Gedanken zum „Tag der Arbeit“

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killerbee

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Warum arbeiten wir eigentlich?

Weil alles, was wir um uns herum sehen, das Resultat von Arbeit ist.

Der Monitor wurde von jemandem gebaut, die Rohstoffe dafür mussten hergestellt/gewonnen werden, der Monitor wurde dann zum Händler transportiert und seinen Job erfüllt er nur deshalb, weil Menschen Elektrizität erzeugen, Stromkabel verlegt haben, etc.

Man arbeitet für die Gemeinschaft; nicht zum Selbstzweck.

Die Arbeit muss einen Nutzen für die Gesellschaft haben; hat sie keinen, kann man genausogut zuhause bleiben.

Wer jeden Tag 4 Stunden ein Loch gräbt und dasselbe Loch dann wieder zuschüttet, verrichtet zwar auch Arbeit, aber er leistet nichts.

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Worum geht es eigentlich in einer gesunden Volkswirtschaft?

Es geht darum, daß das Volk alles, was es zum Leben braucht, selber herstellt.

Ist dies aufgrund der natürlichen Gegebenheiten nicht möglich, so muss das Volk mit anderen Völkern Handel treiben, um Leistungen auszutauschen:

Wir verkaufen Mercedes-Automobile und bekommen dafür Oliven, Kaffee, Bananen, etc., die bei uns nicht wachsen.

Liegt die Situation vor, daß wir weniger erzeugen, als das Volk verbraucht, macht das Volk Schulden.

Um diese Schulden zu tilgen, müssen wir entweder die Produktivität steigern oder schrumpfen.

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Betrachten wir den Aspekt „Produktivität“.

Angenommen, ihr seid der König eines Südseevölkchens und dieses Volk ist produktiv genug, um sich selber zu erhalten.

Jeder im Alter von 18-60 Jahren hat eine 35-Stunden Woche.

Nun kommt die industrielle Revolution daher und Maschinen sorgen dafür, daß dieselbe Produktivität in der Hälfte der Zeit erreicht wird.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten, wie ihr als König auf diese Produktivitätssteigerung reagieren könnt.

1) Ihr reduziert die Arbeitszeit des Volkes. Dies kann dadurch geschehen, daß die wöchentliche Arbeitszeit reduziert und das Renteneintrittsalter erniedrigt wird.

Das Volk hat logischerweise immer noch genug zu Essen, aber nun viel mehr Freizeit!

Vielleicht für Sport, für Bildung, für die Familie?

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2) Ihr lasst alles so, wie es ist. Aber was macht ihr nun mit dem, was zuviel produziert wird?

Naja, ihr könntet es gegen Devisen exportieren.

Aber was, wenn alle Länder in der Umgebung nun ebenfalls mehr herstellen, als sie selber benötigen?

Warum sollte die Nachbarinsel von euch Fische oder Kokosnüsse kaufen, wenn sie selber in Fischen und Kokosnüssen versinkt?

Letztlich läuft es also darauf hinaus, daß die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung arbeitslos wird.

Nun habt ihr ein Problem:

Es wird nach wie vor genügend hergestellt, damit das ganze Volk überleben kann.

Aber nur die Hälfte der Werktätigen wird dafür benötigt.

Wenn ihr nun den Arbeitern und den Arbeitslosen dasselbe gebt, werden die Arbeiter sich beschweren und sagen:

„Hey, ich arbeite 8 Stunden, der Arbeitslose gar nicht, und trotzdem bekommen wir alle dieselbe Getreide und Fischration? Das ist doch nicht gerecht!“

Was macht ihr?

Ihr verringert die Ration für die Arbeitslosen und lasst einen Teil des Getreides und Fisches verschimmeln oder verbrennt ihn.

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Beim ersten Umgang mit der Produktivitätssteigerung war der Volksbedarf das entscheidende Kriterium.

Wenn also beispielsweise vor der Industrialisierung 10 Mio Arbeitsstunden benötigt wurden, um den Bedarf des Volkes zu decken und danach nur noch 5 Mio Arbeitsstunden, ja mei, dann ist das halt so.

Die Leute haben mehr Zeit für sich und ihre Familie, können früher in Rente und alles ist super.

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Beim zweiten Umgang mit der Produktivitässteigerung handelt es sich um die kapitalistische Sichtweise.

Dort sind die 8 Stunden tägliche Arbeitszeit und der Renteneintritt festgelegt und eine Steigerung der Produktivität führt zu Arbeitslosigkeit, Hunger und Elend.

Obwohl das Volk MEHR herstellt als früher, geht es ihm schlechter als früher.

Die Industrialisierung, die dem Menschen Arbeit abnehmen sollte, wird durch die Gier der Kapitalisten in etwas Schlechtes verdreht.

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Auch aus ökologischer Sichtweise ist der Kapitalismus zu verdammen.

Der Kapitalismus ist auf Überfluss ausgerichtet, ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit.

Anstatt zum Beispiel beim Fischfang auf den tatsächlichen Bedarf Rücksicht zu nehmen, fischt man einfach die Meere leer und lässt das, was man nicht verkauft hat, verschimmeln.

Auch die Massentierhaltung und Auslaugung der Böden ist ein Resultat des Kapitalismus.

Man produziert auf Teufel komm raus und schmeißt lieber tonnenweise Lebensmittel weg, statt die Produktion an den Bedarf anzupassen.

Und obwohl das deutsche Volk viel mehr Lebensmittel herstellt, als das Volk braucht, lässt der Staat die Arbeitslosen und Rentner hungern!

Denn nur mit hungrigen Arbeitslosen kann man ausgebeutete Arbeiter dazu zwingen, sich weiterhin ausbeuten zu lassen.

Ein Arbeiter, der keine Angst vor Arbeitslosigkeit hat, ist gefährlich!

Der könnte nämlich von seinem Chef mehr Gehalt fordern und wenn der Chef ihm mit Rauswurf droht, sagt er: „Mach doch!“

Ganz ganz üble Situation…aus Sicht des Chefs.

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Ich wollte euch mit diesem Text nur ein wenig zum Denken anregen.

Arbeit ist ja schön und gut, aber Arbeit ist nicht alles.

Und vor allem ist Arbeit nicht Selbstzweck.

Was habt ihr davon, in einer Fabrik zu arbeiten, die etwas herstellt, aber der Staat hat die umlaufende Geldmenge durch Steuern so weit reduziert, daß sich keiner mehr eure Produkte leisten kann?

Was nützt es euch, das beste Gyros in der Stadt anzubieten, wenn keiner mehr genug Geld für einen Besuch in eurem Restaurant hat?

Was nützt es euch, wenn ihr die beste Phyisotherapeutin der Stadt seid, aber keiner kann sich euch leisten?

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rothschild

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Noch einmal: Versteht das Geldsystem!

Es ist der Schlüssel zu allem.

Wir sind ein Volk und können nur deshalb überleben, weil wir unsere Leistungen gegeneinander austauschen.

Das Mittel, welches uns den Leistungsaustausch ermöglicht, ist das Geld, welches uns vom Staat kostenlos zur Verfügung gestellt werden muss und Volkseigentum ist.

Die Deckung des umlaufenden Geldes erfolgt durch unsere Arbeit:

Stellen wir nichts her/bieten wir nichts an, ist im selben Moment das Geld wertlos; WIR bestimmen den Wert des Geldes und niemand sonst!

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Im Moment haben wir eine bizarre Situation:

Wir haben genügend Handwerker und wir haben genügend Bedarf an ihren Leistungen.

Wir haben genügend Lebensmittel und wir haben genügend Hungernde.

Aber wir haben nicht genügend Geld im Kreislauf, daß die Waren/Dienstleistungen dorthin kommen, wo sie gebraucht werden.

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Wo wäre das Problem, daß der Staat den Leuten Geld gibt, um die Leistungen zu kaufen, die sie benötigen?

Nun, das Problem besteht darin, daß im jetzigen Zentralbanksystem der deutsche Staat nicht mehr selber Geld herausgibt, sondern sich bunt bedrucktes Papier gegen Zinsen von Privatpersonen ausleiht.

Geld, das eigentlich Volkseigentum sein muss, weil es durch die Arbeit des Volkes gedeckt wird, ist im jetzigen System stattdessen Privateigentum.

Was für eine Perversion.

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LG, killerbee

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PS:

Habe heute einen Artikel gesehen, in dem der Deutsche Gewerkschafts Bund allen Ernstes wieder die Rente mit 67  fordert und die Arbeitnehmerfreizügigkeit (Codewort für die millionenfache Ansiedlung von Ausländern zum Zwecke der Ausrottung des deutschen Volkes durch Verdrängung) lobt.

Naja, nichts Neues in der BRD.

Hier hat man ein faschistisches Unrechtssystem, in dem die Wirtschaft, die Politik, die Justiz, die Exekutive und die Medien alle nur ein Ziel verfolgen:

Die totale Ausbeutung des Volkes und ein sorgenfreies Leben für sich selber.

Und diese Situation wird sich nicht eher verbessern, als bis die Ausgebeuteten endlich aufstehen und die Ausbeuter entmachten.

Die nächsten Wahlen bieten dazu eine gute Gelegenheit; es gibt auf eurem Stimmzettel auch noch andere Parteien als die kapitalistisch/faschistischen.

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Oligarchie

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7 Antworten zu Gedanken zum „Tag der Arbeit“

  1. smnt schreibt:

    Toller Artikel.
    „Auch aus ökologischer Sichtweise ist der Kapitalismus zu verdammen.“
    Das kann ich nur unterschreiben.
    Habe gestern eine Reportage über die Aluminiumproduktion und die
    Probleme die damit einhergehen gesehen.
    Rotschlamm/Energieverbrauch b. Produktion !!! Schlimm.
    Alu = Mafia
    analog zu Atom;
    Heute bei Spon der halbjährliche Bericht über Müll im Wasser.
    Jährlich gelangen 6.400.000 Tonnen Müll ins Meer,
    die Gesamtmenge Plastikabfall im Meer wird auf
    142.000.000 Tonnen geschätzt.

    Und das geht immer so weiter…

  2. LichtWerg schreibt:

    Hat dies auf LichtWerg rebloggt.

  3. Danke schreibt:

    In Anlehnung an die aktuellen Ereignisse in der Ukraine, Russlands Politik unter Putin generell, vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichen Erklärungen auf diesem Blog und speziell Bezug nehmend auf dieses Video -> (https://www.youtube.com/watch?v=umy5eTD8KFk) in dem das Zentralbanksystem aus der russischen Perspektive (stellvertretend für alle teilnehmenden Länder) anschaulich erklärt wird stelle ich folgende Frage:

    Ist Putin doch auch nur eine Komponente in diesem kranken Spiel?

    Wer hindert Putin daran die Russische Zentralbank zu verstaatlichen?

    Einfach eine Ansprache ans Volk, das kranke System anschaulich erklären, die Ausstrahlung auf allen Fernseh- und Radiosendern 48h non-stop wiederholen. Danach Abstimmung in der Duma oder besser noch einen Volksentscheid und fertig.

    Wo ist das Problem?

    Killerbee, wie stehst du zu Putin? Siehst du in Ihm einen ehrlichen Kämpfer für das Volk oder ist er doch nur die „Antithese“?

    Danke!
    Glück auf, meine Heimat!

  4. Max schreibt:

    @Danke: Putin ist meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen. Er tut zwar sehr viel für sein Volk und auch für die Welt zb die Verhinderung des US Angriffs auf Syrien. Was mich an ihm stutzig macht ist das er scheinbar jüdischer Abstammung ist. Auch das Gesetz zum Verbot der Revisionierung von NS Geschichte in Russland ähnelt dem BRiD Paragraph 130. Zensur. Will er die Wahrheit nicht um die russische Seele anzugreifen oder ist er Teil des Systems? Auf deutscher-freiheitskampf.com findest du kritische Artikel über die Person Putin. Auf jeden Fall sollten wir kritisch bleiben und alles genau beobachten und hinterfragen. Es bringt nichts wenn wir uns Washington entziehen und dann Moskau unterwerfen. Deutschlands Zukunft muss in einem souveränen Deutschland bestimmt werden und nicht im Ausland!

  5. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG schreibt:
  6. CARLOS schreibt:

    @max

    Auch für Russland wäre eine Revision fatal. Ein aufwühlen der Geschichte, wäre ein Schlag gegen den Patriotismus. Schließlich wissen wir alle über das Gräuel und Unrecht das Russlands Truppen brachten. Vom Befreier zum Babaren – das wäre schlecht fürs eh angeschlagene Image. Ihr denkt immer aus der deutschen Perspektive, es gibt aber kaum einen, der sich für Recht von „Verbrechern“ interessiert.

  7. deutschnationales_feigenblatt schreibt:

    @Max: Putin ist höchstwahrscheinlich Teil des Systems, siehe Bild (BIS-members):

    https://en.wikipedia.org/wiki/Bank_for_International_Settlements

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