DNA-Spuren

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Detektiv

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Dies ist ein grundsätzlicher Artikel, in dem ich über den „genetischen Fingerabdruck“ aufklären möchte.

Die DNA ist für jeden Menschen einzigartig, man hat sogar bei eineiigen Zwillingen Unterschiede gefunden.

Fast jede Zelle des Körpers enthält DNA und durch bestimmte, sehr empfindliche Analysemethoden lassen sich winzigste DNA-Spuren sicher auswerten.

Man sollte darum meinen, daß die Analyse von DNA-Spuren die beste Methode ist, um die Täterschaft nachzuweisen.

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Genau das ist aber nicht der Fall.

Es ist umgekehrt.

Gerade weil jeder die ganze Zeit DNA-Material verliert, zum Beispiel durch Haarausfall oder normalen Zellverlust, können Unbefugte leicht Zugriff auf die DNA gewinnen und diese dort platzieren, wo man gerne die Täterschaft implizieren möchte.

Man braucht bloß von der Zahnbürste, der Bettwäsche, der Unterwäsche oder einem Taschentuch einen Abstrich zu nehmen und kann diesen dann irgendwo abwischen, wo man ihn gerne haben möchte.

Um mal ein lebensnahes Beispiel zu nehmen:

Wenn ich wollte, daß Uwe Mundlos als Mörder von Michele Kiesewetter gelten soll, dann brauche ich lediglich ein benutztes Taschentuch von Uwe Mundlos irgendwo zu platzieren; zum Beispiel in einer Jogginghose, auf der man Blut von Kiesewetter aufgebracht hat.

Schon kann man eine Beziehung herstellen und für den Laien klingt die Täterschaft als bewiesen, wenn man sagt, daß man „den genetischen Fingerabdruck von Uwe Mundlos in der Nähe des Opfers gefunden hat“.

Wahrscheinlich würde auch schon eine Zigarettenkippe von Mundlos ausreichen, an deren Mundstück sich mit Sicherheit ein paar Zellen befinden.

Fall erledigt.

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watte

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Die Krux an den DNA-Tests ist also, daß man DNA-Material sehr leicht genau dort platzieren kann, wo man es haben will.

Bei allen anderen forensischen Methoden ist dies nicht der Fall.

Wenn ich den Fingerabdruck einer Person irgendwo haben möchte, müsste ich ihr schon die Hand abschneiden und dann damit alles „anfassen“.

Es ist also bei weitem leichter, eine gewünschte DNA-Spur zu legen, als Fingerabdrücke am Tatort zu fälschen.

Auch Aufnahmen von Überwachungskameras sind aussagekräftiger als irgendwelche DNA-Spuren, zumindest wenn die Aufnahmen mit einem Zeitstempel versehen oder sonstwie gegen Manipulation geschützt sind.

Selbst Zeugenaussagen sind schwerer zu fälschen als DNA-Spuren, zumindest bei vielen unabhängigen Zeugen.

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DNA-Tests sind also viel weniger aussagekräftig als Fingerabdrücke, um die Täterschaft zu beweisen.

Sie sind aber umso aussagekräftiger, um eine Täterschaft auszuschließen.

Wenn man die DNA einer Person NICHT an einem Tatort gefunden hat, dann kann man sehr sicher davon ausgehen, daß sie nicht dort war.

Eben weil es fast unmöglich ist, keine DNA zu verlieren, während es problemlos möglich ist, keine Fingerabdrücke zu hinterlassen (Handschuhe).

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Das interessante bei der Spurensicherung rund um den NSU ist nun, daß alles auf nachträgliche Manipulationen hindeutet.

Am deutlichsten wird dies bei den Waffen, mit denen sich die beiden Uwes im WoMo erschossen haben sollen.

Die beiden Uwes trugen keine Handschuhe.

An den Waffen, mit denen sich die beiden erschossen haben sollen, fand man keinerlei Fingerabdrücke, aber DNA.

Damit ist völlig klar, daß die beiden mit diesen Waffen keinen Selbstmord begingen, sondern jemand nachträglich ihre DNA auf den Waffen platzierte.

Eine andere Erklärung gibt es nicht.

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Idee

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Ich bin darum dafür, daß man die DNA gänzlich als forensischen Positiv-Beweis streicht, weil gerade faschistische Unrechtsstaaten wie der BRD damit Tür und Tor geöffnet werden, sehr leicht Tatorte zu manipulieren und Unschuldige als Schuldige darzustellen.

Die Polizei braucht wie gesagt nichts weiter als einen Abstrich von eurer Zahnbürste oder eurer Unterwäsche irgendwo zu platzieren und schon seid ihr der Täter, weil man eure DNA am Tatort findet.

Und diese Abstriche holt sich die Polizei aus eurer Wohnung, während ihr in Untersuchungshaft sitzt.

Die DNA-Tests sollten stattdessen ausschließlich als starker Negativ-Beweis verwendet werden, also:

„Wenn man die DNA der Person nicht findet, dann war sie ziemlich sicher nicht da“

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Die DNA-Analysen sind letztlich ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn die technischen Möglichkeiten größer werden, aber die Menschen moralisch verkommen sind.

Der Fortschritt dient dann nicht der Erlangung von Wahrheit und Gerechtigkeit, sondern einer kleinen Schicht dazu, ihre Herrschaft zu sichern.

Mal ganz prägnant gesagt:

Ich glaube, ohne die verdammte DNA-Analyse hätte das Merkel-Regime den NSU gar nicht kreieren können.

Vor 50 Jahren hatte man bloß Zeugenaussagen und Fingerabdrücke.

Und mit diesen sehr sicheren Methoden wäre sofort klar, daß die beiden Uwes mit den Taten gar nichts zu tun hatten, weil es an keinem Tatort Fingerabdrücke gibt und sie von niemandem jemals gesehen wurden.

Erst mit der DNA-Analyse und somit der Möglichkeit, nachträglich Spuren zu legen und diese dann nachzuweisen, war es möglich, diese Räuberpistole zu kreieren und „pseudowissenschaftlich“ mit „DNA-Tests“ abzusichern.

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Lasst euch also nicht ins Bockshorn jagen.

Die Tatsache, daß man die DNA von irgendjemandem irgendwo gefunden hat, sagt erstmal gar nichts aus.

Vielleicht in einem Rechtsstaat mit unabhängiger Justiz.

In der BRD sagt es höchstens aus, daß das Regime jemandem etwas in die Schuhe schieben will.

Und zwar vor allem dann, wenn es außer der DNA keine anderen Spuren gibt.

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LG, killerbee

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PS

Bei meinem letzten Artikel, wo es um irgendwelche Raubüberfälle von RAF-Rentnern ging, ratet mal, wie man auf die gekommen ist!

Fingerabdrücke?

Zeugenaussagen?

Video-Aufnahmen?

Nein.

DNA-Spuren im Tatfahrzeug.

Alles klar, oder?

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17 Antworten zu DNA-Spuren

  1. Russland Deutscher Zigeuner schreibt:

    So langsam geht dem Regime die Munition aus, wenn man sich schon gezwungen fühlt, so alte Schreckgespenster auszugraben. und mit diesem DNA – Dreck rumzufuchteln
    Der Herr Kafka dreht sich bestimmt im Grabe wie ein Propeller

  2. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  3. Scriabin schreibt:

    Grundsätzlich richtige Überlegungen.

    Ich möchte nur zu den Fingerabdrücken noch was anmerken: Es gibt heute eine Reihe von Geräten (Laptop, Smartphones), wo Du die Identifizierung aus „Sicherheitsgründen“ mit Fingerabdruck durchführen kannst. Das bedeutet, dass Du Deinen Fingerabdruck auf diesen Geräten speicherst, von denen sie sich jeder halbwegs professionelle Hacker besorgen kann. Zudem gibt es den biometrischen Reisepass, auf dem die Fingerabdrücke zur Identifizierung gespeichert sind. Was ich sagen will: Wenn das Regime Fingerabdrücke platzieren will, dann muss es Dir nicht die Hand abhacken. Man kann die auf geeignete Plastikfolien drucken und wo auch immer gewünscht hinterlassen. Der technologische Fortschritt macht auch vor Fingerabdrücken nicht halt.

  4. KleinErna schreibt:

    @Scriabin
    sehr gut erfaßt, genauso ist es… Die Entwicklung technischer Möglichkeiten kann ein Segen sein, allerdings in die falschen Hände gelegt sind diese nicht nur ein Segen, sondern sie können verheerende Folgen nach sich ziehen. Und solcher falschen Hände gibt es leider mehr, als man sich denken könnte.

  5. Carlo schreibt:

    @Scriabin: Da hast du recht….naja es hat schon seinen Grund warum der Fingerabdruck beim Ausweis/Reisepass gefordert wird.

  6. what? schreibt:

    http://mobil.stern.de/politik/deutschland/fluechtlinge–angela-merkel—die-zeit-der-kanzlerin-laeuft-ab-6656136.html

    was will uns der stern mit diesem artikel sagen bzw. was will er damit bewirken??

  7. Einer aus Innsmouth schreibt:

    @ what?

    Absolut bemerkenswerter Artikel! Die Absetzbewegungen innerhalb des Systems, deren Anfänge man schon vor einigen Wochen beobachten konnte, nehmen an Anzahl und Intensität spürbar zu.

    Offenbar hat man an höherer Stelle schon entschieden, daß sich Merkel nicht mehr halten läßt. Vielleicht wird uns demnächst Guttenberg als Nachfolge-Komplize präsentiert. Der ist in den Augen der Masse wenig belastet und fotogen.

    Die Äußerungen des Stern-Autors gehen allerdings so weit, daß sie eine Fortführung des Regimes mit neuer Gallionsfigur unmöglich erscheinen lassen. Fast empfindet man Hoffnung, daß hier der nichtlineare Zerfall der BRD beginnt.

  8. Einer aus Innsmouth schreibt:

    @ Scriabin

    Habe Deine Antworten aus dem alten Diskussionsstrang gelesen. Sie ergeben eine faszinierende Perspektive und ein wirklich geschlossenes Bild, Kompliment.

    Das Bauchgefühl freilich sträubt sich weiter. Größtes Problem: die Ingangsetzung der Söldnerströme, die ja keinesfalls nur von deutschen Bonzen zu verantworten ist – man mußte einfach von Anfang an wissen, daß da nicht beherrschbare Menschenströme losgetreten werden (Stichwort youth bulge). Und das erscheint mir aus Sicht der BRD-Bonzen (zumal Familienunternehmer!) als viel zu hohes Risiko, falls sie wirklich nur ökonomische Interessen verfolgen.

    Ökonomische und politische Interessen sind doch heutzutage untrennbar verquickt; daher sind für mich auch die „libertären“ Theoretiker Idioten, weil sie glauben, beides trennen zu können. Staat und Wirtschaft sind wie zwei Schlingpflanzen seit Jahrzehnten ineinandergewachsen. Die Söldnereinfuhr muß also Interessen auf beiden Seiten bedienen. Hinzu kommt, daß man eigentlich mit Blick auf das gesamte angelsächsische Imperium und seine Klientelstaaten nur noch von einem Staat und einer Wirtschaft sprechen kann.

    Bitte um Verzeihung für OT!

  9. Scriabin schreibt:

    @ Einer

    Wenn ein Land wie die BRD „Welcome“-Schilder in alle Kameras der Welt hält, Asyl-Werbevideos in 9 Sprachen ins Netz stellt, und die Staatsoberhäupter Selfies mit „Flüchtlingen“ machen, dann ist das Risiko, dass zu viele kommen, gegeben. So schlau sind die BRD-Bonzen aber auch.

    Wie KB im anderen Beitrag völlig richtig sagt haben die kein Interesse an einem Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung. Ich denke, dass die jetzt daher Plan B zünden (der Stern Artikel war wohl der Anfang):
    1) Die Merkel wird in den nächsten Wochen abgesägt
    2) Der Schäuble darf auf seine alten Tage Kanzler spielen, wird den Wahnsinn eindämmen, und der Wähler wird 2017 aus lauter Dankbarkeit wieder stramm CDU wählen.

    Dass die Menschenströme nicht beherrschbar sind, sehe ich nicht. Das sind entweder unbewaffnete Fußgänger oder Schlaubootfahrer. Zu behaupten, man könne die nicht stoppen, ist für mich so wie wenn VW behaupten würde, es wäre technisch unmöglich Abgase zu messen.

  10. Ronald schreibt:

    Offtopic, @killerbee

    Soeben kam auf dem Staatssender ARD der Film
    „Operation Zucker. Jagdgesellschaft“

    Es ging um Kindesmissbrauch, dazugehörige Morde, die beteiligte Politik inklusive Deckung durch den Verfassungsschutz.

    Für normale Menschen erschütternd, dazu hilflose Ermittler.

    Für mich ein Hinweis zum Sachsensumpf, und die Deckung schwerster Straftaten durch die Justiz.

  11. ki11erbee schreibt:

    @Ronald

    Sehr unrealistisch.

    In der BRD gibt es keine „hilflosen Ermittler“, sondern die Polizei steckt mittendrin im Sumpf.

  12. Einer aus Innsmouth schreibt:

    @ Scriabin

    Hätte man die Anwerbung in Deinem Szenario aber nicht schon von Anfang an ganz anders aufgezogen? Wenn man tendenziell die Bildungs- und Einkommenseliten der islamischen Länder „abschöpfen“ wollte, so hätte sich doch ein entsprechendes Punktesystem angeboten. Youth bulges gibt es im Moment nur in Afrika und im Nahen Osten, so daß mit relativ wenig Einwanderern aus anderen Teilen der Welt zu rechnen gewesen wäre, wenn man die schon nicht will.

    Versteh mich recht, für mich geht das Argument „ökonomische Rationalität“ an dieser Stelle einfach nicht mit dem offenbar bewußten und gezielten Erzeugen von Chaos zusammen. Und die Söldnerströme halten ja jetzt auch nicht einfach an, wenn die BRD als letzter Staat in Europa die Grenzen schließt.

    Kennst Du übrigens die perversen Eurabia-Projekte, die schon seit Jahrzehnten laufen? Die Mittelmeer-Partnerschaft und wie der ganze Dreck heißt? Das wäre auch Argumente für Deine Lesart der Vorgänge. (Ich bin ja weit davon entfernt, sie leichtfertig zu verwerfen.)

  13. Scriabin schreibt:

    @Einer

    Ich glaube nicht, dass man die Eliten der islamischen Länder haben wollte. Wenn die Länder nach Abzug der Eliten noch mehr im Chaos versinken kann man mit denen keine Geschäfte machen. Ich denke man wollte Vertreter des dortigen Mittelstandes haben.

    Das Ganze über ein Punktesystem zu regeln sehe ich nicht. Selbst wenn man es schafft, das so zu konstruieren, dass auch mittelmäßig bis schlecht qualifizierte eine Chance haben, sehe ich keine Möglichkeit wie man das auf den arabischen Raum beschränken will, ohne dass es merkwürdig aussieht. Vietnam etwa hat 90 Millionen Einwohner, von denen 50% ein Alter von 25 Jahren und jünger haben. Alleine von hier würdest Du Hunderttausende Bewerbungen bekommen.

    Das Kernproblem beim Punktesystem ist, dass sowas nur für Einwanderung in den Arbeitsmarkt angewendet wird. D.h. wenn man Leute über ein Punktesystem holt, in die erst noch investiert werden muss, dann tragen die Kosten die Unternehmen. Wenn man die Kosten dem Steuerzahler aufdrücken will, scheidet ein Punktesystem aus.

    Ob das gegenwärtige Chaos Absicht ist, um das Land autoritärer machen zu können, oder unbeabsichtigt, weil die Ströme aus dem Ruder gelaufen sind, kann ich nicht beurteilen. Aber es ist unübersehbar, dass das Siedlungsprojekt eine lange Planung hatte (Umbau der Presse, Zensus 2011, Konsolidierung des Staatshaushaltes, die Entwicklung der ganzen Integrationsprogramme, die hohen Summen, die man bereit ist zu investieren, etc.). So ein Rad zu drehen, nur um den Deutschen Angst zu machen, kann ich nicht nachvollziehen. Der Treiber von sowas kann eigentlich nur extreme Profitgier sein und ich habe versucht zu verstehen, wie diese Gier dann befriedigt werden soll.

    Die Eurabia-Programme kannte ich noch nicht. Einige von denen sind 10-15 Jahre alt. Das passt eigentlich ganz gut, da um diese Zeit die Planungen für die Siedlungspoltik begonnen haben dürften.

    Das einzige, das nicht so recht in meine Gedenkenwelt passt, ist die Ausländerkriminalität und der Umgang des Staates damit. Ich kann ja noch verstehen, dass man erst mal ein positives Image von den Siedlern schaffen will und daher deren kriminelle Aktivitäten nicht an die große Glocke hängt. Aber wenn das Überhand nimmt, kann man es irgendwann nicht mehr vertuschen, und dann erreicht man das genaue Gegenteil. Falls wir in den nächsten Monaten noch viele Kölns, Magdeburgs und Konsorten erleben werden, und das so wirklich beabsichtigt ist, verstehe ich es nicht.

  14. KleinErna schreibt:

    @Scriabin und @Einer

    Deiner Einschätzung @Scriabin bezüglich der hereingeholten Söldner und der Argumentation von @Einer würde ich mich grundsätzlich anschließen wollen.

    Meine ergänzende Sicht zu den Vorgängen (die gerne Pro-und-Kontra diskutiert werden dürfen) ist diese:
    Der Staat unserer ‚Freunde‘ in Übersee ist spätestens seit dem Bankencrash 2008 und den daraus resultierenden Folgen finanziell abgekackt und restlos pleite. Dafür haben nicht zuletzt das anhaltend unveränderte Leben über die Verhältnisse, das Leben großteils auf Pump, die allgemeine Maßlosigkeit, der unverhätnismäßige Konsum- und Spritverbrauch, die hohen Kosten der Rüstung für die ständig geführten Kriege in vielen Weltregionen gesorgt. Diese Pleite gab es sicherlich schon vor 2008, nur trat sie nicht so offensichtlich zu Tage. Ab 2008 konnte dann jeder, der es wollte, die bröckelnde Makulatur sehen. Doch der Lebensstandard – jedenfalls der Bonzen – soll um jeden Preis erhalten bleiben.

    Erschwerend zur Finanzkrise kam hinzu, dass Deutschland – welches seit Kriegsende 1945 mit ungeheuren Wiedergutmachungs- und Raparationssummen insgesondere zugunsten unserer ‚Freunde‘ belastet war – seine Kriegsschulden jüngst beglichen hat. Der Blutegel verlor damit seinen gewichtigen Wirt. Diesem Umstand musste natürlich rechtzeitig begegnet und Rechnung getragen werden.

    Ein gewichtiger Teil dieser Rechnung war/ist die systematische Destabilisierung der (meist erdölreichen) Länder Irak, Afghanistan, Tunesien, Libyen, Ägypten, Ukraine, Syrien durch Stiftung von Unruhen und Entfesselung von Bürgerkriegen mit dem Ziel, diese Regionen zu zerstören und prowestlich orientierte Regierungen anstatt der vorhandenen ‚Tyrannen‘ einzusetzen. Gleichzeitig muss Sorge dafür getragen werden, dass Russland nicht Oberwasser bekommt.

    Man schlägt mit den Detabilisierungen zwei Fliegen mit einer Klappe. Erstens ‚benötigen‘ die nun prowestlich eingestellten Regierungen den Wiederaufbau und Investitionen in ihren Ländern. Diese ‚Unterstützung‘ kommt natürlich hauptsächlich aus den kapitalistischen Staaten und die vom Krieg zermürbte verbliebene Bevölkerung lechzt nach Verbesserung ihrer Lebensumstände. Westliche Investoren und Aktionäre (allen voran unsere ‚Freunde‘) reiben sich die Hände und das destabilisierte Land kann als neuer Wirt fungieren. (Je ausgebluteter das Land und je dezimierter die verbliebene Bevölkerung, umso einfacher die darauf folgende ‚Kolonialisierung‘.) Zweitens werden aufgrund dieser Destabilisierungen ganz bewußt Flüchtlingsströme generiert. Diese Flüchtlinge sind schon seit Beginn der Destabilisierungsplanungen mit eingepreist. Es ist von unseren ‚Freunden‘ durchaus erwünscht und Teil der Strategie, dass dadurch Europa und insbesondere Deutschland ins Wanken kommt. Denn nur ein instabiles Deutschland kann man weiterhin als nützlichen Wirt benutzen (CETA, TTIP etc.). Mit den hier angesiedelten Refugees wird zudem gesichert, dass die Lage instabil bleibt und darüber hinaus neue Konsumenten für unsere Absatzmarkt-Überproduktionen weiterhin vorhanden sind.

    Die Bonzen haben damit sowohl im Inland, als auch im gezielt destabilisierten Ausland für neue Absatz- und Ausbeutungsmärkte gesorgt, um ihr imperiales Spiel weiter betreiben zu können. Dazu zähle ich auch die aktuellen Atomprogramm-Vereinbarungen mit dem Iran, so dass nunmehr die westlichen Sanktionen gefallen sind und der Westen sich auch hier die Hände reibt (Investoren sitzen schon in den Startlöchern und erwarten durch den Sanktionswegfall anstatt des bisherigen 4 Mrd.-Geschäftsumsatzes einen Umsatz von künftig gut 10 Mrd.).

    Bezüglich der Flüchtlingsfrage möchte ich noch anmerken (wenn mich meine Erinnerung nicht trügt), dass bezüglich der Beteiligung der Deutschen am Kriegseinsatz in Afghanistan und Irak der damalige Kanzler Schröder einer Deutschen Kriegseinsatzbeteiligung widersprach. Und dass später von Kanzlerin Merkel eine Einsatzbeteiligung der Deutschen hauptsächlich im humanitären Bereich zugesagt wurde. Ich kann mich nicht wirklich des Eindrucks erwehren, dass diese Zusage der damaligen hauptsächlich humanitären Beteiligung an unsere ‚Freunde‘ auch die ungehinderte Flüchtlingsaufnahme zum vertraglichen Inhalt hatte. Deshalb möglicherweise jetzt die standhafte Weigerung Merkels, in dieser Überforderungsfrage umzusteuern. Und deshalb vielleicht auch keinerlei Beteiligung der US-Regierung an der Aufnahme der Flüchlinge.

    Langer Rede kurzer Sinn: Das Kapital sucht mehr denn je nach immer neuen Anlagemöglichkeiten = Zinsgewinnen!

  15. Einer aus Innsmouth schreibt:

    @ KleinErna

    Völlig richtige Ergänzungen. Bezüglich der Lage in den USA würde ich es noch drastischer formulieren: infolge ihrer Deindustrialisierung sind die USA schon jetzt nicht mehr in der Lage, ihre imperiale Militärmaschinerie aus eigener Kraft zu stemmen.

    Die Strategie des Chaos halte ich für eine Antwort auf diese neue Lage: alle potentiellen Gegner (bzw. Verbündete potentieller Gegner, Stichwort deutsch-russisches Bündnis) werden in failed states verwandelt, damit niemand vom außerordentlichen sozioökonomischen Niedergang der USA profitieren kann. Angenehmer Nebeneffekt ist die Zerstörung von Gegenentwürfen zum globalistischen Elend (Gaddafis sozialstaatlich-föderativ-traditionalistisches Libyen).

    Mit Blick auf China und Rußland gelingt das natürlich bisher nicht. Und hier wird der Konflikt denn auch ausgefochten. Aber „man“ kann Rußland immerhin seine Verbündeten kaputtschlagen (Libyen, Syrien, ein künftiges freies Deutschland). Und nebenbei lassen sich, wie von Dir dargelegt, astronomische Profite einfahren.

    P.S. Bitte benutze solche Begriffe wie „Kriegsschulden“ doch nur in dicken, fetten Anführungsstrichen.

  16. KleinErna schreibt:

    @Einer
    Selbstverständlich hatte ich „Kriegsschulden“ gemeint und nicht Kriegsschulden. Allerdings versäumt, es in der korrekten Aussage zu schreiben.

    Danke für deinen Hinweis, denn der Punkt ist immens wichtig.

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