Geld wirklich verstehen (1)

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Um die Funktion und die Aufgabe von Geld zu verstehen, und damit indirekt auch, was im Moment alles falsch läuft, muss man wirklich ganz bei Null anfangen.

Quasi in der Steinzeit.

Die Wahrheit über ein gesundes Geldsystem habe ich ansatzweise bei Silvio Gesell und fast komplett in einigen Reden von Hitler gehört; was im Moment im Zusammenhang mit Geld durch die (alternativen) Medien geistert, ist gewollte Desinformation und kompletter Schwachsinn.

Dazu gehört insbesondere die Fraktion, die Papiergeld an sich ablehnt und fordert, Geld müsse einen Eigenwert haben; also z.B. aus Silber, Gold oder ähnlichem bestehen.

Auch das ständige Geschwätz vom „Euro-Crash“ ist für jemanden, der die Funktionsweise von Geld verstanden hat, leicht als Unsinn zu entlarven.

Ebenso die Behauptung, alles Geld sei „Schuldgeld“ oder Papiergeldsysteme müssten zwangsläufig periodisch zusammenbrechen…kompletter Mist.

Wer das Geldsystem verstanden hat, kann ein produktives, mutiges Volk binnen weniger Monate zu unglaublichem Wohlstand führen.

Wer das Geldsystem nicht versteht, wird auf ewig ein Sklave derjenigen bleiben, die es verstehen und in ihrem Sinne zur Versklavung der Völker benutzen.

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Beginnen wir mit der Frage, warum es Geld überhaupt gibt und was seine Aufgabe ist.

Dazu zäumen wir das Pferd von hinten auf und fragen uns zuerst, wer KEIN Geld braucht, denn so können wir automatisch auf dessen Aufgaben rückschließen.

Wir bedienen uns dazu eines Modells, um die Prinzipien klar und eindeutig zu verstehen.

Bei diesem Modell handelt es sich um ein Volk von 10 Millionen Menschen, die alle notwendigen Voraussetzungen für ihr Leben im eigenen Land finden.

Dadurch wird natürlich das Problem „Import-Export“ umgangen, aber um Prinzipien zu verstehen, sollte man das Modellsystem möglichst einfach wählen.

Und so irrational ist mein Modell auch nicht; viele Völker haben sich Jahrtausende lang erhalten, ohne dabei zwingend globalen Handel benötigt zu haben:

Die Ägypter gibt es seit 7000 Jahren, ohne daß sie über weite Zeiträume Handel mit Japan, USA oder Europa treiben mussten/konnten.

Die Japaner wiederum lebten auch die meiste Zeit relativ abgeschottet, ohne dabei auf irgendjemand anderen angewiesen zu sein.

Ebenso die Inkas, Mayas, Azteken, die Bewohner der Osterinsel, die Aboriginees  oder auch die Germanen.

Die Behauptung, „Autarkie“, also die völlige Selbstversorgung, sei nicht umsetzbar, ist eine Lüge, die von imperialistischen Kapitalisten am Leben erhalten wird.

Autarkie ist lediglich eine Frage, was für Ansprüche man an sein Leben stellt.

Selbst heute gibt es im brasilianischen Regenwald noch Völker, die seit Jahrhunderten völlig auf sich alleine gestellt sind und offensichtlich dennoch überlebt haben.

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Gut, nun besuchen wir also unser kleines 10 Millionen Volk.

Nehmen wir an, es handelt sich um ein primitives Steinzeitvolk, das Mammuts totschlägt und Himbeeren sammelt.

Braucht dieses Volk Geld?

Nein. Wozu?

Gehen wir einen Schritt weiter.

Unser Volk wird sesshaft. Jede Familie betreibt eine kleine Farm mit Gemüsegarten, hält sich Nutztiere und versorgt sich selber.

Ein Beispiel für ein solches Volk könnten die Germanen vor 2000 Jahren gewesen sein.

Braucht dieses Volk Geld?

Nein. Wozu?

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Man erkennt also, daß eine Gesellschaft, die aus Selbstversorgern besteht, kein Geld benötigt.

Denn Geld ist dafür da, daß man sich etwas davon kauft.

Wenn alle sich selber versorgen, muss man sich nichts kaufen.

Wenn jeder nur soviel herstellt, wie er selber benötigt, gibt es auch keine Überschüsse, die man kaufen könnte.

Logisch.

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Der nächste Schritt unserer Gesellschaft besteht darin, daß diese Menschen etwas Wichtiges erkennen:

Nämlich daß es Fortschritt nur dann gibt, wenn sich Menschen SPEZIALISIEREN.

Anstatt, daß also 10 Millionen Selbstversorger in dem Land leben, die alles halbwegs, aber nichts richtig können, erschafft man Spezialisten.

Bauern, die sich NUR um den Getreideanbau kümmern.

Solche, die sich NUR um den Weinanbau kümmern.

Bauern, die sich NUR um die Viehhaltung kümmern.

Leute, die sich NUR auf die Verarbeitung von Milch spezialisiert haben.

Etc.

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Die Spezialisierung ist allerdings ein zweischneidiges Schwert.

Auf der einen Seite bringt sie Arbeitserleichterung mit sich und führt dazu, daß die Spezialisten immer größere Kenntnisse auf ihrem jeweiligen Fachgebiet anhäufen.

Andererseits wird jedoch die Abhängigkeit der Menschen untereinander größer.

Ganz trivial:

Jemand, der 8 Stunden am Tag Schuhe für seine Mitmenschen herstellt, kann nicht noch parallel Getreide anbauen, Getreide ernten, Getreide mahlen und Brot backen.

Unmöglich.

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Man erkennt sofort, daß wir alle uns im Moment auf dieser Stufe befinden.

Wir haben extrem spezialisierte Berufe, die uns Vollzeit beanspruchen, und haben im Gegenzug unsere Eigenständigkeit völlig aufgegeben.

Wer es nicht glauben will: Schaut euch einfach in eurem Zimmer um und stellt euch die Frage, wieviel von dem, was ihr seht, tatsächlich von euch hergestellt wurde!

Das Brot selber gebacken?

Wuchs das Getreide für das Mehl bei euch im Garten?

Das Schwein, aus dem die Wurst gemacht wurde, selber aufgezogen?

Die Wurst selber hergestellt?

Den Kühlschrank selber zusammengelötet?

Produziert ihr euren eigenen Strom?

Woher kommt die Wärme eurer Heizung?

Die Wasserleitungen selber gelegt?

Die Kleidung selber genäht?

Die Baumwollpflanzen für die Jeans selber angebaut?

Etc.

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Wer nur mal unter diesen Gesichtspunkten seine Umgebung betrachtet, dem wird auffallen, daß eigentlich nichts von ihm stammt.

Straßen, Schulen, Universitäten, Flughafen, Wasserleitungen…. alles eine Gemeinschaftsproduktion des Volkes.

Wir sind abhängig von den Leistungen anderer.

Wir sind abhängig davon, daß andere nicht mehr für den Eigenbedarf produzieren, sondern für alle.

Nun erkennt man die Wahrheit Silvio Gesells, der auf die Rückseite seines Freigeldes schrieb:

„Die Menschen leben vom Austausch ihrer Leistungen.“

Genauso ist es.

Würde man jetzt sofort die Menschen daran hindern, ihre Leistungen auszutauschen, z.B. indem man alle Konten sperrt und das gesamte Bargeld einzieht, würde binnen Stunden das gesamte Land im Chaos versinken, weil sich keiner mehr selber versorgen kann.

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Freigeld

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Nachdem nun klar ist, daß die moderne Gesellschaft eine spezialisierte Gesellschaft ist, die Überschüsse produziert, diese auf Märkten zur Verfügung stellt und in der zwingend der Austausch von Leistungen erfolgen muss, weil niemand mehr sich selber versorgen kann, kommen wir zurück auf das Thema „Geld“.

Braucht eine solche Gesellschaft Geld?

Ja.

ZWINGEND!

Um den Austausch von Waren und Dienstleistungen zu ermöglichen, brauchen wir ein „Zählsystem“, um Sachen ins Verhältnis zu setzen.

Tauschhandel ist nicht durchführbar; welcher Arzt lässt sich schon mit Eichhörnchenfellen oder getrockneten Beeren bezahlen?

Eine spezialisierte Gesellschaft braucht Geld, braucht eine Währung.

Wer Geld abschaffen will, muss zurück zu einer Lebensweise, in der sich jeder selber versorgt.

Doch Achtung:

In einer solchen Gesellschaft ist jeder 24/7 damit beschäftigt, sich selber durchzubringen.

Ich möchte nicht zurück in die Selbstversorgung, denn gerade die wichtigsten medizinischen Errungenschaften sind nur deshalb möglich, weil die Ärzte von den anderen mitversorgt werden.

Man kann nicht gleichzeitig seine Familie mit Feldarbeit ernähren und nebenbei als Gehirnchirurg arbeiten.

Man kann nicht gleichzeitig Felder mit selbst hergestellten Werkzeugen bearbeiten und nebenbei noch ein Kraftwerk betreiben.

Wie viele von uns wären vielleicht schon blind, taub, gelähmt oder sogar tot wenn nicht die moderne Medizin uns geholfen hätte?

Wer hätte in einer primitiven Gesellschaft Entdeckungen wie das Penicillin oder Chloroform machen können?

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Fazit Teil eins:

Nur eine Gesellschaft, die sich spezialisiert hat und Überschüsse für die Gemeinschaft herstellt, braucht zwingend Geld.

Geld ist ein Mittel, welches dem Austausch dieser Waren/Dienstleistungen dient.

Eine fortschrittliche Gesellschaft ist ohne Geld nicht möglich, denn ohne Geld gibt es keinen Austausch und ohne den Austausch von Dienstleistungen bricht alles zusammen.

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LG, killerbee

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PS

Weil das Thema „Geld“ bzw. das Geldsystem das wichtigste Thema dieses blogs ist, habe ich beschlossen, dazu ausnahmsweise keine Kommentare zuzulassen.

Die Erfahrung hat gezeigt, daß praktisch niemand in der Lage ist, seine Position zu überdenken und ich somit die immergleichen FALSCHEN Meinungen/Argumente wegzensieren muss, weil ich nicht zulassen will, daß das Falsche die Wahrheit überdeckt und Neueinsteiger verwirrt.

Um also die unproduktiven Diskussionen erst gar nicht aufkommen zu lassen, bleibt der Kommentarbereich bei Artikeln zu dieser Themenreihe geschlossen, weil ich mir zu 100% sicher bin, daß das, was ich schreibe, die Wahrheit und richtig ist.

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10 Antworten zu Geld wirklich verstehen (1)

  1. Sehen schreibt:

    Da Du der Meinung bist, die BRD fällt noch dieses Jahr, was rätst Du uns dann, was wir mit unserem Gesparten machen sollen? Abheben oder auf dem Konto lassen? Alles Geld, das man bei Banken lagert, gehört den Banken.
    Was aber, wenn die unsere Scheine und Münzen ungültig machen und wir zuhause unser Erspartes lagern?

  2. ki11erbee schreibt:

    @Sehen

    Wenn du meinen Artikel bis jetzt verstanden hättest, hätte sich die Frage erübrigt.

  3. Lynn schreibt:

    Ein Knackpunkt ist die Entfernung. Der Selbstversorger, der wirklich vollkommen autark ist, hat alles in seinem unmittelbaren Umkreis. Seine Familie könnte also durchaus mit einem bestellten Huhn z.B. mit einer anderen autarken Familie tauschen – Huhn gegen Brennholz. Da braucht’s kein Geld.

    Schwieriger wird es schon, wenn sein Tauschpartner etliche Kilometer entfernt ist. Angenommen, er will einen Ochsen gegen Schuhe tauschen, schon nicht mehr so einfach. Geld trägt sich da einfacher, zumal ein Ochse in der Tasche schlecht Platz fände. 😉

    Der Schuhmacher hätte es leichter, zu ihm zu kommen, hat dann aber den Rückweg mit dem Ochsen zu bewältigen, auch nicht gerade der Idealzustand.

    Und, mal angenommen, dem Ochsenverkäufer gefallen die Schuhe nicht und er will etwas ganz anderes haben, von einer Nachbarfamilie. Schaffelle zum Beispiel – die aber wollen keinen Ochsen haben…

    Mit Geld vom eigentlich Kaufwunsch abzurücken und sich für etwas anderes entscheiden, wäre kein Problem.

    Apropo Herstellung der Waren. Vor etlichen Jahren las ich einmal davon, dass die NWO angeblich vorhätte, dass ein jedes Land nur noch ganz bestimmte Artikel herstellen dürfte. Japan z.B. T-shirts und Slips, Frankreich Hosen und Kostüme, ein anderes nur noch bestimmte Medikamente… So wäre die Abhängigkeit noch viel größer und äußerst fatal…

    Dass soetwas gierkranken Gehirnen entspringen kann, ist wohl klar. Die sogenannte „Elite“ erlaubt sich schon einen unverschämten Machtwahn!

  4. ki11erbee schreibt:

    @Lynn

    Wer autark ist, braucht nichts zu tauschen.

  5. Lynn schreibt:

    KB, stimmt, ja – z.B. könnte auch mal der Fall eintreten, dass einem Autarken der Pflüg-Ochse wegstirbt, er aber dringend pflügen muss? Da wäre dann zumindest Nachbarschaftshilfe angesagt. Also auch ein Autarker kann mal schnell durch widrige Umstände zur anderen Seite gehören.

    Naja, ich bin nicht umsonst in einem Tauschring drin. Und dann gibt es ja auch noch so nützliche Helfer wie z.B. das Repair-Café (gibt es schon in vielen Städten) – da kann man kostenlos z.B. seinen Wasserkocher u. sonstige Elektrogeräte repariert bekommen bzw. lernt dort, dies selbst zu tun.

  6. ki11erbee schreibt:

    @Lynn

    Die ganze Diskussion ist überflüssig weil nur ein Vollidiot wieder die Zustände des 12 Jahrhunderts mit Tauschhandel „Huhn gegen Brennholz“ oder „Bärenfell gegen 5 kg Himbeeren“ haben will.

    Anstatt dir also den Kopf darüber zu zerbrechen, wie man das Mittelalter wiederbeleben kann, solltest du das Geldsystem verstehen, um den jetzigen Lebensstandard zu bewahren und zugleich die Probleme zu lösen, die durch das entartete derzeitige System hervorgerufen werden.

  7. loreli schreibt:

    *gelöscht*

    Wenn du zu einem Film verlinkst, der meinen Aussagen widerspricht, ist er falsch.

    Es gibt genügend andere blogs im Internet, wo du falsche Aussagen verbreiten kannst, aber hier ist nicht der richtige Ort dafür.

  8. annonym schreibt:

    *gelöscht*

  9. Lynn schreibt:

    *gelöscht*

  10. ki11erbee schreibt:

    @Lynn und annonym

    Wartet erst einmal ab, was in den nächsten Teilen erklärt wird.

    Das Problem beim Geldsystem ist, daß es so gut wie keiner versteht, aber jeder glaubt, er hätte es verstanden und darum meint, mitreden zu können.

    Das führt nur dazu, daß ständig derselbe falsche Müll wiederholt wird und echte Erkenntnis verhindert wird.

    Wenn ihr glaubt, ich liege falsch, dann irrt ihr euch.

    Wenn euch das nicht passt, könnt ihr in hunderten oder tausenden Foren die immerselbe Scheiße von der goldgedeckten Währung oder dem Schuldgeld ablassen, das interessiert mich nicht.

    Aber hier werde ich dafür sorgen, daß die Wahrheit über das Geldsystem geschrieben wird.
    Und wenn ich tausend Kommentare löschen müsste und tausend Leser verlöre, das ist mir egal.

    Besser 10 Leute, die das Geldsystem verstehen, als 1000 Leute, die es nicht verstehen und unproduktiv mit mir rumdiskutieren wollen.

    Wenn ihr diese Wahrheit nicht mehr verstehen könnt, weil ihr zu unbeweglich im Geiste seid, so ist das nicht mein Problem.

    Ich schreibe für die, die es verstehen wollen und nicht für die, die mir beweisen wollen, daß ich Unrecht habe und durch die Wiederholung ihrer falschen Dogmen nur Verwirrung schaffen.

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