Willkür vor Gericht (1)

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Zschäpe Grasel

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Es geht um diesen Artikel im Tagesspiegel.

Dort wird in allen Details ein Bankraub beschrieben, den angeblich Böhnhardt alleine verübt haben soll.

Es kam damals zu einer „Rangelei“, ein Schuß löste sich, und der Sparkassen-Mitarbeiter wurde lebensgefährlich verletzt.

Zugegeben: üble Sache.

Ich glaube dem Opfer, daß er selbst heute noch unter den Nachwirkungen dieses Überfalls leidet.

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Jedoch einen sehr wichtigen Fakt hat Frank Jansen, der Schreiber des Artikels, bewusst verschwiegen:

Auf dem Hemdsärmel des Angestellten hat der Täter DNA hinterlassen, die untersucht wurde.

Ergebnis:

Keinerlei Übereinstimmung mit Uwe Mundlos oder Uwe Böhnhardt.

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Damit ist der Drops gelutscht.

Ist zwar doof für das CDU-Regime und seinen schönen „NSU“, aber wenn die DNA des Täters nicht zu einem Verdächtigen passt, dann ist Sense.

Case closed.

Dann müsst ihr woanders suchen.

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shrug

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Das ist übrigens nicht das einzige Mal, daß die Forensik die beiden Uwes als Täter entlastet.

Bei einem anderen Überfall, der auch dem „NSU“ zugeschrieben wird, hat man einen Fingerabdruck des Täters sichern können.

Auch der stimmte weder mit Mundlos, noch mit Böhnhardt überein.

Und bei noch einem anderen Überfall hat man ein Haar eines Täters sicherstellen können.

Ratet mal!

Genau: Leider, leider ist dieses Haar verloren gegangen.

Das kennen wir ja schon von Barschel, daß Beweismittel gerne mal verschwinden oder „aus Versehen“ von der Putzfrau weggeschmissen wurden.

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Alles, was ich euch beschrieben habe, sind Fakten, nachzulesen in den Protokollen der Untersuchungsausschüsse.

Der Blog „Friedensblick“ hat die wichtigsten Passagen daraus übersichtlich zusammengestellt;

hier der Link zum entsprechenden Artikel (ist nicht lang).

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Doch nun das Entscheidende.

Was die BRD unter der CDU von einem normalen, aufgeklärten Rechtsstaat unterscheidet, ist der Umgang mit Naturgesetzen.

Wenn man die DNA des Täters mit einem Verdächtigen abgleicht und man feststellt, daß sie nicht übereinstimmt, dann ist wie gesagt alles klar.

Entlastung, Freispruch.

Der Witz in der BRD ist aber, daß die Anklage trotzdem an der Täterschaft festhält.

Und DAS kann einfach nicht sein.

Das hat mit Rechtsstaat nichts zu tun, das hat mit Naturgesetzen nichts zu tun, das ist Willkür, die sogar die von mittelalterlichen Hexenprozessen übertrifft.

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hexenprozess

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Das Schlimme ist, daß das Regime mit diesem Verhalten einen Präzedenzfall geschaffen hat, der in Zukunft alle Angeklagten einer Verteidigung beraubt.

Stellt euch vor, in eurer Nähe wurde ein Verbrechen verübt und der Täter hat Fingerabdrücke am Tatort hinterlassen.

Ihr werdet als Verdächtiger festgenommen und man nimmt eure Fingerabdrücke.

Am nächsten Tag betritt ein Polizist eure Zelle.

„Hallo Herr Müller, wir haben ihre Fingerabdrücke mit denen des Täters abgeglichen.“

„Und?“

„Keinerlei Übereinstimmung“

„Super! Kann ich dann also gehen?“

„Nein“

„Warum nicht? Sie haben doch gesagt, daß es keinerlei Übereinstimmung gibt!“

„Ja, aber sie waren trotzdem der Täter!“

„Wie bitte? Wie kann ich denn der Täter sein, wenn die Fingerabdrücke nicht stimmen?“

„Ist egal. Sie waren der Täter.“

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Das ist nicht lustig.

Das ist bitter.

Nichtmal in afrikanischen Entwicklungsländern findet man so ein willkürliches Vorgehen der Justiz.

Nur in Deutschland.

Rechtsprechung nach Gutsherrenart.

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gutsherrenart

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Und das Beschämende ist, daß fast alle mitmachen.

Ich wette, daß der Autor des Artikels im Tagesspiegel, Frank Jansen, über den NSU genauso gut Bescheid weiß wie ich.

Und er hat EXTRA nicht geschrieben, daß die DNA auf dem Ärmel des Angestellten weder mit Mundlos, noch mit Böhnhardt übereinstimmt.

Denn der Job einer Journutte in Deutschland besteht nicht darin, die Leser aufzuklären, sondern die Hirne der Leser mit der Propaganda des kapitalistisch-faschistischen Merkel-Regimes zuzukleistern.

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LG, killerbee

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26 Antworten zu Willkür vor Gericht (1)

  1. Division Viking schreibt:

    Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

  2. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  3. Jim Jekyll schreibt:

    Bleibt die Frage, warum man die „DNS-Spuren“ nicht einfach „gefunden“ hat – analog zu den RAF-Rentnern im Untergrund, die pro Jahrzehnt einmal auftauchen, um Banken zu überfallen (mit Panzerfäusten).
    Bzw. diese „Tatsache“ einfach in diesem Zeitungsbericht einfach reingesetzt worden ist. Vorteil: Risiko Null, und auch die letzten potentiellen Kritiker (wie Killerbee) wären überzeugt!
    Und die Mode, an den Tatorten Reisepässe zu verlieren, hat die früher üblichen „Bekennerschreiben“ seit etwa 20 Jahren weltweit abgelöst.
    (Außer natürlich in der Türkei)!

  4. Jim Jekyll schreibt:

    … Was daran liegt, daß die türkischen Geheimdienstler die vorrätigen Ausweisdokumente lieber an Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa verticken.

  5. KDH schreibt:

    Warum sollte sich das Regime an Fakten zur Beweisführung orientieren. Das ist simple Beweislastumkehr, wie sie vor bundesdeutschen Finanzgerichten tägliche Praxis ist:

    Da sind keine DNA-Spuren auf dem Hemdsärmel? Unerheblich, den sie KÖNNTEN dort sein! Und lt. statistischen Erhebungen der letzten Banküberfälle sind sie auch mindestens dort. Können weder Mundlos noch Bönhardt beweisen, daß sie NICHT dort sind, bzw. die gefundenen Spuren nicht zu ihnen gehören, dann waren sie es. Und damit gilt als „bewiesen“, daß Zschäpe geholfen hat. Fall geschlossen, „im Namen des Volkes….blabla“.

  6. Rüdiger schreibt:

    „Da muss es doch irgendwie einen einen Ausweg geben, fragt der Narr den Dieb“

    Bob Dylan „All along the Watchtower“ bekannter von Jimmy Hendrix.

    Da sind sie die 2, der Narr, der den Dieb nach dem Ausweg fragt!

    In dem kurzen Stück geht es auch um das Geldsystem, natürlich nicht so ausführlich!

  7. Bärliner schreibt:

    @KB Rechtsprechung nach Gutsherrenart.

    Das ist Diktatur. Jetzt bekommt auch der „Wessi“ was der „Ossi“ kannte und zu schnell vergaß.

    Der Berliner Tagesspiegel ist bekannt für Pseudojournalismus. Nur die immer noch viel zu vielen treuen Leser wollen es nicht wahrhaben.

    „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf“

    Ein Blog der sich den AgitProp des „Tagesspiegel“ näher anschaut.

    https://diskurskorrekt.wordpress.com/

  8. smnt schreibt:

    Neuer Presse Kodex
    „An alle angestellten Journutten und Presstituierten,
    Bitte tragen Sie in Zukunft, zur Sicherheit aller Beteiligten,
    sowohl in der Redaktion, als auch unter Schafen,
    ein rotes Fahrradblinklicht am äußersten Ende,
    ihres Lügenanzeigers. Bitte achten Sie auch darauf jeweils
    sie korrekte Länge nachzustellen.“
    -aus dem Augenauf-Anzeiger-

  9. ki11erbee schreibt:

    @Jim Jekyll

    Weil es zum Zeitpunkt des Überfalls (2006), als die DNA-Spur untersucht wurde, noch gar keinen „NSU“ gab.

    Auf die Idee, einen „NSU“ zu kreieren, kam man vermutlich erst 2011 und da wäre es zu auffällig, rückwirkend 5 Jahre alte DNA-Proben zu manipulieren.

  10. sk schreibt:

    Wie KDH schreibt ist das Nichtauffinden von DNA kein Beweis, dass die Uwes nicht da waren. Das ist vielmehr ein Beweis dafür, wie gefährlich die Neonazis und insbesondere der NSU in Wirklichkeit sind / waren, wenn sie sogar dazu in der Lage sind während einer Tat Fingerabdrücke und DNA zu fälschen.

  11. ki11erbee schreibt:

    @sk

    Wir reden von zwei verschiedenen Dingen. Wenn man keinerlei DNA des Täters findet, dann ist das tatsächlich keine Entlastung.

    Wenn man aber DNA findet, die sicher dem Täter gehört, und diese nicht mit den beiden Uwes übereinstimmt, dann ist das eine 100%ige Entlastung.

    Aber:

    Selbst wenn die beiden Uwes die ihnen zur Last gelegten Verbrechen nicht begangen haben; sie hätten sie begehen können!

    Und das ist das einzige, was zählt.

  12. sk schreibt:

    Killer, danke für die Aufklärung. Zur Spuren“sicherung“ hätte ich es so sicher nie gebracht… oder ich wäre extrem suizid gefährdet.

    Warum wurde eigentlich der Mord an Mannichl nie mit dem NSU in Verbindung gebracht? Das würde doch 1A passen und der könnte noch Jahre als einziger NSU-Überlebender durch die Talkshows reisen und diese Offenkundigkeiten über seinen Mord und die Gefährlichkeit des NSU einem staunenden Publikum verkünden.

  13. deprivers schreibt:

    Man darf nicht vergessen, daß das NSU-Trio des Bankraubs „überführt“
    worden durch einen dubiosen Rucksack in dem ausgebrannten Wohn –
    mobil. Bei der ersten Durchsuchung fand man nichts !!! und als der
    Rucksack zirka einen Monat später erneut durchsucht wurde, da
    fand man dann plötzlich das Geld aus den Banküberfällen darin !

  14. SitaDroowan schreibt:

    Typisch für die deutschen Medien und die Politik:

    Es gibt keinen Grund, eine gute Theorie aufzugeben, nur weil sie nicht stimmt. 😉

    Also verdreht und lügt und behauptet und verleumdet und ächtet man weiter, so lange es geht, und nach dem hundertsten Artikel mit gleicher Zielsetzung glaubt der blöde Michel dann schon, dass es gar nicht anders sein kann.

    „Aussitzen“ nennt man das in der Politik. Merkel macht das gerade. Und weil sie das so gut kann, nehmen die Medien das auch gern zum Vorbild.

    Dass da eine Killerbiene einem ständig in die Parade fahren muss. ^^

  15. ki11erbee schreibt:

    @Sita

    Der Verdienst gebührt Fatalist.

    Fatalists Problem ist, daß er von Didaktik keinen blassen Schimmer hat.

  16. sk schreibt:

    Fatalist argumentiert damit, dass das alles viel zu komplex ist, wenn man sich in die Feinheiten einarbeitet, als das man das so einfach auf den Punkt bringen könnte, wie du es tust Killer. Klingt für mich auch plausibel, da er wirklich eine Menge Stoff ab- und aufarbeitet.
    Das Manko da ist eben: Es versteht kein Mensch.

    Du kondensierst das Wesentliche raus und das für jeden verständlich. Wenn man beim Fatalisten nicht von Anfang an dabei ist, versteht man nur Bahnhof oder ist gelangweilt. So gehts mir zumindest, wenn ich da ab und zu mal schmökere.

    Eine Frage des Anspruchs. Wer es detailliert bis ins Letzte braucht, für den gibts nichts besseres als den Fatalisten. Der wird von dir gelangweilt sein.
    Wer es auf den Punkt will, der liest bei dir oder vielleicht bei noch „die Anmerkung“. Der wiederum, so wie ich, wird vom Fatalisten gelangweilt sein.

  17. kritischer Bürger schreibt:

    Beste Zusammenarbeit von deutschen und türkischem Geheimdienst:

    Türkische Spione in Deutschland sollen Erdogan-Gegner ans Messer geliefert haben.

    Die deutschen Sicherheitsbehörden wissen seit Jahren, wie rücksichtslos die Spione von Hakan Fidan in der Bundesrepublik agieren – dennoch nimmt man auf den Nato-Partner Rücksicht.

    Falls ein Rollkommando für harte Bestrafungsaktionen benötigt wird, stehen die Schläger der nationalistischen Grauen Wölfe gern bereit.

    http://www.focus.de/politik/ausland/politik-und-gesellschaft-erdogan-und-seine-schattenkrieger_id_4776655.html

    Da ist die Verbindung zum „NSU“ nicht mehr weit.

  18. ki11erbee schreibt:

    @kritischer Bürger

    Und die Angehörigen der Opfer lügen nicht einmal, wenn sie sagen, daß die Täter Rechtsextreme sind.

    Graue Wölfe.

    Daß es deutsche Rechtsextreme sind, hat ja niemand behauptet…

  19. KDH schreibt:

    Also entweder waren das geführte Thüringer Trio DIE cleveren Kriminellen seit Menschengedenken, oder der Untersuchungsausschuß hat durch die Blume zugegeben, daß der „NSU“ erst nachträglich erschaffen wurde! 😀

    Zitat:
    „Doch insgesamt beschwichtigt der Ausschuss die von ihm selbst aufgedeckten Fehler fast schon nachsichtig. So heißt es, dass die Ermittler dem NSU als Kiesewetter-Mörder sicher selbst dann nicht auf die Spur gekommen wären, wenn sie gar nichts falsch gemacht hätten.“

    LOL….so wirds wohl gewesen sein!?
    Ansonsten „Deutsche anno 2016“ vom Allerfeinsten: Maximal dick aufgelasene Backen ohne die geringste Substanz!

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article152335707/Die-kritiklose-NSU-Aufklaerung-im-Schnelldurchgang.html

  20. Nachtgrapp schreibt:

    sk . Warum wurde eigentlich der Mord an Mannichl
    Lieber sk. Manichl lebt. Wurde nur etwas angepikst.

  21. jak schreibt:

    Ein interessanter und aufschlussreicher Artikel in der FAZ. Hier lernt man für wen Merkel die Refutschen ins Land schaufelt. Da wird dick Kohle gemacht. Hotels, Caterer, Ärzte, Wohlfahrtsverbände, Bauindustrie, usw usw…

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/das-geschaeft-mit-den-fluechtlingen-boomt-14076977.html

  22. sk schreibt:

    @ Nachtgrapp

    Ich weiß 😉
    Deswegen schrieb ich ja, dass man ihn doch gut durch die Shows als einziger NSU-Überlebender schleifen könnte, der den Schlangennazi-Uwe ganz klar gesehen und erkannt haben wird.

    Ich hätte auch vom Mord an Frau Reker schreiben können.

    Laut Presse konnte man das bei beiden ja fast annehmen.

  23. Luisa schreibt:

    @Jak:Es gibt Pfefferspray jetzt schon in Pferde -und Reiter Shops …

  24. Inländerin schreibt:

    @ Luisa

    Mit Pfefferspray darf man sich nur gegen Tiere verteidigen …

  25. sk schreibt:

    @ Inländerin

    Du darfst dich nur nicht erwischen lassen.

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