Geld und Steuersystem ganz leicht verstehen

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In Japan gibt oder gab es mal ein sehr interessantes System der Nachbarschaftshilfe.

Wenn jemand zum Beispiel jemanden brauchte, der mal eine Stunde Blumen gießt oder auf die Kinder aufpasst, dann konnte man schauen, wer sich bereit erklärt, diese Arbeit zu übernehmen.

Nach getaner Arbeit bekam der Arbeiter von der Stadt einen Gutschein über die geleistete Arbeit.

Beispiel:

Ich passe 2 Stunden auf die Kinder eines Nachbarn auf und bekomme anschließend zwei Gutscheine über je eine Stunde Arbeit.

Wenn ich jetzt selber mal Hilfe brauche, kann ich diese Gutscheine dafür benutzen, andere Leute zu bezahlen.

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Nun der Knackpunkt.

Bei diesen Gutscheinen handelt es sich um GELD!

In diesem Minimal-System können wir bereits alle Aspekte des Geldsystems gedanklich abhandeln.

1)  Wer gibt das Geld zuerst heraus?

Der Staat.

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2) Muss der Staat sich für die Herausgabe dieses Geldes verschulden?

Nö. Bei wem denn? Der braucht nur Papier und Druckerschwärze.

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3) Ist dieses Geld durch Gold, Platin oder ähnliches gedeckt, was im Tresor des Staates liegt?

Nein.

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4) Was dient zur Deckung dieses Geldes?

Die Arbeitskraft der Leute, die am System teilnehmen.

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5) Verliert das Geld an Wert?

Nein. Solange sich alle Leute an die Regeln halten, bekommt man immer genau die Arbeitszeit, die auf dem Schein steht.

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Idee

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Tja, so einfach ist das Geldsystem.

Kommen wir nun zu einem Problemfall.

Nehmen wir an, eine Person ist schwer krank, so daß sie zwar ständig von Leuten Hilfe braucht, aber selber nicht mehr arbeiten kann.

Was machen wir denn da?

Naja, dann übernimmt der Staat halt die Zahlung für diese Person.

Problem: 

Dadurch steigt die Geldmenge, weil der Staat für diese Personen immer neues Geld drucken muss.

In diesem speziellen Beispiel resultiert daraus übrigens keinerlei Inflation, weil eine Stunde immer eine Stunde ist.

Es könnte dann höchstens passieren, daß ein fleißiger Arbeiter auf einem ganzen Haufen Gutscheinen sitzt, aber er nicht mehr genug Arbeiter findet.

Bei echtem Geld, das keine Verknüpfung mit einer konstanten Größe aufweist, sondern wo der Wert des Geldes durch die verfügbare Warenmenge definiert wird, würde tatsächlich Inflation resultieren, weil der Staat ständig für Bedürftige neues Geld drucken müsste.

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Lösungen:

a) Der Staat springt nicht für bedürftige Personen ein, um die Geldmenge nicht zu erhöhen.

Wenn also jemand chronisch krank ist und nicht genügend Gutscheine angesammelt hat, lässt ihn der Staat einfach sterben.

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b) Man führt ein Steuersystem ein.

Auf diese Weise kann der Staat die Geldmenge konstant lassen, weil er durch die Steuern monatlich soviel Geld einnimmt wie er braucht, um die Leute zu versorgen, die Hilfe vom Staat brauchen.

Nun werdet ihr vielleicht sagen:

„Ist ja unfair! Die Leute, die arbeiten, bekommen etwas von ihrem Geld weggenommen, um Leute zu versorgen, die nicht arbeiten!“

In der Moment-Aufnahme ist es tatsächlich unfair.

Die Fairness besteht darin, daß sich über das Leben gesehen alles ausgleicht.

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Wenn man ein Kind ist, arbeitet man nicht für die Gesellschaft, sondern nimmt nur von ihr: Lehrer, Erzieher, Essen, Trinken, Wärme, Krankenversorgung, etc.

Und wenn man arbeitslos, krank oder später Rentner ist, arbeitet man auch nicht mehr für die Gesellschaft, sondern nimmt nur von ihr.

Im Idealfall ist es so, daß man während seiner aktiven Arbeitszeit genau so viel an die Gesellschaft abgibt, wie man in seinem ganzen Leben von ihr erhält.

Dann wäre die Bilanz ausgeglichen.

Doch das ist leider nicht für jeden Einzelfall leistbar.

Ein geistig behinderter pflegebedürftiger Mensch wird immer mehr von der Gesellschaft nehmen, als er geben kann.

Und manche Leute fangen mit 16 an zu arbeiten und kriegen am Tag ihrer ersten Rentenzahlung einen Herzinfarkt.

Derjenige hat 51 Jahre etwas für die Gesellschaft getan, aber nur 16 Jahre etwas bekommen.

Diese Probleme kann keiner lösen; das ist einfach Schicksal.

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Trotzdem ist der Gedanke, der das Steuersystem rechtfertigt, mMn in Ordnung:

„Ja, wir nehmen dir etwas weg.

Aber wir nehmen es weg, um es Leuten zu geben, die es brauchen.

Als du ein Kind warst, hast du auch etwas bekommen.

Und wenn du später Rentner bist wieder.“

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Hitler Gemeinnutz

(Gemeinnutz IST Eigennutz, denn jedes Individuum ist zugleich Teil der Volksgemeinschaft)

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Das ist der Grund, warum ich überhaupt nichts dagegen habe, daß der Staat Steuern einnimmt.

Muss er ja.

Wie will er denn sonst bedürftige Leute versorgen?

Ich habe nur etwas dagegen, WO die Steuern im Moment hingehen!

Wenn die Steuern zu den Ärmsten gehen, zu Rentnern, zu Familien, dann ist das gut, denn diese Leute haben etwas geleistet oder leisten etwas.

Was soll ich denn davon haben, wenn es Rentnern schlecht geht?

Je besser es den Rentnern geht, desto besser für mich, denn ich werde später ebenfalls Rentner sein.

Und je mehr Geld der Staat den Ärmsten gibt, desto besser für die Wirtschaft, weil sie es sofort wieder durch Ausgeben in den Kreislauf stecken.

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Nein, das Problem in Deutschland ist nicht, daß wir Steuern zahlen, sondern daß die Steuern oft dafür verwendet werden, solche Leute zu unterstützen, die eigentlich keine Hilfe brauchen.

Die Oma soll im Müll wühlen, weil die BRD spanische Banken „retten“ will?

Die Oma soll im Müll wühlen, weil die BRD die Boni von Bankern bezahlt?

Nagt ein Bänker am Hungertuch, wenn er in einem Jahr mal keinen Bonus bekommt?

Und vor allem: wie soll denn das Steuergeld, das ins Ausland gesendet wurde, jemals wieder nach Deutschland zurückkommen?

Wir wollen auch nicht vergessen, daß sowohl Sozialhilfe als auch die Diäten von Politikern von Steuergeld bezahlt wird!

Diäten, Pensionen und Beamtengehälter sind also auch Sozialleistungen!

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Wie ist es zu erklären, daß man immer von einem „Zusammenbruch“ der Sozialsysteme schwafelt, aber dabei ganz außer Acht lässt, daß die Beamtenversorgung aus demselben Topf kommt?

Wie kann es sein, daß in diesem Topf genug Geld ist, um Professorenstellen für Genderismus zu finanzieren, aber nicht für die Leute, die den Wohlstand Deutschlands mit ihrer Arbeit erschaffen haben?

Wäre es nicht viel gerechter, wenn in Zeiten der Not zuerst bei den Leuten gespart wird, die am meisten haben?

Wenn ich einem Politiker statt 5000 €uro nur 4800 €uro zahle, dann wird er deshalb keinen Tag hungern oder frieren müssen.

Wenn ich einem Hartzer 200 €uro kürze, sieht das ganz anders aus!

Warum also wird die Versorgung der „Staatsdiener“ immer als „gegeben“ angesehen, während man andererseits ständig vom Zusammenbruch der Sozialsysteme redet, wo doch beides aus demselben Topf kommt und man viel gerechter zuerst bei hohen Beamtengehältern sparen könnte?

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Hans Werner Sinn

(Wenn Herr Sinn die ganze Zeit von einer Krise in Deutschland spricht, wieso fällt sein Gehalt nicht? Kann sich Deutschland in der Krise wirklich den Luxus leisten, die Top-Gehälter von Beamten unangetastet zu lassen, während das Volk sehen muss, wo es bleibt? Ist es nicht eine Frage der Solidarität, daß auch die Reichen einen Beitrag zum Volkswohl leisten?)

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Es ist also kein Verbrechen, daß es in einem Staat Steuern gibt.

Aber es ist ein Verbrechen, wenn diese Steuern ungerecht verwendet werden!

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LG, killerbee

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19 Antworten zu Geld und Steuersystem ganz leicht verstehen

  1. essensdenker schreibt:

    Bravo, so ein einfacher und klarer Artikel wie dieser, stellvertretend für die Meisten Ki11erbee Artikel, ist nicht mit Geld zu bezahlen.

    Jeder sollte solche elementaren Zusammenhänge wissen.

  2. Brainstone schreibt:

    Ich mache mir auch Gedanken zu einem menschlicheren Geldsystem. Was mir nicht einleuchtet, sind die Steuern auf wirkliche Arbeitsleistungen. Ich fände eine Vermögenssteuer logischer. Primär müsste der Staat ja kein Geld (Steuern) einnehmen, um es den Bedürftigen zu geben, denn er kann es ja beliebig drucken. Bleibt das Problem der Inflation. Wann kommt es bei einem stark übersättigten Angebot zu Inflation? Könnte man, ausser mit Steuern, sonst irgendwie dagegen vorgehen? z.B. durch Geldentwertung?

    Anders gefragt: Ich würde eine staatliche „Rentenbank“ einführen. Diese überweist jedem berechtigten Bürger ü60 3000 Euro und allen anderen berechtigten Bürger 500 Euro pro Monat. (v.a. Wirtschaftsflüchtlinge sind keine berechtigte Bürger.) Es ist eine Vermögenssteuer fällig (auf Eigenheim, Geld, und Boden). Wo liegt der Haken?

  3. natureparkuk schreibt:

    So ähnlich hat es mal Andreas Popp in einem Interview erklärt.
    Die Leute der Wissensmanufaktur gehen sogar soweit zu fordern keine Steuern zu erheben, aber Inflation mit einer fest eingebauten Geldentwertung zu bekämpfen. Sie Befürworten auch ein bedingungsloses Grundeinkommen, welches für Sarrazin aber zu einer Desinsentivierung zu arbeiten führt.
    Die Details sind zu kompliziert für mich, aber ich wundere mich immer wie über das Zinssystem Menschen und Institutionen Unmengen Geld aus dem Nichts verdienen können während andere sich abrackern und kaum über die Runden kommen.
    @Killerbiene: Ich freue mich wenn unsere kleine Auseinandersetzung zu keinem andauernden Zwist fuehrt.

  4. ki11erbee schreibt:

    @nature

    Wenn der Staat keine Steuern erhebt, wie will er dann die Versorgung von Kindern, Alten, Kranken, Arbeitslosen finanzieren?

    Oder sollen die einfach alle sterben?

    Alle, die etwas gegen Steuern haben, sind mir suspekt, das sind Neo-Liberalisten und ganz sicher keine Sozialisten.

    Neo-Liberalisten sind für den puren Egoismus und der Grund dafür, warum wir dort sind, wo wir sind.

    Und ihre Antwort auf alles lautet: noch mehr Egoismus, noch mehr Privatisierung.

    Ne, die Wissensmanufaktur kannst du knicken. Das geht schon mit diesem dämlichen „Goldstandard“ los. Auch dies ein Mittel der Kapitalisten zur Beherrschung der Völker.

  5. catchet schreibt:

    @ki11erbee

    Das ist richtig, was Du schreibst.
    Steuern sind wichtig.
    Von Steuergeldern werden Straßen saniert, Krankenhäuser gebaut und Polizisten eingesetzt, die für unsere Sicherheit sorgen sollen.
    So war es einmal ursprünglich geplant.
    Heute werden Steuergelder dafür benutzt um Banken zu retten, millionen Söldner ins Land zu schaufeln und die Polizei ist nicht mehr für die Sicherheit der Bürger zuständig.
    Steuergelder sollten ausschließlich für Inlandszwecke und seine Bürger verwendet werden.
    Das Steuergeld ist das Geld der Bürger und nicht von Frau Merkel.

  6. natureparkuk schreibt:

    Nun der Goldstandard dient eben dazu Leute und Organisationen, die reich genug sind Gold zu kaufen, noch reicher zu machen und damit andere zu erpressen. Prima wenn man ganz reich ist.
    Die Wissensmanufakturer wollen das Geld fuer Renten und Sozialdienste etc. einfach „drucken“ und Inflation durch automatisch eingebaute Entwertung im Jahreszyklus bekaempfen…
    Nun Herr Popp ist ja ein ex-Banker, der wid schon wissen sich seine Taschen zu fuellen.

  7. ki11erbee schreibt:

    @catchet

    Und das allerwichtigste: Steuergelder kann man nicht „verbraten“ oder „vergeuden“, weil Geld durch Ausgeben eben nicht verschwindet.

    Wenn der Staat also Steuergeld benutzt, um ein Krankenhaus zu betreiben, dann kommt das Geld bei Ärzten, Schwestern, Pflegern, etc. an, die es auch wieder ausgeben, Steuern zahlen und das Geld fließt wieder zum Staat zurück.

    Die oberste Aufgabe beim Staat sollte sein, Geld denjenigen Leuten zu geben, wo man weiß, daß sie es im INLAND ausgeben. Also Rentner, Arbeitslose, Familien.

    Steuergeld zu benutzen, um z.B. „spanische Banken zu retten“ ist Gift, weil dieses Geld nicht wieder zurückfließt.

    Also völlige Zustimmung zu Deiner Aussage, daß Steuergeld nur für Inlandszwecke und Bürger verwendet werden soll.

  8. ki11erbee schreibt:

    @nature

    Nein, der Goldstandard dient dazu, um die Größe eines Volkes und dessen Lebensstandard zu regulieren.

  9. natureparkuk schreibt:

    @Killerbiene
    „Nein, der Goldstandard dient dazu, um die Größe eines Volkes und dessen Lebensstandard zu regulieren.“
    Da kann ich dir jetzt nicht folgen…

  10. EX-Sklave schreibt:

    *gelöscht*

    Joschka Fischer ist hier nicht das Thema und auch nicht das Problem. Wenn du über Politiker schimpfen willst, die nichts zu sagen haben, geh zu PI.

  11. ki11erbee schreibt:

    @nature

    Ist doch ganz einfach.

    Ein Volk braucht Land, Wasser, Getreide, Vieh, Arbeitskräfte, etc.

    Ein Volk braucht aber auch Geld, damit die Arbeiter ihre Leistungen gegeneinander austauschen können.

    Angenommen, ein Volk hat Land, Ressourcen, Arbeitskräfte etc. im Überfluss, was wird dann zum limitierenden Faktor?

    Die Geldmenge.

    Wenn man die Geldmenge an eine Konstante bindet, z.B. an die Goldmenge, dann ist auch die Geldmenge konstant.

    Wenn aber die Geldmenge konstant ist, kann ein Volk nicht wachsen.

    Und wenn ich die Geldmenge reduziere, kann ich sogar Armut in einem Volk erzeugen, das eigentlich Waren im Überfluss produziert, weil keiner Geld hat, um die Waren zu kaufen.

    Als Extrembeispiel: Nimm die Ukraine. Getreidefelder im Überfluss, fruchtbarer Boden, etc.

    Jetzt stell dir vor, in der Ukraine gibt es aus irgendeinem Grund kein Gramm Gold.

    Würde bedeuten, daß die Ukrainer kein Geld haben dürften. Aber ohne Geld kein Austausch von Waren, also keine Zivilisation.

    Also kann ich ein Volk beherrschen, indem ich ihm sage: „Ihr dürft nur soviel Geld haben, wie ihr Gold habt!“

  12. natureparkuk schreibt:

    Point taken, und vielen Dank fuer die Ausfuehrung.

    Ich denke im Beispiel der geldhungernden Gesellschaft wird die Tauschwirtschaft als Ersatz aufbluehen, wohl aber nicht auf einem Niveau welches eine moderne Gesellschaft am Leben haelt oder gar wachsen laesst.

    Geld mit Arbeit abzudecken ist am Ende wohl die einzig logische und gerechte Geldwitschaft, limitiert aber die Profitmoeglichkeiten der Spekulanten… Mir nicht Schade, denen aber schon.

  13. Exkremist schreibt:

    AUSZUG AUS „KRIEGSHETZE GEGEN DEUTSCHLAND“ VON OTTO ERNST REMER

    „Das Gold“, so sagte Hitler, „ist kein Handelsobjekt, sondern ein Handelsmittel, dessen Wert genau dem Wert der Waren entspricht, die man dafür kaufen kann.“ Diese einfachen schlichten Worte mit ihrer verblüffenden Logik im Gegensatz zu dem sonst üblichen für den Laien unverständlichen schlinggewächsartigen Wortschatz der Wirtschafts— und Finanzgrößen waren einfach genial. Zunächst wirkten diese einfachen, von Hitler formulierten Worte bei den Finanzfachleuten albern und wurden überheblich als Hingespinste eines Halbgebildeten abgetan. Diese Formulierung war ihnen einfach aus ihrem geglaubten überlegenem Wissen heraus zu simpel. Nur gedacht hatten sie es bisher noch nicht!

    Die einzige aber, die blitzartig aufschreckte, war die jüdische Hochfinanz, in deren Händen sich das Gold befand. Sie erkannten sofort, was sich hier anzubahnen drohte. Sie befürchteten mit Recht eine volks— und weltwirtschaftliche Umwälzung größten Stils, die es der internationalen Kapitalmacht unmöglich machen würde, eine nach Hitlers Ideen handelnde Staatsmacht auf kaltem Wege mit den üblichen Finanzmanipulationen unsichtbar in die Knie zu zwingen. Bei der Verwirklichung solcher Ideen half nunmehr nur noch Farbe zu bekennen und mit einer offenen Kriegserklärung die Vernichtung eines solchen Staates zu betreiben. Denn hier war ernsthaft die weltbeherrschende Rolle des Weltjudentums gefährdet. Was kümmerte diese Führungsspitze im Grunde die von Hitler erwünschte Aussiedlung ihrer Glaubensgenossen, wenn solche an ihren Nerv gehenden Wirtschafts— und Finanzgebahren auf sie zukamen. Diese Goldherren aber kombinierten völlig richtig weiter: Wenn das Geld den gleichen Wert hat wie die zu kaufende Ware, dann bedeutet das praktisch, daß der Geldwert auch der Leistung entspricht, die in der Ware enthalten ist. „Arbeit ist Kapital“ bedeutet damit, daß jede durch Rohstoffe gewonnene Ware damit den Wert erhält, den jede menschliche geistige und körperliche Arbeitsleistung als errechenbare Summe aus ihr macht. Eine Ware aber wird von dem erzeugt, der sie im Schweiße seines Angesichts der Mutter Natur abgerungen hat. Jedwede außerbetrieblichen Spekulationen werden damit unmöglich gemacht. „Arbeit adelt“ galt als Ansporn und gleichzeitig sittliche Anerkennung der Leistung. In der praktischen Anwendung dieser schlichten Grundsätze bedeutete dies alles, daß nunmehr hinter dem Mittler Geld die gesamte volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit als Deckung Stand, eine stetige Anhebung der Produktionskapazität. Somit konnte man, wie bisher, mit den durch Arbeit geschaffenen Erzeugnissen wohl handeln, aber die Arbeit als Wertdeckung war mit keinem noch so gerissenen Trick zu verschachern. Die Deckung ist somit ein ideeller, aber durch seine materielle Realisierungsunfähigkeit als Aktivum ein berechenbarer und einsatzfähiger Wert.

  14. EX-Sklave schreibt:

    Das Zitat ist nur als Beispiel angeführt worden und soll die Deutschfeindlichkeit des BRD – Systems andeuten.

    Unser Steuergeld geht nach Israel,USA,EU etc.
    auch Besatzungskosten dürfen wir bezahlen. Für alles ist Geld da, nur für uns echte Deutsche nicht.

  15. ki11erbee schreibt:

    @Ex-Sklave

    Aber indem du ausgerechnet Joschka Fischer zitierst, wird implizit der Eindruck erweckt, andere Politiker seien besser oder wären gar von den Grünen gezwungen worden, so zu handeln.

    Fakt ist: Verglichen mit den Verbrechen des CDU-Regimes sind die Grünen Waisenknaben.

  16. ki11erbee schreibt:

    @nature

    Wir haben doch jetzt bereits eine Tauschwirtschaft! Du tauschst deine Waren/Leistungen gegen Geld und dieses Geld dann gegen die Waren/Leistungen anderer.

    Was denkst denn du, was wir jetzt haben?

    Wenn du die DIREKTE Tauschwirtschaft meinst… das kannst du vergessen. Wir leben nicht in der Steinzeit und auch du willst nicht zurück dorthin.
    Glaubst du, wir rennen jetzt wieder mit Fellen, Eiern und Schweinehälften durch die Gegend, oder was?

    Vor allem: womit zahlt ein Fluglotse beim Bäcker?

    Das Gelaber von der Tauschwirtschaft ist komplett idiotisch.
    Wenn du nur mal 30 Sekunden selber darüber nachgedacht hättest, wäre dir aufgefallen, wie albern allein die Vorstellung ist, daß die menschliche Gesellschaft sich wieder zurück zum direkten Austausch Waren gegen Ware entwickelt.

    Dann wären nämlich mindestens 80% aller Berufe nicht mehr möglich.

  17. Brainstone schreibt:

    @Killerbiene:
    „Wenn der Staat keine Steuern erhebt, wie will er dann die Versorgung von Kindern, Alten, Kranken, Arbeitslosen finanzieren?“

    Durch generieren von Geld aus dem Nichts?
    Ich finde Steuern auf Arbeitsleistung nicht logisch.
    Auf Vermögen oder Luxuskonsum schon.

    Wenn Geld aus dem Staat abfliesst, warum kann er nicht einfach neues generieren?

  18. ki11erbee schreibt:

    @Brainstone

    Wenn der Staat das Geld für die Versorgung von Bedürftigen aus dem Nichts generiert, nimmt die Geldmenge stetig zu und führt zur Inflation, wodurch das Geld der Arbeiter auch weniger wert wird.

    Dadurch hast du indirekt auch eine „Steuer auf Arbeitsleistung“.

    Das Geld für Sozialleistungen über die Mehrwertsteuer zu generieren, fände ich nicht verkehrt.

    Würde auch völlig ausreichen.

  19. carlo schreibt:

    Ja, sehr gut erklärt mal wieder von KB. Kenne niemanden der das Geldsystem so einfach erklären kann wie Er!

    nochmal zum Thema Geldsystem: ich bin immer noch der Meinung dass „Plan B“ von der Wissensmanufaktur (Andreas Popp, Rico Albrecht usw.) mit dem bedingungslosen Grundeinkommen eine durchaus intelligente Variante ist!! (für die die es noch nicht kennen: http://www.wissensmanufaktur.net/plan-b )

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