Auflösung

.

Idee

.

Im letzten Artikel ging es um die Formulierung „Geld verdienen“.

Das sich darin ausdrückende Dogma lautet, daß Geld irgendeinen Eigenwert habe und erst dadurch, daß man jetzt gearbeitet hat, sei man „würdig“, dieses „wertvolle“ Geld als Gegenleistung zu erhalten.

Geld jedoch hat keinen Eigenwert, es braucht keinen Eigenwert zu haben.

Geld ist lediglich ein „Vehikel“, welches uns erlaubt, unsere Leistungen gegeneinander auszutauschen.

.

Ob das Vehikel „Geld“ seine Funktion erfüllt, ist selbstverständlich primär davon abhängig, ob wir überhaupt Waren/Dienstleistungen zum Austausch anbieten.

Wenn es sich bei dem Volk um Selbstversorger handelt, die nur für den eigenen Bedarf herstellen (z.B. irgendwelche Hirten in der Mongolei), gibt es keine Spezialisierungen und keine Überschüsse, die über den eigenen Bedarf hinausgehen.

Somit gibt es keine Märkte.

Wo es keine Märkte gibt, gibt es keine Notwendigkeit für Geld.

Ein Tauschmittel macht nur dann Sinn, wenn es überhaupt etwas gibt, das man tauschen kann!

.

Es ist also eigentlich bereits falsch, vom „Wert“ des Geldes zu sprechen.

Geld hat keinen Wert, es hat lediglich eine Funktion: den Austausch von Waren/Leistungen zu ermöglichen.

Wenn man doch von einem „Wert“ sprechen möchte, so ergibt sich dieser aus der Relation zur Warenmenge.

.

Nehmen wir ein ganz einfaches Beispiel, nämlich ein isoliertes 10 Millionen Volk, wo jeder einmalig 1000 Taler bekommmen hat.

Das heißt, daß innerhalb dieses Volkes 10 Milliarden Taler verteilt sind und ständig umherfließen.

Was man sich für seine Taler kaufen kann, ist abhängig von der Produktivität.

Ist die Ernte gut, bekommt man für sein Geld mehr; ist die Ernte schlecht, bekommt man weniger.

.

Hier sieht man bereits die wichtigste Erkenntnis: nämlich daß Geld keinen Eigenwert haben kann.

Hätte Geld irgendeinen fixen Eigenwert, müsste man ja immer gleich viel für seine Taler bekommen.

Wieviel die Taler wert sind, schwankt jedoch ständig, nämlich in Abhängigkeit von der Produktivität.

.

Damit sind wir wieder am Anfang angekommen.

Wir haben jetzt verstanden, daß Geld keinen Eigenwert hat.

Es ist lediglich ein Stück Papier/Metall, das uns Leute zur Verfügung stellen, um die Sachen/Leistungen auszutauschen, die wir selber herstellen.

Welchen Wert dieses Geld hat, ist ausschließlich von unserer Produktivität abhängig; die Banken tun NICHTS, um die Stabilität der Währung sicherzustellen.

.

Wenn man das verstanden hat, wird man niemals wieder sagen, man habe durch seine Arbeit „Geld verdient“.

Nein, man hat durch seine Arbeit dafür gesorgt, daß überhaupt ein Wert entsteht, der diesem Stück Papier gegenübersteht.

Erst die von uns erzeugten Werte sorgen dafür, daß Geld als „wertvoll“ wahrgenommen wird.

Und um es ganz präzise auszudrücken:

Erst unsere Arbeit sorgt dafür, daß Geld überhaupt seine Funktion erfüllen kann.

Die korrekte Antwort lautet also:

„Nein, du hast mit deiner Arbeit kein Geld verdient, du hast durch deine Arbeit dafür gesorgt, daß das Geld überhaupt erst einen Wert bekommt!“

.

Daß ausschließlich die Produktivität den Wert des Geldes bestimmt, zeigt doch die unterschiedliche Entwicklung von Slotty oder Lira im Verhältnis zur D-Mark nach dem Krieg.

Alle drei Währungen waren lediglich aus Papier und Blech.

Trotzdem hatte die D-Mark viel mehr „Kaufkraft“ als die beiden anderen Währungen.

Na, und woran lag das?

Weil die Deutschen einfach viel mehr herstellten, was man kaufen konnte, als die Türken oder Polen!

Deutschland war von vornherein als Arbeitslager konzipiert und wenn die Deutschen etwas können, dann ist es Arbeiten!

.

Gerade Kinder verstehen oft noch intuitiv das Geldsystem.

Einmal hörte ich ein Kind quengeln: „Mama, Geld ist doch dafür da, daß man sich was dafür kauft!“

Das Kind hat völlig Recht.

Das ist der einzige Sinn und Zweck von Geld.

Und wer stellt die Sachen her, die man sich für Geld kauft?

Der Arbeiter.

Wer bestimmt also über den Wert des Geldes?

Der Arbeiter mit seiner Produktivität.

.

Darum muss ich lachen, wenn mir irgendwelche Leute Angst machen wollen mit „Die Banken crashen! Das Geld ist alle! Hülfee!“

Meine Antwort darauf lautet immer: „Solange wir genug Waren produzieren, um uns am Leben zu erhalten, ist das kein Problem. Dann drucken wir eben unser eigenes Geld.“

Darauf kommt dann: „Dann gibt es Inflation!“

Worauf ich sage: „Das werden wir ja sehen…“

Habt darum keine Angst vor einem „Bankencrash“.

Alles, was die uns anbieten, ist bedrucktes Papier.

Welches Problem ist wohl schwerwiegender:

a) wenn ein Volk nicht genug Waren herstellt, um zu Überleben

b) wenn ein Volk genug Waren zum Überleben herstellt, aber kein bedrucktes Papier hat?

.

Darum werden die Banken niemals „crashen“.

Denn wenn sie „crashen“ könnten die Leute, die die nach wie vor vollen Regale im Supermarkt sehen, verstehen, daß wir gar nicht das Geld der Banken benötigen.

Wir können auch einfach selber Papier bedrucken und zum Tauschen verwenden, schon haben wir „Geld“.

Solange wir genug herstellen, wird das Geld immer seine Funktion erfüllen; ob das Geld vom Staat oder von Banken herausgegeben wird, ist für seine Funktion irrelevant.

.

Einzige Anforderungen an Geld:

a) Es muss fälschungssicher sein.

b) Der Staat darf die Geldmenge nicht sinnlos erhöhen, sondern nur, wenn die Produktivität im selben Maße zunimmt.

.

LG, killerbee

.

.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

17 Antworten zu Auflösung

  1. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  2. deutscheeinheiteu schreibt:

    Du hast recht.

    Die einzigen die Angst vor einem Crash haben sind die, die das Geld horten. Weil es ja sein könnte das sich dieser Wert halbiert.

    Trotzdem ist es noch ein weiter und Steiniger Weg für eine gerechte Verteilung dieser Werte zu kämpfen.

  3. natureparkuk schreibt:

    Hallo Killerbiene,
    Wie du schon oefter geschrieben und per Video gezeigt hast: In 1933 hatte ein Politiker in Deutschland, dank vernuenftiger Anwendung des Geldsystems, ein Wirtschaftswunder entfalten. Die Angst des Grosskapitales, dieses Beispiel koennte Schule machen, war so gross sie stuertzten die Welt lieber in die Katastrophe des zweiten Weltkrieges.
    Vielleicht ist Wissen ja Macht, aber Wissen birgt auch Gefahren.

  4. Aufgewachter schreibt:

    @Killerbee: Entschuldigung für den Offtopic-Kommentar, aber ehe ich es wieder vergesse … Es hat mich auch ein wenig geschockt, als ich darauf stieß …

    Wenn Du – Killerbee – in einem Artikel wieder mal die Polizei negativ im Blick hast, dann bietet der Fall Petra Timmermann ein gutes Beispiel. Die wehrt sich jetzt schon mehrere Jahre vergeblich gegen die GEZ. Vor kurzer Zeit hat sie geschrieben, dass die Polizisten, die bei einer „Vollstreckungsmaßnahme“ anwesend waren, vor Gericht bewusst Falschaussagen tätigen, also dreist leugnen. Das Dumme ist nur, Timmermann hatte in ihrer Wohnung eine Tonaufnahme gemacht (wurde auch hier mal irgendwo im Kommentarbereich verlinkt), um Beweise für später zu haben, die sogleich die Verkommenheit dieses Staates dokumentieren. Und dort ist eindeutig das Gegenteil der Polizistenaussagen belegt! Die Polizisten sind natürlich auch nur ein Teil dieses – kann man wohl sagen – Komplotts gegen jene Frau.

    Es ist sicherlich mühsam, sich das durchzulesen, aber es „lohnt“ sich, wie ich finde:
    http://www.petra-timmermann.de/Meinung/2013/GEZ.html

    Danke für Dein Verständnis!

  5. RondoG schreibt:

    Klasse!
    Das Thema Geld ist wichtig. Jeder sollte es verstehen, als Prophylaxe, damit in naher Zukunft mit dem Geld kein Schindluder mehr getrieben werden kann, bzw. sich niemand mehr davon hinters Licht führen lassen kann.
    Aufklärung über das Geldsystem ist eines der elementarsten Themen überhaupt.

  6. hajduk81 schreibt:

    Erstklassig und präzise wie immer.
    Dennoch möchte ich einwenden das der Arbeiter dennoch mit der Aussage recht behält wenn er sagt das er Geld verdient hat! Eben deswegen weil er sich dieses Geld durch seine Arbeitskraft erarbeitet hat. Natürlich, er sorgt durch seine Arbeit und seinen Fleiß dafür, daß der Zaster erst einen Wert bekommt, aber mit „sich sein eigenes Geld verdienen“ ist wohl eher gemeint, daß sich jeder selbst wohl der nächste ist in diesem System.
    Der Arbeiter schaut also gar nicht darauf wie wichtig er ist, sondern möchte nur den Lohn für seinen Dienst bekommen und hinterfragt auch nicht mehr. Wäre sich der deutsche Arbeiter seiner Macht bewusst, so müsste dieser Staat kapitulieren.

  7. ki11erbee schreibt:

    @deutsche

    Nein, das ist falsch. Wenn die Banken „crashen“, es also weniger Geld gibt, dann wird der Wert des gehorteten Geldes nicht sinken, sondern steigen.

    Der Wert von Geld fällt dann, wenn die Wirtschaftsleistung abnimmt, also dem Geld weniger Waren gegenüberstehen.

    Bleibt die Warenmenge konstant und die Geldmenge nimmt ab, dann steigt der Wert des Geldes.

    Und das ist der Grund, warum die Reichen sich immer darum bemühen, allen anderen so wenig Geld wie möglich zu lassen:
    damit ihr Geld wertvoll bleibt und damit die Preise niedrig bleiben.

    Denn der Verkäufer muss seine Preise an den Lohn der Mehrheit anpassen und nicht an das Vermögen der Reichen, weil er seinen Gewinn über die Masse macht und ein Reicher nicht mehr Brötchen kauft als ein Armer.

  8. nervender Kommentator schreibt:

    Killerbee, was ist Dein Beruf? Du kannst einen perfekt „besoffen quatschen“, so daß man die Zirkelschlüsse beim ersten Lesen glatt übersieht…

    Du fährst beim Geld immer auf den nicht vorhandenen Eigenwert ab und drehst das jetzt auf FIXEN Eigenwert, der einer immer gleichen Warenmenge gegenübersteht. Kannst Du mir ein Ding nennen, was so einen fixen Eigenwert hat? Mir fällt keins ein, warum sollte jemand nun ausgerechnet beim Geld sowas erwarten? Weder ein Goldstück noch eine Möhre haben einen fixen Eigenwert, der Unterschied ist: die Möhre ist nach kurzer Zeit verdaut oder verfault, das Goldstück in zehn Jahren immer noch ein Goldstück…

    Was ist mit „Butterberg“, „Autos auf Halde“ usw.? Wenn die gestiegene Produktivität in mehr Produkte umgesetzt ist, müßte doch der Wert meines Geldes steigen bzw. die Autos und Butter so billig werden, daß ich ganz viel davon kaufe. Tuts aber nicht, die lassen die 30000Euro-Audis lieber für den Preis unverkauft, statt sie für 20000 auf den Markt zu werfen. Ähnlich, wenn auch anders war es in der DDR oder SU – es gab eigentlich schon alles – aber nicht für DDR-Mark oder Rubel.

    Ich arbeite also schon „für Geld“, das Geld dokumentiert meinen Anspruch auf Gegenleistung. Wenn ich es annehme, VERTRAUE ich darauf, gestützt auf allgemenen Konsens oder staatliche Gewalt, diesen Anspruch irgendwann einlösen zu können. Gleichzeitig SPEKULIERE ich darauf, daß mein Anspruch zumindest nicht weniger wird, vielleicht sogar steigt. Denn meine überschüssige Gegenleistung möchte ich für große Ausgaben oder schlechte Zeiten ansammeln. Vorratshaltung eben, kein Keller voll Gurken, Kartoffeln, Schinken – stattdessen ein paar Scheinchen unterm Kissen.

    Das Problem der Bankencrashs liegt nicht darin, daß plötzlich Geld verschwindet. Es liegt in der Giralgeldschöpfung.

    Und in Deinem letzten Absatz hast Du das perfekte Argument geliefert, warum Edelmetalle das ideale Geld waren (sind?):
    – fälschungssicher
    – der Staat kanns nicht beliebig vermehren, da es selten und teuer zu fördern ist
    🙂
    Also nicht, weil das Zeug einen inneren Wert hätte.
    Und außerdem kann man dem kleinen Mann noch die Illusion erhalten, mit etwas Glück beim Stochern im Bach den dicken Goldklumpen zu finden, also auch mal fast leistungslos an Reichtum zu gelangen, wie die Großen. Bitcoin macht das ja ähnlich

  9. ki11erbee schreibt:

    @nervender

    Auf Wunsch eines anderen Kommentators bin ich dazu übergegangen, alles Falsche einfach durchzustreichen, statt zu löschen.

    Bei deinem Kommentar ist alles falsch; der Smiley lässt sich leider nicht durchstreichen.

    MfG

  10. smnt schreibt:

    @KB
    Passdscho.
    „Die deutschen Verbraucherschutzminister denken seit 2010[6] darüber nach, ob die Smileys auch als Hygiene-Siegel für Gaststätten[7] dienen können. Die politischen Abstimmungen erfordern jedoch ihre Zeit und die Smileys bilden nur eine Alternative für die Visualisierung.[8][9]“,
    https://de.wikipedia.org/wiki/Smiley

  11. RondoG schreibt:

    @ki11erbee
    Besonders bei @nervender Kommentator’s letztem Satz, hab ich einen dicken Hals bekommen! Butterberge und Milchseen sind mir geläufig, ein anderes Thema und das Problem von Spezialbetrieben die sich auf schnell verderbliche
    Waren spezialisiert haben. Das gibts nur bei den Massenproduzenten, die kein zweites Standbein haben. Etwas billiger abzugeben ist immer ein Verlust vom Arbeitswert, da der Aufwand ja gleich bleibt!

  12. Timmy schreibt:

    @ ki11erbee

    in Ordnung, die Angst vor dem Bankencrash hast du mir (schon längst) genommen.

    Bleibt die Angst (oder das Risiko) von den Angelsachsen überfallen zu werden, falls wir uns doch erdreisten, unser eigenes Geld herauszugeben.

    Nebenbei, so anschaulich und gut formuliert wie du alles darstellst, ist und bleibt dieser Blog eine wahre Bereicherung für alle Hungernden (nach Aufklärung und Wahrheit).

    Dass du als „normaler“ Lehrer dich nicht etablieren konntest, wundert mich nicht. Hier bist du der viel bessere.

    Muss gerade lachen. Was würde wohl Herr Außnahme-Experte *Räusper* Hans Werner UnSinn zu deinem Wochenend-Artikel sagen?

  13. RondoG schreibt:

    Was auch noch ein gewaltiges Problem in der Wirtschaft ist, welches mir immer wieder auffällt, ist die sehr große Fixierung, nicht unbedingt die Spezialisierung auf bestimmte Produkte. Bei der Autoindustrie und bei technischen Geräten ist dies besonders so, dass z.B. Autos produziert werden und nicht mehr verkauft werden, weil der Markt bereits gesättigt ist. Diese rosten nun vor sich hin, obwohl sie nagelneu sind, werden sie nicht mehr verkauft. Das ist einfach nur reine Verschwendung von Ressourcen! Es muss marktsättigend produziert werden, nicht marktübersättigend!

    Auch bei Geräten, wie z.B. Staubsaugern oder Kühlschränken ist dies oft der Fall. Statt sich am allgemeinen Konsum zu orientieren wird viel zu viel produziert auf Lager (nicht mehr ganz so stark wie damals, weil meistens just-in-time). Es müsste eigentlich in den Firmen umdisponiert werden, von Produktion auf Instandhaltung, wenn der Markt gesättigt ist. Klar gingen dann auch Arbeitsplätze verloren, das liegt aber in der Natur der Sache, wenn man ressourcenschonend produzieren will. Irgendwann pendeln sich die Verhältnisse ein. Daß es nichts bringt, in kurzer Zeit viel zu produzieren hat man z.B. bei Opel gesehen. Was nützt es, 1000 Arbeiter zu beschäftigen, den Markt schnell zu übersättigen und dann 400 Arbeiter zu entlassen, während neue Fahrzeuge nicht mehr verkauft werden können (Stichwort Abwrackprämie).

    Viele kennen das Problem sehr genau. Man kauft sich einen neuen Haartrockner zum Beispiel und dann ist das Teil von sehr schlechter Qualität, kauft sich einen neuen und so weiter.
    Sowas ist total resourcenverschwendend! Besser wäre es, nach Marktsättigung + gewissen Anteil Lagerreserve, sich nur noch auf Ersatzteile und Wartung der vorhandenen Geräte zu konzentrieren. Man kauft sich doch lieber ein Gerät von guter Qualität an das man sich gewöhnt und es bei Bedarf warten lässt, statt ständig ein neues billiges Produkt.
    Geräte von sehr guter Qualität würde ich immer bevorzugen. In der Familie hatten wir eine Waschmaschine die über 30 Jahre alt war der Marke mit „M“.
    Es gab über Jahrzehnte Ersatzteile dafür, sie lief und lief. Doch vor ein paar Jahren war dann das endgültige Aus für das Gerät gekommen, wegen nicht mehr lieferbaren Ersatzteilen. Wenn es die Ersatzteile noch gegeben hätte, dann würde sie noch heute laufen.

    Arbeiter müssen auch flexibel sein und es muß in Zukunft ressourcenschonender produziert werden, damit nicht die Geräte nicht vor sich hingammeln. Denn es ist unverantwortlich, wie gesagt, neue Geräte für den Abfall zu produzieren, da ja auch Arbeitskraft in den Geräten steckt. Und wie festgestellt darf man den Wert der Arbeitskaft nicht verfallen lassen.
    Bei den neuesten technischen Geräten ist dies leider sehr oft der Fall, wegen den ständigen Innovationen, wie z.B. Kameras, PCs, Audiogeräte, usw.
    Es wäre wünschenswert, nur noch vernünftig ausgereifte Geräte auf den Markt zu werfen mit extrem langer Lebensdauer, dafür wären viele auch bereit auf bahnbrechende Innovationen länger zu warten, statt ein kurzlebiges Produkt zu erwerben. Die Hardware muss stimmen. Auf Firmwareupdates kann man sich gedulden, aber die Geräte müssen einfach gut sein, kein wertverlustbehafteter Industrieschrott sollte es sein. Schont die Umwelt und die Nerven.

    Bei den Molkereibetrieben (schnell verderbliche Waren) müsste eine weite Dezentralisierung stattfinden, damit nicht irgendwo eine Übersättigung eintritt und die Ware verdirbt, was immer auch einen Wertverlust darstellt. Außerdem wäre das auch eine Energieeinsparung wegen den weiten Transportwegen, was Produkte zusätzlich teurer macht. In der heutigen Zeit dürfte das mithilfe von Datenbanken und Statistiken durch Computervernetzung doch kein Problem mehr darstellen. Die Schwankung am Warenwert sollte irgendwie auf ein Minimum gedrosselt werden. Ein weites Thema.

    LG,
    RondoG

  14. Heinrich der Löwe schreibt:

    verdammt richtig und wenn man das verstanden hat ist auch klar wieso gold doch brauchbar ist. denn wenn die banken crashen, ist das volkswirtschaftlich weniger schlimm wie angenommen-du hast es ja grad beschrieben aber der kleine mann hat bei allen anderen formen um seine arbeitskraft zu konservieren große
    nachteile.

  15. ki11erbee schreibt:

    @Heinrich

    Man kann Arbeitskraft nicht „konservieren“. Wenn die Bauern nächstes Jahr nicht mehr ernten, die Milchbauern keine Kühe mehr melken und die Bäcker kein Brot mehr backen, dann sind die Regale leer.

    Sie werden auch nicht dadurch voller, weil du irgendein Metall in deiner Wohnung hast.

  16. RondoG schreibt:

    @Heinrich
    ki11erbiene beschreibt es doch sehr gut. Man kann keine Arbeitskraft „konservieren“. Viele denken zwar Gold und Silber seien eine gute Anlagemöglichkeit, aber es ist eben auch nur Teil des Systems. Dreimal darfst du raten wer in Besitz des meisten Goldes ist. Wenn du das weißt, dann hast du auch schon die Antwort, warum Edelmetalle niemals eine Alternative sein können.
    Werte wie Know-how, Wissen, Arbeitsleistung, Fleiß, Leistung sind reale Werte die nutzbar sind, alles andere ist kalter Kaffee. Denn was nützt es einen Dagobert Duck einen unermeßlichen(?) Reichtum(?) zu besitzen, wenn auf der anderen Seite kein Gegenwert vorhanden ist? Da kann er sich von Golddukaten ernähren oder wie?
    Potentielle Werte und verfügbare Werte sind ausschlaggebend! Nur wenn eine gute Balance zwischen Werten und nutzbaren Gegenwerten existiert, kann es funktionieren. Sobald diese Ausgewogenheit nicht mehr herrscht, kippt es.

  17. Helga Schmidt schreibt:

    Liebe Biene und Mitstreiter, leider sitzt ihr einem populären Irrtum auf. Unser heutiges Geld ist kein Tauschmittel und in aller Regel auch nicht durch den Wert irgendeiner Arbeit (also durch Konsumgüter) gedeckt! Es ist ein Schuldtilgungsmittel, da es nur dann erzeugt wird, wenn jemand einen Kredit aufnimmt und ebenso primär dazu dient, diesen zu tilgen. Natürlich kann es auch als Tauschmittel, um Steuern zu begleichen, im Kasino (Börse) zu zocken, etc. verwendet werden, aber das ist sekundär. Es gibt übrigens drei Arten von Geld, welche durch drei völlig unterschiedliche Strukturen erzeugt werden. 1) Euroscheine von der EZB, 2) Euromünzen von den Staaten und 3) Giralgeld (also Zahlen im Computer) von den Banken. Diese drei Gelder sind allesamt durch Schulden gedeckt und die Schulden wiederum durch das, was der Kreditgeber als Pfand akzeptiert. (z.B. Grundschulden, Staatsschulden, etc.) Dass alle drei Gelder auf dem Markt untereinander handel- und konvertierbar sind, vernebelt ein wenig die Tatsache, dass es sich prinzipiell um verschiedene Gelder handelt. Nun zur wichtigsten aller Fragen: “ Was passiert, wenn alle Schuldner ihre Schulden zurückzahlen?“ Richtig: „Dann gibt es kein Geld mehr!“ Das hört sich für viele Menschen völlig absurd an, da ja schließlich alle Politiker vom zurückzahlen der Schulden schwafeln. Es ist aber so. Gelingt es nicht, immer wieder neue Pferde zu finden, die noch mehr Wasser saufen (also aufschulden) können, kollabiert das System in einer Krise. Der Ausweg: Krieg bzw. Währungs- und Schuldenschnitt. in aller Regel wird Option 1 gewählt. (Kommt demnächst wieder) Es wäre sehr schön, wenn Geld durch Waren, Arbeitskraft, Produktivität und Innovationen gedeckt wäre, aber leider ist dem nicht so. Die traurige Wahrheit: Ihr arbeitet alle umsonst, denn Deutschland verschenkt seine Waren komplett ins Ausland. Wie geht dass denn? Ganz einfach: Wir liefern die Waren und das Geld zum bezahlen gleich mit dazu! (Das Geld natürlich in Form von Kredit, welchen wir quasi ohne jegliche Sicherheiten z.B. nach Griechenland vergeben) (Stichwort: TARGET II-Salden, etc.) Für große Konzerne ist das ein super Geschäftsmodell, nicht aber für uns, die Arbeitnehmer. Denn unsere Spareinlagen, Lebensversicherungen und Pensionen liegen längst in Form entsorgter Konsumprodukte auf den Müllkippen dieser Welt. Unser Geld welches wir als Ausgleich für unsere Arbeitsleistung bekommen haben, ist schon lange weg, es hat Uns nur noch niemand gesagt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s