Geld als politisches Instrument

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geld

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Um etwas zu verstehen, muss man vom Einfachen zum Komplexen gehen.

Nehmen wir darum wieder den ägyptischen Staat 2000 vor Christus.

Ihr seid der König von Ägypten, auf was würdet ihr achten, um euren Staat gut zu führen und keine Aufstände hevorzurufen?

1) Ihr müsst wissen, wie viele Einwohner ihr habt und ungefähr ihren täglichen Bedarf kennen.

2) Entsprechend müsst ihr die Produktion planen: soundsoviel Tonnen Getreide, Hühner, Schweine, Kühe, Handwerker, Bauarbeiter, etc.

Ihr müsst die Grundbedürfnisse der Menschen im Staat erfüllen, also Nahrung, Obdach, Wärme.

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Interessant ist, daß ihr dafür nicht im Geringsten „Geld“ benötigt.

Ihr könnt einfach sagen: „Jeder Bürger hat das Recht auf einen Scheffel Getreide pro Tag, ein Huhn pro Woche, 2 Schweine im Monat“, etc.

Die Produktion ist dabei das Limit; wenn es eine Missernte gibt, kann der König logischerweise auch weniger Getreide verteilen.

Sterben die Schweine an einer Seuche, gibt es weniger Schweine.

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Nun stellt euch folgende Situation vor:

Es gab eine super Ernte. Es gibt genug Hühner, Schweine, etc.

Und dennoch beschließt der König, die tägliche Ration soweit zu senken, daß das Volk oder Teile des Volkes, hungern.

Idiotisch, oder?

Alle sehen, daß die Getreidespeicher brechend voll sind, daß es genug zu Essen gibt, aber der König weigert sich, die vom Volk für das Volk produzierten Waren zu verteilen!

Dies führt sicherlich zu einem Aufstand, der entweder mit Gewalt niedergeschlagen werden muss oder aber zur Vertreibung des Königs führen wird.

Es ist also sehr schwer, ein Volk hungern zu lassen, obwohl das Volk genug produziert hat!

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Außer mit dem Geldsystem!

In meinem ägyptischen Modellstaat brauchte es kein Geld, aber man kann es sicherlich optional einführen.

Wie würde dieses „Geld“ aussehen?

Nun, es könnten einfach Papyrusschnipsel sein mit einem Siegel des Königs.

Der König kann nun jedem Bürger meinetwegen 100 Schnipsel geben und dieser tauscht sie gegen die vom Volk hergestellten Waren ein.

Der Wert dieser Schnipsel ist natürlich direkt an die Produktion gekoppelt; gab es eine gute Ernte, bekommt er für seinen Schnipsel mehr Getreide als bei einer schlechten Ernte.

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An dieser Stelle gleich ein Einschub:

1) Muss das Geld in diesem Staat „goldgedeckt“ sein?

Natürlich nicht. Ich will Getreide, Hühner, Schweine, etc.; ob und wieviel Gold irgendwo rumliegt, ist völlig irrelevant.

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2) Ist dieses Geld „Schuldgeld“?

Nö. Bei wem soll der König denn Schulden haben? Geld ist lediglich ein Mittel, das der Staat dem Volk zur Verfügung stellt, um den Warenaustausch zu vereinfachen.

Geld ist Volkseigentum.
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3) Was bestimmt den Wert der Währung?

Die vom Volk produzierten Waren. Bei einer schlechten Ernte bekomme ich weniger Getreide pro Papierschnipsel als bei einer guten Ernte.

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Nachdem man das Grundprinzip von Geld verstanden hat, kann man es auf die „Eurorettungen“ anwenden und entdeckt deren Perversität.

Wie gesagt wird der Wert einer Währung bestimmt von den Waren, die im Währungsraum produziert werden.

Das heißt, daß es nur eine einzige Möglichkeit gibt, eine Währung aufzuwerten bzw. zu „retten“:

Indem die Produktion in diesem Währungsraum gesteigert wird!

Es gibt keinen anderen Weg!

Kein Mensch kann mir erklären, inwieweit der Euro „gerettet“ wird, wenn deutsches Steuergeld umgeschichtet wird.

Wenn es in Griechenland zuwenig Getreide gibt und wir geben den Griechen Geld, haben sie deswegen immer noch nicht mehr Getreide.

Es wird höchstens der Getreidepreis in Griechenland steigen, weil zwar die Geldmenge zugenommen hat, die Warenmenge aber konstant geblieben ist.

Die Wahrheit ist natürlich die, daß das deutsche Steuergeld gar nicht bei den notleidenden Griechen landet, sondern bei den Kapitalisten, die einfach eine erschreckende Ausrede brauchten, um das Geld rauben zu können:

„Gebt uns euer Geld, dann retten wir den Euro!“

Genausogut hätten sie sagen können: „Gebt uns euer Geld, sonst scheint morgen die Sonne nicht mehr!“ oder „Gebt uns euer Geld, sonst fällt euch der Himmel auf den Kopf!“

Alles Schwachsinn.

Solange in Europa Waren produziert werden, ist der Wert des Euros stabil; es sind die Arbeiter, die die Deckung einer Währung besorgen und nicht die Leute, die bedrucktes Papier für den Warenaustausch bereitstellen.

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Schaut euch mal in euren Supermärkten um: ALLES VOLL!

Und dann macht euch klar, wieviel Zeug weggeworfen oder exportiert wird.

Es ist also unter diesen Umständen klar, daß die Produktion in Europa absolut ausreichend ist, um wirklich JEDEM Bürger Europas ein schönes Leben in angemessenem Wohlstand zu sichern.

Ein Kongolese, der nach Europa kommt und einen obdachlosen Deutschen sieht, versteht die Welt nicht mehr!

Im Kongo hungern die Menschen, weil sie nicht genug Waren produzieren. Das ist logisch; was nicht da ist, kann man nicht essen.

In Deutschland werden tonnenweise Lebensmittel weggeworfen und die Leute hungern? Wie kann das sein? Das ist unlogisch, das kann ein Kongolese nicht verstehen.

Und er hat Recht. Es ist ja auch tatsächlich Unsinn!

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Die Unlogik wird dann verständlich, wenn man begreift, daß der Staat Geld nicht mehr in seiner ursprünglichen Funktion benutzt, um den Austausch von Waren zu ermöglichen, sondern als Steuerungsinstrument.

Der Staat wird sich also bemühen, möglichst viel Geld aus dem Kreislauf zu entziehen (Steuern) um eine Geldknappheit zu erzeugen.

Diese Geldknappheit sorgt im Endeffekt für eine „paradoxe Warenknappheit“ und wirkt sich letztlich genauso aus, wie eine echte Warenknappheit.

Durch das Geldsystem ist es also möglich, Menschen verhungern zu lassen, obwohl in den Müllcontainern tonnenweise Nahrungsmittel vergammeln.

Während in Afrika also eine Warenknappheit die Ursache für die Armut des Volkes ist,

ist in Europa eine Geldknappheit die Ursache für die Armut des Volkes.

Der Staat stellt dem Volk nicht genügend Geld zur Verfügung, um die vom Volk für das Volk produzierten Waren zu konsumieren.

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Kein Mensch kann mir erklären, warum es zu einer „Inflation“ führen sollte, wenn der Staat zusätzlich Geld in den Kreislauf gibt und es an die ärmsten Leute verteilt, damit diese sich die Sachen kaufen können, die hergestellt werden und derzeit auf dem Müll landen, weil keiner mehr Geld hat.

Eine echte Inflation wie im Jahr 1923 ist IMMER die Folge einer Warenknappheit; die Preise steigen darum, weil zwar Geld im Kreislauf ist, aber nicht genügend Waren, um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen.

Auch Kriege führen logischerweise zur Inflation, denn weil die Bauern im Krieg sind oder weil die Produktion durch Zerstörung der Firmen zum Stillstand kommt, nimmt die Warenmenge ab.

Im Moment aber haben wir die Situation, daß wir mehr als genug Waren haben, um die Grundbedürfnisse zu befriedigen, aber nicht genug Geld im Kreislauf ist, damit sich die Menschen diese Erzeugnisse kaufen können.

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Es ist wirklich grotesk.

Wenn ich jemandem die ganz einfache Frage stelle: „Wieso druckt der Staat nicht einfach Geld und gibt es den Menschen, damit sie sich die Sachen kaufen können, die hergestellt werden?“

bekomme ich meistens nur Floskeln als Antwort.

„Der Staat kann doch nicht einfach Geld drucken!“

„Das führt zur Inflation!“

„Das geht nicht!“

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Geht zurück zur Ausgangsposition mit meinem Ägypten, das ohne Geld funktioniert.

Das Volk würde niemals akzeptieren zu hungern, während es sieht, daß die Getreidespeicher voll sind.

Mit der Einführung des Geldsystems jedoch ist es möglich, ein ganzes Volk in Armut zu halten, obwohl die symbolischen Getreidespeicher voll sind, ohne daß das Volk sich wehrt.

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Und überlegt euch mal, wie absurd im Grunde die Argumentation ist!

Wenn der König dem Volk sagt: „Ich kann euch doch nicht einfach das von euch produzierte Getreide geben!“, würde das Volk sagen:

„Bissu bescheuert? Für wen haben wir denn das Getreide geerntet, wenn nicht für uns!“

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Wenn der König jedoch dem Volk sagt: „Ich kann euch doch nicht einfach genug Geld geben, damit ihr euch das von euch produzierte Getreide kaufen könnt!“, wird es kompliziert.

Manche sagen: „Hmm, stimmt irgendwie.“

Nur die wenigsten denken richtig und sagen auch hier: „Wofür stellen wir denn Getreide her, wenn zu wenig Geld im Umlauf ist, um dieses kaufen zu können?“

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Dies ist der Sinn des Geldsystems in der Politik.

Man kann ein Volk verhungern lassen, obwohl die Ernte auf den Feldern verschimmelt.

Einfach, indem man die Menge des umlaufenden Geldes soweit reduziert, daß niemand mehr etwas kaufen kann.

Und man kann andererseits die Geldströme in seinem Sinne lenken.

Wenn ihr euch anschaut, wohin Geld fließt und wohin Geld nicht fließt, werdet ihr erkennen, daß die deutsche Regierung eine Ausrottungspolitik gegenüber deutschen Alten, Kranken und Arbeitslosen betreibt, während die Ansiedlung von Ausländern oberste Priorität hat.

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Versteht das Geldsystem!

Es ist die Waffe unserer Feinde, aber je mehr Leute das Geldsystem verstehen, desto stumpfer wird die Waffe.

Niemals darf der Staat seine Fähigkeit Geld zu schöpfen an Privatleute abtreten, sonst ist das ganze Volk die Geisel dieser Leute!

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rothschild

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LG, killerbee

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7 Antworten zu Geld als politisches Instrument

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG schreibt:
  2. peter schreibt:

    Wie immer guter Artikel. Leich verständlich auch für die größten Idioten.
    Das hatte auch schon ein amerik. Präsident erkannt

    http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2011/07/05/thomas-jefferson/

    Leider interessieren sich die Mehrheit der Menschen für „wichtigere Probleme“ ala Dschungelcamp, Fußball, DSDS usw.

  3. Kartoffel schreibt:

    Das Geld wird eben für die Siedlungspolitik umverteilt..!
    ————————————————————————–

    „Räumungsklage für 100 Jährigen Deutschen“

    „Einen 100 Jährigen Deutschen, der zwei Weltkriege erlebt und überlebt hat, Deutschland wieder mitaufgebaut hat, sein Leben lang brav gearbeitet und Steuern bezahlt hat, droht eine Räumungsklage im Seniorenheim, weil er die Heimkosten nicht mehr alleine tragen kann. Wie armselig ist dieses Land geworden? Pseudoflüchtlingen, Schmarotzern, Asylbetrügern den Hintern vergolden, die nichts für Deutschland leisten geschweige denn jemals eine Leistung erbracht zu haben, aber armen Deutschen im Alter die Würde entziehen.“

    http://www.netzplanet.net/raeumungsklage-fuer-100-jaehrigen-deutschen-aber-asylanten-den-hintern-vergolden/15462

  4. Vaterland schreibt:

    Der Steinmeier fliegt jetzt in der Welt herum um noch mehr Flüchtlinge und Asylanten anzuwerben. Ja jetzt wird der Turbo eingeschaltet.Die BRD sowie die ganze verkommene „westliche Wertegemeinschaft“ ist am Ende und gewisse Pläne müssen noch schnell durchgezogen werden, bevor das Geld alle ist.Jetzt gilt es soviele Musels wie möglich hierher zu kriegen,damit wenigstens der Genozid noch durchgezogen werden kann.

  5. Waffenstudent schreibt:

    DIE SATANISCHE GELDVERKNAPPUNG ANNO 1923

    Bei Erwähnung der Hyperinflation 1923, muß auch das verbrecherische Verhalten der USA-Banken angesprochen werden, welche nach dem Versailler Diktat direkten Einfluß auf die Banken im Deutschen Reich hatten. Damit die leistungsstarke deutsche Wirtschaft, die auf Kriegswirtschaft getrimmt war, geschleift wurde, rückten die USA-gelenkten Banken einfach kein Geld heraus. Aus diesem Grunde wurden die Postbank und Reichsbahnbank gegründet. Sie übernahmen die Aufgabe, Deutschland mit Geld zu versorgen, indem sie eigenes Geld druckten und in Umlauf brachten. Als dadurch die Leistungskraft der deutschen Wirtschaft wieder anzog, verboten die USA den übrigen Banken im Deutschen Reich, dieses Geld anzunehmen. Erst dadurch brach der leidlich funktionierende Wirtschaftskreislauf zusammen. Große und kleine Firmen mußten ihre Tätigkeit einstellen Der Staat druckte wertloses Notgeld und die Amis kauften mit Dollars alles, was in Deutschland zu haben war.

    Angesichts dieser Erfahrung versorgte Adolf Hitler die Wirtschaft mit MEFO-Wechseln, welche anstelle von Ersatzgeld fungierten. Und damit, sowie dem Übergang, Exporte per Tauschhandel abzuwickeln, hatte er sich sofort die Kriegserklärung der USA-Banken eingeholt.

    Es wäre schön, wenn zur Entstehung von Post- und Reichsbahnbank weitere erhellende Fakten zusammen kämen.

    PS Hitlers Verbrechen bestand ganz alleine darin, daß er der satanischen Zinsknechtschaft widersagte. Sein Wirtschaftskonzept war derart überzeugend, daß mehrere Staaten es 1938 übernehmen wollten (Dänemark, Holland, Belgien und Ungarn) Da wurde es allerhöchste Zeit, daß Deutschland erneut in einen Krieg getrieben ward.

  6. Norman schreibt:

    Der wichtigste Wirtschaftsgrundsatz der kapitalistischen Demokratien: Das Volk ist für die Wirtschaft da und die Wirtschaft ist für das Kapital da. Und wir haben nun diesen Grundsatz umgedreht: das Kapital ist für die Wirtschaft da und die Wirtschaft ist für das Volk da.
    Das heißt mit anderen Worten: Das primäre ist das Volk, alles andere ist nur das Mittel zum Zweck. -A.H.

  7. Norman schreibt:

    Die wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist. -Bankier Rothschild, 1863

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