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Zuerst möchte ich vorausschicken: Ich sehe keine Alternative zum Sozialstaat.
Allein der Gedanke ist Wahnsinn, denn wie sollte ein “unsozialer Staat” funktionieren? Es ist doch gerade das Merkmal eines Staates, daß seine Bürger miteinander und nicht gegeneinander leben!
Der Bäcker backt das Brot für die Menschen, der Bauer baut das Getreide an, der Ingenieur entwickelt die Maschinen für beide, der Wissenschaftler betreibt Grundlagenforschung, der Kraftwerkbetreiber stellt Strom für alle bereit, etc.; der eine kann nicht ohne den anderen!
Die Alternative wäre natürlich, daß jeder für sich selber sorgt, aber wie soll das funktionieren? Jeder hackt Holz, hat seinen kleinen Schrebergarten und dann?
Wer betreibt die Kraftwerke? Wer kann noch hochspezialisierte Aufgaben vollführen, wenn er jeden Tag ein paar Stunden damit beschäftigt ist, sich um die Nahrungsbeschaffung zu kümmern? Wer unterrichtet die Kinder?
Im Grunde ist der Sozialstaat der Grund dafür, warum Europa irgendwann dem nahen Osten zivilisatorisch enteilt ist.
Die Strukturen reichen genau soweit, wie auch das Vertrauen reicht. Und da z.B. in Afghanistan bereits mit dem Verlassen des Clangebietes “Feindesland” betreten wird, wie sollen solche Kulturen Kraftwerke erzeugen? Wie ein Museum betreiben? Krankenversorgung gestalten?
Wie sollen sie überhaupt nur eine geteerte Straße in Afghanistan anlegen, wenn Clan A mit Clan B seit 350 Jahren verfeindet ist; jede Straße hört dort auf, wo das Clangebiet aufhört.
Erst die Organisationsform, daß jeder einen gewissen Teil seines Einkommens an “Vater Staat” überweist und dieser das Geld dann gemeinnützig einsetzt, hat uns befreit, hat unseren Wohlstand, unseren Lebensstandard erschaffen.
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Wer das Beste für sein Land will, MUSS sozial sein!
Wer sagt: “Ich möchte, daß es Deutschland gut geht.” und es ernst meint, der muß eigentlich sagen: “Ich möchte, daß es möglichst allen Menschen in Deutschland gut geht.”
Wie sollte es auch möglich sein, daß es “Deutschland” gut geht, jedoch die Menschen in Deutschland hungern?
Deutschland selber ist nur Erde, Steine, Wasser, Luft. Die fühlen keine Schmerzen, keinen Hunger, keine Not.
Ein Patriot ist also IMMER auch sozial. Oder was würdet ihr von jemandem denken, der sagt: “Ich liebe Deutschland” und einen deutschen Obdachlosen im Winter in der Kälte erfrieren lässt, obwohl er ihm eigentlich auch für die Nacht ein Obdach hätte gewähren können?
Ich nenne so jemanden einen Heuchler!
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Umgekehrt ist jemand, der sozial sein möchte, immer zuerst national!
Die jetzigen “Linken”, die die seit Jahrzehnten eingezahlten Beiträge der Arbeiter benutzen, um kriminelles Gesocks von überallher (auch Einheimische) zu pampern, sind keinesfalls sozial. Sie sind die asozialsten Menschen überhaupt, sie rauben den Arbeitern das, wofür sie ihr ganzes Leben eingezahlt haben.
Ich bin natürlich dafür, daß möglichst viele Länder ein so gutes Sozialsystem bekommen wie Deutschland, aber das erreicht man dadurch, daß diese Länder es BEI SICH etablieren und nicht dadurch, daß wir für Leute bezahlen sollen, die keine Beiträge erbringen.
Aus der Aneinanderreihung vieler einzelner sozialer Nationalstaaten kann dann zwar ein supranationaler Sozialstaat entstehen, aber das ist gar nicht zwingend notwendig und meiner Meinung nach auch nicht wünschenswert.
Die Vielfalt Europas, die ich so schätze, ergibt sich aus der Fähigkeit der Völker, in ihrem eigenen Gebiet ihre Kultur zu pflegen. Reiße ich die Grenzen nieder und zwinge allen Menschen eine Mischkultur auf, so vernichte ich die kulturelle Vielfalt.
Die jetzige Logik, daß man z.B. türkische Arbeitslose von deutschen Beiträgen bezahlt, führt nicht zu “mehr” Sozialstaat, sondern wird zur Vernichtung des Modells Sozialstaat führen.
Übrigens dürfte es vor diesem Hintergrund auch keinesfalls verwundern, daß gerade die CDU/CSU/FDP als Kapitalistenhuren die Öffnung der Grenzen vorantreiben und nichts gegen die Ausbeutung der deutschen Arbeiter einzuwenden haben, denn welches Interesse sollte ein Kapitalist an einem funktionierenden Sozialstaat haben?
Der Sozialstaat ist das größte Hindernis beim Lohndumping, weil es einen gewissen Mindestlohn, nämlich die Sozialhilfe, garantiert.
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Es wird irgendwann als makabrer Treppenwitz in die Geschichte eingehen, daß gerade die “Linken” die größte Errungenschaft der Europäer, den Sozialstaat, vernichten wollten, weil es den Kapitalisten gelang, die Globalisierung mit dem Begriff “Multikulti” zu tarnen.
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Was für Narren. Zumindest die auf der unteren Ebene.
Die Führungsebene weiß natürlich auch, was die Globalisierung für die Arbeiter bedeutet, aber die Führungsebene ist seit 50 Jahren von der Industrie gekauft.
Wäre sie es nicht, würden die Gewerkschaften und die SPD seit 20 Jahren täglich zum Streik aufrufen.
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Es ist vor diesem Hintergrund ein Paradoxon, daß der Begriff “sozial” als “links” eingeordnet wird, der Begriff “national” jedoch “rechts”; so als wären das Gegensätze.
Nein, im Gegenteil: Es sind Eigenschaften, die sich einander bedingen, die nicht ohne einander existieren können!
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Der glaubhafte Nationalist ist sozial.
Der wirtschaftshörige Konservative ist unsozial und übertüncht seinen Egoismus mit Patriotismus.
Und der globalistische Kapitalist, der “Liberale”, ist lediglich eine Wanderheuschrecke, ohne Zuhause, der nur verbrannte Erde hinterlässt.
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LG, killerbee
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Der Nahe Osten war Deutschland noch nie zivilisatorisch überlegen. Das ist eine christliche Lüge.
Killerbee,
falls du diese Rezension einer Kampfschrift von Hans-Herrmann Hoppe noch nicht kennst und ein wenig Zeit übrig hast:
http://diepresse.com/home/spectrum/literatur/751248/Der-Staat-als-Betrueger?offset=25&page=2#kommentar0
@Gottfried: Zu empfehlen : Friedrich Köhler (Thitus – sic) oder auch Britta Verhagen. Gegen Jürgen Spanuth bin ich wesentlich aufgeschlossener als früher, vor allem nach nach letzterer Lektüre.
Und hüte Dich vor dem Morgenthau-Scheiß! Das Automobil für jedermann ist ein Segen, kein Fluch.
@fred: Guter Link! Wir haben in der Tat eine Gesellschaftsordnung, welche die jeweils übelsten Elemente von Feudalismus, wildem Früh-und entartetem Spätkapitalismus sowie Bolschewischmus enthält, ohne deren positive. (Ein Gutes am Feudalismus war das Fehderecht… am Hochkapitalismus: Benz, Daimler, Edison, Ford, Otto Lilienthal…)
@Hildeswin
Edison würde ich so nicht als positiv bezeichnen – in Anbetracht dessen, wie er sich Tesla gegenüber verhalten hat. Über die anderen Männer weiß ich zuwenig.
Doch du hast sicher nur den wirtschaftlichen Aspekt gemeint.
Das Auto ist unser Unglück. Sicherlich wird man nicht »flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl«, wenn man seinen fetten Arsch nur zwischen Bürostuhl, Sofa und Auto hin und her wuchtet. Hitler hatte die heutige Situation vorhergesehen. Vielleicht hätte er oder einer seiner Nachfolger die Radverkehrspolitik des Deutschen Reiches geändert.
»Ich sehe die Entwicklung des Verkehrs vor mir und weiß, dass in zehn Jahren besonders der Kraftwagenverkehr ein ungeheurer sein wird.«
– Adolf Hitler. Zitiert in: Heinrich Schwendemann: Bomben für den Aufbau. In: Stephan Burgdorff & Christian Habbe (Hrsg.): Als Feuer vom Himmel fiel. Der Bombenkrieg in Deutschland. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2003. S. 222
Ja, ich möchte auch lieber zurück ins Mittelalter oder sonstwohin…..
Denn was hat uns diese Technologie gebracht: zB, dass alles viel schneller “erledigt” werden kann. Wir sind letztlich auch erledigt, weil uns trotzdem oder gerade deswegen soviel an Lebenszeit gestohlen wird. Wir brauchen die Wäsche zwar nicht mehr mühsam händisch zu waschen, aber dafür brauchen wir soviel mehr Kleidung als früher, die wir wiederum mit oder ohne Auto zur Reinigung und wieder zurück bringen müssen. Nur so als Beispiel.
Da sich Technik nur lohnt, wenn sie in Massen produziert und verkauft wird, hat sie unser Leben “verkompliziert” und wir hecheln ihr ständig atemlos hinterher.