60 Milliarden für Griechenland? LOL!

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Griechenland

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Das Thema Geld ist eigentlich unglaublich einfach und in der Realität doch kompliziert, weil es im Moment völlig anders läuft, wie es eigentlich laufen sollte.

Ein Schlüssel ist das Verständnis, daß Geld nicht verschwindet.

Es kann also nicht „verpulvert“ oder „verprasst“ werden, sondern die Geldmenge bleibt konstant.

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Was stellt man sich denn normalerweise unter „Geld verpulvern“ vor?

Man geht zu einem Geschäft, kauft sich zu Silvester für 100 €uro Böller und Raketen und nach 10 Minuten Knallerei ist alles futsch.

Hat man damit wirklich „Geld verpulvert“ oder „verprasst“?

Denken wir mal nach.

Wir haben die 100 €uro dem Verkäufer gegeben.

Danach haben wir die Böller und Raketen gezündet.

Aber welche Auswirkungen hatte unser Verhalten auf das Geld, welches wir dem Verkäufer gegeben haben?

Hat sich etwa mit jedem gezündeten Böller auch etwas von dem Geld in der Kasse des Verkäufers aufgelöst?

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Dieses Beispiel soll verdeutlichen, daß man den Geldkreislauf total trennen muss vom Warenkreislauf.

Die Waren, die man für Geld kauft, können verpulvert, verbrannt, verprasst, vergeudet werden.

Das stimmt.

Aber mit dem Geld selber passiert nichts.

Es wechselt lediglich seinen Besitzer, es wird nicht weniger.

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Auch bei der Kriegsindustrie ist es so.

Der Staat kauft z.B. 20 Panzer und überweist dafür 200 Mio €uro an die Firma.

Die 20 Panzer werden nun nach 5 Minuten vom Feind mit Hubschraubern zerschossen und sind nur noch Schrott.

Aber das Geld ist dadurch nicht weniger geworden.

Die Firma hat die 200 Mio €uro immer noch.

Oder glaubt ihr, mit jedem zerstörten Panzer gehen auch die Geldscheine in Rauch auf oder das Guthaben der Firma wird verringert?

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OK. Wir haben nun verstanden, daß Geld im Normalfall nicht verschwindet (außer man würde es verbrennen).

Es ist immer gleich viel Geld da, es wechselt nur den Besitzer.

Wie ist es nun möglich, daß z.B. Griechenland die ganze Zeit Geld braucht?

Und dazu noch so groteske Summen wie 60 Milliarden Euro, bei einer Bevölkerung von knapp 10 Millionen?

Benutzen die Griechen 500 €uro-Scheine zum Heizen, oder wie ist das zu erklären?

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Ganz ehrlich: ich weiß es nicht.

Es ist mit dem Verstand nicht mehr nachzuvollziehen, wie ein Volk von 10 Millionen Menschen 60 Milliarden Euro brauchen kann, vor allem wenn man weiß, daß Geld nicht verschwindet.

Wenn man das ganze Geld, welches angeblich „nach Griechenland“ gegangen ist, tatsächlich in Form von Scheinen an die Bevölkerung ausgezahlt hätte, hätte jeder Grieche ein paar Tausend Euro in die Hand gedrückt bekommen.

Ein Volk von 10 Millionen Griechen braucht lediglich 10 Milliarden Euro, um jedem Griechen ein Monatseinkommen von 1000 Euro zu garantieren.

Wir erinnern uns:

Geld verschwindet nicht, es fließt von einem zum anderen.

Wenn ich also jedem Griechen 1000 Euro in die Hand drücke und er dieses Geld am Monatsende ausgegeben hat, befinden sich immer noch 10 Milliarden Euro in Griechenland- nur anders verteilt.

Im Idealfall ist es natürlich so, daß jeder Grieche monatlich 1000 Euro ausgibt, durch seine Arbeit aber auch wieder 1000 Euro einnimmt.

Genau wie im Blutkreislauf, wo die Menge Blut, die pro Minute in die Niere reinfließt, auch wieder aus der Niere rausfließt und umgekehrt.

Andernfalls würde das Organ schrumpfen oder platzen.

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Wie ist es nun zu erklären, daß einerseits Geld nicht verschwindet, aber andererseits Griechenland ständig Geld braucht?

Das ist nur damit zu erklären, daß diese Milliarden eben nicht an das Volk ausgegeben wurden, sondern in irgendwelchen dunklen Kanälen versackten.

Die ganzen Milliardenkredite kamen also niemals im realen Geldkreislauf an, sondern wurden nur auf die Konten der Superreichen verschoben, wo sie dem Volk nichts nützen.

Hätte man das Geld den Rentnern, Arbeitslosen oder Arbeitern gegeben, hätten die es für den Konsum benutzt.

Diejenigen, die es bekommen hätten, hätten dieses Geld ebenfalls weitergegeben, die Nachfrage wäre gestiegen, den Leuten würde es wieder besser gehen.

Aber das ist offenbar nicht passiert.

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Überhaupt ist Griechenland nichts weiter als eine gewaltige Kulisse, die lediglich dazu dient, um Geld von unten nach oben zu transferieren.

Mit irgendwelchen „Hebeln“ oder eigenartigen Wetten werden die „Schulden“ der Griechen in astronomische Höhen katapultiert, dann das Geld anderer Staaten zur Begleichung dieser „Schulden“ abgezogen und so auch noch deren „Schulden“ gesteigert.

Griechenland ist also eine Art „Verschuldungs-Instrument“ für ganz Europa, welches die Reichen reicher macht, die Armen ärmer und den Ausgeplünderten einen genehmen Sündenbock präsentiert:

„Die faulen Griechen“

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Nochmal:

Da Geld nicht verschwindet, ist es unerklärlich, wie ein Staat mit läppischen 10 Millionen Einwohnern kontinuierlich Milliardenkredite brauchen soll.

Es ist Schwachsinn.

10 Milliarden Euro, einmal in den Kreislauf gegeben, würden völlig ausreichen.

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Der Knackpunkt ist der, daß Kredite das Geldvolumen nicht erhöhen, sondern verringern.

Klingt komisch, ist aber so.

Wenn ich nicht an Geld kommen kann und mir 1000 Euro leihe, aber 1500 zurück zahlen soll, bleibt die Frage, woher ich die zusätzlichen 500 Euro nehmen soll.

Mit jedem Kredit, den Griechenland aufgenommen hat, wurde die Geldmenge in Griechenland also nicht größer, sondern kleiner, denn das Land musste ja den Kredit wieder zurückzahlen und zusätzlich die Zinsen mit dem Geld bedienen, was sich vorher im Kreislauf befand.

Kredite sind also kein Werkzeug, um die Geldmenge zu erhöhen, sondern um sie zu erniedrigen.

Klar, anfangs hat man mehr Geld.

Aber letztendlich, wenn man den Kredit samt Zinsen zurückgezahlt hat, hat man weniger im Kreislauf als vorher.

Darum geht es Ländern, die Kredite von der IWF bekommen, auch nicht besser, sondern schlechter, weil die Geldmenge kontinuierlich sinkt.

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Die einzige Rettung aus diesem Teufelskreislauf besteht darin, Geld wirklich zu verstehen.

Geld hat keinen Eigenwert.

Geld ist lediglich ein Mittel, welches den Warenaustausch innerhalb des Währungsraumes ermöglicht.

Wieviel die jeweilige Währung wert ist, ist abhängig von der Produktivität im Währungsraum.

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Die Lösung für Griechenland wäre also ganz einfach:

Statt sich gegen Zinsen Geld von der EZB zu leihen, drucken sie kostenlos ihre eigenen Drachmen und geben diese an das griechische Volk aus.

Eine Währungsreform.

Genau das, was 1948 in Deutschland passierte, wo die Bundesbank ebenso kostenlos die D-Mark an die Deutschen ausgab.

Kostet nix und bringt Souveränität.

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Geld ist nichts weiter als bedrucktes Papier.

Ob dieses bedruckte Papier etwas wert ist, entscheidet nicht die Bank, sondern die Leute, die die Sachen herstellen, die wir brauchen.

Darum ist wichtig, daß Griechenland vor dieser Währungsreform weitestgehend autark ist, das heißt die wichtigsten Güter (Lebensmittel, etc.) im eigenen Land produziert.

Dann können dem Land auch Boykotte nichts anhaben.

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LG, killerbee

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PS

Bei Kopp findet man einen offenen Brief von Tsipras an das deutsche Volk.

Sollte man sich ruhig mal durchlesen, denn dort stehen ganz andere Sachen drin, als das, was uns die Medien erzählen.

Klar, die Medien wollen uns gegen die Griechen aufhetzen, damit wir vor lauter Hass, Neid und Missgunst nicht sehen, daß die Griechen unsere besten Freunde sind.

Ich bin zum Beispiel ein Verfechter des absoluten Schuldenerlasses für die Griechen.

Denn das Geld, was die Griechen irgendwem schulden, kommt niemandem von uns zugute.

Und diejenigen Leute, bei denen die Griechen „Schulden“ haben, sind reich genug.

Dieser ganze „Schulden“-Mist ist nichts weiter als der Versuch von ein paar Größenwahnsinnigen, eine Neuauflage des Feudalismus zu versuchen, wo man uns einredet, wir hätten „über unsere Verhältnisse“ gelebt und müssten uns nun einschränken und ihnen dienen, obwohl sie selber es gewesen waren, die mit aller Gewalt die Verschuldung herbeigeführt haben.

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8 Antworten zu 60 Milliarden für Griechenland? LOL!

  1. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  2. Qui Bono schreibt:

    Die einzig wahre Deckung einer Währung; Ausschnitt Reichstagsrede 20.2.1938 -> https://www.youtube.com/watch?v=-kSlUQapzWU

  3. Friedrich schreibt:

    Guten Morgen, Killerbiene.

    Ich kopier mal diesen einen, wichtigen Satz von dir:

    „Darum geht es Ländern, die Kredite von der I W F bekommen, auch nicht besser, sondern schlechter, weil die Geldmenge kontinuierlich sinkt.“ (!!!)

    Und jetzt kopiere ich den ersten Satz aus Wikipedia zum IWF:

    Der Internationale Währungsfonds (IWF; englisch International Monetary Fund, IMF; auch bekannt als Weltwährungsfonds) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und hat seinen Sitz in Washington, D.C., USA.

    Für wirklich informierte Leser ist ein weiterer Kommentar vollkommen überflüssig!

    Für Leser, die noch wirklich informierte Leser werden wollen, nur soviel:

    Was sind die UNO?
    Die NATO? Der IWF? Die UNESCO, und wie all die restlichen „Weltverbände“ noch heißen mögen? Und last but not least, die .. EU!

    Killerbiene, ich wünsche dir und deinen Lesern einen schönen Sonntag.
    Lieber Gruß.

  4. smnt schreibt:

    Klasse Artikel,
    wie auch der Text von Tsipras,
    daraus das Dogma des „Extend ans Pretend“
    oder auch die „Logik der Verlängerung und Täuschung“.

  5. Vaterland schreibt:

    Das irrsinigste hast du den Lesern gar nicht erzählt. Die EZB druckt das Geld.
    Die EZB verleiht das gedruckte=kreierte Geld nich an Staaten sondern nur
    an „private Banken“.
    Diese privaten Banken verleihen dann dieses Geld an irgendwelche EU-Staaten. Mit kräftigen Zinsen. Kein EU-Staat hat Schulden bei der EZB.
    Die haben alle Schulden bei irgendwelchen Privatbanken.
    Die Staaten tragen ihre Schulden aber nie ab,sondern zahlen immer nur die anfallenden Zinsen und Zinseszinsen.
    Bei den sogenannten Rettungsschirmen werden nicht Schulden irgendwelcher
    Staaten getilgt,sondern nur temponäre Zinsaufsfälle ausgeglichen die
    private Banken bei Staaten haben welche schon nicht mehr die Zinsen begleichen können.Der größte Teil der Schulden die Staaten mittlerweile haben sind aufgelaufene Zinsen und Zinseszinsen,also gewissermaßen fiktive
    Schulden.Das heißt solche Geldsummen wurden nie aufgenommen,die hohen
    Summen sind von den Banken durch Zins und Zinseszins „erfunden „worden.

  6. hansi schreibt:

    Friedrich 8. Februar 2015 at 01:34

    „Was sind die UNO?
    Die NATO? Der IWF? Die UNESCO, und wie all die restlichen “Weltverbände” noch heißen mögen? Und last but not least, die .. EU! “

    Da kann ich, glaube ich, mit folgendem Link vielleicht etwas weiterhelfen:

    https://bewusstscout.wordpress.com/2014/11/15/die-internationalen-zusammenhange-der-deutschen-frage/

  7. ki11erbee schreibt:

    @hansi

    Logisch schlüssig aber dennoch praktisch irrelevant.

    Die Angelsachsen halten sich an gar nichts. Von daher zu glauben, man könne ihnen irgendwelche juristischen Grenzen setzen, zeugt von Idiotie.

    Deutsche werden wohl nie verstehen, daß Realitäten mehr zählen als Formalitäten.

  8. Hansi schreibt:

    Hallo killerbee,

    weiß ich, das die Kenntnisse der momentanen Situation praktisch irrelevant sind. Aber je mehr „das Böse“ der USA ins Bewusstsein rückt, umso eher sind Veränderungen eventuell auch ohne Bahnsteigkarte möglich. Es ist unglaublich, wieviele Leute in den USA immer noch quasi den Heilsbringer sehen.
    Du weißt, die Hoffnung stirbt zuletzt.

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