Das „NSU“-Puzzle (4) / Benno Ohnesorg

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ohnesorg

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Benno Ohnesorg war ein West-Berliner Student. Durch seinen gewaltsamen Tod während einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien wurde er deutschlandweit bekannt.

Der West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras traf den 26-jährigen mit einem Pistolenschuss aus kurzer Distanz tödlich in den Hinterkopf. […]

Die Polizei West-Berlins verschärfte ihr Vorgehen gegen Studenten seit 1966.

Bei einer „Spaziergangsdemonstration“ am 17. Dezember 1966 setzte sie erstmals in Zivil gekleidete „Greiftrupps“ ein, die während eines Schlagstockeinsatzes einzelne vermutete Rädelsführer aus der Menge griffen und diese der uniformierten Polizei übergaben.

80 Personen wurden festgenommen, darunter auch Kinder. Über 40 davon war keine Beteiligung nachzuweisen. [..]

[Der West-Berliner Innensenator] Büsch lehnte Deeskalationsmaßnahmen damit ab und wollte den studentischen Protesten durch verstärkten Gewalteinsatz begegnen, ohne dass die eingesetzten Polizeibeamten strafrechtliche Verfolgung befürchten müssten. […]

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Verhalten der Polizei während des Besuchs des Schahs:

Die Schahanhänger schlugen erneut mit Dachlatten, Holzknüppeln, Schlagringen und Eisenstangen auf die Demonstranten ein. Da keine Flucht möglich war, brach Panik aus. Erneut wurden viele Beobachter verletzt, ohne dass die Polizei eingriff. Sie ließ die Schläger nach einer Weile durch eine nahegelegene U-Bahn-Station abziehen und blockierte dann diesen Ausgang für die Demonstranten.

Nach Zeugenaussagen erfolgte über einen Lautsprecherwagen etwa um 20:05 Uhr die Durchsage, Demonstranten hätten einen Polizisten erstochen. Andere Polizisten kündigten Studenten vor dem Schlagstockeinsatz entsprechende Behandlung an. Nach dem offiziellen Untersuchungsbericht erging die Durchsage erst danach ab 21:00 Uhr. Sie wurde bis 23:00 Uhr auf dem Kurfürstendamm verbreitet.

Die Demonstranten im mittleren Bereich setzten sich spontan auf die Straße, wurden aber nun von allen Seiten geschlagen. Vielen Anwesenden zufolge forderte die Polizei erst gegen 20:25 Uhr zum Verlassen des Platzes auf. Da sie auch das Gelände hinter dem Bauzaun besetzt hatte und Fliehende mit Polizeihunden wieder in den Kessel zurückdrängte, war ein Ausweichen kaum möglich.

Studenten, die über die Sperrgitter kletterten, wurden zurückgeworfen und -geprügelt, zur Anwendung kam hier die sogenannteLeberwursttaktik. Weitere Beamte schlugen die Fliehenden am Rande des Kessels, setzten Wasserwerfer und Tränengas gegen sie ein.

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Die Ermordung Ohnesorgs

Zur Festnahme vermeintlicher Rädelsführer, von der Polizei „Fuchsjagd“ genannt, verfolgten Greiftrupps in Zivilkleidung fliehende Demonstranten bis in Nebenstraßen und Häusereingänge hinein. Zu einem solchen Trupp gehörte Karl-Heinz Kurras, der sich zuvor unter die Demonstranten gemischt hatte. […]

Im Hinterhof stellten mindestens zehn zivile und uniformierte Polizisten etwa zehn Personen und begannen auf sie einzuschlagen. Ein Student wurde am Boden liegend von drei Beamten verprügelt und getreten. Die übrigen Studenten versuchten, wieder aus dem Innenhof zu fliehen.

Ohnesorg stand wenige Meter entfernt und schaute zu. Nach Aussage eines Zeugen, der die Szene auf einer Mülltonne am Hofrand stehend beobachtete, trieb die Polizei dann alle Umstehenden hinaus; nur Ohnesorg habe sich noch im Hof befunden.

Der Vorgesetzte von Kurras bezeugte, Ohnesorg habe zu fliehen versucht, worauf Polizisten ihm den Weg abgeschnitten hätten. Einer davon sagte zunächst aus, Ohnesorg sei dann von drei Beamten im Griff gehalten worden.

Eine Frau sah, dass drei Polizisten ihn verprügelten. Darauf habe er seine Hände halb erhoben: Sie habe dies als Zeichen der Ergebung und Beschwichtigung gedeutet.

Etwa um 20:30 Uhr fiel ein Schuss, der Ohnesorg aus etwa eineinhalb Metern Entfernung in den Hinterkopf traf. Ein Student sagte später aus, er habe das Mündungsfeuer einer Pistole „ungefähr in Kopfhöhe“ und gleich darauf den Fall des Getroffenen gesehen.

Andere Zeugen bestätigten dies. Einige hörten Ohnesorg zuvor schreien, andere hörten den entsetzten Ausruf: Bitte, bitte, nicht schießen! Eine Krankenschwester hörte von der Straße aus den Ruf „nicht schießen“.

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Ein Tonband, aufgenommen von einem Toningenieur des Süddeutschen Rundfunks, dokumentiert ein Schussgeräusch, gleich darauf einsetzende „Mörder, Mörder!“-Rufe in der Krummen Straße und den Befehl einer männlichen Person:

„Kurras, gleich nach hinten! Los, schnell weg!“

Drei Journalisten fotografierten die Vorgänge im Hof in diesen Minuten. Auf zwei dieser Fotos, wahrscheinlich Sekunden nach dem Schuss aufgenommen, ist Kurras allein stehend und unbedrängt im sauberen Anzug zu sehen.

Die Polizisten – darunter der herbeigeeilte Einsatzleiter – drängten die Fotografen ab und brachten Kurras ins Polizeipräsidium.

Eine 2009 von der Bundesanwaltschaft veranlasste Überprüfung von damaligem Foto- und Filmmaterial, darunter einer bisher unausgewerteten Filmsequenz, erhärtete den Verdacht, dass Kurras unbedrängt und gezielt auf Ohnesorg schoss und dies von Polizeikollegen, darunter dem Einsatzleiter Helmut Starke, aus nächster Nähe beobachtet wurde.

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Nach dem Schuss

Die Studentin Erika S. hatte den Knall gehört, aber nicht als Pistolenschuss gedeutet. Sie erreichte, dass die prügelnden Polizisten von dem Schwerverletzten abließen. Friederike Dollinger und eine weitere Frau drehten Ohnesorg auf den Rücken und stützten seinen blutenden Kopf, wie ein berühmt gewordenes Foto zeigt.

Anwesende Polizisten weigerten sich zunächst, einen Krankenwagen zu holen. Sie hinderten einen herbeigeeilten norwegischen Schiffsarzt daran, dem Verletzten Erste Hilfe zu leisten.

Der zehnminütige Wortwechsel endete damit, dass der Arzt wegen eines Abzeichens der Résistance und seiner Bemerkung, er habe in Ost-Berlin als Arzt arbeiten dürfen, als Kommunist verdächtigt wurde.

Gegen 20:50 Uhr traf der Krankenwagen ein. Die Fahrt ins Krankenhaus dauerte geschätzte 45 Minuten, da das zunächst angefahrene Albrecht-Achilles-Krankenhaus und die Westendklinik angaben, keine Betten für Verletzte mehr frei zu haben.

Die Begleiter, ein Sanitäter und eine selbst verletzte Krankenschwester, versuchten während der Fahrt Ohnesorgs Leben zu retten. Nach Aussage der Schwester starb er in ihrem Beisein auf dem Transport.

Gegen 21:35 Uhr erreichte der Wagen das Krankenhaus Moabit. Ein Arzt untersuchte Ohnesorg kurz und schrie die Sanitäter an, weshalb sie ihm einen Toten gebracht hätten. Laut Krankenhausakte trat Ohnesorgs Tod jedoch erst um 22:55 Uhr ein; als Todesursache wurde „Schädelbasisbruch“ angegeben.

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Innensenator Büsch ordnete an, die zunächst für den 5. Juni angesetzte Obduktion vormittags am 3. Juni durchzuführen. Der obduzierende Arzt fand Prellungen und Hämatome am ganzen Körper. Als Todesursache stellte er einen „Gehirnsteckschuss“ fest. Ein sechs mal vier Zentimeter großes Knochenstück der Schädeldecke mit dem Einschussloch war herausgesägt und die Kopfhaut darüber zugenäht worden. […] Uwe Soukup fasste die offenen Fragen 2007 dazu zusammen:

„Warum wurde an einem Toten herumoperiert? Welchen medizinischen Sinn soll es haben, den Teil des Schädelknochens herauszusägen, in dem sich die Einschussstelle befindet? … Wurde der Todeszeitpunkt auf 22:55 festgelegt, um die merkwürdige Behandlung des bereits Verstorbenen zu legitimieren, indem man sie als Rettungsversuch ausgibt? …Obwohl die Einschussstelle freigelegt und daran herumoperiert worden war, will tatsächlich niemand die Schussverletzung bemerkt haben?“

Eine sofort angeordnete polizeiliche Suche nach dem Knochenstück blieb ergebnislos. Beteiligte Ärzte und Schwestern verwahrten sich gegen Verdächtigungen. Im späteren Freispruch für Kurras wurde bestätigt, Ohnesorg sei sehr wahrscheinlich noch nach dem Schuss verprügelt worden. Der behandelnde Arzt habe Einschuss, Schusskanal und Projektil im Gehirn nicht erkannt.

Ein damals beteiligter Assistenzarzt, der aus einer mit dem Schah befreundeten persischen Familie stammt, erklärte 2009, er habe Ohnesorgs Totenschein auf Anweisung seiner Vorgesetzten mit falschem Todeszeitpunkt ausgefüllt.

Nach einem Medienbericht von Januar 2012 erklärte der Arzt, der den Totenschein ausstellte, er habe auf Anweisung seines Chefarztes, nicht aufgrund eigener Untersuchung „Schädelverletzung durch stumpfe Gewalteinwirkung“ als Todesursache eingetragen.

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Reaktionen der Polizei nach dem Mord

Von einer unbekannten Zahl verletzter Demonstranten wurden etwa 45 in Krankenhäuser eingeliefert. Über sie verhängte die Polizei eine tagelange Nachrichtensperre, so dass Angehörige zunächst weder ihren Aufenthaltsort noch Verletzungsarten und -grade erfuhren.

Auch Schwerverletzten, die ihre Personalien nicht nennen wollten, darunter der Frau, die Ohnesorgs Transport begleitet hatte, wurde die Behandlung verweigert.

Die Berliner Polizeigewerkschaft verlangte am 3. Juni schärfere Maßnahmen gegen das „zügellose Treiben dieses Mobs“ und ein Abgehen vom Kurs der „weichen Welle“ bei der „Behandlung dieser Kriminellen.“

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Eine Spurensicherung am Tatort war unterblieben. Nach dem Polizeibericht, der sich ausschließlich auf Aussagen der anwesenden Polizisten stützte, sollte Kurras in Notwehr geschossen haben. Dieser hatte das Magazin seiner Dienstwaffe noch am Tatabend ausgetauscht und seine Kleidung am Folgetag in die Reinigung gebracht.

Er gab in den Folgetagen drei verschiedene Versionen des Tathergangs an, die nur im ersten Punkt übereinstimmten: Er habe sich von den Demonstranten bedroht gefühlt, daraufhin seine Waffe gezogen und entsichert.

  • Dann habe er einen oder zwei Warnschüsse abgegeben, von denen einer als Querschläger Ohnesorg getroffen habe.
  • Im Handgemenge sei seine Waffe versehentlich losgegangen.
  • Zwei Männer mit „blitzenden Messern“ hätten ihn, als er am Boden lag, angegriffen, und er habe sich durch Gebrauch der Schusswaffe schützen wollen.

Die dritte Version vertrat er – ohne Widerspruch seitens der Behörden – monatelang in der Presse und später auch in seinem Prozess.

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Gerichtsverhandlung gegen Kurras

 

Kurras wurde der fahrlässigen Tötung angeklagt, eine Anklage auf Mord oder Totschlag wurde nicht zugelassen. Für seine Verteidigung spendete die Gewerkschaft der Polizei 60.000 DM. Die Staatsanwaltschaft zog das Verfahren an sich, als die Kriminalpolizei die Kollegen von Kurras, die unmittelbare Zeugen und Beteiligte des Vorgangs im Innenhof der Krummen Straße gewesen waren, befragen wollte. Sie wurden im Hauptverfahren nicht mehr befragt und nicht als Zeugen zugelassen. […]

Zum Tathergang sagte er aus, er sei bei dem Versuch, einen „skrupellosen Rädelsführer“ festzunehmen, „plötzlich umringt worden […] von allen Seiten […]“: Das sei eine „gestellte Falle“ gewesen. „Das ist der Bulle, schlagt ihn tot“, habe er gehört. Dann sei er „von zehn oder elf Personen brutal niedergeschlagen worden“:[27]

„Ich wurde körperlich mißhandelt, und ich bildete mir ein, daß ich nun genug gelitten hätte, und zog nun im Liegen meine Dienstpistole hervor […]“

Die Rückfrage, ob er auf dem Rücken gelegen oder gekniet habe, konnte er nicht beantworten. Auf die Frage nach einem Warnruf antwortete er:

„Meine Zunge war wie gelähmt […] nach den erhaltenen Schlägen.“

Er habe „Messerbewaffnete“ in „drohender Haltung“ gesehen. Daraufhin habe er einen oder zwei Warnschüsse abgegeben: Dabei habe sich der zweite Schuss „durch das Hinzutun der anderen gelöst“, die mit feststehenden Messern „auf eine ganz kurze Stechdistanz“ herangekommen seien.

„Als ich nun zu mir kam, was stellte ich da fest? Niemand war da!“

Keiner von 83 Zeugen, auch keiner der beteiligten Kollegen von Kurras, hörte einen Warnschuss, sah Messer, ein Handgemenge und Kurras am Boden liegend.

Keiner der Festgenommenen hatte Messer oder andere Waffen bei sich gehabt.

Eine Spurensicherung am Tatort hatte nicht stattgefunden; das Pistolenmagazin von Kurras war sofort ausgetauscht worden. Ein zweites Projektil und eine Hülse blieben unauffindbar. Auch das herausgesägte Schädelstück blieb verschwunden.

Während Polizeichef Erich Duensing behauptete, Kurras habe bei seiner Ankunft im Präsidium ausgesehen wie „zweimal durch den Dreck gewälzt“, sagte der Abteilungsleiter Alfred Eitzner aus, er habe gegen 23:00 Uhr am Anzug von Kurras weder Blut noch Grasflecken bemerkt.

Kurras hatte seine Dienstkleidung noch am Abend des 2. Juni 1967 in eine Reinigung gebracht.

Nur die Ehefrau eines Polizisten, die im Haus über dem Innenhof wohnte, bestätigte die Tathergangsversion des Angeklagten. Sie meldete sich erst kurz vor Prozessende und behauptete, sie sei bei der Vernehmung nicht nach ihren Beobachtungen auf dem Hof gefragt worden. Der Vernehmungsbeamte bestritt dies.

Die Aussage eines neunjährigen Jungen wurde als unglaubwürdig eingestuft: Er hatte den Todesschuss vom Küchenfenster seiner Wohnung aus beobachtet und konnte Kurras und Ohnesorg eindeutig an ihrer Kleidung identifizieren. Er sah weder Messer noch einen Kampf zwischen Kurras und Studenten. Auch das Tonband eines Journalisten, auf dem nur ein Schuss zu hören war, wurde nicht als Beweismittel zugelassen; der Befehlsgeber an Kurras wurde nicht ermittelt.

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Der „Mensch“ Kurras

Kurras war schon 1967 für seinen ersten Prozess vom Polizeidienst suspendiert worden und arbeitete als Wachmann und Kaufhausdetektiv in einem Großhandelsmarkt. Nach Aussagen seiner Frau begann er damals mit überhöhtem Alkoholkonsum. Er wurde wegen unerlaubten Waffenbesitzes zu 400 D-Mark Geldstrafe verurteilt, nachdem eine frühere Verlobte in der ehemaligen gemeinsamen Wohnung eine Kiste mit einer Schusswaffe und 1460 Schuss Munition gefunden und dies angezeigt hatte.

Ab 1971 übernahm die West-Berliner Polizei Kurras in den Innendienst. Er war in der Funkleitzentrale tätig. Im Juli 1971 erhielt er ohne Wissen des Polizeipräsidenten seine Dienstwaffe zurück. Er hatte sie nach eigenen Angaben zurückgefordert, weil er Racheakte der RAF fürchtete, nachdem die Hamburger Polizei die aus seinem Wohnbezirk Berlin-Spandau stammende RAF-Terroristin Petra Schelm erschossen hatte. Die Polizei fand seine Dienstwaffe im August 1971 in seiner Aktentasche, während Kurras betrunken auf einer Parkbank schlief. Zuvor soll er ein neunjähriges Mädchen sexuell belästigt haben; dessen Eltern zogen die Anzeige jedoch zurück.

Im Mai 1977 griff Kurras einen Fotografen, der ihn vor seinem Haus fotografiert hatte, körperlich an, rief Polizeikräfte zu Hilfe und zeigte ihn an.

Er zwang wenig später eine tschechische Hauswartsfrau mit vorgehaltener Waffe zur Unterschrift unter eine selbstverfasste, für ihn günstige Zeugenaussage zu dem Vorfall.

Diese widerrief die erzwungene Aussage im Prozess gegen den Fotografen.

Daraufhin wurde der Polizeibeamte, der dessen Film vor Ort beschlagnahmt hatte, des Meineids überführt und gestand diesen. Der Fotograf wurde freigesprochen, aber auch Kurras blieb straffrei. Die Tschechin beschrieb im ZDF Ende Mai 2009 auch ein früheres Gespräch mit Kurras, in dem dieser den Todesschuss auf Ohnesorg als gezielte Hinrichtung beschrieben und mit „ein Lump weniger“ kommentiert haben soll.

Kurras wurde zum Kriminaloberkommissar befördert und bezog seit 1987 eine Beamtenpension. Er lebte bis zu seinem Tode mit seiner Frau in einer Eigentumswohnung in Berlin-Spandau.

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Quellen: Die deutschen wikipedia Artikel über Benno Ohnesorg und Karl-Heinz Kurras.

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LG, killerbee

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28 Antworten zu Das „NSU“-Puzzle (4) / Benno Ohnesorg

  1. ki11erbee schreibt:

    Fragt ihr euch, was der Fall „Benno Ohnesorg“ mit dem NSU zu tun hat?

  2. Ronald schreibt:

    Damals genau wie im Fall NSU steckte ein Geheimdienst mit drin.

  3. ki11erbee schreibt:

    @Ronald

    Das mag sein.

    Nein, es ging mir primär um das Verhalten der Polizei und die anschließende Gerichtsverhandlung gegen Kurras.

    Zuerst in Überzahl Unbewaffnete verprügeln, ihnen aus kurzer Distanz in den Kopf schießen, sie trotzdem noch weiter verprügeln, Ärzten die Behandlung verweigern, Beweise verschwinden oder werden nicht zugelassen, Zeugen werden nicht zugelassen, eine Anklage wegen Mordes/Totschlags wurde nicht zugelassen und letztlich wurde der Mörder freigesprochen, obwohl völlig deutlich war, daß er ein lügendes Stück Polizistenscheiße, Human-Abfall in Uniform, war.

    Der Fall Ohnesorg zeigt eindeutig, daß Gerichtsprozesse in Deutschland seit mindestens 50 Jahren durchweg politische Prozesse sind, in diesem Drecks-Arbeitslager namens „BRD“ gab es noch nie einen Gerichtsprozess, dessen Aufgabe die Wahrheitsfindung oder Gerechtigkeit war.

    Von daher ist also der NSU-Prozess mit seinen Beweismanipulationen keine Ausnahme, sondern die konsequente Fortführung einer Linie, die seit mindestens 50 Jahren besteht.

    Der Staat BRD war schon immer eine korrupte Bananenrepublik.

  4. POPE schreibt:

    Der Staat BRD war schon immer eine korrupte Bananenrepublik…

    …und nun geht der Axel Springer Preis an ZUCKERBERG! LOL!!! Niemand scheint das zu stören.

    Ich habe hier mehrmals gelesen, dass die Deutschen in ihrer Unterhündigkeit nichts anderes verdient haben als von den Unsichtbaren gedemütigt zu werden. Gedemütigt? Ja, aber die stupiden Michels merken dies nicht mal…

  5. tirolabua schreibt:

    Hinrichtung ist genau das Wort, an das ich zu Beginn gedacht habe.

    Und solche Psychopathen machen in der BRD Karriere. Einfach abscheulich.

  6. ki11erbee schreibt:

    @tirola

    Die BRD ist ein abscheuliches Land, weil in ihm abscheuliche Menschen wohnen, die abscheuliche Dinge tun.

    Das Äußere und das Innere hängen untrennbar miteinander zusammen.

    Darum kann Deutschland nur von Innen, also durch eine Einstellungsänderung der Deutschen, geändert werden.

  7. Jimmy Rakete schreibt:

    Der BRD GmbH Staat führt Krieg gegen das eigene Volk.
    Wer dagegen aufbegehrt, wird MundTOT gemacht.
    Sowie Damals als auch heute.

    Die Polizei kann anscheinend tun und lassen was sie will.
    Kapitalverbrechen werden ja sowieso vom Staat gedeckt.
    Killer geschützt ….

  8. Notwende schreibt:

    Seltsam, wie sich die Arbeitsweise der Pathologen ähnelt- auch an der Leiche von JFK wurde im Krankenhaus der Erstaufnahme genau auf einer Schusswunde am Hals herumgeschnitten und dann als Versuch der Lebensrettung durch Luftröhrenschnitt hingestellt, obwohl der Präsident am Hinterkopf eine beinahe handtellergroße Austrittsverletzung mit zugehörigem Gehirnmasseverlust hatte und somit töter als tot war.

  9. ki11erbee schreibt:

    @Notwende

    Bei Ohnesorg ging es primär darum, den Schuß zu negieren und den Tod als Folge einer „stumpfen Gewalteinwirkung“ (Schlagstock) darzustellen.

    Dann hätte man nur „Körperverletzung mit Todesfolge“ und hätte zudem nicht bestimmen können, welcher Polizist dafür verantwortlich war, weil Ohnesorg von vielen verprügelt wurde.

  10. Notwende schreibt:

    … bei JFK ging es primär darum, die Ein-Täter-Theorie zu zementieren. Lee Harvey Oswald MUSSTE der einzige Schütze sein – mehr als ein Täter wäre eine Verschwörung gewesen; das denkbar schlechteste Ergebnis für die Hintermänner.

  11. Einer aus Innsmouth schreibt:

    Als Todesursache stellte er einen „Gehirnsteckschuss“ fest. Ein sechs mal vier Zentimeter großes Knochenstück der Schädeldecke mit dem Einschussloch war herausgesägt und die Kopfhaut darüber zugenäht worden.

    Was ich noch nicht ganz verstanden habe bzw. was aus den zitierten Artikeln nicht hervorgeht: ging es bei dieser „Operation“ wirklich um das Vortäuschen stumpfer Gewalt? Ein tiefes Loch im Kopf, offenbar mit darin befindlichem Projektil (?!), ist ja nun nicht gerade ein Indiz für selbige.

    Zumal ja als Todesursache schon bei der Obduktion der Schuß festgestellt wurde. Könnte es möglich sein, daß diese Art von „Operation“ vielleicht auch okkulte Hintergründe hatte? Irgendwie komme ich von diesem Gedanken nicht los.

    Vielleicht ist es einfach nur unglücklich formuliert, und man muß zwischen den unmittelbar behandelnden Ärzten (erstaunlich, wie es gelang, Ohnesorg an gebriefte, korrupte Ärzte auszuliefern – das spricht für vorhergehende Planung) und dem obduzierenden Arzt unterscheiden, wobei sich dann wieder fragt, warum dieser nicht die „stumpfe Gewalt“ bestätigt hat.

  12. ki11erbee schreibt:

    @Einer

    Es ist vielmehr möglich, daß ALLE Ärzte der damaligen BRD obrigkeitshörige Arschlöcher waren, die genau das auf den Totenschein schrieben, was die Politik/Polizei ihnen diktierte.

  13. sk schreibt:

    Anwesende Polizisten weigerten sich zunächst, einen Krankenwagen zu holen. Sie hinderten einen herbeigeeilten norwegischen Schiffsarzt daran, dem Verletzten Erste Hilfe zu leisten.

    Wie sich doch die Begebenheiten ähneln… Parallelen zu heutigen Demos sind rein zufällig.

    Die Berliner Polizeigewerkschaft verlangte am 3. Juni schärfere Maßnahmen gegen das „zügellose Treiben dieses Mobs“ und ein Abgehen vom Kurs der „weichen Welle“ bei der „Behandlung dieser Kriminellen.“

    Da kann ich nur beipflichten, der kriminellen Polizei Einhalt zu gebieten.

    @ Einer

    das spricht für vorhergehende Planung

    Ja, steht ja auch im Artikel, dass die „Greiftrupps“ zum Festsetzen Einzelner oder kleinen Gruppen eingesetzt waren. Der „Greiftrupp“ hat wohl gezielt die Ohnesorg-Gruppe festgesetzt und fertig gemacht und dann Ohnesorg ins „richtige“ Krankenhaus gebracht. Kann mir doch niemand erzählen, dass für so einen Notfall „kein Bett mehr frei ist“.
    Mir wäre auch neu, dass ein Kopfschuss auf dem Flur und nicht im OP operiert wird.

  14. 5nach12 schreibt:

    Nicht nur in Deutschland…. Das Muster wiederholt sich immer wieder:
    G8-Gipfel in Genua….

  15. Pressebeobachter schreibt:

    Flüchtlingsdrama in Hamburg:
    Eine DRK-Ärztin sagte : „Eine Mutter kam zu mir in die Sprechstunde und meinte, ihr Kind schreit nachts vor Hunger“. Seit Wochen werden Kinder nicht richtig geimpft, erhalten keine Eingangsuntersuchung,
    erzählt sie der MOPO von ihren Erlebnissen in einer Erstaufnahmeeinrichtung des DRK, in der mehr als 500 Flüchtlinge untergebracht sind.

  16. Martin Ochmann schreibt:

    In Bayern regiert die CSU, darum:

    „Bayern will Einsatz krimineller V-Leute erlauben“

    http://orf.at/stories/2326396/

  17. what? schreibt:

    meine güte… verräterischer abschaum, hat es schon immer gegeben u. wird es wohl leider immer geben… u. das aber auch überall auf der welt. aber deutschland kann man mit an oberste stelle setzten!

  18. Antisystemsklave schreibt:

    Neue Erkenntnisse der Polizei

  19. ki11erbee schreibt:

    @Antisystemsklave

    Realsatire.

    Und das ganze ehrlose dumme deutsche Geschmeiß kriecht seinen Todfeinden noch in den Arsch und bettelt darum, ihn auslecken zu dürfen.

  20. Antisystemsklave schreibt:

    Messerangriff auf Bundespolizisten
    U-Haft für Täter wird abgelehnt

    Darauf die Reaktion des vorsitzenden Gewerkschafters der Polizei:

    GdP Roland Voss: „Wer eine Messerattacke auf Polizisten als Bagatelle abtut, die keine Festsetzung rechtfertigt, sendet das völlig falsche Signal. Es darf nicht den Anschein geben, dass so etwas toleriert wird.“

    Findet den Fehler…..

  21. smnt schreibt:

    @Antisystemsklave
    „Bagatelle ist eine Diskriminierung ?“

  22. Antisystemsklave schreibt:

    “Wer eine Messerattacke auf Polizisten als Bagatelle abtut, die keine Festsetzung rechtfertigt, sendet das völlig falsche Signal. Es darf nicht den Anschein geben, dass so etwas toleriert wird.”

    Hier die Auflösung:

    “Wer eine Messerattacke auf PERSONEN als Bagatelle abtut, die keine Festsetzung rechtfertigt, sendet das völlig falsche Signal. Es darf nicht den Anschein geben, dass so etwas toleriert wird.”

  23. Bernd B. schreibt:

    Das Thema ist Desintresse.

    Das ist wie eine Krankheit. Geht mich nichts an. Wirklich? Ist das so?

    Natürlich nicht! Das wegschauen ist ein so großes Übel. Bürger mit Rückrad würden dem schnell ein Ende setzen. Es bedroht die Gemeinschaft/Gesellschaft. Wer das duldet, macht sich selbst zum Täter.

    Unterlassung ist ein Straftatbestandt.

    Schweigen bedeutet Zustimmung! A. Bebel

  24. tomcatk schreibt:

    @ Antisystemsklave

    “Wer eine Messerattacke auf Polizisten als Bagatelle abtut, die keine Festsetzung rechtfertigt, sendet das völlig falsche Signal. Es darf nicht den Anschein geben, dass so etwas toleriert wird.”

    Es geht hier NUR um Polizisten! Alle anderen dürfen natürlich nach wie vor straffrei abge******** werden. Ist doch mehr als klar und eindeutig! Der Typ sagt die Wahrheit, da gibt’s keinen „Fehler“ 😉

  25. deutschnationales_feigenblatt schreibt:

    Wieso Fehler? Der Mann ist doch ehrlich wenn er explizit „Gewalt gegen Polizisten“ sagt und nicht gegen Personen! Den gemeinen Bürger kann man ruhig abstechen …

  26. Rheinwiesenlager schreibt:

    Hier noch etwas zu den rätselhaften Todesfällen zu Heilbron:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=31571

  27. Kreuzweis schreibt:

    „Der Fall Ohnesorg zeigt eindeutig, daß Gerichtsprozesse in Deutschland seit mindestens 50 Jahren durchweg politische Prozesse sind, in diesem Drecks-Arbeitslager namens “BRD” gab es noch nie einen Gerichtsprozess, dessen Aufgabe die Wahrheitsfindung oder Gerechtigkeit war.
    Von daher ist also der NSU-Prozess mit seinen Beweismanipulationen keine Ausnahme, sondern die konsequente Fortführung einer Linie, die seit mindestens 50 Jahren besteht.“

    Bravo!
    100% richtige Erkenntnis. Ein Merksatz zum Einpauken!

    Allein an den Holokostprozessen seit Kriegsende wäre die Korruption der Justiz abzulesen gewesen, hätten die BRD-Untertanen genau hingucken gewollt. Der Spießer ist ja gewillt, jeden Unsinn zu glauben, wenn er von „Autoritäten“ sanktioniert wird.

    In diese Skandalreihe gehört auch die Ermordung (und Nichtaufklärung) des obersten Bundesstaatsanwaltes Siegfried Buback (lies: „Der zweite Tod meines Vaters“). Er war einer der wenigen anständigen Ermittler und mußte daher ins Gras beißen!

    Ich weiß nicht, wer verachtenwerter ist: die profitierenden Korrupten oder der die Lüge liebende „Bürger“?

    Ich finde, die Faktenlage – wenn auch nur die Hälfte wahr ist – ist derart erdrückend, daß im Fall Ohnsorg kaum ein Zweifel über das Vorliegen eines Staatsverbrechens bestehen kann. Allein das Entfernen des Einschußloches beweist die Verdunkelungsabsicht.

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