Die Radio Eriwan-Situation

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radio eriwan

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Als Parodie auf die Situation und die Berichterstattung in den sozialistischen/kommunistischen Ländern hat sich der „Radio Eriwan“ Witz entwickelt.

Er läuft immer nach folgendem Schema ab:

Man stellt eine Frage an „Radio Eriwan“, der Radiomoderator stimmt „im Prinzip“ zu, negiert dann die komplette Aussage und fügt am Ende zu: „Der Rest stimmt“.

Zum Beispiel:

Frage an Radio Eriwan: Stimmt es, daß Genosse Juri Iwanowitsch in Moskau bei der Lotterie einen Mercedes gewonnen hat?

Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip Ja. 

Es war nur nicht Juri Iwanowitsch, sondern Iwan Petrowitsch.

Er wohnt auch nicht in Moskau, sondern in Kiew.

Es war außerdem kein Mercedes, sondern ein Fahrrad.

Und er hat es nicht gewonnen, sondern es ist ihm gestohlen worden.

Der Rest stimmt.

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Interessanterweise ist die Berichterstattung der deutschen Qualitätsmedien von den damaligen „Radio Eriwan“ Witzen nicht mehr zu unterscheiden.

So schrieb beispielsweise der Focus:

Ein Wachmann ist vor dem belgischen Atomkraftwerk in Charleroi getötet worden. Die Ermittler fahnden jetzt nach den Tätern. Der Sicherheitsausweis des Wachmanns soll bei der Tat gestohlen worden sein.

Der Vorfall ereignete sich laut Bericht der belgischen Zeitung „La Dernière Heure“ bereits Donnerstagnacht. Der Wachmann soll vor dem Kraftwerk patrouilliert sein, als ihn unbekannte Täter erschossen.

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Einige Zeit später stellte sich Folgendes heraus:

In Charleroi steht gar kein Atomkraftwerk.

Wenige Stunden später dementierte die Staatsanwaltschaft die Geschichte dann auch:

Der Mann sei nicht vor einem Atomkraftwerk getötet worden, sondern in seinem Wohnhaus.

Er habe auch nicht in einem Atomkraftwerk gearbeitet, sondern in einem Institut für Nuklearmedizin.

Und sein Dienstausweis sei ebenfalls nicht gestohlen worden.

Aber der Rest stimmt 😉

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Nur ein paar Tage später leistete sich „Focus online“ bezüglich einer Flugzeugentführung die nächste „Radio Eriwan“-Situation:

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entführung

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Einige Zeit später stellte sich heraus:

Ibrahim S. ist kein Libyer, sondern Ägypter.

Er ist auch nicht mit einer Zypriotin verheiratet, sondern mit einer Ägypterin.

Und er lehrt nicht in Atlanta, sondern in Alexandria.

Und vor allem war er nicht der Entführer, sondern einer der entführten Passagiere.

Aber der Rest stimmt.

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Und da beschweren sich die Medien allen Ernstes, warum ihnen keiner mehr glaubt?

Wer schreibt eigentlich bei Focus online die Artikel?

Affen, die 8 Stunden am Tag mit der flachen Hand auf die Tastatur schlagen?

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affe1

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LG, killerbee

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PS

Die Informationen für diesen Artikel hat der bildblog zusammengetragen.

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16 Antworten zu Die Radio Eriwan-Situation

  1. smnt schreibt:

    Das System Lüge hat sich verselbstständigt.
    Die Journutten und Presstituierten kennen keine Grenzen mehr,
    mit ihrer Kriegshetze und der bedingungslosen Unterstützung
    des nicht-erneuerbaren Systems, haben sie jegliche Glaubwürdigkeit verloren.
    Analog dieser Staat mit dem Lügenmärchen „Phantom der NSU“.

  2. Martin Ochmann schreibt:

    Ein Lehrer fragte uns im Politikunterricht einmal: „Wer ist der größere Idiot, der, der es schreibt oder der, der es glaubt?“ Und fügte an: „Was ist aber, wenn der Schreiber kein Idiot ist?“

    Das Problem heute ist der „Deutsche. Mündige. Bürger.“ als treu doofer, staatsgläubiger Leser.

  3. kritischer Bürger schreibt:

    OT

    Seid wann interessiert die deutsche Wirtschaft die Perspektiven von Menschen, ob nun Deutscher oder Ausländer. Wer die Heuchelei ertragen kann, schaut sich das Werbebild an:

    Deutsche Wirtschaft und der Staat profitieren von der steigenden Kriminalität
    Was letztendlich auch so gewollt ist:

    „Wer seine Wohnung besser vor Einbrechern schützen will, kann dafür ab sofort zinsgünstige Kredite der KfW-Förderbank in Anspruch nehmen.“

  4. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  5. Onkel Peter schreibt:

    Hat dies auf Die Morgenzeitung rebloggt.

  6. Onkel Peter schreibt:

    Das war wirklich eines der besten Witze aller Zeiten 🙂
    Ich kannte ihn so:
    Stimmt es dass der Kosmonaut Juri Gagarin in Moskau bei der Lotterie einen Mercedes gewonnen hat?…

  7. Ohne Belang schreibt:

    Leider findet dieses System auch im letzten aller Themen statt. Ohne Wenn und Aber.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/lebensmittel-und-umweltschaeden-der-wahre-preis-fuer-kaese-und-saft-a-1084862.html

    Das Muster ist überall in der Medienwelt zu finden.
    Thema, Botschaft. Rede über A aber vermittle B so dann bleibt C im Kopf.
    Kann das gerade nicht besser beschreiben.

  8. Notwende schreibt:

    Danke, Biene, für diesen Beitrag. Endlich was zum Lachen!

  9. Martin Ochmann schreibt:

    @ kritischer Bürger

    Die KfW-Darlehen zur Sicherung seines Hauses gegen Einbruch gehen bis 50.000 EUR (!).

    @ killerbee (Thema)

    Auch so ein Ding auf t-online, ein Artikel zur Rückführung von „Flüchtlingen“ von Griechenland in die Türkei: „Dazu gehören auch drakonische Strafmaßnahmen wie etwa, dass jeweils ein Polizist einen Migranten begleiten soll.“

    Als drakonische Strafe galt bisher so etwas wie die Dezimierung beim Militär. Aber heute wird bereits die Begleitung eines Polizisten als drakonische Strafe angesehen.

  10. Der Daumen schreibt:

    da hab ich aber auch „einen“….

    „Eisenach. Vor einem Haus in der Planstraße in Eisenach, in dem syrische Flüchtlinge wohnen, haben Unbekannte eine selbst gebaute Rohrbombe gezündet. Das teilte die Polizei am Sonntag mit.

    Der Vorfall hat sich bereits in der Nacht vom 3. auf den 4. März ereignet, ist aber erst jetzt angezeigt worden. Danach wurde der Brandsatz gegen 2 Uhr gezündet.

    —> Niemand wurde verletzt. Das Gebäude blieb unbeschädigt.“ <—

    http://eisenach.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/blaulicht/detail/-/specific/Eisenach-Rohrbombe-war-mit-Hakenkreuz-gekennzeichnet-1431975680

    ———————————————-

    "Eisenach. Der Fund eines anfangs vermuteten selbst gebauten Sprengsatzes in Eisenach hat sich als Wasserpfeife entpuppt. Das teilte am Donnerstag das Landeskriminalamt Thüringen mit. "

    http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Vermeintlicher-Sprengsatz-in-Eisenach-entpuppt-sich-als-Wasserpfeife-1625609306

  11. frundsberg schreibt:

    Kennt jemand dieses Video hier? Klingt wie Ramstein. Ein Video der rechten Globalisten, welches Gegenwart mit Vergangenheit koppelt.

  12. Andy schreibt:

    Hat dies auf Andreas Große rebloggt.

  13. edwige schreibt:

    @frundsberg

    Bin mir ziemlich sicher. daß dies „Laibach“ ist (benannt nach Sloweniens Hauptstadt). Es gibt sie bereits seit den 80igern und sie waren zeitweise in SLO verboten u.a. auch, weil sie NS-artige Uniformen getragen haben. Von ihnen stammt auch der Soundtrack zu „Iron Sky“. Es gibt viele Videos von ihnen auf YT, Und ja: Sie waren ein Vorbild für Rammstein. („Links, zwo drei vier“ ist fast 1:1 übernommen)-

    Weiß gar nicht, was ich reinstellen soll….. 🙂

    Oder „Germania“ (ersten beiden Min. bitte Geduld bewahren)

  14. Radio-Harry schreibt:

    Nach diesem schrecklichen Videos (ist eben nicht mein Geschmack) hier ein Gegenstück. Auch über Vergangenheit und Zukunft. Aus französischer Sicht. Die Probleme haben alle Völker in Europa…

  15. edwige schreibt:

    Nachtrag zu „Laibach“:
    Da habe ich mich wohl getäuscht. Aber die „message“ von Böhmermann ist in etwa die gleiche. Meines Erachtens kommt bei beiden Interpreten sowohl Kritik an den Deutschen durch als auch postive Affirmation.

    Ein weiterer Grund, warum ich die Band auf dem Schirm hatte war der Umstand, daß sie am 9.Feb. (ausgerechnet) in Brüssel „Smrt za smrt“ (Death to Death) gespielt haben Siehe YT.

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