irgendwas muss doch jetzt passieren.“

    Ich wäre für Flugblätter, die in der näheren Umgebung in Briefkästen landen. Fragen stellen und die Antworten hier auf diesen Blog verlinken. Vielleicht richtet Killerbee noch eine Seite ein mit den wichtigsten Fragen, die zu entsprechenden Artikel direkt führen.

  12. Dahoam schreibt:

    @ EndeGelände – 4. Januar 2017 um 00:07

    Danke für die Schilderung der Umstände deines bisherigen Dahindümpelns als Schlafschaf im Hamsterrad und Nebel und den Beginn deines Aufwachprozesses. Manch einer hier dürfte da Parallelen zu seiner eigenen Aufwachgeschichte erkennen.

    Dank der „Säuberung“ der Lehrerstellen in den Schulen ab 45 und deren Besetzung mit Kollaborateuren und sonstigen Charakterkrüppeln, sowie der Gleichschaltung der Medien, und mit Unterstützung durch rigorose Zensur ist es den Besatzern gelungen, die Mehrheit der Einheimischen von frühester Kindheit an zu verblöden und ihr Leben lang unwissend zu halten.

    Die Hartnäckigkeit deines Mannes sollte uns allen hier eine Lehre sein:

    Auch wenn die Situation noch so aussichtslos erscheint: … Nie aufgeben!

    Wir haben erst verloren, wenn wir tot sind …

  13. Älplerin schreibt:

    @EndeGelände,

    als ich Deinen ersten Beitrag hier begonnen habe, habe ich zuerst wirklich innerlich die Augen verdreht. Es fällt vielen Aufgewachten enorm schwer, so eine Denkweise noch zu verstehen.
    Ich finde es aber toll, das du dich da durchgekämpft hast und auf dem richtigen Weg bist. So ein Aufwachen tut manchmal enorm weh – weil man es einfach nicht fassen kann – da schmerzt der Aufprall in der Realität umso mehr. Ich kann nur von mir sagen, mir fiel es vor 2 Jahren wie Schuppen von den Augen – anlässlich des Hebdo „Attentats“. Allerdings bin ich durch üble mitmenschliche Berufserfahrungen sowieso eine sehr misstrauisch Zeitgenossen geworden. Ich habe niemand mehr im Freundeskreis der nicht sieht – der grosse Rest der – nein, das glaube ich nicht und Du spinnst ja Freunde- sind inzwischen keine mehr. Du wirst sehen, je mehr Du weißt (ich hoffe das Duzen ist ok) – desto weniger erträgt man solche Zeitgenossen mehr.
    Ich glaube persönlich nicht mehr ans Aufwachen von vielen.

  14. Leser schreibt:

    @peter,

    ich habe sehr gute Erfahrungen mit meinen „Zetteln“ gemacht, welche ich ständig irgendwo verliere. SB u.s.w.

    Was viele Leute nicht wissen ist der Umstand, daß ein Drucker auch kaputt gehen kann wenn er nicht genug druckt. Wirklich!

    Also lasse ich manchmal etwas mehr drucken. Bei Zweckform gibt es diese Adress-Aufkleber.

    https://www.amazon.de/gp/product/B000122BK4/ref=ox_sc_act_title_1?ie=UTF8&psc=1&smid=A3JWKAKR8XB7XF

    Die machen richtig Spaß! Einfach einen kleinen Spruch drauf und wie KB Web Adresse. Mehr braucht das nicht.

    Mir geht es dann immer etwas besser. Auch wenn ich eigentlich nichts wichtiges getan habe.

    L G

  15. Rheinwiesenlager schreibt:

    Ich hatte vor ein paar Wochen ein Gespräch mit einem Architekten. Der sagte
    wenn auch nur ein Bruchteil dessen wahr ist,was man so aus alternativen Quellen erfährt befinden wir uns in einer totalen Diktatur und einem Überwachungsstaat.
    Ich war selber überrascht,weil nach meiner Erfahrung Leute mit Studium doch
    eher Gehirngewaschen und gleichgeschaltete Mitläufer sind.

  16. derbienenmannsagt schreibt:

    @ EndeGelände

    Es gibt den wunderbaren Spruch: „Gestern war ich schlau und wollte die Welt verändern, heute bin ich weise und verändere mich.“

    So oder so ähnlich hast du ihn vielleicht schonmal gelesen.

    Und er ist wahr.

    Du kannst immer! nur dich selber verändern und damit in die Welt ausstrahlen. Andere Menschen zu ändern ist nicht möglich. Mit deinem eigenen Leben wirst du davon abgesehen wahrlich genug zu tun haben.

  17. frundsberg schreibt:

    @ EndeGelände

    Danke für Deinen sehr umfangreichen und ehrlichen Bericht. Sehr schön und verständlich auch hast du die innere Wohlfühlzone beschrieben die sich wehrt gegen den Vorwurf, die Bonzen oben seien rechtsradikale „Faschisten“. Sie sind F. nur im heutigen Wortsinne. Mussolini könnte man nicht mit ihnen vergleichen, da dieser nie seine Italiener verachtete und ausplünderte.

    Bei mir hat alles auch Jahre gedauert. Und dauert noch an. Von daher ein sehr mühsamer Prozess der Eigenentwicklung und Erkenntnis.

    Zu dem Punkt was kann „man“ tun kann ich nur sagen, daß jeder selbst sein Maß finden muß. Denn was er warum wie tun will, ist individuell doch sehr verschieden.

    Ich habe die Hoffnung aufgegeben, daß mit „Aufklärung“ wirklich eine Masse in Bewegung kommt. Bestimmte Randbedingungen verhindern eine innere Pflicht, sich über bestimmte Dinge wirklich Gedanken machen zu müssen.

    Eine Frage bleibt, was war der Punkt, wo Dein innerer Widerwille deinem Manne zuzuhören zersprang und du einen/den Gedankenfaden aufnahmst und feststelltest: „Mein Gott, der hat ja Recht….?“

    Vielleicht sind das die Schlüsselerkenntnisse, die auch bei anderen Menschen zu ähnlichen Ergebnisse führen.

    LG

    http://www.heimatforum.de

  18. Pawel Pipowitsch schreibt:

    @ EndeGelände

    Ich bin vor zwei Jahren auf diesen Blog gestoßen. Eine Freundin hat mir häppchenweise immer wieder mal einen Artikel per E-mail geschickt, welche ich auch an einem Stück vertragen habe. 😉 Dann wurde ich neugierig. Ich habe den Blog gefunden und mich durchs Archiv gelesen. Viele Abende.

    Irgendwann wollte ich auch Andere dafür begeistern. Ich habe ganze Artikel kopiert und verbreitet. Von den Meisten kam keine Reaktion. Entweder sind sie zu lesefaul oder der Stoff ist ihnen zu hart. Besser ist es nur wichtige Abschnitte oder Sätze zu zitieren und so langsam an die Artikel zu gewöhnen. Wenn ich Gespräche führe, stelle ich den Leuten oft nur Fragen und lasse sie damit zurück. Wer mehr wissen will, kann mir dann auch gern Gegenfragen stellen. 🙂

  19. EndeGelände schreibt:

    @Leser

    vielen Dank für die „aufmunternden hoffnungsfrohen Aussichten“ bezüglich Muskelkater in meinem -grad nicht mehr so ganz hochgeschätzten- Denkapparat. 🙂

    Deinen Gedanken von heute Morgen, bzgl. Reif-Werdung“ durch das Erlebte, hatte ich übrigens auch mal: Genau genommen ab dem Zeitpunkt, an dem ich mich selbst aus der MATRIX rauskickte, weil ich das Rumeiner nicht mehr aushielt: Mit einem Schlag verlor ich die Berechtigung auf Mitgliedsseiten zu lesen, der Bekannten-/ Freundeskreis schrumpfte um den bis dato sehr großen berufsspezifischen, bzw. berufsangelehnten Bereich. Meine Ehrenämter und Diskussionsforen entfielen, meine Meinung wurde nicht mehr benötigt – und ich fühlte mich wirklich geächtet, mal ganz abgesehen von den finanziellen Nöten.

    Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass es überwiegend die Hilflosigkeit der anderen war, die sie mich meiden ließ.
    Ich selbst hatte andere ja auch mal so „nicht-behandelt“, weil ich Angst vor dem Unbekannten, oder der unschönen Geschichte ohne happy-end hatte.

    (Plötzlich durfte ich nun viele frühere Erlebnisse, oder Entscheidungen unter anderen Umständen und mit anderem Wissen, ein zweites Mal treffen. – Ist das nicht schön? )

    Schon wenn wir hören, dass jemandem ein schwerer Verlust, oder eine schreckliche Diagnose widerfahren ist, kostet es Überwindung, sich dort zu melden, weil man denkt, dass derjenige sicherlich anderes zu tun hat, als von unqualifizierten, vielleicht neugierig wirkenden, Fragen genervt zu werden. – LÜGE ! Falsche Höflichkeit !! Jeder Mensch benötigt Mitgefühl, Zuwendung, Ermunterung. – Auch wenn wir keine aktive Besserung in (s)einer Situation bewirken können – die Mit-Menschlichkeit, einfach nur beruhigende Nähe, oder der Versuch zu Verstehen, reicht schon, damit der „Beschädigte“ sein Wertgefühl behält und bloß nicht verbittert.

    Somit wurde mir da zum erstem Mal klar, dass das Leben nicht aufgehört hatte, nur offensichtlich anders werden würde. Aber „Scheisse“ war´s trotzdem.
    Dennoch bin ich froh, wie es gekommen ist, denn die Folge war natürlich auch eine gewisse Freiheit. Kein Hamsterrad der Selbstständigkeit mehr. Wenn ich heute Berufskollegen treffe, möchte ich nicht mehr zurück.

    (Eine weitere Vertiefung der Wahrheit zur quasi 2. Pubertät, ist die beginnende – bei Frauen leider deutlich ausgeprägte Wechseljahrestätigkeit des Körpers. – Auch hier wird die Überprüfung / Veränderung von Lebens-weise, Verhalten und Neu-Definierung von Dringlichkeiten notwendig. Grins)

    Fakt ist::
    „Die Angst VOR ETWAS (Unbekannten) ist weitaus schlimmer und schädigt durch Lethargie, oder Nichtstun viel mehr, als ein mutiges und tatsächliches Durch-/Erleben.“

    Also ist es bei mir „Angst vor Ungehorsam“ – die mich hindern möchte weiterzulesen ? Weil ich Angst vor den Konsequenzen habe. – Warum eigentlich?
    Auf die Errungenschaft der geistigen Freiheit in diesem Lande war ich doch all die Jahre so stolz ?!
    Lähmt mich die Angst, vor Ächtung? Lähmt mich die Angst vor Repressalien?

    Na gut, wäre ich ohne Familie, könnte mir wahrscheinlich mehr egal sein, was in Folge von Ungehorsam passiert. ( …)

    LG
    EndeGelände

  20. EndeGelände schreibt:

    @Dahoam

    .. na jetzt aber mal bitte nicht übertreiben mit den Trainingseinheiten für mich … Deinen Kommentar musste ich jetzt selbst lesen. Schon taten mir quasi die Augen weh, ob all der scheußlichen Ausdrücke.

    Obwohl …hier eine kleine traurige Anekdote:
    Neulich wollte der Musiklehrer meinen Sohn (7. Klasse) „NACHSITZEN“ lassen – Hurraah – hab ich gerufen und meinem Kind dies aus tiefstem Herzen gegönnt. „Endlich“ ! hab´ ich gedacht, „endlich einer, der durchgreift und sich durchsetzt.“ .. Tatsächlich aber kam es nie zu diesem Termin. (…) Schade für den Lehrer.

    Dein Lob an meinen Mann für seine Hartnäckigkeit habe ich gerne weitergegeben. – Sie ist – denke ich – besonders zu würdigen, weil sie auch besonders hartnäckig sein musste : Ich bin nämlich zusätzlich zu „Schlafschaf“ auch noch blond !! Grins

    LG
    EndeGelände

  21. Leser schreibt:

    @EndeGelände,

    Vielen Dank für Deine Zeilen.

    Jaja, die Wechseljahre der Frau. Was für ein extrem böswilliger Bullshit!
    Eine Herabwürdigung ohne Gleichen.

    Ich erlese aus Deinem Text, daß Du ja Familie und somit kinder hast.
    Fertig, Punkt. Aufgabe als Individuum erfüllt. Next, Please.

    Genau dort liegt nach meinem Wissensstand der Punkt. Einfach gesagt die Leere. Huch, was mache ich denn nun mit meinem Leben?

    Klar, man kann noch kurz evtl. die Enkel begleiten. Nur die Angst um das eigene Kind und der damit verbunde Antrieb, das kommt nie wieder.
    Gott sei Dank.

    Die Frage für uns Alte bleibt also nach all unseren Erfahrungen, wie und was tue ich jetzt für mich und die Gesellschaft um etwas positives zu erreichen/errichten und hinterlassen, welchs eine Tragfähigkeit erreicht.

    Ohne diese Gedanken würde es uns heute lebende Menschen nämlich nicht geben.

    Freue mich sehr auf weitere Gedanken von Dir hier in diesem Blog!

    LG

  22. ich würde ... wählen schreibt:

    @EndeGelände

    Say it loud say it clear you are welcome here!

    Bleib hier und lese mit. Und wenn was zu sagen ist, sage (schreibe) es.
    Und nicht vor Killerbiene zurück schrecken. Ist manchmal etwas stürmisch in seinen Ausführungen/Kommentaren. Immer locker sehen, ist auch nur ne Biene wie du und ich mit unterschiedlichen Tagesformen. Mit dem Unterschied, dass er (sie) uns richtigerweise immer wieder mit kristalklaren Denkanstößen aus unserer Dunkelheit (nichtwissen/nichtverstehen) aufrüttelt.

    Gruss

  23. Einer aus Innsmouth schreibt:

    OT: Hörenswertes Interview zur Deutschen Mitte und zu Hörstel, zum Thema gesteuerte Opposition ganz allgemein:

    Kai Orak kannte ich bisher gar nicht; er argumentiert in vieler Hinsicht ziemlich genau auf Killerbees Linie.

  24. EndeGelände schreibt:

    @frundsberg

    „Eine Frage bleibt, was war der Punkt, wo Dein innerer Widerwille deinem Manne zuzuhören zersprang und du einen/den Gedankenfaden aufnahmst und feststelltest: „Mein Gott, der hat ja Recht….?“

    Vielleicht sind das die Schlüsselerkenntnisse, die auch bei anderen Menschen zu ähnlichen Ergebnisse führen.“

    (Anmerkung :
    Ich weiß leider nicht, wie ich kopierte Zitate von Kommentatoren kursiv
    markieren kann … )

    Zu Deiner Frage:
    Tja, wenn ich mal ehrlich und schamlos bin, muss ich gestehen, dass mich die meisten Berichte „aus heiterem Vorlese-Himmel“ bzgl. irgendwelcher Themen zu denen ich keinen Bezug hatte, schlichtweg nicht interessiert hatten. Auch die ganzen Anschläge oder Attentate, oder Truppenbewegungen tangieren mich doch hier eigentlich garnicht.

    Tja — und die Flüchtlinge… Mein Mann hat 2015 /16 in einem Erstaufnahmelager hier in der Nähe als Wachschutz gearbeitet. Dabei hat er soviel gesehen, das rechtswidrig, menschenunwürdig und auf jeden Fall auch fahrlässig war,. – Als er dann sagte, dass er nicht weiter mitschuldig an diesem „Einladungs.-Verbrechen“ sein möchte und kündigte, war das dann auch tatsächlich mal o.k. für mich. (Obwohl ich ebenfalls der Meinung war, dass die armen Politiker davon im einzelnen bestimmt garnichts wüssten. Dass man Ihnen viele Dinge von der Basis garnicht zutragen würde, dass die Fehler alle an der „Front“ durch „unfähige Vasallen“ verursacht würden)

    Meine Reaktionen auf seine „Vorlese-Attacken“ waren also üblicherweise:
    „… ich hab´da doch jetzt keine Zeit zu, siehst Du nicht, dass es schon fast Mittag ist und das Kind gleich aus der Schule kommt…, dass wir nix mehr im Kühlschrank haben, .. dass das Auto zur Inspektion muss, … dass wir noch kein Gechenk für Oma haben, … Interesslert Dich dieser „SCH….- Chat“ wieder mal mehr als das tatsächliche Leben mit der Familie ?!
    Wieso regst Du Dich darüber denn schon wieder so auf, … hör auf laut zu werden !!…red´vernünftig mit mir, ich bin doch nur ein bißchen schwerhörig…

    – so ging´s bei uns oft zu. Totale Negierung und Ausblendung meinerseits, dadurch steigender Frustrations- und sinkender Toleranzpegel bei meinem Mann. Im Rückblick schon recht gefährlich für eine Ehe.

    Erst als killerbee das Drama vom Verrat des Hagen v. Tronje an unserem stolzen Sagenhelden Siegfried aus der Vergangenheit (meiner Vorlese-Kinder-vergangenheit mit meinem Vater) hervorkramte, war ich in der Lage, bzw. sah ich mich genötigt, in den angebotenen Spiegel auch hineinzuschauen.
    Es kam der strahlende Held Siegried, ließ sich tatsächlich von Hagen schlachten und auch das „Schlafschaf“ konnte endlich kapieren, dass
    es wohl tatsächlich noch eine bisher unbekannte Realität gibt.

    Mich und uns alle als Opfer zu akzeptieren, war natürlich auch viel leichter, als sich (in anderen Artikeln) dauernd anhören zu müssen, dass man quasi :
    „schlafende dumme Mehrheit mit perfektionierter Ausblendesymptomatik“ ist. (Dank an killerbee für den etwas anderen Rettungsring)
    Beschimpfungen passen eben nicht so gut in ein harmonie-orientiertes bürgerliches Dasein.
    Die werden nun mal als unhöflich und indiskret ignoriert und abgelehnt.

    Deshalb frage ich nach Wegen und Möglichkeiten, solche wie mich abzuholen.
    Vorsichtig aufzuwecken, ohne zu verstören, oder zu zerstören.
    Obwohl „Verstörung“ bei mir strenggenommen ja eigentlich geklappt hat. (…)

    Die Vorschläge mit den „Flugblättern“ wären vielleicht schon mal eine Möglichkeit, – Obwohl – es bleibt anonym und dadurch wahrscheinlich auch konspirativ anrüchig.
    Im Zweifelsfall stimmt der geneigte Leser zwar zu, schämt sich aber gleichzeitig dafür, weil er unserer Republik damit ja untreu wird,

    Du merkst, die Relativiererin kommt gerade wohl wieder etwas hervor. Da mach ich jetzt lieber Schluss.

    LG
    EndeGelände

  25. Ernst Haft und Klara Fall schreibt:

    @EndeGelände

    Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen,
    der wird sie brauchen um zu weinen. Jean Paul

    Und dazu noch: Wasch mich, aber mach mich nicht nass!

    Dies fällt mir spontan zu deinen nächtlich geschriebenen Zeilen ein.

    Sie fielen mir auf, weil ich die gleichen Aussagen mit gleichen Worten von meiner Frau kenne.
    Ich weiß nicht woran es liegt, dass man die Wirklichkeit nicht hören möchte. Die Worte sind zu hart, zu radikal?
    Mich macht das sprachlos. Was kann man da nur tun? Leiser reden, mehr schmeicheln, weichspülen? Nur ganz kurz nett hinterfragen? Ohne eine wirkliche Antwort zu erwarten? Damit du dich dann wieder schönen Dingen zuwenden und das Gehirn wieder abschalten kannst?
    Nach mehreren Diskussionen die vorgelesenen KB-Artikeln folgten, ist dieses Thema bei mir zu Hause nun erledigt.
    Das Hauptargument ist: „Mich zieht das runter, ich kann das nicht gebrauchen“. Und: „Nur du bist so schlau und alle Anderen sind offensichtlich blöd…“.
    Im Bekanntenkreis hatte man „noch gar keine Zeit darüber nachzudenken“. Und in meinem Umkreis (Hamburg) gibt es keine relevanten politischen Bewegungen, denen man sich anschließen könnte.
    Und ja, ich selbst bin auch kein Revolutionsführer.
    Die Wahrheit ist oft unbequem. Wer damit nicht klar kommt, muss weiter die Lüge in sich tragen. Karma.

    Die Wahrheit ist: KB hat in vielen Artikeln recht und daher tut es weh. Dein Mann wird dir noch öfter Artikel von KB vorlesen. Es wird ihn drängen, denn die Wahrheit drängt. Erst wenn du ihm androhst zu gehen, wird er verstummen.
    Aber das Problem bleibt.

    Was können wir also tun? Als Ossi weiß ich, was fehlt. Damals waren es die Umstände der Gefangenschaft, die das Volk auf die Straße trieb. Man war sich einig. Es betraf jeden gleichermaßen. Da die Bedingungen heute anders sind, werden wir uns noch lange Zeit im Blog einig sein müssen und uns selbst quälen. Bis dahin kann ich dir auf deine Frage den KB-Beitrag „Die Lösung“ vom 11.Mai 2014 empfehlen. Aber Vorsicht (!): Das F-Wort ist darin enthalten.

    Viele Grüße
    Ernst Haft

  26. Leser schreibt:

    @Ernst Haft,

    “ Dein Mann wird dir noch öfter Artikel von KB vorlesen. Es wird ihn drängen, denn die Wahrheit drängt. Erst wenn du ihm androhst zu gehen, wird er verstummen.“

    Irrtum. Selbst erlebt. Die Wahrheit überstimmt sogar langjährige Beziehung.
    Die Wahrheit siegt. Auch wenn das sehr bitter und mit Trauer verbunden ist, macht es jedoch Sinn.

    Weil Ohne die Basis der Wahrheit gibt es keine Beziehung.

    L G

  27. Rheinwiesenlager schreibt:

    @ Einer aus Innsmouth An Hörstel,der ja die Mängel des Systems genau benennt (Das Schuldgeldsystem) stört mich die Aussage; „Ganz klar,der Islam
    gehört zu Deutschland“. Der Spruch ist genau das was die Merkel die ganze Zeit sagt. Der Man ist Freimaurer und hat anscheinend zu lange in gewissen Logen herumgelungert und sich das Gehirn zukacken lassen. So lange der solchr Thesen vertritt ist er als Oposition indiskutabel.
    Es gibt in Deutschland keine Partei die in der Lage ist für uns das Ruder herumzureissen. Das müssen wir schon selber tun.

  28. EndeGelände schreibt:

    @Ernst Haft u. Klara Fall

    danke für den empfohlenen Artikel von Mai 2014.
    Das ist klar und deutlich beschrieben, somit auch mir sehr eingängig.
    Ich fand die 5 F-Worte übrigens garnicht so schlimm, denn sie haben ja „Gott-sei-Dank“ nicht direkt mit Politikern zu tun, sondern nur mit uns Bürgern und Schlafschafen. Grins 🙂 Das konnte ich jetzt durchaus aushalten.
    Da waren die Kommentare dazu schon etwas schwieriger.
    Aber Danke für die offensichtlich gut gemeinte Vorwarnung !

    Lieber Gruß
    EndeGelände

  29. Dahoam schreibt:

    @ Rheinwiesenlager – 4. Januar 2017 um 14:30

    Es gibt in Deutschland keine Partei die in der Lage ist für uns das Ruder herumzureissen. Das müssen wir schon selber tun.

    Die Aussage stimmt meiner Meinung nach.

    .

    Was kann man tun?

    Sich vernetzen!

    Nicht nur online wie hier, sondern zusätzlich auch in der realen Welt (Stammtisch in der eigenen Gemeinde usw.).

    z. B. hier:

    http://europaeische-aktion.org/kontakt/

    https://www.kla.tv/index.php?a=showcontact

  30. frundsberg schreibt:

    @Einer aus Innsmouth
    Ich fand die Deutsche Mitte auch bemerkenswert. Bis Hörstel anfing, über „deutsche Schuld“ etc. zu reden. Wer aus WK1 und WK2 eine heutige Schuld zaubert, ist nicht Opposition, sondern „Rattenfänger“.

    Der Schlüssel für unsere Gegenwart liegt nämlich nicht nur in unserem heutigen Verhalten.

    Sondern es gibt eine Linie vom 1. August 1914 bis zur heutigen Gegenwart.

  31. frundsberg schreibt:

    @Ernst Haft und Klara Fall

    Das schlimme ist, daß viele Themen auf etwas hinauslaufen, daß in etwas Grauenvollem endet. Ein Chaos. Kaisers und Aldi leergekauft, die Reste geplündert. Blut fließt die Straßen herunter. Niemand ist mehr sicher. Keiner braucht zur Arbeit gehen, weil jeder ums Leben kämpft. Wenn man so einen Zustand 2-3 Jahre durchzieht, wird eine Angst und Bange. Jedenfalls dem, der am Leben irgendwie hängt, dafür aber nicht kämpfen will. Ich nenne es die im EU-Raum geplante flächendeckende „Keulung“. Für das konservative und bürgerliche Mileu ein unerträglicher, ein ketzerischer Gedanke. Und daß die „bügerlich-konservativen“ der CDU/CSU-Regierungen es waren und sind, die dies maßgeblich vorbereitet hatten und aktuell immer noch tun.

    Ich möchte das mit einem Ausschnitt von Rudolf Hess unterstreichen, also der Mann, der als 93-jähriger vom britischen Geheimdienst ermordet wurde, nur weil er nie mehr freikommen sollte:

    H. Schröcke schreibt: „Es kämpften die alten Soldaten in den Freikorps in Berlin, Sachsen und Bayern gegen den roten Terror, am Annaberg in Schlesien gegen Poleneinfälle sowie außerhalb des Reichs in den baltischen Staaten und in Finnland gegen den Bolschewismus. Im Inneren kämpfte neben Reichswehr und Polizei die SA, die sich anfangs aus alten Soldaten rekrutierte, gegen den Herrschaftsanspruch des Marxismus, gesponsert vom Bankier Rothschild). Die bürgerlichen Parteien standen bar jeden Willens zum Handeln abseits. Dazu aus einem Brief von Rudolf Heß vom 15.4.1927: ‚… Man vergesse gefälligst die Vorfälle bei dem stets nur ganz kurzen Aufflackern des Bolschewismus nicht; den zwischen Pferden zerrissenen Fliegerhauptmann in Hamburg, die Geißelerschießungen in München … Erst dieser Tage wurden einem unserer Kameraden vor dem Abschlachten mit Glasscherben die Augen ausgeschnitten. Aber davon liest man natürlich in den Zeitungen nichts! Es handelt sich ja nur um uns, die wir neuerdings ja ohnehin durchschnittlich zwei Tote im Monat haben und ein paar Schwerverletzte … Das Bürgertum hat im Kampf gegen die volkszersetzenden Kräfte restlos versagt …Es könnte selbst daran zugrunde gehen – wie in Rußland … Tausende und Zehntausende unter uns opfern ihr Letztes in einem bitterernsten Kampf für die ganze Nation, sie geben ihren letzten Groschen, opfern ihre Nächte, sind bereit, zu Krüppeln geschlagen zu werden, alle Augenblicke sehen sie ein neues Todesopfer.‘ Immerhin hatte die SA mehr Tote und Verletzte zu beklagen, als ihre Gegenseite (etwa 400 Tote und 40.000 Verletzte).“

    Auch das hier ist interessant, denn normalerweise sollen wir ja denken, daß „Nazis“ sadistische Lustmörder sind, aus deren Mündern keine Wörter und normale Sätze kommen, sondern nur Feuer, Haß und Blutgrütze:

    Lest selbst:

    Rede des Reichsministers Rudolf Heß am 14.5.1935 vor der Deutsch-Schwedischen Gesellschaft in Stockholm
    „Königliche Hoheiten, Exzellenzen, meine Damen und Herren!
    Ich glaube nicht, daß Ihnen im Ausland ganz zum Bewußtsein kommen konnte, welche Folgen die sogenannte „Revolution“ von 1918 in Deutschland hatte. Wie auf dem Gebiet der Moral Schwarz in Weiß, Weiß in Schwarz verwandelt wurde – bewußt verwandelt wurde seitens derjenigen, die nach der Revolte Einfluß auf das Volk nahmen! Wie die staatserhaltenden Tugenden verhöhnt wurden – Feigheit als Mut, Mut als Dummheit, heldische Gesinnung als „reaktionär“ gekennzeichnet wurden. Wie Opferbereitschaft lächerlich gemacht, der krasseste Egoismus als erstrebenswertes Ziel des einzelnen hingestellt wurde. … Schlaglichter auf die wirtschaftliche Demoralisation der damaligen Zeit warfen die Riesenskandale der Barmats, Kutisker, Sklarek und wie sie alle hießen. … Es bleibt unbestreitbare Tatsache, daß an vielen maßgebenden Stellen im Staat und in der Wirtschaft des Deutschlands nach 1918 sich Juden befanden – zum Teil kurz vorher erst eingewanderte Juden, die kaum der Landessprache mächtig waren. …

    Deutschland war näher am Bolschewismus, als die übrige Welt es wahrhaben will. Auch hier mögen Zahlen den Beweis meiner Behauptungen liefern: Es ist nur zu wenig bekannt, daß in Preußen allein nicht weniger als 640 Mann Polizei im Kampf gegen Spartakismus und Bolschewismus fielen. Die Menschen, welche bei den Wahlen für die kommunistisch-bolschewistische Weltordnung stimmten, beliefen sich 1920 auf 589.000, das waren 2,1 Prozent allerwählenden Deutschen. Zehn Jahre später, 1930, bekannten sich bereits 4,6 Millionen, das waren 13,1 Prozent der Wählenden, dazu. Bei der Wahl vom Juli 1932 war die Zahl wiederum um fast eine Million gestiegen, und zwar auf 5,4 Millionen oder 14,3 Prozent, und bei der letzten Wahl vor der nationalsozialistischen Machtergreifung gesellte sich innerhalb von drei Monaten neuerdings über eine halbe Million hinzu, so daß wir fast 6 Millionen kommunistische Wähler, das ist rund 17 Prozent der Wählenden, hatten… Obige Zahlen finden ihre Ergänzung durch das Material, welches im Karl-Liebknecht-Haus in Berlin nach der Machtergreifung des Nationalsozialismus in geheimen Kellern und Gängen vorgefunden wurde. Ein Propagandamaterial ungeheuerlichster Art, bereits in mehrere Sprachen übersetzt, um sofort nach Aufrichtung des bolschewistischen Staates in Deutschland die intensive Bearbeitung anderer Staaten Europas von Deutschland aus vornehmen zu können. Neben den Flugblättern fanden sich detaillierte Anweisungen vor, wie die letzten Widerstände in Deutschland durch rücksichtslosen Terror gebrochen werden müßten, antibolschewistische Dörfer niederzubrennen und nichtgefügige Städte auszuhungern seien. Zeugen für das, was im Karl-Liebknecht-Haus zu Berlin zum Angriff gegen die europäische Kultur angehäuft lag, sind Fachdezernenten der politischen Polizei fremder Staaten, welche dieses Material in Augenschein nahmen und seine Gefährlichkeit bestätigten. Und wäre Deutschland das zweite Land der Weltrevolution hätte aufgehalten werden können?!

    … (Doch) Hitler stellte ihnen (den Weltanschauungen der zerstrittenen Parteien) eine Weltanschauung entgegen, deren Mittelpunkt das eigene Volk ist. Er stellte dem Materialismus der Zeit einen neuen Idealismus entgegen. Er stellte dem Egoismus des einzelnen die Forderung entgegen: Gemeinnutz geht vor Eigennutz! Der gleichmachenden Tendenz der Demokratie und des Marxismus stellte er entgegen den Glauben an die schöpferische Kraft der Persönlichkeit. Der Tendenz der ‚Internationale‘ zur Gleichmacherei der Völker stellte er entgegen die Lehre von der Eigenpersönlichkeit der Völker, vom Wert der Rasse, vom Wert der Nation. Während die andere Seite alle nationalen Eigenarten auszumerzen suchte, förderte der Nationalsozialismus Volksbrauch und Volkssitte. Der Gottesleugnung stellte er entgegen den Begriff der Allmacht, der Lehre des Pazifismus den Glauben an die kämpferischen Tugenden. Den Anhängern des Nationalismus und des Sozialismus, die eine Welt zu trennen schien, die scheinbar unversöhnlich gegeneinander standen, gab Adolf Hitler eine neue gemeinsame Plattform, indem er den Begriff des ‚Nationalsozialismus‘ schuf.“

    Schröcke, S. 62, 275

  32. EndeGelände schreibt:

    @Pawel Pipowitsch

    danke für Deine Erfahrungen und die Info zu Deiner heutigen Methode zur Information und Erreichung anderer.
    Die klingt am „behutsamsten“, ist nicht anonym und drängt sich wahrscheinlich auch nicht wirklich auf.
    Gaanz feiner Stil ! 🙂

    Lieber Gruß
    EndeGelände

  33. Dahoam schreibt:

    @ frundsberg

    Er spricht ja auch ständig von der „unvergleichlichen Schuld“, die wir Deutsche auf uns geladen haben. …. Das klingt so Richtung „Singularität“.

    So etwas hören wir ja bereits täglich im Radio. Um uns dies einzuhämmern braucht es eigentlich keine neue Partei.

    Im Video erzählt er ab min 1:11:00 von seinen jüdischen Vorfahren …

    Christoph Hörstel Interview mit NuoViso (April 2009):

    Vor ein paar Monaten war ich bei einem seiner Vorträge. Im Anschluss an seine Rede fragte ich ihn, was er von der Europäischen Aktion hält.

    Seine Antwort: „Kenne ich nicht!“

    Da kam ich ins Grübeln …

  34. Leserin aus DD schreibt:

    @EndeGelände
    Deine Erfahrungen kann ich teilweise verstehen, aber wie so oft im Leben hat jeder eine andere Geschichte, bis er/ sie an den Punkt kommt, die offiziellen Medien/ Geschichten/ Berichte usw. nicht mehr glauben zu können oder zumindest kritisch zu hinterfragen.
    Ich bin über verschiedene andere Seiten hier im Blog von kb angekommen und war anfangs beim Lesen auch manchmal geschockt. Aber im positiven Sinne! Als ob jemand einen Vorhang aufzieht und es plötzlich hell wird und man klarer sieht. Es gibt auch Themen, wo mir es mir eher zum heulen ist (pizzagate..), letztendlich kannst Du ja selbst entscheiden, wieviel gerade zu verkraften ist an Infos.
    Mit Kommentaren bin ich noch nicht so geübt, vielleicht wird das noch.

    @ Ernst Haft und Klara Fall
    „Was können wir also tun? Als Ossi weiß ich, was fehlt. Damals waren es die Umstände der Gefangenschaft, die das Volk auf die Straße trieb. Man war sich einig. Es betraf jeden gleichermaßen. Da die Bedingungen heute anders sind, werden wir uns noch lange Zeit im Blog einig sein müssen und uns selbst quälen.“ — kann ich so bestätigen, war auch ’89 in DD auf der Straße.
    Die Generation nach uns (viele Kollegen/Kolleginnen sind 18-25 Jahre jünger als ich) beschäftigt sich lieber mit „Brot und Spielen“ und diskutiert leidenschaftlich über DSDS, Fußball usw.
    Leider musste ich auch in der Familie feststellen, dass man eher als Spinner bezeichnet wird als dass sich jemand ernsthaft mit den hier aufgeworfenen Themen befassen will.
    Es sind leider sehr sehr wenige, mit denen ein Gespräch noch sinnvoll ist.
    Umso mehr bin ich froh, hier einen gewissen Gedankenaustausch zu erleben.
    Das erstmal als Anfang.
    Vernetzung im realen Leben ist eine weitere Idee.

  35. frundsberg schreibt:

    Leserin aus DD

    Daß kann ich nur bestätigen. Kb’s feiner Riecher sich auf die CDU „einzuschießen“ konnte ich von Anfang an teilen. Genau weil ich nach einmal Grünwählen mehrmals schwarz wählte. Als ich dann recherchierte kam ich in den Genuß von Zitaten „schwarzer Bonzen“. Damit waren die Schwarzen diejenigen, die die Mimikry am Besten exerzierten: „Konservative Partei für Heimat und Volk“ – haha. Aber dieses Image aus den 80er Jahren wirkt bis heute nach.

    Dann traf ich 2014 auf kbs Blog und konnte nur zustimmen. Es war mir einfach ein Anliegen, derjenigen, die mich am Besten eine Zeit zum Narren hielt (Bosbach und Co.) nun selbst den Spiegel vorzuhalten. In diesem Sinne war dieser Blog eine Explosion. Im Positiven Sinne.

    Auch das „Rechts-Links“-Schema oder wie die „Antifa“ hier von kb analyisert wurde anhand ihrer Aussagen und Taten, das waren „gold nuggets“, die es nirgendwo sonst in der Blogszene gibt. Nirgends.

    Die Kolonisierung Westdeutschlands begann nicht gleich im Jahr 1945, sondern Mitte/Ende der 50er Jahre. Damals unter dem Motto „Gastarbeiteranwerbung“. Auch dort war es federführend die CDU/CSU, die unter Adenauer und Co. an der Macht war. Was zwischenzeitlich der Familiennachzug war, dann die Asylanten, Asylbewerber, Einwanderer, Migranten, sind heute die „Flüchtlinge“.

    Bezeichnungen für die Angelockten spielten keine Rolle, wenn man nur Fakten schaffen kann. Und der Superstaat EU braucht eben auch eine „einheitliche“ oder zumindest „heterogene“ Bevölkerung (Sutherland, Goldman Sachs).

    Es ging immer in erster Linie um die Ansiedlung anderer Völker. Wenn das nun zusätzliche Konsumenten brachte, um so besser. Die Ironie ist doch, daß wenn du Deutsche fragst, was sie von Kolonialzeit und Kolonisation halten, sie diese ablehnen werden. Nur bei der eigenen macht man eben mal ne Ausnahme. Wie blöd ist das denn?

    Berücksichtigt man die Einzelleistung dieses Blogs bezüglich diverser Themen, kann man nur staunen. Nachdenken. Vergleichen. Abwägen. Und seine eigenen ganz persönlichen Schlüsse ziehen.

    LG

  36. frundsberg schreibt:

    @Dahoam

    Ja. Sehe ich auch so.

  37. ki11erbee schreibt:

    @frundsberg

    Hat mit „feiner Riecher“ nichts zu tun, sondern einfach mit Regierung und Opposition.

    Zudem sind die meisten CDU-Politiker ja sehr ehrlich, d.h. sie sagen oft schon Jahre im Voraus, was ihre Agenda ist.

    Ist es ihre Schuld, daß die Leute ihnen nicht zuhören und sie immer wieder wählen, weil sie auf den Wahlplakaten im Anzug/Kostüm besser aussehen als die Konkurrenz?

  38. Dahoam schreibt:

    @ EndeGelände – 4. Januar 2017 um 13:42

    (Anmerkung :
    Ich weiß leider nicht, wie ich kopierte Zitate von Kommentatoren kursiv
    markieren kann … )

    Da du – wie du sagst – blond bist, ist das verzeihlich …

    .

    Nehmen wir mal an, du möchtest den Text „Scheiß Lügen-/Lückenmedien!“ zitieren.

    Dann gibst du unmittelbar vor dem zu zitierenden Text ein Kleiner-Zeichen ein, dann ein i, dann ein Größer-Zeichen.

    Dann den Text eingeben.

    Unmittelbar nach dem Text gibst du ein Kleiner-Zeichen ein, dann einen Schrägstrich, dann ein i, dann ein Größer-Zeichen.

    Fertig!

    Das Größer-als- und das Kleiner-als-Zeichen findest du links unten auf der Tastatur, den Schrägstrich über der Ziffer 7.

    .

    Das Ganze müsste dann so aussehen:

    Scheiß Lügen-/Lückenmedien!

    .

    Eigentlich müsste es genau so auch funktionieren mit:

    Scheiß Terrorstaat!

  39. Dahoam schreibt:

    @ ki11erbee

    Danke – Super!

  40. frundsberg schreibt:

    @kb
    Ja, sehe ich auch. Kommen telegen und eloquent daher. Ein „Hofreiter“ kommt ihnen nicht unter.

    Mir ist das schon vor deinem Blog bewußt geworden, weil ich eben jede Menge Aussagen fand. Und die Taten dazu natürlich passten, während sie gleichzeitig geschickt eine „volksfreundliche“ Karte mimen.

    Es ist halt wirklich so, daß man ein „Image“ schlecht loswird. Und das Image der „Christdemokraten“, welches nach 1945 auf diese Gruppe maßgeschneidert wurde ist eben die einer christlich, konservativ-bürgerlichen Gruppe von Menschen mit einem Wertkanon, der sich an Sitte und Moral orientiert. Ansichtssache.

    Aber dieses Image hat eben diese Partei erfolgreich vermittelt.

    Mittlerweile sagen sie auch viel offener, was sie wirklich anstreben. Es ist absolut interessant, wie erfolgreich ihr adaptives Verhalten ist. Je nach Randbedingungen laberte man in den 70er, 80er, 90er Jahren gegen „multikulturelle Gesellschaft“ und „Einwanderung in die Sozialsysteme“ (ohne jedoch etwas dagegen zu tun!!!).

    Heute sind die Randbedingungen so, daß Deutsche froh sein dürfen, daß die CDU-Regierung nicht noch Kopfprämien auf Einheimische auslobt (sondern nur lächerliche Urteile der Justiz aussprechen läßt). Adaptives Verhalten, also der jeweiligen Situation angepaßt. Dabei aber immer das eigentliche Ziel im Auge; die sind schon clever. Oder umgekehrt, die Masse ist schon einfältig. Vergesslich. Gleichgültig.

    Oder wie du es direkt ausdrückst: „Jeder bekommt genau das, wogegen er sich nicht wehrt.“

  41. ich würde ... wählen schreibt:

    @frundsberg:
    Komme jetzt erst dazu heute zu lesen. Du warst ja sehr fleißig, super Kommentare.
    Bezüglich Rudolf Hess, kannst du da etwas zum lesen empfehlen über sein Leben? Würde mich gern mehr (wahres) über diesen interessanten Mann erfahren.
    Gruss

  42. smnt schreibt:

    @frundsberg
    „Heute sind die Randbedingungen so, daß Deutsche froh sein dürfen, daß die CDU-Regierung nicht noch Kopfprämien auf Einheimische auslobt (sondern nur lächerliche Urteile der Justiz aussprechen läßt)“

    Indirekt ist ja die bewußt eingeleitete unkontrollierte Einreise Krimineller,
    mit der damit verbundenen Vollfürsorge, genau eine Kopfprämie.
    Daneben könnte man von Kopfprämie im Sinne der Bonzen sprechen.
    Je mehr desto besser.
    @ Ich würde
    Guggel mal nach Geheimakte Hess, gibt es ein gutes video.

  43. frundsberg schreibt:

    @ich würde … wählen

    Tut mir leid, kenne nur das Geschriebene von Schröcke. Aber es gibt wohl einige Briefe, vielleicht auch Bücher, die diese Briefe und Reden Heß behandeln. Heß ist ja in Kairo geboren worden, seine Eltern führten dort einen erfolgreichen Kolonialwarenhandel. Haben die Briten dann nach dem WK 1 beschlagnahmt und die Heß sind zurück nach D.

    Rudolf meldete sich als Auslandsdeutscher freiwillig zur Armee im WK1 und ward sehr schwer verwundet bei Gefechten in den Karpaten. Daß dieser Mann überhaupt wieder gesundete war schon erstaunlich.

    Vielleicht suchst du mal nach soetwas hier:

    Rudolf-Heß-Gesellschaft, Dokument Nr.5

    Ich kann dir desweiteren ein Buch von dem damaligen Propagandaminister J. G. empfehlen. Geschrieben in der Zeit, als er noch nicht das 30. Lebensjahr erreicht hatte: „Kampf um Berlin (1927)“.

    http://www.wintersonnenwende.com/scriptorium/deutsch/archiv/kampfumberlin/kub19.html

    Das Schlußkapitel ist interessant zu lesen und wird erst durch die Untiefen der vorigen Kapitel so recht ins Licht gerückt. Der junge Goebbels schrieb:

    „Man soll nicht glauben, daß wir in der Sorge um die ewig sich wiederholenden kleinen Nöte des Alltags zu übellaunigen Misanthropen und pessimistischen Schwarzsehern geworden wären. Ganz im Gegenteil! Wir waren alle viel zu jung, um auch nur für einen Augenblick den Mut zu verlieren. Ja, wir hatten uns an die Ausweglosigkeit unserer Lage allmählich so gewöhnt, daß wir sie als Normal-, man möchte fast sagen, als Idealzustand empfanden. Mit gesundem Humor sind wir über alle kritischen Situationen hinweggekommen. Wir haben damals mehr gelacht, als den Kopf hängen gelassen. Überprüft man heute rückschauend die ganze Entwicklung der nationalsozialistischen Bewegung, von der kleinen, unbedeutenden Sekte angefangen, bis zur großen, imponierenden Massenpartei, man wird immer wieder zu dem Ergebnis kommen: es ist schön und beglückend, vor oder in der Erfüllung seiner Ziele zu stehen. Schöner aber und beglückender noch ist es, mit dem Kampf um große Ziele zu beginnen und aus der Verzweiflung eines unerträglichen Zustandes doch noch die Kraft und den Glauben zu schöpfen, mit der Arbeit anzufangen, auch wenn das widersinnig, aberwitzig und aussichtslos erscheinen mag.

    Wir waren damals alles andere als finstere und wilde Putschisten. So pflegte die Presse uns zwar darzustellen. Die nationalsozialistische Führerschaft wird in der Hauptsache von jungen deutschen Männern gestellt,die durch die Not der Zeit in die Politik hineinkamen. Es ist die deutsche Jugend, die aus der Erkenntnis heraus, daß das Alter unfähig geworden ist, der schweren Nöte der Zeit Herr zu werden, zur Politik stieß und ihr dann jenen erhabenen Zug gab, der sie heute von der aller anderen Länder unterscheidet.

    Mit einer frechen Unbekümmertheit haben wir uns der Dinge der Öffentlichkeit bemächtigt. Mit jugendlichem Temperament begannen wir unsere Arbeit, und nur diesem jugendlichen Temperament ist es zu verdanken, daß sie nicht erfolglos geblieben ist.

    Es gibt Tage im Leben jedes einzelnen Menschen, an denen man glauben möchte, alles Glück oder alles Unglück habe sich zu einer Stunde ein Stelldichein gegeben. Man kann dabei auf die Vermutung kommen, der Mensch solle durch ein Übermaß von Glück für vergangenes Unglück belohnt oder durch ein Übermaß von Unglück für vergangenes Glück bestraft werden. Das Schicksal hat sich für diesen Zeitpunkt all seine angenehmen oder unangenehmen Überraschungen aufgespart und gießt sie nun im Übermaß über den davon Betroffenen oder Gesegneten aus.
    Ein solcher Tag war für die Berliner Bewegung und für mich persönlich der 29. Oktober 1927. Ich beging an diesem Tage gerade meinen dreißigsten Geburtstag. In aller Herrgottsfrühe schon kamen die glücklichen Überraschungen in Hülle und Fülle. Die zweite Post mittags brachte einen Brief des Polizeipräsidiums, in dem mir kund und zu wissen getan wurde, daß das Redeverbot, das nun seit über vier Monaten über mich verhängt war, aufgehoben sei mit der Maßgabe, ich dürfe nun wieder in öffentlichen Versammlungen reden, wenn das Polizeipräsidium nach vorheriger Anmeldung für die Abhaltung der Versammlung die Genehmigung erteile. Das war ein unerwarteter Glücksfall. Nun mußte der Massenzustrom zu einer einsetzenden Versammlungslawine unaufhaltsam sein. Die Partei hatte eine neue Finanzierungsmöglichkeit, und damit konnten wir der drängenden Geldsorgen allmählich Herr werden.

    Von dieser ersten Gratulation zum 29. Oktober 1927 an riß dann die Kette der glücklichen Ereignisse nicht mehr ab. Es regnete Blumen, Glückwünsche und Telegramme von seiten der treuen Parteigenossen, und es kam darin ganz spontan und ungemacht das Solidaritätsverhältnis zum Durchbruch, das sich in nahezu einjährigem Kampf zwischen der nationalsozialistischen Bewegung in Berlin und ihrer Führung allmählich herausgebildet hatte.

    Den Abend dieses denkwürdigen Tages verbrachte ich bei einem alten Kampfgenossen. Ich wurde dort mit geheimnisvoller Miene zu einem Spaziergang eingeladen, von dem aus wir, ohne daß ich das als verdächtig empfand, in irgendeinem Etablissement draußen in einem Vorort Berlins landeten.

    Ahnungslos betrat ich mit meinem Begleiter den Saal, und wer kann sich mein Erstaunen vorstellen, als ich hinter den verschlossenen Türen fast die gesamte Parteigenossenschaft von Berlin versammelt vorfand. Man hatte eine Geburtstagsfeier für mich improvisiert, und die Parteigenossen hatten es sich nicht nehmen lassen, dazu ihre eigenen Überraschungen auszusinnen.

    In drastischer Weise kam dabei der Berliner Volkshumor zu seinem Recht. Man überreichte mir feierlich einen Maulkorb, eine amtlich patentierte, gesetzlich geschützte Isidormaske: „Durchaus verfassungstreu, schützt gegen Gummiknüppelhiebe!“ Es regnete Glückwunschadressen von SA. und politischen Sektionen, in unverfälschtem Dialekt und mit einem Mutterwitz geschrieben, wie er eben nur in Berlin zu Hause ist.

    Ein politischer Funktionär überreicht mir ein riesengroßes Paket; und dem erstaunten Auge bietet sich ein gänzlich unerwartetes, überraschendes Bild. Es enthält zweitausendfünfhundert neue Abonnenten für den Angriff, die die gesamte Parteigenossenschaft im Laufe von zwei Monaten ohne mein Wissen in rastloser Werbearbeit zu meinem Geburtstag gesammelt hat.

    Aber nicht genug damit. Diese armen und mittellosen Menschen hatten unter sich eine private Sammlung veranstaltet und legten mir als Ergebnis in barem Gelde nahezu zweitausend Mark auf den Geburtstagstisch. Damit war ich in die Lage versetzt, die drängendsten Schulden abzugleichen. Ich hatte den Rücken frei für neue politische und propagandistische Arbeit.

    Ein SA.-Mann, der sich bei mir melden läßt, überreicht mir einen verschlossenen Briefumschlag. Dieser enthält die zerrissenen Schuldscheine über zweitausend Mark, die ich bei der Gründung des Angriff auf meine Person genommen hatte. In lakonischen Worten stand dabei geschrieben, daß die Schuld damit getilgt sei.

    …..

    Damit wurden in unerwarteter Weise all die Sorgen und Bedrängnisse, die wir für die Bewegung auf uns genommen hatten, belohnt. Unser guter Stern ging wieder auf. Die Krisen, die wir innerlich längst überwunden hatten, wurden nun auch nach außenhin liquidiert. Der feste Kontakt innerhalb der Partei war wieder hergestellt, die Organisation gefestigt; wir konnten zu neuen politischen Aktionen ansetzen, ohne durch hemmende Finanzsorgen in der Bewegungsfreiheit behindert zu sein. Die politische Führung ergriff wieder die Initiative, und ihre Zeit und Kraft war nicht mehr im Übermaß durch kleinliche Geldsorgen belastet. Ich selbst war ein freier Mann und konnte mich wieder in aller Öffentlichkeit meiner politisch-agitatorischen Aufgabe widmen.

    Eine SA.-Gruppe führte an diesem Abend ein Laienspiel auf, das in seiner rührenden Einfalt und künstlerischen Selbstverständlichkeit die Zuhörer zu Tränen rührte. Hier wurde der geistige Weg eines deutschen Arbeiters vom Kommunismus zum Nationalsozialismus in plastischen Bildern auf die Bühne gestellt. Das Stück war von einem unbekannten SA.-Mann gedichtet und wurde von ungenannten Laienspielern zur Aufführung gebracht.

    „Das Nationaltheater muß aus der Nation heraus, aus dem Volk durch das Volks- und Laienbühnenspiel geboren werden. Das Nationaltheater muß Heimat für solche dramatischen Werke werden, die Träger einer heroischen Gesinnung, einer großen Idee, dramatische Werke, die Träger der nationalsozialistischen Weltanschauung sind. Aus dem Volk heraus muß das Nationaltheater emporwachsen und diesem, nicht der Masse zu eigen sein.“

    So hieß es in der Vorrede, die einer der Laienspieler vor Beginn des Spiels zum Vortrag brachte. Die ganze Veranstaltung schloß mit einer einmütigen und überwältigenden Vertrauenskundgebung. An ihrem Ende wurde der ganze Saal plötzlich verdunkelt. Ein SA.-Mann trat in Uniform mit der umflorten Parteifahne vor die Bühne und legte in hinreißenden, aufrüttelnden Versen für uns alle das Gelöbnis ab, daß wir im Kampf nicht ermüden wollen, daß wir ihn mit neuen Mitteln und neuen Methoden bis zum Siege fortzusetzen entschlossen waren.

    „Wir Balina brauchen een, der uffmeebelt, wissen Se, so mit Schwunk und Jrazie, unn wir sinn ja och hellisch helle, unn die Demlaks, wo nich mitmachen, det sind ja man bloß sone doven Zujereisten… weil det wir wissen, det Sie wat kenn, unn wenn denn so eener von die Brider kommt unn Ihnen mit dolle Sachen unn Jemeinheitn anschpucken tut, lassen Se man, davor habn wa Ihnen jerne… Also hochzuvaehrenda Doktor, wehrta Volksjenosse, wir jratulieren also wie jesacht und winschen Sie allet Jute vor die Kempferei, wat uns jar nich doll jenuch herjehen kann; unn ibbahaupt mit Sie, wo allet mitmacht.“

  44. EndeGelände schreibt:

    @dahoam
    @kb

    Dankeschön für die Unterrichtseinheit zum Formatieren von Textteilen hier im Kommentarbereich.
    Dafür übe ich im Anschluss nochmal die „bösen Wortkonstrukte“ zu schreiben, ohne Muskelkater im Gehirn zu bekommen.. 🙂 Grins

    Scheiß Lügen-/Lückenmedien!
    Scheiß Terrorstaat!

    Na, wie sieht das aus ?

    Zu den vorstehenden Zitaten aus den Artikeln/Büchern von R.H. und J.G.:

    Bin platt. Gerade beim letzteren (Buchkapitel J.G.) springt einen die Freude und die Begeisterung des Schreibers ja förmlich an! Kein Wunder, dass der für die „Werbung“ zuständig war. Soviel Begeisterung hatte ich persönlich nicht sooo oft. Auf jeden Fall erinnerlich ist mir diese Gefühl beim Planen, Bauen und Fahren des Karneval-Wagens mit den anderen Jung-Meistern unserer Innung. (vor rd. 20 Jahren )
    Evtl. auch nochmal bei den Planungen zur Firmengründung, oder Einweihungsparty vom Neubau….. – Alles auch als ich zwischen 28 und 40
    war. Ach je, unsere Hochzeit !!! Na, die Freude und Aufgeregtheit war natürlich auch absolut vergleichbar. Wer kann gegen uns sein, wer kann uns stoppen ?!! Uns gehört die Welt ! Hurrahh!

    Zu den Erinnerungen von R.H. fallen mir Erzählungen meiner Mutter zu meinem Großvater 55</em< wieder ein: Sie berichtete von Straßenschlachten, die sich die 55</em< mit den Kommunisten in den Gassen der Stadt geliefert hätten. Da ging´s keinesfalls harmlos ab, denn es wurde durchaus neben "Pisse", auch heißes Öl aus den Fenstern auf die Gegner gekippt. Die haben sich gegenseitig wirklich nichts geschenk und sehr vermöbelt.Die Gutbürgerlichen waren auch so furchtbar entsetzt darüber, dass sogar die Frauen der Kommunisten mitgemacht haben… tse, tse tse. das schickte sich doch nun wirklich nicht !!
    Meine Ma war damals noch sehr klein (Bj. ´31), insofern hat man ihr damals diese Umstände wohl so ein bißchen Richtung "Räuber und Gendarm", bzw. Schnitzeljagd erklärt, damit das Kind keine Angst bekommt. Mein Großvater hat persönlich auch wohl nie wirklich was abbekommen. Ist noch vor Kriegsausbruch an Schwindsucht gestorben.
    Ich wollte ihre Geschichten dann ab meinem Gymnasium nicht mehr hören, weil auch ich ihr ihre Ahnungslosigkeit zu den Massenmorden, Plünderungen und Vertreibungen nicht abnahm. Ja, so gesehen habe ich sie und ihre Seite der Familie schwer verachtet und somit "ungeprüft" verurteilt.
    (Habe ja nur den Geschichtsbüchern und Filmen geglaubt – und vertraute sowieso auf unseren nun "tollen, freien Staat".
    .. auch als Punk oder später noch)

    Lieber Gruß
    EndeGelände

  45. Onkel Peter schreibt:
    
    <i>
    
    In Kursivschrift geschriebener Text
    
    </i>
    
    

    Ergebnis: In Kursivschrift geschriebener Text

  46. Onkel Peter schreibt:
    
    <a href="http://www.welt.de/">ein Link auf eine Seite im Netz</a>
    
    

    Ergebnis: ein Link auf eine Seite im Netz

  47. frundsberg schreibt:

    @EndeGelände

    Es gibt eigentlich nichts, als ein offener Geist. Jeder hat sein Steckenpferd. Hier ein Beispiel, daß kb dazu verleitete, die 12 Jahre nicht als die bösesten Jahre deutscher Existenz zu empfinden.

    —————————–

    Martin Allen schreibt: „Aber Hitlers Hoffnungen, ein solches Vorgehen wäre seiner Sache förderlich, sollten bitter enttäuscht werden, denn er konnte sich nicht vorstellen, daß die britische politische Führung nicht gesprächsbereit war. Winston Churchill, der unglaubliches Gespür sowohl für die Geschichte als auch für die Gegenwart entwickeln konnte, hatte klar erkannt, daß man, wenn der Kampf gegen den Nationalsozialismus und die Reichsidee gewonnen werden sollte, ihn hier und jetzt ausfechten mußte. …
    Anfang Juni nutzte Stalin die Gelegenheit des deutschen Engagements im Westen dazu, mit seinen Truppen die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen zu besetzen.

    Das ließ bei Hitler sofort die Alarmglocken bezüglich seiner Verteidigungsmöglichkeiten im Osten schrillen, wo seine kaum zehn Divisionen zählenden Truppen einer zehnfachen sowjetischen Übermacht gegenüberstanden. Ende Juni unternahm Stalin den nächsten Schritt. Dieses Mal forderte er Rumänien auf, die Nord-Bukowina und Bessarabien, Territorien, die bis 1918 zum russischen Reich gehört hatten, an den sowjetischen Alt-Eigentümer zurückzugeben. Die rumänische Regierung, der nur 24 Stunden Frist für die Antwort eingeräumt wurde, gab nach, worauf Stalins Streitkräfte unmittelbar in Nord-Rumänien einfielen, um von den beiden Gebieten Besitz zu ergreifen. Dies führte die Sowjets in bedrohliche Nähe der Ölfelder von Ploesti, auf die Deutschlands Brennstoffversorgung angewiesen war.
    Zutiefst besorgt über die jüngsten Entwicklungen, fragte Hitler den Chef des Wehrmachtsführungsstabes, General Alfred Jodl, was passiere, wenn sich wegen der Ölfelder ein deutsch-russischer Konflikt ergebe. Jodls Antwort führte zum Befehl, umgehend zwei voll ausgerüstete Panzerdivisionen sowie zehn Infanteriedivisionen in den Osten zu entsenden, um damit die deutschen Truppenverbände in dieser Region mehr als zu verdoppeln.

    Jean-Francois Darlan hatte für die Briten wenig Sympathien. … Hitler vertraute Darlan ganz pragmatisch an, daß ‚er (immer noch) nicht verstanden habe, warum Frankreich und England dem Deutschen Reich den Krieg erklärt hätten. … Die ungeheure Zerstörung, die ein Krieg wie der gegenwärtige nach sich ziehen würde, stünde doch in keinem Verhältnis zur kolonialen Revision, für die Deutschland stritt. Mehr noch, Deutschland habe diese kolonialen Forderungen niemals in einer Dringlichkeit oder in einer Weise angemahnt, die irgendwie die Ehre oder die Existenz Frankreichs oder Großbritanniens bedroht habe. Am Abend des 1. September 1939 (informierte Hitler Darlan), habe er (der Führer) den (französischen) Botschafter Coulondre eindringlich gebeten,… ‚daß Frankreich nicht die verrückte Entscheidung fällen solle, in den Krieg (für Danzig) zu ziehen. Der polnische Konflikt wäre leicht zu begrenzen gewesen. Die deutschen Forderungen an Polen seien doch sehr maßvoll gewesen. Die deutsche Stadt Danzig sollte ins Reich zurückkehren und für alles andere sei eine Abstimmung unter internationaler Kontrolle vorgesehen gewesen.‘

    (Hitler) beharrte weiterhin darauf, daß, ‚er nicht die Absicht habe, ein großer Feldherr zu sein, sondern daß er als Führer seines Volkes eher daran interessiert sei, den kulturellen und sozialen Fortschritt der deutschen Nation zu sichern. Andere hätten ihn dazu gezwungen, Feldherr zu werden. Er wäre froh gewesen, wenn der Krieg im Juni oder Juli letzten Jahres (1940) vorüber gewesen wäre, so wie er sich schon nach dem Feldzug in Polen um Frieden bemüht habe (Rede vom 06.10.1939). Alle Nationen hätten von einem solchen Frieden profitiert. Hätten die Briten nicht fanatisch auf einer Fortführung des Krieges bestanden, dann gäbe es schon längst Frieden und alle europäischen Staaten hätten sich der Behebung des Krieges und dem Wiederaufbau widmen können.‘

    Hitler fuhr fort:
    ‚Es war auf keinen Fall die Schuld Deutschlands, daß dies (die Wiederherstellung des Friedens) nicht erfolgt sei. Die Frage sei jetzt, ob man nicht im größeren europäischen Interesse an einer Beendigung der Feindseligkeiten gemeinsam der Aussetzung entgegentreten solle, da man dauernd versucht, die Flammen des Krieges in Europa wegen immer neuer Ziele anzufachen.‘

    Jener Donnerstag, der 14. November 1940, als Sir Samuel Hoare sich mit dem päpstlichen Nuntius traf, um den sensiblen Gegenstand von Friedensverhandlungen zu erörtern, war ein heller und freundlicher Herbsttag in Madrid. … die deutsche Führung sei bereit, mit einer anderen Gruppe von Männern als mit der britischen Regierung zu verhandeln, wenn dies zum Frieden führte.
    Alle vorausgehenden Friedensfühler waren ausdrücklich an die britische Regierung gerichtet worden, aber dieser war offen an eine andere Partei gerichtet. Das legt nahe, daß Hitler endlich mit der Vorstellung gebrochen hatte, mit Churchill oder mit der im Amt befindlichen Regierung zu verhandeln, und daß er jetzt bereit war, mit einer unabhängigen Fraktion in Gespräche einzutreten. Sobald man über die Einzelheiten der Konferenz Übereinstimmung erzielt hat, soll ein Treffen zwischen sehen den Parteien stattfinden, um über Polen, Garantien, Nicht-Angriffs-Pakte, Abrüstung, Kolonien, Grenzen, Bevölkerungstransfers und ein Ende der Feindseligkeiten zu verhandeln. Die Ansichten der deutschen Regierung bezüglich der unter Punkt zwei angesprochenen Probleme seien folgende:

    1. Die Verhandlungsparteien treffen sich auf neutralem Gebiet unter der Vermittlung eines neutralen Staates wie der Schweiz oder der Vereinigten Staaten von Amerika.
    2. Norwegen, Dänemark, Holland, Belgien um Frankreich werden wieder unabhängige, freie Staaten werden, die in der Lage sind, ihre eigene Verfassung und Regierung zu wählen; es muß aber eine Opposition gegen Deutschland ausgeschlossen und die Versicherung gegeben werden, daß von Vergeltung abgesehen wird. Deutschland wird seine Streitkräfte zurückziehen und von diesen Ländern keine militärischen Zugeständnisse einfordern, und es ist bereit, über eine Art von Reparation für die Schäden zu verhandeln, die den Ländern während der Eroberung zugefügt wurden.
    3. Alle Angriffswaffen werden zerstört und danach werden die bewaffneten Streitkräfte auf ein Maß zurückgeführt, das den wirtschaftlichen und strategischen Erfordernissen eines jeden Land entspricht. Die deutsche Forderung nach Rückgabe seiner früheren Kolonien beinhaltet keine anderen territorialen Ansprüche. Südwestafrika wird nicht zurückgefordert.
    4. Die politische Unabhängigkeit und die nationale Identität eines polnischen Staates werden wieder hergestellt, aber das von der Sowjetunion besetzte Gebiet ist von diesen Verhandlungen ausgeschlossen. Die Tschechoslowakei wird nicht daran gehindert werden, ihren National-Charakter weiterzuentwickeln, aber sie verbleibt unter dem Protektorat des Reiches.
    5. Eine Art wirtschaftlicher Solidarität sollte für ein Groß-Europa in Erwägung gezogen werden, und die Lösung wichtiger Wirtschaftsfragen sollte durch Verhandlungen und nationale, europaweite Übereinkünfte gelöst werden.

    Schließlich beendete der Nuntius seinen Annäherungsversuch an den Frieden, indem er Sam Hoare etwas berichtete, das einen eigentümlichen Wandel in Hitlers Ansicht enthüllte. Er führte aus, daß der Beauftragte des APA, das ist Albrecht Haushofer, ihm gesagt habe, ‚Hitlers Wunsch nach Frieden sei auf dem Prinzip gegründet, daß dieser für keine der Verhandlungsparteien das Stigma von Sieger oder Besiegtem wünsche. Wenn eine gütliche Friedensübereinkunft erzielt werden könne, solle diese durch ein Plebiszit in allen von dieser Übereinkunft betroffenen Staaten bekräftigt werden.

    Der britische Historiker Martin Allen wurde öffentlich als Lügner und Betrüger bezeichnet. Man warf ihm vor, seine Aktenfunde in britischen und schwedischen Archiven seien von ihm manipuliert worden.

    „In der Nacht vom 8. zum 9. Dezember 1942 ließ Winston Churchill durch den britischen Rundfunk folgende Verlautbarung verbreiten: ‚Im Jahre 1939 erklärten wir Deutschland den Krieg, nicht weil wir angegriffen wurden, sondern freiwillig. Wir waren das einzige Volk, außer den Franzosen, das in den Krieg eintrat, ohne angegriffen worden zu sein. WIR wußten, daß unsere Lebensinteressen und die der Nazisten niemals zusammen bestehen konnten. Einer von uns beiden muß vernichtet werden‘.“

    Quellen:
    Doc. No. FO 371/24408 – Public Records Office, Kew
    HMSO, Documents on German Foreign Policy, Ser. V, Vol. XII, Doc. No. 491
    Liddell Hart, „Geschichte des Zweiten Weltkrieges“, S. 187

    Aus:
    Martin Allen, „Churchills Friedensfalle – das Geheimnis des Heß-Fluges 1941“, Druffel Verlag, Stegen/Ammersee, 2003

    Personal-Amt des Heeres, „WOFÜR KÄMPFEN WIR“, Januar 1944, Nachdruck 2013, Concept-Veritas, Uckfield

    Nachzulesen hier:

    http://www.heimatforum.de/wissen/download/ANTIFA.%20Rechte%20Staatsjugend%20in%20Aktion.pdf

  48. ich würde ... wählen schreibt:

    @frundsberg:
    Danke für die ausführlichen Infos.

  49. EndeGelände schreibt:

    @frundsberg
    vielen Dank für Deine Mühe und den Service, den Du hier dem geneigten Leser zur Verfügung stellst !!

    Lieber Gruß und schönen Tag!
    EndeGelände

  50. frundsberg schreibt:

    @EndeGelände &
    @ich würde … wählen

    Gerne.

    LG

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s