Geld wirklich verstehen (2)

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geld

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Im ersten Teil haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ab wann eine Gesellschaft überhaupt Geld, oder allgemein eine Währung, benötigt.

Die Antwort darauf lautet, daß es mit dem Spezialisierungsgrad des Volkes zusammenhängt.

Eine Volk aus Selbstversorgern braucht kein Geld, weil sie nichts austauschen müssen.

Welchen Sinn hat ein Austauschmittel, wenn keiner Überschüsse produziert, wenn es keine Märkte gibt?

Beispiele für solche Länder/Völker wären z.B. afrikanische Länder, die vom Bürgerkrieg zerrüttet sind und wo jeder nur für seine Familie produziert.

Oder andere primitive Selbstversorger, wie z.B. die Mongolei oder Tibet vor 200 Jahren.

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In den jetzigen spezialisierten Industrienationen ist jedoch ein Leben ohne Geld nicht möglich, weil keiner von uns sich mehr selber versorgen kann.

Wir sind heutzutage zwingend darauf angewiesen, unsere Leistungen auszutauschen, wie schon Silvio Gesell feststellte:

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Freigeld

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Dazu brauchen wir Geld, weil viele Leistungen dermaßen abstrakt sind, so daß ein Tauschhandel gar nicht mehr funktionieren kann.

Beispiel:

Wie soll ein Grundschullehrer aus Hamburg einen Frankfurter Fluglotsen auf der Basis von Tauschhandel entlohnen?

Wie bezahlt ein Busfahrer seinen Hausarzt auf der Basis von Tauschhandel?

Unmöglich. Kompletter Schwachsinn.

Man muss also dem Volk etwas geben, womit der Austausch von Waren/Dienstleistungen ermöglicht wird: Geld.

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Kehren wir nun zu unserem Modell-Volk zurück.

Dieses besteht aus 10 Millionen Leuten, die autark in ihrem Land leben.

Das Volk hat sich nun dermaßen weiterentwickelt, daß es ungefähr den Standard des 19. Jahrhunderts hat:

mit spezialisierten Berufen wie Bauer, Metzger, Lehrer, Tischler, etc.

Und nun nehmen wir an, daß der König dieses Landes dem Volk Geld zur Verfügung stellen will.

Wie würde er das tun?

Wie würdet ihr das tun?

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Also ich würde einfach der Währung einen Namen geben, sagen wir „Taler“.

Dann würde ich sagen, daß jeder Bürger 1000 Taler bekommt („Kopfgeld“).

Als nächstes würde ich der Druckerei/Münzprägerei den Auftrag geben, 10 Milliarden Taler herzustellen.

Einen Teil in 1,2,5 Taler Münzen und den Rest in 10, 20, 50, 100, 200 Taler Scheinen.

Wenn die 10 Milliarden Taler fertig sind, würde ich jedem Bürger 1000 Taler in die Hand drücken.

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Ziemlich simpel, oder?

Kommen wir nun zu den typischen Fragen/Argumenten derjenigen Leute, die das Geldsystem nicht verstanden haben.

1) Welche Anforderungen müssen an das Geld gestellt werden?

Eigentlich nur die, daß es fälschungssicher ist.

Wäre es lediglich ein Stück Papier mit einem „X“ darauf, würden die Leute natürlich versuchen, „Geld“ herzustellen, um so umsonst die Leistungen ihrer Mitmenschen zu erhalten.

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2) Muss Geld einen Eigenwert haben, indem es z.B. aus Gold, Silber, Platin oder dergleichen besteht?

Nö. Wozu?

Angenommen, in meinem Modell-Land gibt es genug Fische, Kühe, Schafe, Milch, Getreide, Obst, Gemüse, etc, aber dummerweise keinen einzigen Brocken Gold.

Bedeutet das dann, daß dieses Volk kein Geld haben darf?

Was für ein Unsinn!

Geld ist lediglich ein Mittel, um Waren/Leistungen auszutauschen.

Es braucht keinen Eigenwert zu haben.

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3) Wenn Geld keinen Eigenwert besitzt, was bestimmt dann seinen Wert?

Die Produktivität des Volkes.

Wenn ich dem Volk Geld gebe und nun legt sich jeder auf die faule Haut und stellt nichts mehr her, weil ja jeder 1000 Taler vom König bekommen hat, gibt es blitzschnell eine Inflation.

Geld ist nur dann etwas wert, wenn man sich etwas dafür kaufen kann!

Dieser Satz ist wirklich Kindergarten-Niveau, aber die meisten verstehen ihn trotzdem nicht.

GELD IST DAFÜR DA, DAMIT MAN SICH ETWAS DAFÜR KAUFT!

Kann man sich nichts mehr dafür kaufen, ist es wertlos.

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Wer diese wenigen Grundlagen begriffen hat, kann das Geldsystem einen 5-Klässler mit 3 Fragen erklären:

„Warum ist Geld etwas wert?“

„Weil ich mir was dafür kaufen kann.“

„Aber wer stellt die Sachen her, die du dir vom Geld kaufst?“

„Die Arbeiter.“

„Wer bestimmt also den Wert des Geldes?“

„Die Produktivität der Arbeiter“

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Leider fällt es vielen Leuten total schwer, das Geldsystem zu begreifen; ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen Menschen getroffen, der mir das Geldsystem erklären konnte oder wollte.

Aber wenn man es verstanden hat, wird man immun gegen den ganzen Schwachsinn und die Propaganda der Bänker!

Deutschland braucht sich kein bedrucktes Papier gegen Zinsen von der EZB zu leihen, wir können auch selber Papier bedrucken, um die Waren, die wir herstellen, auszutauschen!

Der Euro kann nicht crashen, weil die Produktivität im Euroraum weit über den Bedürfnissen der Europäer liegt. Wer also darauf wartet, daß „der Euro crasht“, der kann ewig warten.

Es ist die Produktivität des Arbeiters, die die Währung stabil hält und nicht irgendein Bänker im Anzug.

Wenn die Arbeiter europaweit mal 2 Monate streiken würden, gingen die Preise ruckzuck durch die Decke.

Und welcher Banker könnte etwas dagegen tun? Keiner.

Also hat kein Banker die Macht, den Wert einer Währung zu verringern oder zu erhöhen.

Ganz einfach.

Und wenn ich den Schwachsinn höre, von wegen „OMG, die Goldreserven sind futsch, der Euro ist nichts mehr wert“, der ist mit Verlaub, dumm wie Scheiße.

Der hat nicht einmal ansatzweise begriffen, daß der Wert einer Währung nicht von Metall abhängt, das in einem Safe rumliegt, sondern von der Produktivität der Leute, die die Waren herstellen, die wir brauchen.

Wenn ich wissen will, wieviel 100 Schweizer Franken wert sind, gehe ich in einen Schweizer Supermarkt, kaufe dort für 100 Schweizer Franken ein und schaue mir an, wie voll der Einkaufswagen ist.

Ganz sicher rufe ich nicht bei der Nationalbank an und frage: „Entschuldigung, wieviel Kilo Gold liegen in Ihrem Safe?“, weil es komplett irrelevant ist.

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Das ganze Finanzsystem ist auf einem Bluff aufgebaut.

Nämlich auf dem Bluff, daß Geld einen Eigenwert habe und daß deswegen nur Banker uns dieses „wertvolle“ Geld geben dürfen, wobei wir natürlich Zinsen dafür zu zahlen hätten.

Und daß wir natürlich keinesfalls selber Geld herstellen dürfen, weil das natürlich sofort Inflation gäbe!

Bullquark.

Alles was die Banker machen, ist uns bedrucktes Papier zur Verfügung zu stellen, mit dem wir die Waren, die wir selber herstellen, austauschen.

Wenn wir aber schon die Waren selber herstellen, wer sollte uns daran hindern, auch Papier selber zu bedrucken?

Eben. Niemand.

Wir brauchen keine Euros von der EZB, wir brauchen keine Dollars von der FED, wir brauchen keinen Kredit von der IWF.

Alles was wir brauchen, ist ein produktives Volk und eine stinknormale Druckerpresse.

Das hat ein gewisser Herr Adolf Hitler übrigens schon vor über 70 Jahren erkannt:

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Ich finde es interessant, daß die meisten Hitler für einen Spinner, einen Wahnsinnigen oder einen Dummkopf halten.

Wenn Hitler angeblich so dumm ist und sie so schlau, wie kommt es dann, daß der „dumme“ Hitler erkannt hat, daß man die Währung vom Goldstandard lösen müsse, während die „Schlauen“ unbedingt daran festhalten wollen?

Auch die ständig gehörte Lüge „die Wallstreet hat Hitler finanziert“ kann man leicht entlarven, denn Hitler hat wirklich nichts weiter gemacht, als Papier zu bedrucken und den Rest erledigte das deutsche Volk.

Hitler hat das Geldsystem verstanden. Darum hat er auf „Kredite“ von überall her dankend verzichten können, denn Papier bedrucken, bekam Deutschland noch selber auf die Reihe.

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Wenn ich daher schon den Schwachsinn höre: „Wenn das Geld alle ist, bricht alles zusammen“

1) Geld verschwindet nie.

2) Solange wir genug Waren haben, ist das Bedrucken von Papier wohl unser geringstes Problem, oder?

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Aber das verstehen die Leute nicht. Eben weil die Banker ihnen einreden, daß Geld einen Eigenwert habe, so daß man es nur von ihnen leihen darf.

Wer das Geldsystem verstanden hat, lacht über Banken.

Und er lacht über die Leute, die sich Sorgen machen, daß es irgendwann „kein Geld“ mehr gäbe.

Was für Narren.

Wenn in einem Land keine Pflanzen mehr wachsen, keine Tiere mehr leben, DANN hat man ein Problem.

Aber in einem Land wie Deutschland, wo es aufgrund der Produktivität alles im Überfluss gibt, eine „Krise“ herbeizufabulieren, weil irgendwelche Arschlöcher uns keine bedruckten Papierschnipsel mehr geben wollen, ist an Dummheit nicht mehr zu überbieten.

Papier bedrucken kriegt Deutschland auch noch selber hin, meint ihr nicht?

Und darum kann ich den Griechen nur raten:

Werdet souverän. Druckt eure eigenen Drachmen. Gebt sie dem Volk.

Ihr braucht keine „Kredite“, denn Geld hat keinen Eigenwert.

Was die Drachmen wert sind, entscheiden die Griechen selber über ihre Produktivität.

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LG, killerbee

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PS

Teil 3 folgt vermutlich nächstes Wochenende, aber wer diesen Teil hier wirklich verstanden hat, der kann sich eh alles selber herleiten.

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